- Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
- Verlag: Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (11. Mai 2023)
- Übersetzer: Sonja Hauser, Karin Dufner, Sibylle Schmidt, Ursula Wulfekamp
- ISBN-10 : 3442315670
- ISBN-13 : 978-3442315673
- Originaltitel: Atlas: The Story of Pa Salt
- Genre: Gegenwartsliteratur, zwei Zeitebenen
- Reihe: ja - Band 8 der Sieben Schwestern Reihe
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Goldmann Kurzbeschreibung:
Paris, 1928. Ein Junge wird gerade noch rechtzeitig entdeckt, bevor er stirbt, und von einer Familie aufgenommen. Er ist klug und liebenswert, und er entfaltet seine Talente in dem neuen Zuhause. Hier wird ihm ein Leben ermöglicht, von dem er nicht zu träumen gewagt hätte. Doch er weigert sich, einen Hinweis darauf zu geben, wer er wirklich ist. Als er zu einem jungen Mann heranwächst, verliebt er sich und besucht das berühmte Pariser Konservatorium. Die Schrecken seiner Vergangenheit kann er darüber beinahe vergessen, ebenso wie das Versprechen, das er einst geschworen hat, einzulösen.
Ägäis, 2008. Alle sieben Schwestern sind an Bord der »Titan« zusammengekommen, um sich von ihrem geliebten Vater, der ihnen stets ein Rätsel blieb, zu verabschieden. Zur Überraschung aller ist es die verschwundene Schwester, die von Pa Salt damit betraut wurde, ihnen die Spur in ihre Vergangenheit aufzuzeigen. Aber für jede Wahrheit, die enthüllt wird, taucht eine neue Frage auf, und die Schwestern müssen erkennen, dass sie ihren Vater kaum gekannt haben. Noch schockierender aber ist, dass diese lang begrabenen Geheimnisse noch immer Auswirkungen auf ihrer aller Leben haben.
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Was haben wir alle auf dem Abschlussband der "Sieben Schwestern Reihe" hingefiebert. Ich erinnere mich noch sehr gut an die gemeinsame Leserunde des 7. Bandes, als wir erfuhren, dass Lucinda Riley verstorben ist. Nun haben wir (Livia, Nicole, Mellie, Andrea) wieder gemeinsam den finalen Band gelesen.
Endlich wird erzählt, wer eigentlich Pa Salt ist und warum er seine Töchter aus allen Herren Länder adoptiert hat. Alle Fragen werden beantwortet und trotzdem konnte mich auch der letzte Band nur teilweise überzeugen.
Ich möchte jedoch Harry Whittaker, dem Sohn von Lucinda Riley, danken, dass er die Aufzeichnungen seiner Mutter vollendet und den Leser:innen diese Geschichte geschenkt hat. Was gibt es Unbefriedigenderes als sieben Bücher zu lesen, die alle auf ein Geheimnis hindeuten und dieses nicht gelöst wird? Harry Whittaker hat die Leser:innen der "Sieben Schwestern Reihe" somit zufriedengestellt.
Ich denke die meisten wissen, dass sich diese Reihe um sieben Schwestern dreht, die von Pa Salt adoptiert wurden. Nach seinem Tod bekommt jede der jungen Frauen einen Brief mit den Koordinaten ihrer Heimat.
Die Idee, die Töchter nach dem Sternbild der Plejaden zu benennen, finde ich großartig. Und auch die jeweiligen Ausflüge in verschiedene Länder auf der ganzen Welt. Damit hat Lucinda Riley wahrlich etwas Großes geleistet. Die einzelnen Geschichten lesen sich unterschiedlich und ich denke jede von uns hat ihre Lieblingsbände. Aber zurück zum Abschlussband.....
In Paris im Jahr 1928 wird ein verstörter 10-jähriger Junge aufgefunden und von einer Bildhauerfamilie aufgenommen. Der extrem talentierte Knabe spricht nicht, erzählt aber seinem Tagebuch, was er erlebt. Trotzdem gibt er auch dem Tagebuch keine Geheimnisse preis, denn jemand könnte ja darin lesen. Dies ist bereits ein Punkt, bei dem ich den Kopf schütteln musste. Weiters schreibt der Junge, der sich nach einiger Zeit Bo nennt, in einer Sprache, die sehr gebildet und erwachsen erscheint. Sie passt ganz einfach nicht zu einem Kind, auch wenn es außergewöhnlich klug ist. Irritiert hat mich ebenfalls die Ansprache "Liebe Leserin, lieber Leser"....wer bitte schreibt soetwas in sein Tagebuch? Noch dazu, wo er doch eigentlich nicht will, dass jemand seine Aufzeichnungen liest. Zusätzlich hat mich diese Ansprache immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Unglaubwürdig
fand ich auch die Tatsache, dass Pa Salt als Kind monatelang allein auf sich gestellt auf der Flucht war und diese überlebt
hat.
Trotzallem hat mir dieser Abschnitt in Paris in der Vergangenheit am Besten gefallen. Man erfährt über "Pa Salts" Talente, wie er bei dieser Familie aufwächst, die ihn sehr unterstützt, und zu der Person wird, die er später ist. Auch seine Ängste und Sorgen werden geteilt. Wir erleben, wie er seine große Liebe kennenlernt und wodurch seine Reiseleidenschaft beginnt.
Danach wird es allerdings sehr oberflächlich. Die Erzählung, wie Pa Salt zu seinen Töchtern gekommen ist, wird im Schnelldurchlauf und immer nach dem gleichen Schema erzählt. Zudem konnten mich die Vorhgehensweisen der Adoptionen nicht überzeugen. Hier hätte ich mir so viel mehr erwartet und mir auch plausiblere Erklärungen gewünscht. Vorallem aber, mehr Zeit für das Aufwachsen der Mädchen.
Im "Gegenwartsstrang" sind wir in der Ägäis im Jahre 2008. Die sieben Schwestern sind auf der Titan, der Yacht von Pa Salt, vereint. Dort wollen sie sich gemeinsam von ihrem Adoptivvater verabschieden. Zu aller Überraschung erhält die "verschwundene Schwester" seine Aufzeichnungen und gemeinsam enthüllen sie Pa Salts Geheimnisse. Diese werden allesamt nach und nach aufgelöst. Im Mittelpunkt stehen dabei vorallem Maia und Mary, während die anderen Töchter zur Nebensache degradiert werden. Ebenfalls vermisst habe ich, wie es den Schwestern seit den Ereignissen rund um das Geheimnis ihrer Herkunft ergangen ist.
Im Großen und Ganzen hat die Geschichte unnötige Längen, während man an anderen Stellen gerne länger verweilt wäre.
Die sieben Vorgänger habe ich gerne gelesen, war aber nie richtig überzeugt. Fünf Sterne Buch war keines dabei. Manche Geschichte mochte ich lieber, manche weniger. Die letzten Bände waren meiner Meinung nach die schwächsten und bereits zu langgezogen.
Die Idee drumherum finde ich jedoch großartig und der Abschlussband beantwortet schlussendlich alle offene Fragen. Für Harry Whittaker war es eine unendlich schwierige Aufgabe das Vermächtnis seiner Mutter zu beenden. Davor ziehe ich meinen Hut!
Cover:
von links nach rechts:
das russische, das niederländische, das finnische, das polnische, das litauische, das englische und das serbische Cover. Das serbische Cover finde ich wunderschön!
Fazit:
Mit dem Vermächtnis von Lucinda Riley und dem allerletzten Band der "Sieben Schwestern" Reihe sind nun alle Fragen beantwortet. Meine Erwartungen sind jedoch nicht ganz erfüllt worden. Manches war absolut realitätsfern, es gab viele Längen, aber vorallem der Teil rund um die Adoptionen und den Mädchen selbst, kam mir einfach zu kurz. Trotzdem möchte ich Harry Whittacker danken, dass er diese Mammutaufgabe auf sich genommen hat und und einen ereignisreichen letzten Band erschaffen hat.
















Hallo Martina,
AntwortenLöschenschön rezensiert. Uns alle lässt dieser Abschluss etwas ratlos zurück, habe ich den Eindruck. Richtig zufrieden war keine von uns.
Liebe Grüße
Nicole
Liebe Martina
AntwortenLöschenDu hast deine Gefühle zum letzten Band sehr gut in Worte gefasst, finde ich. Ich habe auch eine riesige Achtung vor Lucinda Rileys Sohn und ihrem ganzen Team, da sich dieser riesigen Aufgabe angenommen hat. Trotzdem habe auch ich von Band zu Band mehr Schwächen entdeckt und für mich war der erste Band der Reihe der beste Band.
Mir erging es wie dir: ich hätte gerne mehr aus dem Leben der Schwestern gelesen und einmal mehr waren einzelne unwichtige Teile zu sehr in die Länge gezogen, während andere und für mich viel wichtigere Teile ganz schnell abgehandelt worden sind.
Ich war am Ende erleichtert und auch sehr traurig und enttäuscht. Aber für einige war das Buch ja absolut grandios. Da sind halt einfach die Geschmäcker wieder unterschiedlich.
Alles Liebe an dich
Livia
https://samtpfotenmitkrallen.blogspot.com/2023/07/rezension-atlas-die-geschichte-von-pa.html