Die verschwundene Schwester - Lucinda Riley

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
    Verlag
    : ‎
    Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (24. Mai 2021)

    Übersetzer:
    Sonja Hauser, Karin Dufner, Sibylle Schmidt, Ursula Wulfekamp

    ISBN-10
    ‏ : ‎
    3442314488

    ISBN-13
    ‏ : ‎
    978-3442314485

    Originaltitel
    : ‎
    The Lost Sister

    Genre
    : Gegenwartsliteratur

    Reihe:
    ja Band 7 der Sieben Schwestern Reihe



Goldmann Kurzbeschreibung:
Sieben Sterne umfasst das Sternbild der Plejaden, und die Schwestern d’Aplièse tragen ihre Namen. Stets war ihre siebte Schwester aber ein Rätsel für sie, denn Merope ist verschwunden, seit sie denken können. Eines Tages überbringt der Anwalt der Familie die verblüffende Nachricht, dass er eine Spur entdeckt hat: Ein Weingut in Neuseeland und die Zeichnung eines sternförmigen Rings weisen den Weg. Es beginnt eine Jagd quer über den Globus, denn Mary McDougal – die Frau, die als Einzige bestätigen kann, ob ihre Tochter Mary-Kate die verschwundene Schwester ist – befindet sich auf einer Weltreise. Während die Schwestern ihre Suche nach Neuseeland, Kanada, England, Frankreich und Irland führt, schlüpft ihnen Mary immer wieder durch die Finger. Und es scheint, als wolle sie unbedingt verhindern, gefunden zu werden ... 

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Man kann diesen siebenten Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgänger lesen, jedoch ist die Reihe aufeinander aufgebaut. Deswegen empfehle ich die Reihenfolge bei Bänden einzuhalten!

Meine Meinung:
Den siebenten Band der Sieben Schwestern Reihe von Lucinda Riley habe ich gemeinsam mit den lieben Mädels Livia, Andrea und Nicole gelesen, mit denen ich schon die Vorgängerbände in einer Leserunde gelesen habe.
Umso mehr schockierte uns die Nachricht vom plötzlichen Tod der Autorin, die uns genau während dieser Zeit erreichte. Lucinda Riley wurde nur 56 Jahre alt und kämpfte vier Jahre - schlussendlich erfolglos - gegen den Krebs. Kaum jemand ihrer Leser wusste davon. Als ich die Nachricht auf Instagram entdeckte, dachte ich zuerst an eine Falschmeldung. Leider war dies nicht der Fall und obwohl ich die Autorin nicht persönlich kannte, ging mir ihr Tod die kommenden Tage nicht aus dem Kopf. Immer wieder musste ich daran denken und natürlich auch an die Sieben Schwestern Reihe, die wir gerade lasen. Erst im Mai hat die Autorin verkündet, dass der siebente Band nicht der letzte sein würde und es noch einen weiteren geben wird. Nun hoffe ich stark, dass sie genaue Aufzeichnungen gemacht hat, damit dieser Band geschrieben werden kann. Im siebenten Band werden nämlich nur einige Geheimnisse aufgelöst, aber nicht alle.....und das trotz der 836 Seiten.

Wie der Titel des siebenten Bandes schon sagt, handelt es sich bei diesem Buch um die verschwundene Schwester, die niemand der sechs D’Aplièse Schwestern kennt. Doch nun scheint sich das zu ändern, denn Familienanwalt Georg kommt mit der Neuigkeit an, die verschwunde Schwester gefunden zu haben. In Neuseeland auf einem Weingut soll eine gewisse Mary leben. Doch sowohl die Tochter des Weingutes, als auch die Mutter, heißen beide Mary. Zu Pa Salt's Todestag möchten die Schwestern gemeinsam in der Ägäis an ihn denken und einen Kranz ins Meer werfen. Dazu möchten sie die geheimnisvolle Mary einladen. Da CeCe am nächsten wohnt, beschließt diese gemeinsam mit Chrissie zuerst herauszufinden, welche der beiden Frauen die verschwundene Schwester sein könnte. Tochter Mary-Kate empfängt CeCe sehr freundlich, doch die Beweise, dass ihre Mutter Mary (genannt Merry) die Gesuchte ist, verdichten sich. Mary ist jedoch kurz vorher zu einer kleinen Weltreise aufgebrochen, um sich um ihre Zukunft nach dem Tod ihres Mannes klar zu werden. Perfekt, dass die Schwestern rund um den Globus verteilt wohnen. Eine nach der anderen versucht Mary zu erreichen oder mit ihr zu sprechen, doch es scheint, als wollte diese nicht gefunden werden. Sie verschwindet meistens im letzten Augenblick. Auch Jack, Mary's Sohn und Mary-Kate erscheint dies ungewöhnlich und überrreden sie, sich mit einer der Schwestern zu treffen. Dies ist auch der Beginn einer Reise in die Vergangenheit von Mary, die in Irland begann....

Irland, die grüne Insel, und auch die Heimat der Autorin. Sie erzählt in diesem Buch die leidvolle Geschichte der Iren: den Unabhängigkeitskampf, die IRA (Irish Republican Army) und deren Frauen, den Cumann na mBan, die ihren Männern im Widerstand halfen. In diesem Vergangenheitsstrang, der im Jahr 1920 beginnt, wird dem Leser dieser lange Kampf für Unabhängigkeit und die Teilung Irlands näher gebracht. Viel zu wenig wusste ich darüber und würde auch gerne noch mehr erfahren. Trotzdem konnte mich der Teil der Geschichte nicht immer abholen. Nuala, die Großmutter Marys, entwickelte sich für mich von einer sympathischen jungen Frau und Widerstandskämpferin zu einer radikalen Verfechterin, die den Hass gegen die Engländer bis in die übernächste Generation schürt.
Father O'Brian und Ambrose hingegen konnten mein Leserherz erwärmen.

Im Gegenwartsstrang erleben wir das erste Mal alle Schwestern gemeinsam und erfahren auch ein bisschen etwas darüber, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist. Ich fand das Drängen der Schwestern unbedingt gemeinsam mit Mary Pa Salt zu gedenken zu überzogen. Sie kannte Pa Salt ja nicht einmal. Auch die Art und Weise, wie sie Mary "auflauerten", war etwas an den Haaren herbeigezogen.
Die übertrieben Angst, die Mary hatte, fand ich ebenfalls überspitzt. Diese Gedanken änderten sich auch nicht nach der Auflösung am Ende.

Leider hatte ich diesmal sehr mit der gestreckten Handlung zu kämpfen. Lucinda Riley erzählt sehr detailliert  - oftmals zu sehr. Es kam zu Längen und ich griff dazwischen immer wieder zu einem anderen Buch. Danach war ich zwar wieder schnell in der Geschichte und war eine Weile gefesselt, bis ich wieder "zu kämpfen" begann. Viele warfen der Autorin Geldgier vor, weil sie einen weiteren Band um Pa Salt plante. Dies sollte ihr plötzlicher Tod nun doch relativieren, denn sie hatte ganz andere Sorgen, als Geld zu scheffeln.
Leider ist die Reihe und die Geschichte um Pa Salt, und auch teilweise um die verschwundene Schwester, nicht wirklich aufgelöst. Wie die meisten Leser hoffe auch ich, dass Lucinda Riley ihre Aufzeichnungen fertig hatte, damit jemand anders den krönenden Abschluss um das Geheimnis der Sieben Schwestern schreiben kann. Es wäre sehr schade, würde dies Reihe unvollendet bleiben...
Es ist besonders schwierig diesen Band objektiv zu bewerten, doch ich hoffe, dass ich trotzdem meine Gedanken dazu relativ unvoreingenommen wiedergegeben habe.

Cover:

von links nach rechts:
zwei englischsprachige Ausgaben, danach die Cover aus Italien, Schweden, Frankreich und Finnland

Fazit:
Für mich war der siebente Band leider der Schwächste der Reihe, was vorallem an den Längen und der Detailverliebtheit lag. Ich kann aber auch verstehen, dass die Autorin sich ein bisschen verzettelt hat und einfach noch so viel zu erzählen hatte/gehabt hätte. Die Idee hinter der Reihe finde ich noch immer grandios und ich hoffe wirklich sehr, dass es Aufzeichnungen gibt und wir noch den letzten Band lesen dürfen - sonjst wäre das wirklich sehr schade!


 
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Die Sieben Schwestern Reihe: 
  1. Die sieben Schwestern *Rezi*
  2. Die Sturmschwester *Rezi*
  3. Die Schattenschwester*Rezi*
  4. Die Perlenschwester *Rezi*
  5. Die Mondschwester *Rezi*
  6. Die Sonnenschwester  *Rezi*

3 Kommentare:

  1. Liebe Martina
    da ging es uns ganz ähnlich - und ich bin froh, hab ich diesen Band noch vor der traurigen Nachricht über Lucindas Tod gelesen, ich hätte ihn danach wohl nicht objektiv bewertet.
    Über den irischen Unabhängigkeitskrieg hab ich schon einiges gelesen, deshalb war mir das Thema hier fast schon über, meine Lieblingsfiguren sind für einmal auch zwei Männer, dieselben wie bei dir :-) Und btr. Nuala, aber auch Hannah, da erging es mir gleich. Alles in allem hat mir dieser siebte Band trotz Irland-Thema gefallen, denn Lucinda schreibt einfach sehr fesselnd, so dass man auch Themen inhaliert, die man selbst gar nicht so interessant findet. Auch ich bin gespannt, ob wir Pa Salts Geschichte nun noch zu lesen bekommen. Ich denke ja, vielleicht ist es ja auch nur meine Hoffnung, lassen wir uns überraschen, die Verlage werden es uns sicherlich mitteilen, wenn die Zeit reif ist.

    Liebe Grüsse
    Anya

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  2. Liebe Martina

    Es war wirklich - aller Kritik und Lucinda Rileys Tod zum Trotz - sehr schön, dieses Buch gemeinsam mit euch zu lesen. Dieser Austausch ist immer so bereichernd und ich hoffe so sehr auf einen achten Band oder zumindest eine Auflösung, habe bei Nicole aber auch schon geschrieben, dass es evtl. sogar besser für die Reihe ist, wenn sie nicht aufgelöst wird... Den Hang zur Ausschweifung und Streckung hat sich ja leider schon im sechsten Band abgezeichnet und im siebten Band hat es uns noch mehr gestört, es wäre schade, wenn ein eventueller achter Band nur enttäuschend wäre...

    Aber das ist hypothetische Zukunftsmusik und sollte es einen achten Band geben, würde ich mich riesig freuen, ihn wieder gemeinsam mit euch zu lesen :-)

    Alles Liebe
    Livia

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  3. Hallo Martina,

    wie ich sehe, haben wir letztendlich die gleichen Sterne vergeben. Schade, dass dieser siebente Band gar so gestreckt war. Es hätte richtig gut sein können und wir wissen ja, dass es Lucinda Riley drauf hatte.

    Ich finde es makaber, dass uns die Nachricht von ihrem Tod mitten in der Leserunde getroffen hat. Aber es war gut, dass wir es somit gemeinsam verdauen konnten.

    Deine Rezension finde ich sehr gelungen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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