Fuchsmädchen - Maria Grund

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Penguin Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (24. Januar 2022)
    • Übersetzer: ‎ Sabine Thiele
    • ISBN-10 : ‎ 3328107053
    • ISBN-13 : ‎ 978-3328107057
    • Originaltitel: ‎ Dödssynden
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 der Berling und Pedersen Reihe



Penguin Kurzbeschreibung:
Eisige Kälte herrscht an jenem Sonntag auf der Insel vor der Küste Schwedens, als man die Leiche eines jungen Mädchens in einem verlassenen Kalksteinbruch entdeckt. Das Verstörende an dem Fall: Die Tote hat eine unheimliche Fuchsmaske bei sich. Ermittlerin Eir bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Kollegin Sanna einzulassen. Denn nur Tage später ist eine weitere Frau tot – und auch in ihrer Wohnung finden sich Hinweise auf eine Maske. Ein eiskalter Serienmörder hinterlässt eine blutige Spur auf der Insel und muss gestoppt werden. Doch mit Schrecken erkennt Eir, dass nicht nur das nächste Opfer vor dem Killer retten muss – auch Sanna birgt ein dunkles Geheimnis und droht, vom Strudel ihrer Vergangenheit in den Abgrund gerissen zu werden … 

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schwedische oder generell skandinavische Thriller sind immer so eine Sache. Sie können richtig gut sein oder genau das Gegenteil. Schwierig wird es fast immer bei den Figuren und das gilt auch für "Fuchsmädchen". Man hat das Gefühl, dass in Schweden fast nur kaputte Menschen leben. Da ich das Land erst vor wenigen Wochen besucht habe, kann ich das kaum behaupten. Natürlich sieht man nicht hinter die Fassade jedes Menschens, aber mich nervt es wirklich schon eine Weile, dass es bei den skandinavischen Thrillern nur kaputte Ermittler gibt. Viel zu selten gibt es Ausnahmen. Bei diesem Thriller leider nicht.

Als bei einem verlassenen Kalksteinbruch die Leiche eines jungen Mädchen gefunden wird, steht für die Polizei schnell fest, dass es Selbstmord war. Im Wasser wird jedoch eine Fuchsmaske gefunden, die Rätsel aufgibt. Kurze Zeit später wird eine weitere Leiche entdeckt. Eine ältere Frau wurde in ihrem Haus brutal ermordet, vom gehbehinderten Mann fehlt jede Spur. Die kreuzförmige Wunde am Hals und ein weiterer Hinweis auf Tiermasken lassen die beiden Ermittlerinnen Sanna Berling und Eir Pedersen stutzen. Sie befürchten, dass die erste Tote keinen Selbstmord begangen hat und sich ein Serienmörder auf der Insel herumtreibt....

Eigentlich ist die Idee mit den Masken und ihrer Bedeutung dahinter gelungen. Auch der eigentliche Hintergrund zu den Todesfällen ist interessant, jedoch ist die Umsetzung schlecht.
Sprachlich ist der Thriller in Ordnung. Man braucht bei einer Geschichte in diesem Genre keine hochtrabenden oder poetischen Sätze. Der Thriller liest sich gut, auch wenn er lange Zeit benötigt um endlich in Fahrt zu kommen. Es gibt etliche Längen und die Spannungskurve fällt zeitweise sehr ab.

Die Autorin beschreibt zwar einige sehr blutige Details, jedoch lebt ein Thriller nicht nur davon. Es gibt Gewaltexzesse bei Kindern und viel Wind um die sieben Todsünden, doch im Großen und Ganzen wirkt der Fall viel zu konstruiert und plakativ. Auch die Auflösung überzeugt nicht.

Es hapert aber nicht nur am Fall selbst, sondern auch an den beiden Ermittlerinnen. Sanna Berling, die Polizistin vor Ort, wohnt in einer alten Garage, ist tablettenabhängig und trauert um Mann und Kind, die vor zehn Jahren Opfer einer Brandkatastrophe wurden. Ihre neu zugeordnete Kollegin Eir Pedersen ist gewaltbereit und wurde strafversetzt, denn sie verliert leicht ihre Selbstbeherrschung. Ihre drogenabhängige Schwester wohnt kurzfristig bei ihr, um die sich Eir kümmert. Außer diesen offensichtlichen Fakten bleiben die beiden Figuren jedoch oberflächlich und blass. Von den geworbenen "starken Frauen" ist weit und breit keine Spur! Und vorallem - wer lässt eine schwer traumatisierte Polizistin in den Außendienst zurück?
Auch die Nebenfiguren sind alles andere als Sympathieträger. Es wimmelt von unfähigen Müttern, Sexualstraftätern, Psychotikerinnen und religiösen Fanatikern. Ich brauche nicht immer sympathische Charaktere, aber wenn es nur davon wimmelt, wird es für mich anstrengend.

Zusätzlich wird die Insel alles andere als fremdenverkehrstauglich beschrieben. Kälte, Einöde und Dunkelheit sind die Hauptattribute des Settings. Die düstere Atmosphäre wird dadurch noch verstärkt.

Für mich war dieser Thriller leider eine Enttäuschung, obwohl die Autorin für "Fuchsmädchen" mit dem Crime Award nominiert wurde. Ich empfehle euch selbst ein Bild zu machen, wenn ihr skandinavische Thriller mögt. Wenn ihr dem schwedischen Krimi/Thriller sowieso skeptisch gegenübersteht, dann rate ich dazu die Finger davon zu lassen.

Cover:

von links nach rechts:
das schwedische originalcover, das italienische, das eher horrormäßige Cover aus Estland und das spanische. Sehr unterschiedliche Darstellungen meiner Meinung nach, auch wenn auf drei von vier ein Haus abgebildet ist.

Fazit:
Für mich war dieser Thriller leider nichts. Maria Grund hat Langeweile mit brutalen Szenen gekoppelt, die Figuren sind alles andere als Sympathieträger und die Auflösung überzeugt ebenfalls nicht. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen!

Die Rückkehr zum Horizont - Alexandra Fischer

     

    • Taschenbuch: 506 Seiten
    • Verlag: ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (5. April 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3755748835
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3755748830
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: Band 2  der Bahlow-Saga

     

Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1925: Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Deutschland kehren die Schwestern Helene und Martha mit ihren Kindern nach Westsamoa zurück, das mittlerweile unter neuseeländischer Verwaltung steht. Sie übernehmen die elterliche Plantage Tamalele und versuchen, in der ehemaligen deutschen Kolonie wieder Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihre gegensätzlichen Charaktere sorgen für Spannungen in der Familie, sondern auch die Entwicklung ihrer Kinder, die völlig unterschiedlich auf die neue Heimat reagieren. Als die Weltwirtschaftskrise ihre Schatten auf die Südsee wirft und der Mau-Aufstand der Samoaner die Inseln erschüttert, werden Helene und Martha auf eine harte Probe gestellt. Wird es ihnen gelingen zusammenzuhalten, um das Erbe ihrer Familie zu retten?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den ersten Band "Der Traum vom Horizont" habe ich 2016 gelesen und war damals wirklich begeistert. Die Autorin hat sich Zeit genommen mit ihrer Fortsetzung, die nach sechs Jahren nun dieses Jahr erschienen ist. Gleichzeitig gab es auch ein Cover-Relounch für den ersten Band, damit die beiden Bände zusammenpassen. Glücklich bin ich damit nicht, denn ich fand das Cover des damaligen ersten Bandes schöner und außerdem habe ich jetzt zwei unterschiedliche Bücher im Regal...hm, der innere Monk schreit hier ganz laut. Kennt ihr das auch?

In einer gemeinsamen Leserunde auf meinen Blog haben die liebe Nicole und die liebe Sabine mitgelesen, die ebenfalls den ersten Band bereits kannten. Wir waren nun richtig gespannt auf die Fortsetzung....

Wir schreiben das Jahr 1925. In "Die Rückkehr zum Horizont" begleiten wir die Schwestern Helene und Martha, ehemalige von Bahlows, die nach Samoa reisen. In Deutschland sieht Helenes Ehemann Siegfried keine Zukunft mehr und stellt einen Antrag in die Südsee zurückkehren zu dürfen, nachdem die deutsche durch die neuseeländische Verwaltung der Insel abgelöst wurde. Vorallem dank Aumoe, der ein Halbblut ist, wird diese genehmigt. Helene ist alles andere als glücklich, denn sie verbindet nur schlimme Erinnerungen an ihre Zeit auf Samoa, während Martha überglücklich ist, mit ihren beiden Söhnen Aumoe und Paul in "die Heimat" zurückkehren zu dürfen. Auf Samoa angekommen, fällt die Begrüßung des neuseeländischen Bevölkerung nicht gerade herzlich aus. Sehr schnell merkt die deutsche Familie, dass sie nicht willkommen sind. Unwissentlich wird ihnen die ehemalige Plantage Tamalele, die damals ihre Eltern betrieben haben, zugeteilt.

Während Helene und Martha um ihr Glück kämpfen und sich eine neue Heimat aufbauen möchten, entwickeln sich ihre Kinder unterschiedlich. Helenes Sohn Hans, der Deutschland nie verlassen wollte, muss hart arbeiten, während Aumoe seinen Vater aufsucht und die Plantage verlässt. Gertrud und Emilie, die beiden Töchter von Helene, müssen ebenfalls mithelfen, denn die chinesischen Zwangsarbeiter sind nicht immer gewillt hart zu arbeiten. Eine große Hilfe ist Jack Riddel, der neuseeländische Verwalter.
Mit steigenden Alter der Kinder werden die Konflikte untereinander immer größer. Vorallem die Frauen sind wieder gefordert, während die Männer ihre Kämpfe ausfechten und Hass die Familie zu entzweien droht.
Ebenso brodelt es auf der Insel, denn die Neuseeländer wollen die Einwohner nicht anerkennen und beginnen sie immer mehr zu unterdrücken. Auch den Deutschen werden immer mehr Steine in den Weg gelegt und die Stimmung auf der Insel ist mehr als angespannt. 

Alexandra Fischer hat das Problem der Inselbevölkerung, ihre Unterdrückung und die politischen Probleme zwischen den Deutschen und Neuseeländern sehr lebendig dargestellt. Historische Ereignisse werden gut in die Handlung eingewoben, damalige Lebensumstände sowie die Kultur und die Unterdrückung der Samoaner sehr gut dargestellt. In der Mitte des Romans überwogen für mich allerdings die politischen Quereleien zu sehr und es kamen ein paar Längen auf.

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und entwickeln sich weiter, wenn auch nicht alle in eine positive Richtung.
Der Schreibstil ist wie immer bei Alexandra Fischer sehr bildhaft und lebendig. Auch das Leben auf Samoa und die wunderschöne Inselwelt wird authentisch und ausdrucksstark beschrieben. Diesmal legt die Autorin aber den Fokus mehr auf den geschichtlichen und politischen Hintergrund. 

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Die Kapitelanfänge sind durch ganzseitige Hintergrundbilder hervorgehoben. Zu Beginn des Romans gibt es eine Landkarte mit den beiden Inseln Samoas, die nach dem Ersten Weltkrieg Neuseeland und der USA zugeteilt wurden. Ebenfalls gibt es noch eine kurze Einführung zu den geschichtlichen Hintergründen betreffend der Übernahme nach dem großen Krieg.

Fazit:
Die Fortsetzung einer spannenden Familiensaga in der farbenprächitgen Kulisse von Samoa. Für mich war dieser zweite Teil etwas schwächer als Band 1. Das Ende lässt auf einen dritten Band hoffen, denn nicht alle Handlungsstränge wurden aufgelöst.

Die von Bahlow-Saga:

  1. Der Traum vom Horizont  *Rezi*
  2. Die Rückkehr zum Horizont

TTT 583 - Zeige uns 10 Bücher mit einem blauen Cover

 

Jede Woche stellt die liebe Alesheanee für uns ein Thema zum Top Ten Thursday zusammen.
Diesmal ist es wieder ein visuelles: Wir suchen

10 Bücher mit einem blauen Cover

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Eisflut 1784 - Marcus Hasenkopf 
Krone des Himmels - Juliane Stadler
Mord auf dem Eis - Beate Maly
Die Totenärztin - René Arnour
Frostgrab - Allie Reynolds
Der süße Himmel der Schwestern Lindholm - Andreas Russo
Wir gegen euch - Fredrik backman
Die Mitternachtsbibliothek - Matt Haigh
Schweige still - Michael Robotham
Land im Sturm - Uwe Schiewe
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Heute findet ihr den link zu den Büchern direkt im Titel...sorry, akuter Zeitmangel ;)
Welche Bücher finde ich heute bei euch?



Neuerscheinungen im August


Hallo meine Bücherwürmer!

Es ist wieder so weit! Heute gibt es die Neuerscheinungen für den August und diesmal sind jede Menge Bücher für mich dabei...OMG!
Einige Reihen-Fortzsetzungen, sowie Neuerscheinungen von Autor:innen, die ich sehr gerne lese, wie auch Bücher, die mir wegen dem Klappentext ins Auge gefallen sind.
Es wird also schon vor den beiden gefürchteten Monaten September und Oktober etwas ausufernd....

Wie immer zeige ich euch eine Zusammenstellung aus verschiedenen Genres:

Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag

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Meine MUST HAVES für den August


Das neue Buch von Kristina Moninger "Herz sucht zuhause" ist gleich auf meine Wunschliste gehüpft, als ich es gesehen habe. Ich mag ihre Romane und habe auch schon in die Leseprobe reingelesen.... das Buch muss einziehen 
 
Überrascht hat mich dieser neue historische Krimi von Beate Maly. "Aurelia" erscheint im Dumont Verlag - ein ganz anderes Zuhause, als ihre anderen Bücher, die bei Emons, Ullstein, Blanvalet und Piper erschienen. Die Dame ist sehr "umtriebig" ;). Ich mag historische Krimis und ich mag die Bücher von Beate Maly...also ein Must Read!

Und dann erscheint die neue Saga "Die Köchin" von Petra Durst-Benning. Nach der Fotografinnen-Reihe ihre neue Saga, auf die ich schon gespann warte!

Ein Thriller hat es auch auf meine Must Have Liste geschafft: "Elternhaus" von Jennifer Mentges. Ich habe hier auch bereits in die Leseprobe reingelesen und daraufhin ist der Thriller nach ganz oben auf meine Wunschliste gehüpft.

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REIHENFORTSETZUNGEN

 

Zusätzlich erscheinen im August so einige Reihenfortsetzungen, die ich auf jeden Fall weiterlesen muss

"Das Goldblütenhaus - Im Licht der Hoffnung" ist Band 2 der Trilogie um die Kosmetikfirma Glanz von Gabriela Gross

Auch "Zeiten der Sehnsucht" von Carmen Bellmonte ist der zweite Teil einer Reihe, die auf Mallorca und Kuba spielt. Möchte ich unbedingt weiterlesen....

Genauso wie die tollen Schweizer Krimis, die in Solothurn spielen....Christof Gasser hat mit "Solothurn blickt in den Abgrund" den fünften Teil seiner Krimireihe um die Solothurner Kantonspolizei geschrieben

Bei Tim Pieper verhält es sich genauso. "Raue Havel" ist der sechste Band. Hier muss ich ebenfalls unbedingt weiterlesen und erfahren, in welchen Fall Toni Sanftleben diesmal ermittelt.

Und nach langer Zeit kommt wieder ein Fall für Martin Abel in die Buchläden. Für den vierten Teil von Rainer Löffler, "Die Blutliste",  habe ich bereits eine Zusage der Lesejury...jipeee!

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Meine MIGHT HAVES für den August


Auch so einige MIGHT HAVES habe ich diesmal gefunden  *HILFE*......

"Nächte im Tunnel" von Anna Woltz ist mir in der Vorschau aufgefallen. Die Autorin ist mir noch unbekannt, aber das Jugendbuch erzählt vom Zweiten Weltkrieg in London.

"Die Himmelsstürmerin" von Birgit Zimmermann hat anscheinend einen neuen Titel bekommen, sehe ich gerade beim großem A. Aus der Himmelsstürmin wurde "Die Wolkenstürmerin"...interessant!
Das Cover finde ich so cool....wie ein Werbeplakat aus den Fünfzigern.

Von Rebekka Eder erscheint "Der Duft von Zimt" und es hat sofort meine Neugier geweckt. Ich liebe Zimt...da muss ich gleich an die leckeren Zimtschnecken in Schweden denken 

Bei vorablesen habe ich in "Das Fräulein vom Amt" von Charlotte Blum hineingelesen. Es scheint ein historischer Krimi zu sein und hat mir sehr gut gefallen.

Und ein Psychothriller ist mir ebenfalls ins Auge gefallen: "Die Assistentin" von Alexandra Andrews, einer mir weiteren unbekannten Autorin. Der Klappentext hört sich spannend an!
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Puh, damit hatte ich jetzt eigentlich nicht gerechnet....14 Bücher, die mehr oder weniger auf meine Wunschliste gewandert sind! Oh no!

Und wie sieht es bei euch so aus?


 

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