Der tote Journalist - Hanna Paulsen

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    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Edition M (10. August 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 2496708823
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-2496708820
    • Genre: Krimi


Edition M Kurzbeschreibung:
Im Hamburger Nieselregen steht Polizeireporterin Gesa Jansen vor dem Haus, in dem ihr Kollege Uwe Stolter ums Leben gekommen ist. Das Urgestein der lokalen Tageszeitung wurde selbst zum Mordopfer. Gesa hat wenig Zeit für Trauer, denn ihre knallharte Chefredakteurin will, dass sie den Fall vor der Polizei aufklärt. Für die Titelstory. Um jeden Preis. Dass ihr dazu der smarte Björn Dalmann aus der Kulturredaktion an die Seite gestellt wird, der seiner verpassten Opernaufführung nachtrauert, ist wenig hilfreich. Aber dann entdecken Gesa und Björn in Stolters Notizbuch Hinweise auf seine letzten Recherchen. Eine dieser Geschichten sollte besser nicht ans Licht kommen …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Auf Instagram suchte die Autorin Hanna Paulsen Bloggerinnen für ihren Krimi "Der tote Journalist". Die Inhaltsbeschreibung hat mich angesprochen und so ist ihr Krimi-Debüt bei mir eingezogen. Und ich kann sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung war, denn der Start dieser neuen Reihe um eine Polizeireporterin hat mir sehr gut gefallen.

Gesa Jansen steht geschockt vor dem Haus, in dem ihr Kollege Uwe Stolter ermordet wurde. Der angesagte Polizeireporter war einer der besten in Hamburg und ihr Vorbild. Nun ist er tot und Gesa nimmt sich vor den Täter zu finden und den Fall aufzuklären. Ihre Chefin lässt allerdings ziemlich schnell durchblicken, dass sie von Gesa erwartet den Fall noch vor der Polizei aufzuklären und der lokalen Tageszeitung die Titelstory zu liefern. Für Trauer bleibt nicht viel Zeit, denn zuerst zählen die Verkaufszahlen und erst dann der Mensch. Björn, der ihr als neuer Partner zugeschanzt wird, steht bei der Chefredakteurin auf der Abschussliste. Er kommt aus dem Kulturressort und ist deshalb Gesa keine große Hilfe. Doch dann findet Gesa Stolters verschlüsseltes Notizbuch mit Uwes letzten Recherchen.....

Ich war von der ersten Seite an mitten im Geschehen und von der Story gefesselt. Gesa ist eine sympathische junge Frau, die durch den Tod ihres Kollegen aus der Bahn geworfen wird, obwohl sie als ehemalige Kriegreporterin schon einiges hinter sich hat. In kleinen Rückblenden erfahren wir etwas über diese Zeit in Syrien, die durch das Verschwinden ihres Partners und Lebensgefährten tiefe Spuren hinterlassen hat. Auch nach fünf Jahren hat sie damit nicht abgeschlossen. Die Autorin gibt uns allerdings nur kleine Hinweise und ich bin schon sehr gespannt, was wir in zukünftigen Büchern der Reihe darüber noch erfahren werden.
Aber zurück zur eigentlich Story, denn der rätselhafte Tod von Uwe Stoltner wirft viele Fragen auf.

Das Zusammenspiel der beiden Reporter hat mir sehr gut gefallen. Man merkt deutlich, wie Björn immer mehr in sein neues Ressort hineinwächst und wie die beiden immer besser zusammenarbeiten, obwohl sie doch so unterschiedliche Charaktere sind. Die Figuren sind authentisch und ich konnte vorallem Gesa's Problem mit ihre Größe verstehen. Auch ich bin knapp unter 1m 60cm und stehe oftmals vor Hürden, die auch Gesa in der Geschichte passieren. Björn hat ein Künstlerherz und fühlt sich in seinem alten Ressort viel wohler. Er lebt für die klassische Musik und das Theater und kann anfangs mit der etwas rüderen Art im neuen Ressort wenig anfangen. Doch er lernt schnell....
Auch die Nebencharaktere sind sehr lebendig dargestellt. Der langsame und raffinierte Aufbau der Geschichte ist absolut gelungen. Die Abläufe in der Redaktion wurden sehr bildlich und greifbar dargestellt. Man bemerkt, dass die Autorin aus ihren eigenen Erfahrungen als Journalistin schöpfen kann. Das Hamburger Lokalkolorit kommt ebenfalls nicht zu kurz.

Der Fall ist von Anfang an spannend. Hanna Paulsen konnte mich mit überraschenden Wendungen in die Irre führen und liefert am Ende eine schlüssige Auflösung. So soll Krimi sein!

Fazit:
Ein gelungenes Krimi-Debüt und ein spannender Reihenauftakt, der mir sehr gut gefallen hat. Die vielschichtigen und interessante Figuren und Einblicke in die Welt des Journalismus konnten mich überzeugen. Ich hoffe auf eine Fortsetzung!

Vielen Dank an Hanna Paulsen für das Rezensionsexemplar, das meine Meinung jedoch nicht beeinflusst hat.

2 Kommentare:

  1. Liebe Martina

    Das Buch scheint gerade ziemlich oft gelesen zu werden, es ist mir auf jeden Fall in den letzten Tagen mehrmals begegnet und es freut mich, dass es dir so gut gefallen hat.

    Ich mag es immer sehr, wenn ein Krimi nicht nur von einem älteren, stets ein wenig betrunkenen oder depressiven Ermittler aufgeklärt wird (nicht falsch verstehen: Kurt Wallander und Harry Hole liebe ich über alles, aber es gefällt mir sehr, wenn die nicht einfach wieder und wieder kopiert werden). Deshalb finde ich es super, dass hier einmal aus der Sicht von (Polizei-)Reportern erzählt und ermittelt wird.

    Die Reihe werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und das Buch kommt auf die Wunschliste.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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    1. Liebe Livia,
      auch ich mag es viel lieber, wenn eher unkonventionelle Ermittler am Werk sind, solange es realitätsnah erzählt wird. Das ist hier absolut der Fall.
      Liebe Grüße
      Martina

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