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Taschenbuch: 256 Seiten
- Verlag: BoD – Books on Demand; 1. Edition (16. Juni 2021)
- ISBN-10 : 3753442283
- ISBN-13 : 978-3753442280
- Genre: Krimi
- Reihe: ja - Saint Tropez Krimi, Band 11
Amazon Kurzbeschreibung:
Katastrophe beim traditionellen Grand Prix Automobile de Monaco. Ein tragischer Trainingsunfall überschattet das Rennwochenende Ende Mai 1974. Schon kurz darauf kommt der Verdacht auf, dass die Bremsen eines Boliden manipuliert wurden. Commissaire Lucie Girard wird von ihrem ehemaligen Au-pair zum Circuit gerufen. Dort liefert sie sich mit ihrem Kollegen Commissaire Franc Sarasin einen Wettstreit um die Lösung des Falles. Die Saint-Tropez Krimis können unabhängig voneinander gelesen werden.
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Die Formel 1 begleitet mich eigentlich schon mehr als die Hälfte meines Lebens. Mein Vater hat sich die Rennen oft angeschaut und mein Mann ist noch bis heute Formel 1 Fan. So habe ich unweigerlich das eine oder andere Rennen ebenfalls mitverfolgt. Eine Zeitlang habe ich sogar jeden zweiten Sonntag mit meinem Mann vor dem TV gesessen und begeistert zugesehen. Ich war auch selbst einmal bei einem Renntag in Zeltweg dabei. Vor etwa 7-8 Jahren ist mein Interesse aber so weit abgeflaut, dass ich mir manchmal nur mehr den Start ansehe...oder gar nicht schaue. Trotzdem hat ein Formel 1 Krimi sofort mein Interesse geweckt.
Dabei wusste ich allerdings nicht, dass es sich hier bereits um den elften Fall von Commissaire Lucie Girard handelt. Wirkliche Einstiegsprobleme hatte ich allerdings damit nicht, denn dieser Krimi ist der erste, der in Monte Carlo, dem Stadtbezirk des Fürstentums Monaco spielt.
1974. Das Formel 1 Rennwochenende steht vor der Tür. Im Rennstall Lotus stehen die Zeichen auf Sturm, denn die neuen und noch sehr unausgereiften Bremsen kommen nicht bei jedem Fahrer gut an. Vorallem der Frontman des Lotus Teams, Graham Stone, hat große Schwierigkeiten damit. Als er beim freien Training verunglückt, ist Feuer auf dem Dach. Auch die vorangegangenen Streitereien
zwischen Stone und den Mechanikern zeigt von einem nicht gerade guten
Klima im Lotus Team.
Franc Sarasin, zuständiger Commissair für Sicherheit am Ring, soll ermitteln. Wegen seiner etwas ruppigen Art kommt er jedoch nicht so gut an. Deshalb beschließt Angie Trockel, ehemaliges Au-Pair von Commissaire Lucie Girard, diese um Hilfe zu bitten.
„Entweder werde ich bei Lotus Weltmeister, oder ich sterbe“
© Jochen Rindt 1970
Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Formel 1. Damals, wie heute, regiert das Geld. Die Rennställe sind abhängig von ihren Geldgebern und die Fahrer von ihren Rennställen. Umso mehr Sponsoren, umso bessere Autos können die Teams bauen. Es ist ein beschwerlicher Weg an die Spitze, die die Spitzenteams und -fahrer natürlich halten wollen.
"Mord auf der Rennstrecke" ist bereits der elfte Krimi von Luc Winger, jedoch mein erster des Autors. Die Atmosphäre am Circuit konnte der Autor sehr gut
einfangen. Ich hatte das Gefühl direkt dabei zu sein und hörte die dröhnenden Motoren im Kopf. Viele technische Details werden hier zur Sprache gebracht. Für Nicht-Formel-1-Kenner sind diese sehr aufschlussreich und einfach erklärt. Trotzdem waren mir die Ausführungen zu trocken und oftmals erschienen mir diese wie ein Auszug aus Wikipedia. Auch andere Ereignisse wurden sehr sperrig und trocken erzählt. Erst zum Ende hin hatte ich das Gefühl in einem Krimi angekommen zu sein. Es kommt erst lamgsam Spannung auf und schlussendlich überschlagen sich die Ereignisse. Die Auflösung war mir hingegen schon viel zu früh klar.
Obwohl der Autor zu Beginn erwähnt, dass alle handelndenen Personen erfunden sind, erkennt der Formel 1 Fan sofort wer sich hinter den Namen Graham (Hill) Stone, Ronnie (Peterson) Anderson oder Nick (Niki Lauda) Gauda verbirgt. Einige Details wurden vom Autor eingebaut, die es 1974 bei einem Grand Prix Rennen noch nicht gab, wie zum Beispiel das Safety Car. Da kann ich aber ein Auge zudrücken, denn "Mord auf der Rennstrecke" ist ja ein fiktiver Krimi und kein Sachbuch über die Formel 1.
Fazit:
Ein Krimi im Dunst der Formel 1, der den Leser hinter die Kulissen blicken lässt. Das Thema hat mir gut gefallen, aber der Krimihandlung an sich fehlte es immens an Spannung. Auch der Schreibstil konnte mich nicht richtig überzeugen. Trotzdem war es interessant einmal einen Krimi rund um dröhende Motoren und der Schicki-Micki Gesellschaft von Monaco zu lesen.
Vielen Dank an Lovelybooks und Luc Winger für das Rezensionsexemplar!















Liebe Martina,
AntwortenLöschensogar ich als NICHT-Formel-1-Fan hätte die Namen erkannt, die sich hinter Gauda, Stone und Anderson verbergen ;-) Ist schon ein bisserl "platt", gell?...
Obwohl ich mir niemals ein Autorennen ganz angesehen habe (und meistens nichtmal den Start) war ich von dem Film "Rush" sehr in den Bann gezogen und auch der neulich gezeigte Film "Le Mans 66 – Gegen jede Chance" (bei dem es nicht um Formel-1, sondern hauptsächlich um 24-Stunden-Rennen geht), haben mich sehr interessiert. Bücher über Autorennen habe ich allerdings noch nie gelesen. Die Geschichten um Konkurrenz, Kampf und Selbstüberwindung sowie die Atmosphäre bieten in jedem Fall einigen Stoff - sicher auch für Krimis. Aber zu den wichtigsten Elementen in einem Krimi zählt nunmal Spannung, und wenn die nicht aufkommt, ist leider das Thema verfehlt...
Was Jochen Rindts Ausspruch betrifft - wenn ich es mir richtig gemerkt habe, hat er es im Jahr 1970 geschafft, dass BEIDES von seinem Ausspruch wahr wird, oder?
Dank dir sehr für deine lieben Kommentare! Zu den Wachauer Marillen: Danke für die Infos, ich wusste nicht, dass die Ware so knapp ist. Aber ich hoffe trotzdem, dass die meisten Leute, die in der Wachauer Umgebung leben, eher versuchen, die Marillen während der Erntesaison von den Marillenbauern oder Gärtnern zu kaufen und nicht die italienischen im Supermarkt...
Die Unwetter und Überflutungen in diesem Sommer waren wirklich teilweise recht heftig; wir haben auch neulich im Raum Neunkirchen schlimmen Hagel und Starkregen erlebt; im Bezirk Baden war es zum Glück nicht ganz so schlimm.
Ich hoffe, dein Ausflug nach Schloss Hof war schön - ist wirklich ein besonderer Ort, der uns sehr gut gefallen hat!
Ganz ein liebes Dankeschön auch für deine mitfühlenden Worte zu Maxwell. Ich drück dir fest die Daumen, dass deine Mika sich wieder erfängt und dir noch möglichst lange erhalten bleibt!
Herzliche Rostrosengrüße,
Traude
https://rostrose.blogspot.com/2021/08/tagesausflug-in-die-wachau-von-romern.html
Liebe Traude,
Löschenja "Rush" war großartig und ich fand Daniel Brühl wirklich super!!
Ja, Jochen Rindt wurde posthum noch Weltmeister. Er verunglückte in der Parabolica Kurve in Monza.
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschenschade, schade. Das Setting um die Formel 1 hätte ich schon als sehr reizvoll empfunden. Aber wenn ich das so lese, dann werde ich eindeutig verzichten. Der Gauda tut schon in der Seele weh. XD
Liebe Grüße,
Nicole