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Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
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Paul Zsolnay Verlag (17. Mai 2021)
- ISBN-10 : 3552072349
- ISBN-13 : 978-3552072343
- Genre: Gegenwartsliteratur
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Zsolnay Kurzbeschreibung:
Corinna ist das Tinder-Date von David. Die beiden haben sich, wenn man ehrlich ist, aus lauter Langeweile und – coronabedingt – bei ihm zu Hause getroffen. Sie ist Kellnerin und wegen der Lokalsperren arbeitslos. Außerdem ist Corinna unordentlich, trinkt, raucht und stopft sich mit Junkfood voll. David ist Musiklehrer und Veganer. Klar, dass die beiden nicht füreinander bestimmt sind. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht, an die sich Corinna wegen einer Flasche Wodka nicht mehr erinnern kann, sind die beiden froh, einander nie wieder sehen zu müssen.
Als sich jedoch herausstellt, dass der Bote, der ihnen Pizza gebracht hat, mit dem Virus infiziert war, müssen die beiden in Quarantäne. Zwei Wochen gemeinsam statt einsam …
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Hört sich der Klappentext nicht schon großartig an?
Ich wollte eigentlich keine Bücher, die Corona mehr oder weniger zum Thema haben lesen, aber da ich René Freund bereits als Autor kenne, wusste ich sofort, dass ich diese Geschichte lesen will. Schon bei seinem letzten Roman "Swinging Bells" habe ich oftmals so gelacht und auch hier schreibt René Freund wieder herrlich pointiert.
Corinna und David treffen sich zu einem Date, nachdem sie bei Tinder ein Match geworden sind. Doch schon nach den ersten paar Sekunden, als Corinna verspätet durch David's Wohnungstür kommt, wissen die Beiden, dass dieses Treffen das erste und letzte sein wird. Corinna, die nach außen hin Coole, aber sehr verunsicherte junge Frau sieht in dem Lehrer David, nicht gerade ihren Traummann. Sie ist Chaotin, trinkt gerne, raucht wie ein Schlot und drückt sich nicht sehr gewählt aus, wenn man so sagen kann. David ist Pendant, Veganer und eigentlich in seine Kollegin Mercedes verliebt. Der eher schüchterne Musiklehrer und die verkappte Kellnerin haben nur eine gemeinsame Liebe: die Musik.
Nach einer gemeinsamen Nacht, an die sich Corinna allerdings nicht mehr erinnern kann, beschließen die Beiden sich nicht mehr zu sehen. Doch dann bekommen sie den Anruf vom Pizzalieferanten, der in dem Lokal arbeitet, wo normaler Weise auch Corinna kellnert, dass er Corona positiv ist. D.h. für David und Corinna zwei weitere Wochen Gemeinsamkeit....
Ich glaube man braucht gar nicht viel Fantasie, um sich diese Situation vorszustellen. René Freund schreibt zwar wieder nur auf 160 Seiten seine Geschichte, doch diese steckt voller Witz und Situationskomik. Man merkt allerdings, nun nach mehr als einem Jahr Corona der Geschichte an, dass sie zu Beginn der Epidemie geschrieben wurde. Das Klatschen für die Coronahelden, die Jagd auf Toilettenpapier und der Beginn des ersten Lockdowns sind noch neu.
Bei zwei so unterschiedlichen Charakteren und den begrenzten Räumlichkeiten fliegen bald die Fetzen. Die Geschichte könnte auch sehr gut als Theatherstück funktionieren,
denn sie beschränkt sich auf die vier Wände von Davids Wohnung. Dabei
lernen sich die Beiden immer besser kennen und bemerken schnell, dass
hinter der jeweiligen Fassade ein sehr unsicherer Mensch steckt. René
Freund spielt damit indirekt auch auf die Scheinwelt auf
diversen Social-Media Plattformen an.
Die Corona Situation wird vom Autor ohne den erhobenen Finger erzählt. Er geht sowohl auf Verschwörungstheorien ein, als auch auf die politischen Auswirkungen. Er beleuchte die Situation von allen Seiten, was ich gelungen finde.
Die Figur von Corinna war mir nicht wirklich sympathisch und Davod hätte ich gerne öfters mal in den Allerwertesten getreten, aber gerade diese Konstellation macht dieses Vierzehn-Tage Date zu dem, was René Freund geschaffen hat: eine witzige Geschichte, die unterhält und bei der man sich selbst gedanken macht, wie man sich selbst verhalten hätte. Zum Ende hin gibt es noch eine kleine Überraschung des Autors betreffend der Namen der Protagonisten, die ich absolut gelungen fand und ihm zu dieser Pointe gratulieren muss!
Ob aus den Beiden am Ende doch noch ein Paar wird, verrate ich euch nicht. Das müsst ihr schon selber lesen!
Fazit:
Ein Roman mit witziger Situationskomik, der trotz des Pandemie-Themas unterhält. Wie immer eine gelungene Geschichte des Autors, der es versteht auch trotz so manchen tiefgründigen Thema eine humorvolle Erzählung aufs Papier zu bringen.
















Hallo Martina,
AntwortenLöschenich habe mir geschworen, keine Bücher zu lesen, die irgendwie das Thema Corona berühren. Der Roman hört sich aber wirklich sehr lustig an. Schön, dass er dir so gut gefallen hat!
LG
Yvonne
Liebe Yvonne,
Löschendass wollte ich auch nicht, aber hier ist vorallem die ungewollte Quarantäne und was die Beiden daraus machen der Inhalt. Teilwesie echt lustig und der Autor lässt auch hinter die Fassade der beiden Protas schauen.
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschenüber deine einleitenden Worte zum Corona-Thema und diesen Buch musste ich schmunzeln. Ja, ich wollte auch keine Corona-Bücher lesen. Und dann ist mir in der Buchhandlung dieses Buch in die Hände gefallen, ich habe den Klappentext gelesen und der hat's mir angetan. Ich will dieses Buch jetzt unbedingt lesen! Nach deiner Rezension noch mehr. :D Und so wie du es beschreibst, ist es eine feine Geschichte.
Liebe Grüße,
Nicole
Liebe Martina
AntwortenLöschenOh ja, ich schliesse mich an: ich wollte nichts lesen, was auch nur annähern mit Corona zu tun hat. Das Buch klingt aber total unterhaltsam und die Idee ist wirklich sehr gut und vor allem realistisch und mitten aus dem Leben gegriffen.
Alles Liebe an dich und vielen Dank für den Buchtipp
Livia