- Broschiert: 384 Seiten
- Verlag: Knaur HC; Auflage: 1. (1. März 2019)
- Übersetzer: Alice Jakubeit
- ISBN-10: 3426654113
- ISBN-13: 978-3426654118
- Originaltitel: What my Sister knew
- Genre: Psychothriller
Knaur Klappentext:
... wird polizeilich gesucht. Falls Sie etwas über den Aufenthalt des Verdächtigen wissen, rufen Sie bitte folgende Nummer …” Ich wende meinen Blick abrupt zum Fernseher und sehe das Gesicht meines Zwillingsbruders, in Lebensgröße. Es ist ein Schock, der mir den Atem raubt. Hier ist mein Bruder, den ich zum letzten Mal vor 15 Jahren sah - nach dem Brand, der unsere Eltern tötete. Rußbedeckt, die Hand um ein Feuerzeug gekrampft, die Knöchel hoben sich weiß ab von Staub und Asche. Alle haben gesagt, er würde mal ein Herzensbrecher. Doch sein Gesicht ist jetzt eingefallen, Bartstoppeln bedecken Kinn und Wangen, seine Augen sehen stumpf aus. Mein erster Gedanke: Er ist es nicht. Nicht mein schöner Bruder, der Golden Boy, den jeder liebte. Aber tief in meinem Inneren wusste ich immer, dass dies geschehen würde. Was hast du diesmal getan, Eli? Was zum Teufel hast du getan?
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Knaur Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Nach der beendeten Nachtschicht erleidet die junge Sozialarbeiterin Andrea Boudreaux einen Autounfall. Sie ist sich sicher auf der Straße einen Mann gesehen zu haben, dem sie ausgewichen ist. Zum Glück ist sie mit nur kleinen Verletzungen davongekommen, doch als sie zuhause den Fernseher einschaltet wird ihre Welt durch eine Nachricht erschüttert. Ihr Zwillingsbruder Eli soll eine Frau ermordet und grausam zugerichtet haben. Er ist auf der Flucht und Andrea ist sich sicher, dass er früher oder später bei ihr auftauchen wird. Vor 15 Jahren wurde er der Brandstiftung und des Mordes an den gemeinsamen Eltern verurteilt, die bei einem Brand ums Leben kamen. Addy wurde dabei schwer verletzt und konnte von Eli in letzter Minute gerettet werden. Nun ist er wieder frei und Addy fürchtet, dass ihr neu geordnetes Leben der Vergangenheit angehört...
Der Thriller ist von Beginn an spannend, jedoch war für mich als eingefleischter Thrillerleser viel zu schnell klar, wohin Nina Laurin den Leser in ihrem Buch führen will. Die Suche nach der Wahrheit zieht sich als roter Faden durch die Geschichte. Mit einigen geschichkten Wendungen möchte die Autorin den Leser auf falsche Fährten führen. Leider ist ihr das bei mir nicht wirklich gelungen. Trotzdem liest sich der Thriller nicht schlecht.
Interessant fand ich die Rückblenden in die Kindheit der Beiden. Andrea, genannt Addy, die gemobbt wurde und die sich immer hinter den allseits beliebten Eli minderwertig fand und sich auch von den Eltern zurückgesetzt fühlte. Nach langer Zeit und diversen Therapien hat sie sich endlich ein eigenes Leben aufgebaut, als Eli freikommt und kurz darauf einen grausamen Mord begeht. Die Psychospielchen, die Eli mit Addy treibt, sind profan. Addy versucht den Mord an der jungen Frau aufzuklären und verwickelt sich immer mehr in ein Geflecht aus Lügen und diversen Vertuschungsaktionen. Will sie ihren Bruder helfen? Oder will sie ein Geheimnis bewahren, das die Zukunft von ihr und Eli gefährden könnte?
Abwechselnd lesen wir die Geschichte in der Gegenwart und in Rückblenden, wo wir erfahren was in den letzten fünfzehn Jahren geschehen ist. Dazwischen gibt es auch Ausschnitte einer Art Biografie/Interview von Eli, in der der Autor die Zeit in der Haft beschreibt.
Beide Hauptprotagonisten sind manipulativ und waren mir nicht wirklich sympathisch. Die restlichen Charaktere kommen viel zu kurz und bleiben an der Oberfläche.
Schreibstil:
Der Schreibstil liest sich sehr leicht und flüssig. Die Kapitel sind kurz gehalten. Nina Laurin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen und in zwei Zeitsträngen.
Cover:
Ich habe diesmal nur ein einziges englischsprachiges Cover der kanadischen Autorin zu ihrem Thriller gefunden.
Fazit:
Leider nicht wirklich etwas Neues für mich und sehr früh vorhersehbar. Durch den lockeren Schreibstil und die Rückblenden zum großen Unglück vor 15 Jahren bleibt man aber trotz Vorhersehbarkeit am Ball. Für mich leider nur Durchschnitt. Kann man lesen, muss aber nicht sein.

















Hach Martina,
AntwortenLöschender Klappentext hatte mich schon abgeholt und auch der erste Abschnitt deiner Meinung konnte da noch mithalten. Was sich jedoch als Problem herausstellt, ist die Sache mit den Figuren. Du kennst ja meine Meinung dazu - vieles in einer Story steht und fällt mit ihnen. Wenn die Symathie außen vorbleibt, treibt dies selten das Leseverhalten positiv voran.
Ich muss gleich mal schauen, ob es noch andere Bücher von der Autorin gibt.
Danke für die Vorstellung.
Liebste Grüße und eine zauberhafte Woche. <3
Hibi
Liebe Hibi,
Löschenja der Klappentext hört sich gut an....deswegen habe ich mir das Buch auch aus der Bücherei mitgenommen =) Natürlich spielt es auch mit, ob dir die Figuren sympathisch sind, aber wenn ein Thriller wirklich gut, ist, stört es nicht...ich jedenfall. Gänzlich unsympathscih waren auch Addy und Eli nicht, aber wirkliche Sympathie kam auch nicht rüber ;)
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschenjetzt bin ich froh, dass ich deine Rezension gelesen habe. Bei dem Cover, Titel und Klappentext ist doch rasch das Interesse des Thrillerlesers geweckt. Manchmal ist es fast schade, dass man schon so viel aus dem Genre kennt. Das mit den abwechselnden Perspektiven und dem Interview fände ich eigentlich recht ansprechend.
Liebe Grüße,
Nicole
Liebe Nicole,
Löschenes lässt sich auch ganz gut lesen, aber es bietet nicht wirklich viele Überraschungen, außer vielelciht ganz am Ende, aber sonst habe ich mir wirklich mehr davon versprochen.
Liebe Grüße
Martina