[LESERUNDE] Mehr als tausend Worte - Lilli Beck


Morgen am 12. April startet die gemeinsame

LESERUNDE
zu
"Mehr als tausend Worte"
von Lilli Beck 

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KLAPPENTEXT
Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?
____________________________

EINTEILUNG DES BUCHES:

Abschnitt 1 (Kapitel 1 - 8)
Abschnitt 2 (Kapitel 9 - 16)
Abschnitt 3 (Kapitel 17 - 25)
Abschnitt 4 (Kapitel 26 - 32)
Abschnitt 5 (Kapitel 33 - Ende)

Teilnehmer:
Sabine von Buchmomente
Daniela von Stempelbavaria
und ich

Jeder, der noch gerne mitlesen möchte meldet sich!!!  Conny???

41 Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ich wünsche euch viel Freude bei der Leserunde. Das Buch muss noch etwas warten bei mir. Es liegen etwas stressige Wochen vor uns......
    Liebe Grüße Hanne

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  2. Liebe Martina,

    morgen mit einsteigen kann ich noch nicht. Ich bin aktuell in der Hälfte meines Buchs, danach kommt dann das von Lilli Beck dran. Evtl. stoße ich etwas später noch dazu.

    Euch wünsche ich schon mal viel Freude!

    Liebe Grüße
    Conny

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    1. Gerne Conny! In der Lovelybooks LR lesen schon alle fleißig, deswegen kann ich es nicht nach weiter verschieben und ich denke auch, dass ich nächste Woche beruflich ziemlich viel um die Ohren haben werde. Bei uns ist ja auch am Freitag kein Feiertag und so habe ich dann noch einen Tag mehr Arbeit.

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  3. Antworten
    1. Die Szenen am Bahnhof gingen mir sehr nahe. Als Mutter kann man sich das gar nicht vorstellen bzw. will man gar nicht. TRotzdem weiß man, dass es die einzige Möglichkeit ist sein Kind zu retten. Als Mutter muss es dir das Herz zerreißen!

      Die Kontrolle an der Grenze hat mich auch noch mal kurz schwitzen lassen.
      Die Aufteilung ging mir auch zu Herzen. Keines der Kinder kann Englisch und dann alleine und in der Fremde...schrecklich! TRotzdem wurden so viele jüdische Kinder gerettet.

      Aliza hat es gut getroffen und mit der lebenslustigen Mizzi hat sie eine gute Freundin gefunden, die so das komplette Gegenteil von ihr ist.

      Das Versteck des Ringes...genial!!

      Ihre Familie hingegen muckt nicht auf und lässt sich wirklich alles gefallen. Sie haben ja auch keine Wahl, aber ich kann die Wut von Alizas Bruder so richtig verstehen!!! Hoffentlich lässt er sich nicht zu etwas Dummes hinreißen....auf der anderen Seite sind seine Eltern zu nachgiebig. Karoschke hingegen führt ein leben, von dem er immer geträumt hat. Was für ein A...

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    2. Da habe ich doch glatt vergessen zu kommentieren ....
      Die Bahnhofsszene fand ich auch sehr emotional - überhaupt die ganze Zugfahrt, all die Eindrücke und Gefühle. Das Thema der Kindertransporte ist mir noch relativ neu - außer in "Der Zug der Waisen" habe ich darüber noch nichts gelesen. Umso mehr haben mir diese hier geschilderten Eindrücke gefallen. Es ist kaum vorstellbar, wie sich die Kleinen gefühlt haben müssen.

      Bei Mizzi bin ich noch nicht ganz schlüssig, was ich von ihr halten soll. Auf der einen Seite bringt sie Leben in die Bude und reißt so auch Aliza mit. Auf der anderen Seite fehlt mir bei ihr die der Situation verständlichen Ernsthaftigkeit - aber vielleicht kommt das ja noch , und es ist ihre Art der Verarbeitung der schrecklichen Situation.

      Ich kann den Bruder auch sehr gut verstehen, wage aber nicht zu sagen, warum die anderen nicht anders reagiert haben. Jetzt von außen betrachtet und in die Vergangenheit geschaut, mit allem Wissen über die Wahrheit, ist es leicht, aber steckt man in der Situation drin - ich weiß wirklich nicht, wie ich reagiert hätte. Alles aufgeben, Menschen zurü cklassen, in eine ungewisse Zukunft gehen, völlig mittellos. Ich glaube, die Menschen hatten immer noch die Hoffnung, dass sich etwas ändert.

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    3. Nachdem ich un durch bin, muss ich sagen dass die Zugfahrt die beste Szene des Buches ist. Hier war ich emotianl wirklich gerührt und ich habe auch noch in keinem anderen Buch darüber gelesen. Beim "Zug der Waisen" ist es ja ein bisschen anders....da werden die Kinder als Arbeitskräfte eingeetzt.

      Natürlich ist man später immer gescheiter und wer weiß, was ich getan hätte. Beim Lesen allerdings ärgert es mich, wenn jemand darauf hofft, dass alles wieder so wird, wie vorher....natürlich mit dem Wissen von heute.

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    4. Die Szenen am Bahnhof und dann die Kontrolle an der Grenze gingen mir auch sehr nahe. Die armen Kinder, als Mutter hätte ich das nie machen können! Über die Kindertransporte habe ich schon einiges gelesen. War so froh, dass Aliza sich um die kleine Amelie gekümmert hat. Wo Aliza den Ring versteckt hatte, fand ich genial!
      In Mizzi hat sie eine gute Freundin gefunden, obwohl ich bei Mizzi ambivalente Gefühle habe. Alizas Vater finde ich schwach, er lässt sich wirklich von Karoschke ausnutzen. Auf der anderen Seite, kann ich es schon nachvollziehen … wenn man nicht selber betroffen ist, kann man leicht reden. Alizas Vater wähnte sich und die restliche Familie in Sicherheit und von Karoschke gut beschützt.

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  4. Antworten
    1. Aliza und Mizzi kommen in ein Hostel, das sie nicht gerade frohlocken lässt. Arbeitssuche ist angesagt, aber die Engländer sehen die Jüdinnen als deutsche Feinde an. Sie wissen einfach alle zu wenig, was in Deutschland abgeht.
      Ich bin nur froh, dass Aliza Mizzi hat! Sie ist immer für sie da!

      Aliza findet einen Platz bei einer Familie am Lande bzw. außerhalb von London. Hazel scheint doch netter zu sein, als es erst den Anschein hat. Dem Pastor habe ich allerdings von Anfang an nicht über den Weg getraut...und ich hatte recht. Was für ein Schwein! Nun steht Aliza wieder auf der Straße!

      Samuel ist am Ende seiner Kräfte und muss als Tellerwäscher im Krankenhaus arbeiten. Dafür muss er einen ellenlagen Weg laufen, da er ja weder Bus noch U-Bahn nehmen darf. Die Deportationen nehmen zu und Karoschke droht den Landaus damit bzw. erzählt ihen, dass sie auf der Liste stehen, damit sein schwager die Wohnung bekommt. Allerdings wird es sicher nicht mehr lange dauern, bis sie wirklich abgeholt werden....die große Vernichtungswelle kommt erst....

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    2. Unfassbar, dass manche Engländer die Jüdinnen als deutsche Feinde ansahen. Am schlimmsten fand ich den Pastor und die Show, die er abgezogen hat… furchtbar!
      Dachte, dass Aliza vielleicht zu Mabel und Amelie zieht, auf dem Bauernhof wäre es für sie besser gewesen… aber Aliza bleibt lieber in Mizzis Nähe.
      Mit Alizas Familie fühle ich mit und ärgere mich über Karoschke, so ein unanständiger Mensch!

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    3. Ich fand es auch unfassbar, dass die Jüdinnen als Nazis deklariert wurden! Da sieht man, wie wenig sich alle anderen dmait auseinander gesetzt haben und alle verallgemeinert haben.

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    4. Für mich hat sich dieser Abschnitt gezogen - ich weiß aber nicht, ob es wirklich an der Geschichte liegt oder aber daran, dass ich immer nur wenige Seiten am Stück gelesen habe (aus Zeitmangel) - egal wie, so richtig gefesselt war ich nicht.
      Bei dem Pfarrer hab ich mir so was schon gedacht - dass er aber so lange durchhält und sich zurückhält, dass hätte ich nicht gedacht. So schrecklich die Szene aber war, richtig berührt war ich nicht, da war die Bahnhofsszene deutlich emotionaler.
      An Samuel wird klar, wie schrecklich die Zeit wirklcih war und wie auch im Alltag der Hass eingezogen ist. Ich bin jetzt schon gespannt, ob sie sich retten können - ich kann mir gut vorstellen, dass sie trotz aller Bemühungen doch noch deportiert werden.

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    5. Es ist immer blöd, wenn man nur ein paar Seiten lesen kann. Da komme ich auch immer sehr schwer in ein Buch rein. Hoffentlich hast du jetzt zu den feiertagen ein bisschen mehr Zeit ;)

      Ja, der Pfarrer kam auch mir von Anfang an komisch vor.
      Den Strang um Samuel finde ich immer interessant und man muss sich immer vor Augen halten, dass wir bereits wissen, was mit den Juden passiert ist, aber sie noch immer auf Karoschke hoffen und auch darauf, dass sie alle nicht glauben können, dass man alle Juden vernichten will...

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  5. Antworten
    1. Im letzten Abschnitt wurde mir Aliza richtig unsympathisch! Sie meckert Archibald die ganze Zeit nur an und kann doch froh sein, dass sie so in Saus und Braus leben kann und vorallem ohne Gefahr!

      Die Wahrheit sieht sie dann in Berlin. Alles zerbombt, hungernde Menschen und sie wirft mit Zigaretten nur so um sich. Das hat mir nicht gefallen.
      Ich war aber froh, dass das Haus noch halbwegs steht und die Nachbarn Zeuge ablegen können, dass Karoschke ihnen das haus abgeluchst hat.
      Auch tat es mir um Ingrid nicht wirklich leid, ebenso wenig um Karoschke. Dass Alizas Eltern nicht überlebt haben, habe ich mir schon gedacht. Aber dass es auch die Pagels erwischt hat :(
      Herbert lebt! Und das ist schön.....er hat endlich auch ein Ziel vor Augen.

      Durch den Satz von Archibald war ich schon etwas skeptisch bezüglich Mizzi, aber ich finde auch, dass es ohne diesen Satz total unglaubwürdig rüberkäme, dass MIzzi sich so verhalten hat. Sie hat Aliza immer geholfen und betreffend Fabian wurde nie etwas erwähnt, dass sie ihn kennt.

      Der Schluss ist etwas kurz geraten und einen Epilog hätte ich auch nicht gebraucht.

      Der Gang durch Berlin bzw. die Beschreibung der zerbombten Stadt und wie sich die Menschen am Schwarzmarkt helfen fand ich allerdings sehr gut beschrieben...lebendig und sehr bildhaft.

      Für mich hat der Roman leider auf den letzten beiden Abschnitten seinen 5 Sterne verloren. Schade!

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    2. Warum ist mir nur entgangen, dass ihr euch gemeinsam dem Buch widmet? War aber auch viel los bei mir.
      Erstmal hallo zusammen. ;-)

      Ich habe das Buch gestern beendet und jetzt - mit etwas Abstand - fällt es mir schwer, meine Gedanken richtig zu ordnen bzw. in Worte zu verfassen. Dabei war ich recht schnell durch mit der Geschichte.

      @Martina: wie du empfand ich die Bilder von Berlin ´45 sehr gut eingefangen. Aliza ist eine nettes Mädchen, aber so ganz mit ihr war ich nicht. Punkte wie `Menschlichkeit´ aber auch `Unmenschlichkeit´ wurden gut aufgegriffen. Was ich bedauere, dass der Liebe zu Fabian so viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde und die Liebe eines Vater bzw. die Wichtigkeit der Familie sich verloren hat. Irgendwie hatte ich immer noch gehofft, dass etwas zu Alizas Eltern kommt, aber da reichte es wohl nur noch für eine Randbemerkung. Es gab interessante Begegnungen (gerade in England), aber irgendwie...ach ich weiß auch nicht...ging mir die Wichtigkeit verloren...fehlte mir die Tiefe...oder das Besondere.
      Die Sache mit Mizzi empfand ich als konstruierten Überraschungseffekt. Bis dahin hatte ich das Gefühl, dass Aliza froh sein konnte, dass Mizzi da war.
      Jedenfalls kann ich deinen letzten Satz sehr gut verstehen, Martina.

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    3. Dieser Abschnitt ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt hätte … es ist so konstruiert…
      Fabian ging mir Mizzis älteren Bruder zur Schule und hatte die Lichtensteins auch manchmal besucht. Daher kann ich es nachvollziehen, dass Mizzi Fabian sucht und findet … allerdings ist bei Ihr der Neid oder der Gerechtigkeitssinn ausgeprägt.
      Aliza wurde mir auch unsympathisch, ebenso Mizzi. Dass die Eltern nicht überlebt haben, habe ich befürchtet. Habe mich aber gefreut, dass der Bruder überlebt hat. Birgit, Karoschkes Tochter geschieht es recht so!

      Von mir bekommt der Roman 4 Sterne.

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    4. @Hibi:
      Ja, schade....ist wahrscheinlich weil du mich nicht im Blogroll hast! ;)
      Aber ich habe es auch erst bei LB bemerkt, als du es eingestellt hast, dass du das Buch liest. Wäre eine nette gemeinsame LR geworden! Aber bestimmt wieder ein anderes Mal!

      Ich bin froh, dass ich nicht alleine so denke, denn in der LR bei Lovelybooks mit der Autorin sind fast alle ausschließlich sehr begeistert. Nur wenige geben dieselbe Kritik ab.

      Neben mehr Einblicke in Alizas Eltern, hätte ich mir anfangs auch ein bisschen mehr über Fabian gewünscht. Aber viele mögen eben auch keine Fronterlebnisse lesen.

      Die Geschichte mit Mizzi passte für mich einfach nicht zu ihrem vorherigen Charakter, auch wenn ein bisschen Neid, als sie bei Archie erbeitete, durchblicken ließ.

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    5. @Daniela:
      Wie schon oben bei Hibi gesagt, bin ich froh, dass ihr Ähnliches denkt. Ich fand die Geschichte mit Mizzi und Fabian ebenfalls sehr unglaubwürdig. Schade, denn der erste teil war wirklich gut...vorallem der Kindertranport und auch noch das beginndene Leben in England. Danach ging es bergab.

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    6. Nina habe ich und dich nicht? Geht ja gar nicht und wurde sofort geändert.

      Ich hatte auch ein wenig in der LR bei LB gelesen, weil ich wissen wollte, war genau die meisten so emotional und zu Tränen rührend fanden, was das Buch zu einem Highlight für sie macht, etc.
      Unterm Strich blieb für mich nur, dass ich es anders empfunden habe...fast schon so, als hätte ich eine andere Ausgabe gelesen.

      Ich habe irgendwie das Gefühl, als hätte man hier zu viele Fäden aufgenommen, von denen es zwar jeder einzelne wert gewesen wäre, das er zu Ende gesponnen wird, aber man sich zu sehr dem der Liebe gewidmet hat und die anderen dagegen flusig wirken.

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    7. Hihi, ähm...ja Nina hattest du, mich nicht ;)
      Du sprichst mir eigentlich aus der Seele. Ich habe genauso empfunden wie du und fand es ebenfalls an zu vielen "Baustellen". Ich wäre lieber länger bei Samuel geblieben und hätte auch gerne noch ein bisschen von Fabian gehört. Die zeit in England fand ich nur anfangs interessant, dann aber nicht mehr wirklich. Und der Schluss hat mich weder überzeugt noch fand ich ihn glaubwürdig (was MIzzi und Fabian angeht)

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    8. So - ich bin nun auch durch und empfinde in einigen Punkten ähnlich wie ihr. Die Szenen im zerbombten Berlin rund um das Tauschen, Handeln und Wiederaufbauen fand ich auch super, die Geschichte um Fabian und Mizzi dagegen sehr konstruiert. Und das Happy End ... nee, das hat für mich nicht gepasst.

      Ich habe mich gefragt, was mir im Buch gefehlt hat - und das sind Handlungsstränge um Fabian und Alizas Eltern - Ich glaube, dann wäre ich befriedigter gewesen.

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    9. @Sabine: Ganz genau...ich habe ja schon weiter oben geschrieben, dass ich gerne mehr über Fabian und seinem kriegseinsatz gelesen hätte. Und dann auch in den letzten Abschnitten mehr über Alizas Eltern. Hier wurden die Gräuel nicht wirklich dargestellt, auch wenn sie anfangs durch die Progromnacht und den Abtransport, sowie das zerbombte Berlin, gut dargestellt wurden. Aber Alizas Strang in England gefiel mir nicht und das Ende auch nicht. Ich bin noch so unsicher, wie ich bewerten soll.....wie bewertet ihr?

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    10. Ich bin noch hin und hergerissen - 3,5 oder 4 Sterne.

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    11. Genau da pendle ich auch und kann mich nicht entscheiden....=)

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    12. @Sabine: Da man bis Seite 345 immer mal wieder Einblicke erhält, was bei den Landaus oder in Berlin vor sich geht, wirkt der Rest des Buches, wie abgeschnitten. Wie du schon schreibst, es fehlt etwas. Kurzzeitig hatte ich überlegt, wie das Buch gewesen wäre, wenn man nur Alizas Sicht erlebt hätte? Doch dann wäre das Buch wohl unter die 3,5-4 Sterne gerutscht.

      @Martina: für 4 Sterne hat mir einiges gefehlt. Für 3 Sterne war mir der Einstieg zu gut. Ich werde wohl auch eher zu 3,5 Sternen tendieren.

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  6. Ich bin sehr gut in die Geschichte gekommen. Bereits die ersten Seiten lassen Schlimmes befürchten.
    Die schleichende Brutalität gegen die Juden und die Enteignungen werden sehr plastisch erzählt.
    Ich bin immer wieder aufs Neue schockiert, wie brutal gegen die Juden vorgegangen wurde. Die Beschreibung der neugierigen Menschen in der Parfümerie, die einfach nur sensationslüstern sind und viele sofort "auf den Zug aufspringen" entsetzt mich immer wieder. Man muss ich immer wieder vor Augen halten, dass man nicht weiß, wie man selbst damals regaiert hätte.

    Aliza ist ein sympathisches Mädchen, noch etwas naiv, aber auch total verliebt in ihren Fabian. Für die Beiden brechen schwere Zeiten an. Dass Aliza noch mit dem Kindertransport mitgenommen wurde, ist doch erstaunlich.

    Der Tod des Richters und seiner Frau und vorallem der Abschiedsbrief hat mich erschüttert.

    Blockwart Karosche ist einer dieser Menschen, die sich aus allen einen Vorteil verschaffen können. Schmierig und auf jden Vorteil bedacht...auch wenn er Samuel hilft, hilft er sich selbst am meisten.

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  7. Bisher gefällt mir die Geschichte auch richtig gut - sie ist lebendig erzählt, sehr plastisch, so dass ich viele (schreckliche) Bilder vor Augen habe. Ich lese vor allem gerade noch ein anderes Buch parallel, dass auch diese Thematik behandelt - und eindeutig greife ich im Moment lieber zu Lilli Becks Buch.
    Aliza mag ich sehr gerne, eil sie noch so erfrischend und elanvoll ist, die Dinge anpackt, voller Idealismus steckt - nur langsam merkt sie, was in der Welt gerade so passiert und kann es noch gar nicht fassen. Vor allem nicht, dass sie nach England soll - wo sie doch Fabian liebt und nicht von ihm getrennt werden will.

    Ich bin schon gespannt, was Fabian erlebt, wenn er jetzt eingezogen wird und was mit Aliza in England geschieht.

    Sicher wird Herr Karosche noch eine Rolle spielen -und ja, er hilft zwar vordergründig, aber doch nur, weil er selber einen Nutzen davon hat. Wenn es hart auf hart kommt, ist eigentlich klar, wie er sich entscheiden würde.

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  8. Du liest doch gerade auch mein Highlight aus dem März? gefällt es dir nicht????

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  9. Wie es Fabian weiter ergehen wird, darauf bin ich ebenfalls schon sehr gespannt. Ich hoffe nur er überlebt den Krieg....bei der Autorin weiß man nie.

    Ja, Karosche wird sicherlich noch weiterhin eine Rolle spielen.

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  10. Ja genau - "Was uns erinnern lässt" fesselt mich nicht so sehr. Ich kann es gut beiseite legen. Und was merkwürdig ist - der Strang der Gegenwart interessiert mich mehr - das hab ich glaub ich noch nie gehabt bei Büchern, die in den 30er Jahren spielen. Aber vielleicht wird es ja noch.

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  11. Interessant...gerade dieser war mir am Anfang noch nicht zu 100% angenehm, aber danach hat mich das Buch wirklich gefesselt.

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  12. Bin auch gut in die Geschichte angekommen, die ersten Seiten haben mich traurig und wieder nachdenklich gemacht. Es wird spannend wie die Geschichte mit Aliza und Fabian weitergeht. Die Oma finde ich total goldig und es bedrückt mich was ihren Mann wiederfahren ist. Der Karosche denkt wirklich nur an den eigenen Vorteil, sympathisch ist er mir überhaupt nicht… eigentlich die ganze Familie Karosche. Nun lese ich weiter...

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  13. @Daniela: Schön, dass du auch da bist. Ein guter Start in den Roman für uns alle...was will man mehr?! =)

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  14. Dieser Abschnitt hat mir nun nicht so gut gefallen. Ich war ehrlich gesagt entsetzt, dass Aliza den Lord geheiratet hat. Ich weiß, dass sie Archibald helfen wollte, aber warum gerade sie? Was wird Fabian sagen? Gerade jetzt, wo sie weiß, dass er lebt. Ihm wird es egal sein, warum sie geheiratet hat...er wird nur erfahren DASS sie geheiratet hat!!!

    Die Andeutung von Archibald betreffend Mizzi und ihr Neid hat mich auch etwas nachdenklich gemacht.. Ob da noch etwas kommt? Vor allem jetzt wegen der Hochzeit...

    Die Arbeitsbedingungen in Brighton bei dieser Hutmacherin waren ja echt schlimm! Und der Kündigungsgrund einfach nur lächerlich.

    Mir geht im Buch etwas die Sicht von Fabian ab. Wie ist es da bei euch?

    In Berlin wird es immer schlimmer. Dieser Karoschke spielt sich auf....boah...ich könnte ihm am liebsten eine scheuern! Das wird für die Landus Konsequenzen haben....

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  15. Dieser Abschnitt hat mir auch nicht so gut gefallen. Imogen, die Hutmacherin, fand ich unmöglich und dass Aliza den Lord geheiratet, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Mizzi kommt mir auch neidisch vor … vielleicht hätte sie gerne selber den Lord geheiratet.
    Frau Karoschke lügt Fabians Eltern vor, sie wisse nichts näheres, nur dass Alizas Familie Ende 1942 Berlin Richtung Chile oder Kuba verlassen haben. Dabei weiß sie bestimmt, dass ihr Mann die Gestapo gerufen hat!

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  16. @Daniela:
    In der Lovelybooks Leserunde hat Lilli Beck immer wieder betont, dass Aliza Archie "retten" wollte, weil er als Homosexualler ins Gefägnis gekommen wäre. Aber musste es gerade Aliza sein? Und obwohl Archie wirklich eine Seele von Mensch ist, wurde mir Aliza im Gegenzug immer unsympathischer.

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  17. Ich fand den Abschnitt jetzt gar nicht so schlimm. Die Arbeitsbedingungen sind grauenhaft und gerad für die Flüchtlinge nochmal schlimmer - sie können ja froh sein, überhaupt irgendwo ein paar Schillinge zu verdienen. Ich denke, die Hochzeit war für beide eine Win-Win-Situation - Archi kommt (hoffentlich) an sein Erbe, Aliza bekommt einen anderen Namen und kann so nach Berlin (zumindest ist das ja ihr Gedanke).

    Ich glaube, Mizzi ist einfach so - und ja, ich glaube auch, dass sie neidisch ist, es aber nicht bewusst ist und somit auch nicht bewusst ausspielen würde. Hätte sie sich mal ein bisschen zusammengerissen, dann wäre sie jetzt vielleicht an Archis Seite. Und ich befürchte, sie hätte Aliza dann herumgescheucht ...

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