- Taschenbuch: 288 Seiten
- Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Oktober 2017)
- ISBN-10: 3734105005
- ISBN-13: 978-3734105005
- Genre: Liebesroman
- Reihe - ja - Band 1 der Valerie Lane Serie
Blanvalet Kurzbeschreibung:
Laurie ist glücklich: Als stolze Besitzerin eines kleinen Teeladens in der romantischen Valerie Lane in Oxford, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. In Laurie’s Tea Corner verkauft sie köstliche Teesorten aus aller Welt, dort duftet es herrlich, und die Kunden fühlen sich wohl. Denn das gemütliche Lädchen strahlt genau dieselbe Harmonie und Wärme aus wie Laurie selbst. Nur das mit der Liebe wollte bisher noch nicht so richtig klappen, obwohl Laurie seit Monaten von Barry, ihrem attraktiven Teelieferanten, träumt. Das muss sich schleunigst ändern, finden Lauries beste Freundinnen, und schmieden einen Plan …
Meine Bewertung: * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Manche werden mich wohl nun steinigen, denn diese Reihe ist bei Bloggern und You Tubern sehr beliebt, aber ich werde die Bände rund um die Valerie Lane sicherlich nicht weiterverfolgen. Warum?
Ich lese seit 2017 die Reihe rund um die Blossom Street von Debbie Macomber, die es im Original seit den 80iger Jahren gibt. Die Bücher gibt es auch bei uns schon länger, jedoch wurden sie neu aufgelegt und der Zeit angepasse. Ich bin im Moment bei Band 6 angelangt, der bei mir ebenfalls eine etwas durchwachsene Bewertung erhalten hat. Jedoch sind vier von sechs Büchern aus der Blossom Street wirklich gelungen.
Warum ich euch das erzähle? Weil ich finde, dass die Idee nicht von Manuela Inusa stammt. Bei ihr ist es die Valerie Lane in Oxford, bei Debby Macomber die Blossom Street in Seattle, USA - mit fast identischen Läden. Während bei Debbie Macomber in den meisten Bänden nicht nur die Ladenbesitzerinnen gut charakterisiert sind, hatte ich beim kleinen Teeladen nur von Laurie ein richtiges Bild. Und dieses ähnelt mehr einer 16jährigen, als einer Frau, die doppelt so alt ist.
Sicherlich können die restlichen Figuren in den kommenden Bänden von Manuela Inusa noch besser ausgeführt werden, aber ich werde sie nicht mehr lesen. Auch Debbie Macomber schreibt leichte lektüre, aber im Gegenteil zum Teeladen zum Glück in der Valerie Lane, beherrscht nicht nur die Liebesgeschichte das Buch, sondern es werden Probleme diskutiert und einige weitere Figuren eingeführt, die man den ganzen Roman über begleitet und die lebendig wirken. Jeder Frau ist ein Kapitel gewidmet, die sich abwechseln.
Aber ich will nicht nur die beiden Reihen vergleichen, sondern auch meine schlechte Bewertung durch weitere Fakten begründen.
Da haben wir zuerst die 32jährige Protagonistin, die sich eher wie ein Teeanger benimmt. Laurie hat ein abgeschlossenes Studium und sich den Wunsch eines eigenen Teeladens erfüllt. Seit einem halben Jahr schwärmt sie für ihren Teelieferanten Berry. Kaum zu glauben, dass die junge Fraue bereits verheiratet war und sich trotzdem ihren neuen Schwarm nicht anzusprechen traut. Natürlich ist die Geschichte von vornherein vorhersehbar, aber hier hätte ich ein Auge zudrücken können, denn bei Romanen dieser Art erwartet man ein Happy End. Auch ich wäre enttäuscht, wenn es keines geben würde.
Die sogenannte Valerie Lane, die auf den Namen von Valerie Bonhman zurückgeht, die in der Straße einen Laden und ein offenes Ohr für Jedermann hatte, soll maßgebend für die neuen Ladenbesitzerinnen sein. Außer Lauries Teeladen befindet sich noch der Wollladen von Susanne, das Schokoladengeschäft von Keira, der Geschenkeladen von Orchid und das Antiquitätengeschäft, das die erst 25jährige Ruby, nach dem Tod ihrer Mutter weiterführt. Alle diese jungen Frauen bleiben blass und auswechselbar. Außer ihrem Aussehen und vielleicht noch ein oder zwei Fakten, ist mir über die anderen Frauen nichts erzählt worden. Einzig Orchid, die Laurie helfen will Barry zu ködern, bleibt mit ihren speziellen Tipps in Erinnerung.
Auch bei den wöchentlichen Treffen am Mittwoch (kommt ebenfalls bei Debbie Macomber vor!) wird nur Belangloses gesprochen und sich größtenteils übers Lauries (nicht vorhandenes) Liebesleben ausgetauscht.
Die Story plätschert einfach vor sich, ist konstruiert und die aufgesetzten Dialoge machten den Roman ebenfalls nicht besser.
Das Ende kam etwas abrupt daher und ich musste nochmals kurz zurückblättern und mich vergewissern, dass ich endlich am Ende angelangt war. Die weiteren Bände der Reihe werde ich mir sparen!
Fazit:
Für mich ein schlechter Abklatsch der Blossom Street Reihe von Debbie Macomber. Weder (die abgekupferte) Idee, noch der Schreibstil samt unglaubwürdiger Liebesgeschichte konnte mich begeistern. Von mir gibt es diesmal keine Leseempfehlung.
















Liebe Martina
AntwortenLöschenWow, du findest ja deutliche Worte. Und obwohl ich die Reihe sehr gerne gemocht habe (abgesehen vom aktuellen Teil um das Wollparadies, der extrem frauenfeindlich ist), kann ich deine Kritik gut nachvollziehen.
So ein billiger Abklatsch ist wirklich eine Katastrophe und es wundert mich, dass ich noch nirgends sonst eine ähnliche Kritik gelesen habe, zumal Macomber-Fans ja eher auch die Zielgruppe von Inusa sind (und umgekehrt). Da ich die Blossom Street-Reihe nicht gelesen habe, kann ich leider nicht mitreden, was das anbelangt.
Was ich aber verstehe, ist deine Kritik an den Figuren. Mir kam Laura zwar nicht wie ein Teenager vor, aber ja, das stimmt, wie 32 wirkt sie nicht...
Dass nur eine einzelne Person ins Zentrum gerückt wird, kenne ich von der vier Jahreszeiten-Reihe von Nora Roberts (und anderen Reihen, da steht einfach in jedem Band eine andere Figur im Fokus). Die ist ziemlich unterhaltsam, wenn auch ein wenig zu kitschig, aber deshalb hat es mich auch nicht gestört, dass vor allem Laurie im Zentrum steht, ich kannte das Konzept ja schon.
Dass du natürlich Inusa mit Macomber vergleichen willst, ist schon arg hochgegriffen, da natürlich Macomber wesentlich mehr Qualität bietet. Aber aufgrund deiner bisherigen Leseerfahrungen kannst du natürlich nicht anders und wirst als Fan der Blossom-Street förmlich zum Vergleich gezwungen.
Weisst du, wer aber meiner Meinung nach ähnlich differenziert und noch wesentlich berührender schreibt, als Macomber? Debbie Johnson. Schau dir ihre Comfort Food Café-Reihe (erster Band "Frühstück mit Meerblick") einmal an. Ich habe die drei bisher erschienenen Teile gelesen und geliebt und auch alle rezensiert. Dies als Vorschlag zur Güte, damit du dich ein wenig mit dem Genre versöhnen kannst ;-)
Alles Liebe dir
Livia
Liebe Livia,
Löschenmich wundert es auch, dass sich noch keine Debbie Macomber Leser geäußert haben!
Mich stört es weniger, wenn eine der Freundinnen pro Teil im Mittelpunkt steht. Das passt ja z. Bsp. auch bei der Sieben Schwestern Reihe von Lucinda Riley...ABER dann sollte der vorherrschende Charakter wenigstens Tiefe haben bzw. aus etwas mehr bestehen, als nur einer Anschmachterei für einen Mann. Hier wird Laurie ja hingestellt, als wäre sie ohne Mann kein ganzer Mensch!
Die Reihe, die du mir vorschlägst werde ich auf jeden Fall mal ins Auge fassen.
Liebe Grüße
Martina
Liebe Martina
AntwortenLöschenbevor ich es vergesse: die von Livia erwähnte "The Comfort Food Café"-Serie kann ich dir auch wärmstens empfehlen, wenn du Debbie Macomber magst.
Du hast über ein Jahr gebraucht, den Teeladen zu lesen, wie ich gerade bei deinem Kommentar bei meiner Valerie Lane-Rezension lese :-)
Ich bin ja auch eine Macomber-Leserin, aber den Vergleich mit der Blossom Street hab ich nicht gezogen da es noch weitere Reihen gibt, die Strickläden oder Strassen etc. als Ausgangspunkt für ihre Serien nehmen. Ansonsten stimme ich dir zu, ich konnte mit dem ersten Teil der Valerie Lane auch nichts anfangen, zu ereignislos und platt war er. Richtig langweilig.
Den zweiten Teil möchte ich aber irgendwann mal noch lesen, vielleicht gibts ja noch eine Entwicklung - die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)
Liebe Grüsse
Anya
Liebe Anya,
Löschengelesen habe ich das Buch an zwei Tagen, aber ich hatte es schon länger zuhause....aber echt ein Jahr?? Egal, ich habe es mir aus der Bücherei geholt und das erst vor Weihnachten.
Ich habe das Buch mit der Blossom Street verglichen, weil ich eben diese Reihe lese. Dass die Buchläden, Wollläden und Chocolaterien wie Schwammerl sprießen ist mir natürlich auch aufegafllen und besonders bei Bücher, wo es um Bücher geht, werde ich schwach. Aber da muss man auch den Streu vom Weizen trennen...
LG Martina
Liebe Martina,
AntwortenLöschendas tut mir leid, dass Dir die Reihe so gar nicht gefällt. Die ersten beiden Teile haben bei mir 4 Sterne und die beiden weiteren 5 Sterne bekommen. Ich finde, Inusa hat sich da gesteigert.
Von Debbie Macomber habe ich die Rose-Harbor-Reihe gelesen, die mir gut gefallen hat. Aber da waren auch stärkere und schwächere dabei. Die Blossom-Street steht zwar auf meiner Wunschliste, aber gelesen habe ich noch keins davon.
Von daher kann ich den Vergleich mit der geklauten Idee nicht ziehen.
Aber ich mag Manuela Inusas Schreibstil schon gerne und werde die fehlenden beiden Teile der Reihe auch noch lesen.
Geschmäcker sind ja verschieden ;-)
Liebe Grüße
Conny
Ja, Gott sei Dank! Und ich weiß ja, dass die meisten Leser begeistert von der Reihe sind.
LöschenLG Martina
Liebe Martina,
AntwortenLöschenGeschmäcker sind nun einmal verschieden und ich habe Verständnis für deine Meinung.
Nun ist dieser Roman nichts weltbewegendes und es gibt auch keine großen Überraschungen, aber ich habe mich in dieser Reihe und in der Straße einfach wohl gefühlt. Irgendwie gefällt mir die heimelige Stimmung und die altmodischen Frauen. Sie sind schon spezielle Typen, deshalb will ich natürlich auch die Reihe weiter verfolgen.
Und du hast recht, im Moment kann man sich vor lauter kleine-Läden-Bücher kaum retten. Und Debbie Macomber kenne ich nicht.
Liebe Grüße
Barbara
Liebe Martina,
AntwortenLöschenzwar hat dieser kleine Teeladen bei mir nicht ganz so schlecht abgeschnitten, aber vom Hocker gerissen hat er mich auch nicht wirklich. Mit den Bänden der Blossom Street kann ich das Buch (noch) nicht vergleichen, denn die habe ich bisher noch nicht gelesen, kann mir aber vorstellen, dass das hier besprochene Buch einem Vergleich mit den Romanen von Debbie Macomber nicht standhalten kann. Jedenfalls hast du mich auf die Blossom Street neugierig gemacht, denn von Debbie Macomber kenne ich bisher nur die Rose-Harbor Reihe, die mir weitgehend (bis auf Bd. 5) gut bis sehr gut gefallen hat.
Dass die Lädchen mit Tee, Wolle und Büchern, dazu noch diverse Bäckereien, Patisserien etc. momentan nur so aus dem Boden schießen, ist wirklich ein seltsames Phänomen. Man ist schon fast übersättigt, und die Qualitätsunterschiede sind enorm!
Liebe Grüße
Susanne
Hallo Manuela,
AntwortenLöschennein, ich werde Dich nicht steinigen, weil ich gerade eine ähnliche Bewertung wie Du zu dem Buch geschrieben habe (aber auch sonst sollten auch negative Meinungen ohne Steinigung ihre Berechtigung haben!)
Ich habe das Buch wirklich mögen wollen, habe schon die ganze Reihe schön in meinem Regal stehen sehen - aber so langweilig wie dieses Buch war, wird selbst dieser Teil keinen dauerhaften Platz in meinem Regal finden.
Sehr schade, denn die Idee ist toll, die Cover zauberhaft - aber letztendlich muß der Inhalt überzeugen und das hat er bei mir leider nicht geschafft.
Liebe Grüße
Kerstin