Liebe Bücherwürmer!
Vor kurzem habe ich den biografischen Roman "ÜBERLEBEN - Der Gürtel des Walter Fantl" vom Historiker Gerhard Zeilinger gelesen.
Eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat und die für mich eines der besten Bücher über den Holocaust ist, welches ich bisher gelesen habe.
Da sowohl der Autor, als auch Walter Fantl aus meiner Umgebung kommen, fand am 14. November in der Landesbibiliothek in Sankt Pölten eine Buchpräsentatuion dazu statt, die ich selbstverständlich besuchte.
Kurz zum Inhalt:
Walter Fantl ist vierzehn, als Hitler in Österreich einmarschiert, mit
18 wird er nach Theresienstadt, mit 20 nach Auschwitz deportiert.
Gemeinsam mit seinem Vater geht er am 29. September 1944 über die Rampe
von Birkenau, ahnungslos, was geschehen wird. Als der 21-Jährige im Juli
1945 nach Wien zurückkommt, ist ihm nichts von seinem Leben geblieben
als ein breiter Ledergürtel: das Einzige, was er nach der Selektion
behalten durfte. Bis zur Befreiung ist der Gürtel für ihn ein
Überlebenssymbol, an das er sich jeden Tag klammert. Und bis heute ein
Stück Erinnerung an die dunkelste Zeit seines Lebens: als er seine
gesamte Familie verlor.
Heute ist Walter Fantl einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen in
Österreich.
*hier* gibt es meine Rezi dazu
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Historiker, Literaturwissenschafter und Lektor Gerhard Zeilinger hat
bereits 1998 eine Studie über seine Heimatstadt Amstetten zur Zeit des
Zweiten Weltkrieges geschrieben (Amstetten 1938-1945).
Gemeinsam mit Martha Keil, Direktorin des Institutes für jüdische Geschichte, führten die Beiden durch die Buchpräsentation.
Martha Keil richtete einige Fragen an den Autor und fragte ihn auch, wie er auf Walter Fantl gestoßen sei. Das sei Zufall gewesen, meinte Zeilinger. Bei den Recherchen zu seinem Sachbuch in den Neunziger Jahren, sprach er mit seiner Stiefgroßmutter, die von 1935-138 in einem jüdischen Haushalt in Traisen gearbeitet hatte. Sie war Kindermädchen für den kleinen Peterle, wie sie ihn nannte. Dieser Peter emigrierte damals nach London. Er war der Kusin von Walter Fantl. Dieser nahm Kontakt zu Gerhard Zeilinger auf, weil er seine Geschichte gerne aufgeschrieben hätte - was Gerhard Zeilinger nach jahrelangen Recherchen und Gesprächen auch hervorragend gelang.
Der Autor beim Signieren.
Es war ein sehr interessanter Abend, der mit Brötchen und Wein endete.
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Hallo Martina,
AntwortenLöschendas hört sich nach einen sehr interessanten Abend an. Schade, dass ich da keine Zeit hatte. Jetzt ist mir richtig Leid drum.
Liebe Grüße,
Nicole
Liebe Nicole,
Löschenes war auf jeden Fall ein sehr interessanter Beitrag, wobei zusätzlich noch der Raum St.Pölten-Amstetten beleuchtet wurde.
Liebe Grüße
Martina
Huhu Martina, danke für Deinen Kommentar bei mir. Da beneide ich Dich ja wirklich drum, bei dieser Lesung wäre ich auch sehr gern beigewesen. Aber traurig, dass Walter selbst es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geschafft hat!
AntwortenLöschenLIebe Grüße Tanja