Stimme der Toten - Elisabeth Herrmann



    • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (14. August 2017)
    • ISBN-10: 3442313910
    • ISBN-13: 978-3442313914
    • Genre: Krimi, Wirtschaftskrimi
    • Reihe: ja - Band 2 um Tatortreinigerin Judith Kepler


Goldmann Kurzbeschreibung:
Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunklen liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht – kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Von Elisabeth Herrmann kenne ich bereits den Jugendthriller "Schattengrund", der mich absolut begeistern konnte, obwohl mir sonst Thriller für Jugendliche zu harmlos sind. Dieser war großartig! Gelesen habe ich außerdem noch die beiden Krimis der "Sanela Beara" Reihe ("Das Dorf der Mörder" und "Der Schneegänger"), einen weiteren Jugendthriller ("Seefeuer"), de rmir nicht so gut gefiel und "Versunkene Gräber" aus der Joachim Vernau Reihe - also bereits jede Menge! Ich denke ich kenne kaum eine Autorin oder einen Autor, der so unterschiedliche Themen hat und bei dem man nicht sofort am Schreibstil erkennt, wer dieses Buch geschrieben hat. Jeder Krimi ist anders!

Den ersten Band um Tatortreinigerin Judith Kepler ("Zeugin der Toten") habe ich leider nicht gelesen, aber nachdem ich bereits in die Leseprobe (Prolog) reingeschnuppert hatte, musste ich mir den Krimi in der Bücherei reservieren lassen.
Dieser Prolog führt den Leser 6 Jahre zurück und offenbart einen kleinen Einblick in Judiths Vergangenheit. Danach geht es zurück in die Gegenwart. Judith, die als Cleanerin arbeitet, wird zu einem Toten in der CHL Bank gerufen. Dieser ist von der Galerie gestürzt und alles deutet auf Selbstmord hin. Beim Reinigen findet Judith jedoch einen blutigen Fingerabdruck im Waschraum und meldet dies der Polizei. Ab diesen Zeitpunkt gerät Judiths Leben aus dem Fugen.....

Mit "Stimme der Toten" hat die Autorin einen vielschichtigen Krimi geschrieben, der auch als Wirtschafts- oder Agentenkrimi durchgehen könnte. Neben der Cyberkriminalität werden auch die Themen  Stasivergangenheit und Rechtsradikalismus angesprochen. Somit haben wir es mit mehreren Handlungssträngen zu tun, die einiges an Konzentration erfordern! Perfekt hat die Autorin diese verknüpft, was sicher keine leichte Aufgabe war. In allen davon verstrickt sich Judith Kepler, die eigentlich nichts anderes möchte, als so wenig wie möglich aufzufallen. Denn bald weiß sie nicht mehr, wer hier Freund und wer Feind ist...

Die Charaktere sind facettenreich, eben Menschen mit Ecken und Kanten. Richtig sympathisch ist mir irgendwie keiner, nicht einmal Judith selbst. Dazu ist sie zu eigenwillig und ruppig. Denn Judith ist gezeichnet durch ihre Vergangenheit. Nach dem Fall der Mauer und dem Tod des Vaters, der ein erfolgreicher Agent der DDR war, wurde sie ins Heim gesteckt. Ihr Name wurde in Judith Kepler umgeändert. Noch heute versucht sie ihr Leben zu leben und kommt aus ihrer Negativspirale nicht wirklich heraus. Denn noch immer rätselt sie, was damals genau geschehen ist. Alte Seilschaften, Erpressungen, Verschwörungen und eine Portion Cyberkriminalität sorgen für Spannung. Trotz der vielen Perspektiven-, Zeit- und Handlungswechsel hat die Autorin einen komplexen und packenden Thriller im Agentenmilieu mit einiger Portion Sozialkritik abgeliefert.

Schreibstil:
Elisabeth Herrmann schreibt flüssig und ansprechend. Die Autorin hat viele Dialoge eingebaut, die die Handlung auflockern. Obwohl man sich bei ihrem aktuellen Buch doch etwas mehr konzentrieren muss, kann man dem Inhalt leicht folgen. Die Charaktere sind facettenreich. Die Atmosphäre ist düster und bedrückt.

Fazit:
Ein vielschichter Krimi, der mehr wie ein Spionage- und Wirtschaftskrimi daherkommt. Viele Themen wie Cyberkriminalität, der kalte Krieg, Stasivergangenheit und Rechtsradikalismus werden in doch einigen Handlungssträngen verarbeitet und verlangen etwas Konzentration. Aktuell und spannend....


Troubadour - Christoph Görg




    • Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
    • Verlag: Goldegg Verlag; Auflage: 1 (15. Oktober 2017)
    • ISBN-10: 3990600494
    • ISBN-13: 978-3990600498
    • Genre: Historischer Roman, Zeitreise, Fantasy


Goldegg Verlag Kurzbeschreibung:
Als Niki Wolff nach einem Sturz von der schneeglatten Burgmauer der Ruine Dürnstein wieder zu sich kommt, befindet er sich noch am selben Ort, aber nicht mehr in der selben Zeit: Der Kalender zeigt Januar 1193. Seine unfreiwillige Begegnung mit dem Mittelalter sorgt für amüsante Irrungen und Wirrungen, verursacht aber auch ernsthafte Komplikationen, die den Lauf der Geschichte verändern könnten. Bald schon steht Niki nicht mehr nur zwischen den Zeiten, sondern auch zwischen zwei Frauen – und zwischen den Herren von Dürnstein und ihrem prominenten Gefangenen, dem englischen König Richard Löwenherz. Hat Niki den Verstand verloren? Eigentlich will Niki nichts wie zurück nach Hause. Stattdessen hat er schon bald alle Hände voll zu tun, um zu verhindern, dass die Geschichte durch seine Anwesenheit vollkommen aus dem Ruder läuft …

Meine Bewertung: * * * * *

♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥

Buch zur Weltenbummler Challenge


Meine Meinung:
Besonders gespannt war ich auf den Erstling des Autors Christoph Görg, der aus meiner Gegend kommt und dessen Roman in Dürnstein, einem malerischen Ort an der Donau im UNESCO Weltkulturerbe Wachau spielt. Dieser ist nicht allzu weit von meinem Heimatort entfernt. Dürnstein und die nunmehrige Ruine, die über dem Ort thront, spielen neben dem Hauptprotagonisten Niki Wolff und Richard Löwenherz die Hauptrolle.
"Troubadour - die Löwenherz-Verschwörung" lässt sich schwer einem bestimmten Genre zuordnen, auch wenn er durch die Handlung, die überwiegend im Jahre 1193 spielt zu den historischen Romanen zählt. Görg hat allerdings keinen normalen historischen Roman geschrieben, sondern eine Art Mix aus Historie, Abenteuer und einem Schuss Fantasy, einer Zeitreise, die in zeitgenössischer Sprache erzählt wird. Obwohl ich sonst bei Romanen aus dem Mittelalter eine angepasste Sprache für nötig halte, passt der humorvolle Schreibstil der Gegenwart, der trotzdem dem mittelalterlichen Flair nicht vermissen lässt, perfekt.

Aber beginnen wir mit der eigentlichen Geschichte. Niki Wolff erlebt einen Tag, den er nie vergessen wird. Das liegt daran, dass er zur Hochzeit seiner große Liebe Tina eingeladen ist - nur ist er nicht der Bräutigam. Frustriert wandert er mit einer Flasche Wein in der Hand hinauf zur Ruine Dürnstein, wo er sich einst in Tina verliebte. Dabei rutscht er aus und stürzt den Burgberg hinunter. Als er wieder zu sich kommt, stehen eine junge Frau und ein junger Mann in seltsamer Kleidung und mit einem Leiterwagen vor ihm. Niki ist verwirrt und denkt sich, dass er sich seinen Kopf doch etwas mehr angeschlagen haben muss. Doch es dauert nicht lange, bis er bemerkt, dass er sich nicht mehr im Dürnstein der Gegenwart befindet, sondern im Jahre 1193, als der englische König Richard I., genannt Richard Löwenherz, auf der damaligen Burg Dürnstein gefangen gehalten wurde. Eben dorthin wird auch Niki gebracht, der als fremder Eindringling seine Herkunft und sein Begehren erklären soll. Doch außer ein paar Gedankenfetzen kann sich Niki an nichts erinnern. Der junge Hadmar von Kuenring ist vom ersten Tag an sein Gegenspieler, der nichts unversucht lässt, Niki zu demütigen....

Der mittelalterliche Alltag, den Niki nun zu meistern hat, wird mit sehr viel Humor und spannenden Darstellungen erzählt. Dabei helfen ihm das junge Pärchen, das ihm am Fuße der Ruine gefunden hat: Engeltrud, die Tochter des Henkers, und ihrem geistig etwas zurück gebliebenen Bruder Bertram. Nach dem Tode der Eltern sind die Beiden auf sich alleine gestellt. Engel arbeitet als Bademagd, kennt sich mit Kräuter aus und ist für die Zeit eine selbstbewusste junge Frau. Sie kümmert sich um Bertram, der zwar stark wie ein Ochse ist, aber denkt wie ein Kleinkind.

Das Setting entführt uns hinauf zur Burg, wo wir an einem Turnier und einer Wildschweinjagd teilnehmen, aber auch ins Stift Göttweig, das gegenüber am anderen Ufer über die Donau thront. Dort wird Niki fast zu Tode gefoltert und im Örtchen Dürnstein darf er am Narrenfest teilnehmen. Es gibt jede Menge Abenteuer zu bestehen, Intrigen, Verrat und Kämpfe. Auch die Liebe darf nicht fehlen und der Autor spart nicht an einigen Sexszenen.

Christoph Görg hat historische Persönlichkeiten und fiktive Personen gekonnt miteinander verwoben. Die Charaktere sind allesamt sehr lebendig und gut ausgearbeitet. Es gibt Gute und Böse, wobei aber alle ihre Stärken und Schwächen haben. Ich mochte Engel und den mitfühlenden Bertram, die Zwillinge Gerwald und Gottfried, ebenso wie Richard Löwenherz. Die Landschaftsbeschreibungen sind bildhaft und absolut gelungen. Da ich selbst die Gegend kenne, verfolgte ich gespannt die Abstecher nach Göttweig, Krems und zur Ruine Aggstein.

Absolut gelungen fand ich die Szenen, in denen Niki bestimmte Erfahrungen aus der Gegenwart im 12. Jahrhundert anwendet. Seine Wiederbelebungsversuche, eine Erfahrung aus dem Erste Hilfe Kurs, bringen ihn fast als Hexer in Verruf; seine modernen Lieder, die er auf der Laute spielt, haben morbide Texte. Was habe ich mich amüsiert, als Niki "Es lebe der Zentralfriedhof" von Wolfgang Ambros und "Der Durscht bringt mi um" von Uli Bär darauf spielt.
Nikis Erinnerungsvermögen kommt nach und nach zurück. Diese Gedankensplitter werden in kursiver Schrift dargestellt und sind Erinnerungen aus Niki's alten Leben, die völlig unwillkürlich in sein Unterbewusstsein dringen.

Schreibstil:
Christoph Görg hat einen erfrischenden Schreibstil, der sich wunderbar leicht und flüssig lesen lässt. Ein Mix aus der gediegen Wortwahl der Vergangenheit, passend für diese Epoche, sowie der flapsigen Sprache der Gegenwart, die besonders bei Niki's Flashbacks eingesetzt wird. Der Autor hat viele Dialoge miteingebaut.
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, es folgen drei Handlungsstränge und ein Epilog. Unter "Historische Anmerkungen" erzählt der Autor noch über historische Fakten und Fiktion.

Cover:
Noch ein Wort zum wunderschönen Cover. Der deutsch-österreichischen Goldegg Verlag hat ein richtig edles Hardcover erschaffen, das ein wahres Schmuckstück in meinem Bücherregal sein wird. Nicht nur der Schutzumschlag sieht wunderschön aus, auch der Titel am Inneneinband wurde in Gold eingeprägt.

Fazit:
Was für ein Buch! Christoph Görg hat einen großartigen Debütroman rund um die historischen Fakten der Gefangennahme um Richard Löwenherz auf der Burg Dürnstein geschrieben und diese mit einer fiktiven Zeitreise kombiniert. Ihm ist dabei ein grandioser Mix aus historischen und Abenteuerroman gelungen, der einen Mix Fantasy beinhaltet. Ein absolutes Lese-Highlight und eine Empfehlung von mir!

  Vielen Dank an den Goldegg Verlag für das Rezensionsexamplar und die nette Begleitung des Autors bei der Leserunde

Frisch eingezogen im November #2

Liebe Bücherfreunde!

Bevor der der Monat schon wieder zu Ende geht, zeige ich euch noch meine Neuzugänge  der zweiten Novemberhälfte.
Diesmal ist er sogar Krimi- und Thrillerlos! Hatte ich das jemals schon?
Aber das nächste Mal findet sich sicher auch wieder ein Spannungsroman auf dem Bild.
Hier meine Bücher:


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Angelika Schwarzhuber
Der Weihnachtswald
Roman, Weihnachtsroman

Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit ... 

Bereits gelesen und rezensiert *link*
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Maria Realf
The One
Roman

Lizzie steht kurz vor der Hochzeit mit dem attraktiven Sportlehrer Josh. Was er nicht weiß: Er ist die zweite große Liebe ihres Lebens. Nach Alex, der Lizzie so übel mitgespielt hat, dass sie nur mit Hilfe ihrer besten Freundin Megan wieder auf die Beine kam. Zehn Jahre ist es her, seit Lizzie zuletzt von Alex gehört hat - und die Vergangenheit ist für sie endgültig abgeschlossen. Aber jetzt, drei Monate vor Lizzies großem Tag, ist Alex wieder da. Er möchte ihr etwas Wichtiges sagen. Lizzie will davon nichts wissen, doch er lässt nicht locker ...

Auf dieses Buch habe ich sage und schreibe drei Monate gewartet! Ich habe es bei einer Blogtour gewonnen. Allerdings wurde ich von der Blog-Inhaberin immer wieder vertröstet, dass der Roman erst verschickt wird. Dann antwortete sie auf einmal gar nicht mehr auf meine Nachfragen. Deswegen habe ich direkt beim Rowohlt Verlag angefragt, die von dieser Blogtour gar nichts wussten.  Der Verlag war dann so nett und hat mir das Buch trotzdem zugeschickt....
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John Galsworthy
Die Forsyte Saga
Klassiker, Familiensaga
Reihe: Band 1 - Der Besitzstreber

Im Jahre 1886, der Viktorianischen Zeit, verlobt sich June Forsyte mit Philip Baynes Bosinney, einem Architekten. June ist die Tochter des in der Familie in Ungnade gefallenen jüngeren Jolyon. Deshalb wurde sie von ihrem Großvater, dem Familienoberhaupt Jolyon der Ältere umsorgt. Die Verlobung mit Philip sorgt für neuen Unmut in der Familie. Soames Forsyte, ein Neffe des älteren Jolyon, beauftragt Philip, für ihn ein Haus zu bauen. Soames ist mit der bildhübschen Irene verheiratet. Doch die Ehe verläuft unglücklich. Die einst enge Freundschaft zwischen June und Irene zerbricht schlagartig, als Philip eine Affäre mit Soames Gattin Irene nachgesagt wird.

An diese Filmreihe, die meine Eltern geschaut haben, kann ich mich dunkel erinnern. Edition Oberkassel hat nun diesen Klassiker neu aufgelegt und ich versuche mal Band 1 und schaue wie mir dieser gefällt....
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Linda Winterberg
Unsere Tage am Ende des Sees
Roman

Nach fünfundzwanzig Jahren der Trennung steht Hanna plötzlich zum ersten Mal wieder ihrer Mutter gegenüber. Damals sah Hanna keinen anderen Ausweg, als von ihrem Zuhause fortzugehen – und ließ damit auch Alexander zurück, ihre erste große Liebe. Einen Sommer lang trafen sie sich Tag für Tag auf dem Steg am Ende des Sees. Ihre Flucht ermöglichte Hanna ein neues Leben, doch Alex hat sie nie vergessen. Und nun findet sie heraus, dass auch er nicht aufgehört hat, an sie zu denken ...

Linda Winterberg bzw. Nicole Steyer ist eine Autorin, die ich sehr, sehr gerne lese. Deshalb habe ich mich total gefreut, als ich bei Lovelybooks Glück hatte und dieses Buch für die Leserunde gewonnen habe. Momentan bin ich mitten drin in der Geschichte 
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Eleanor Brown
Die Lichter von Paris
Roman

Nach außen scheint alles perfekt. Madeleine ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, sie hat ein schönes Zuhause in Chicago und keine finanziellen Sorgen. Dennoch ist sie nicht glücklich: Wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter ist sie gefangen in einem Leben, das aus gesellschaftlichen Verpflichtungen besteht; die eigenen Träume sind auf der Strecke geblieben.
Als Madeleine eines Tages auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter entdeckt, erfährt sie Unglaubliches: Die strenge, stets auf Etikette bedachte Großmutter Margie war einst eine lebenslustige junge Frau, die der Enge des Elternhauses nach Europa ins wilde Paris der 20er Jahre entfloh, um frei und unabhängig als Schriftstellerin zu leben. Dort verliebte sie sich in einen charismatischen jungen Künstler und verbrachte einen glücklichen Sommer in der Pariser Boheme ...

Das Buch habe ich beim Suhrkamp Verlag angefragt und als Rezensionsexemplar erhalten. Ich freuie mich schon darauf!
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Hillary Jordan
Mudbound - Die Tränen von Mississippi
Roman

 Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ...

Dieses Buch ist verfilmt worden und am 17.11. als Film bei Netflix erschienen. Ich freue mich schon auf die Lektüre, die mir der PIPER Verlag zugeschickt hat.
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Richelle Mead
The Promise
Fantasy


Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden Nachbarland Adoria vorbereitet.
Die junge Adelige Elizabeth scheint bereits ein solches Leben zu führen. Doch nach dem Tod ihrer Eltern fühlt sie sich wie in einem Gefängnis, aus dem sie nur noch fliehen will. Als Elizabeth dann den charmanten Cedric Thorn vom Goldenen Hof kennenlernt, weckt er einen waghalsigen Plan in ihr: Sie muss es irgendwie nach Adoria schaffen. Und kurze Zeit später tritt sie unter falschem Namen die Ausbildung am Goldenen Hof an …
 
Bei der Lesejury habe ich schon sehr viele Punkte gesammelt mit denen ich mir Bücher aussuchen darf. Das erste Buch, dass ich mir dafür gewünscht habe ist ein untypischer Roman für mich. Da es aber zum Fantasystrang auch etwas Historisches haben soll, wollte ich es einfach ausprobieren. Und meine Tochter hat auch was davon =) Eine von uns Beiden wird sich das Buch sicher in das Bücherregal stellen.
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Was sagt ihr zu meinen letzten Neuzugängen für den November???


Der Weihnachtswald - Angelika Schwarzhuber



    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. September 2017)
    • ISBN-10: 3734101360
    • ISBN-13: 978-3734101366
    • Genre: Weihnachtsroman, Familienroman, Zeitreise



Blanvalet Kurzbeschreibung:
Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Blanvalet Challenge

Buch zur Weltenbumnmler Challenge

Meine Meinung:
Eva Lankers, eine junge und ehrgeizige Anwältin, fährt jährlich zu Weihnachten zu ihrer Großmutter Anna nach München. Diese lebt in einer alten Villa mit großem Garten, die seit Generationen im Familienbesitz ist. Dort ist Eva aufgewachsen, nachdem ihre Eltern verunglückt sind und sich ihre Großmutter ihrer angenommen hat. Deren Angewohnheit zu den Feiertagen dem Waisenhaus eine großzügige Spende zukommen zu lassen und ein Waisenkind am Heiligen Abend einzuladen, findet sie ebenso unerträglich, wie Weihnachten und Kinder im Allgemeinen.
Doch einmal im Jahr nimmt sie den Weg auf sich und feiert das Weihnachtsfest zusammen mit ihrer Großmutter, obwohl Eva am liebsten auch während der Feiertage durcharbeiten würde, was sie auch von ihren Mitarbeitern verlangt. Deshalb begleitet sie auch ihre Sekretärin Sandra auf dem Weg nach München. Als sie dort ankommt muss Eva feststellen, dass es um die alte Villa nicht sehr gut steht und ihre Großmutter hoch verschuldet ist. Sie berechnet bereits in Gedanken, wie viel sie aus dem Haus und Grundstück herausschlagen kann, als sie erfährt, dass der Sohn von Haushälterin Margret und ihre einstige Jugendliebe Philipp, einen Teil des Grundstückes gemietet hat und darauf Christbäume pflanzt....einen kleinen Weihhnachtswald...
Antonie, das Waisenkind, das dieses Jahr von Anna Koffler zum Weihnachtsfest eingeladen wurde, fällt durch ihr Stottern auf. Immer wieder wird von zukünftigen Pflegeeltern abgelehnt, sobald sie zu sprechen beginnt. Auch die Kinder im Waisenhaus hänseln sie deswegen. Die sehr schüchterne Antonie spürt auch sofort Evas Abneigung und flüchtet während eines Schneesturmes aus dem Haus. Sie will lieber zurück ins Waisenhaus, als bei dieser herzlosen Frau zu bleiben. Eva und Philipp machen sich auf die Suche nach dem Mädchen und geraten unversehens in die Vergangenheit....

Eigentlich wollte ich nur kurz in die Geschichte reinlesen und ein anderes Buch zuerst beenden, doch ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wer nach einer wunderschönen und märchenhaften Weihnachtsgeschichte sucht, dem kann ich "Der Weihnachtswald" wirklich empfehlen. Hier stimmt einfach alles: Das Gefühl und die festliche Stimmung, die für einen Weihnachtsroman das A und O sind. Und trotzdem steht hier, wie so oft üblich, keine Liebesgeschichte im Fokus. Es geht vielmehr um Familie, Zusammenhalt und das Schicksal. Auch das Märchenhafte kommt nicht zu kurz, denn Angelika Schwarzhuber hat noch einen ganz besonderen Effekt eingebaut....

Dass Eva eine nicht gerade herzliche und sympathische Zeitgenossin ist, liest sich bereits aus den obigen Zeilen. Auf die karrieresüchtige und kühle Frau warten einige Aufgaben, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt hat. Sie macht eine spürbare Wandlung durch, wobei Eva allerdings auch nicht zum Gutmenschen mutiert, sondern glaubwürdig bleibt.
Mit Antonie hatte ich hingegen fast die ganzen vierhundert Seiten lang Mitleid. Das arme Kind erfährt so viel Ablehnung, dass es sogar beim Lesen schmerzt.
Anna hinterlässt beim Leser zwiespältige Gefühle....warum das so ist, kann ich leider nicht erklären ohne zu spoilern...
Die Autorin hat mich mit ihrem Weihnachtsroman überzeugt, so dass ich mir bereits einen weiteren Roman von ihr gekauft habe.

Schreibstil:
Sowohl die Charaktere, als auch die Orte wurden so lebendig beschrieben, dass man tief in die Geschichte eintaucht. Der Schreibstil ist locker und leicht, wie es für eine Weihnachtsgeschichte gehört, bei der man sich einfach nur zurücklehnen will und den Charme der Weihnachtszeit genießen möchte. Auch die Emotionen kommen dabei nicht zu kurz, wobei es nie kitschig wird.

Am Ende des Buches gibt es noch ein paar leckere Keksrezepte, die nach einem Aufruf der Oberhofener Lokalzeitung an ihre Leser, zur Verfügung gestellt wurden.

Fazit:
Wer nach einer wunderschönen Geschichte sucht, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen, dem kann ich diesen märchenhaften Roman empfehlen. Er erwärmt das Herz an kalten Tagen und erzählt eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Von mir gibt es deswegen 4 1/2 Sterne und eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, an Lovelybooks und an die Autorin für die nette Begleitung bei der Leserunde

Freund unter Feinden - Max und Werner Schimke




    • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
    • Verlag: Brunnen (14. September 2017)
    • ISBN-10: 3765509841
    • ISBN-13: 978-3765509841
    • Genre: Biografie, Erfahrungsbericht 


Brunnen Verlag Kurzbeschreibung:
Max Schimke (1918 - 2001) erlebt in Berlin die Reichspogromnacht am 9. Nov. 1938. Mit 20 Jahren wird er zur Wehrmacht eingezogen. Zunächst an der Westfront eingesetzt, wird er in Frankreich bei einer Familie in der Nähe von Paris einquartiert. Er unterstützt die Familie, will nicht ihr Feind sein. Gefährlich wird es für ihn nach der Verlegung an die Ostfront: Russland, die Ukraine und der Balkan werden seine Einsatzorte. Im Nachhinein sieht Max, dass die Bewahrung in brandgefährlichen Situationen Gottes Eingreifen für ihn war. Bei seinem Tod hinterlässt Max viele handgeschriebene Seiten mit seinen Erfahrungen. In eindrücklichen Szenen schildert er darin, was Krieg und Verfolgung für Menschen bedeuten. Sein Sohn Werner Schimke hat aus diesen Aufzeichnungen ein kostbares, spannendes Buch zusammengestellt.

Meine Bewertung: * * *

Meine Meinung:
Dieser Roman basiert auf die Tagebucheinträge und Feldpostbriefe von Max Schimke, dessen Sohn Werner seine Gedanken und Informationen zusammengesammelt und in Buchform veröffentlicht hat.
Nach dem Tod meiner Mutter im Sommer haben meine Geschwiester und ich Briefe meines im Krieg verschollenen Onkels gefunden, die uns unsere Mutter nie gezeigt hat. Deshalb war ich besonders an diesem Büchlein interessiert.
Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich hatte das Gefühl hier reine Aufzählungen zu lesen, denen es noch dazu an Emotionen fehlte. Sicherlich ist es sehr schwer über die Ereignisse im Krieg zu sprechen und alle, die noch Eltern oder Großeltern haben, die im Zweiten Weltrkieg waren wissen, dass viele einfach gar nicht davon erzählen wollen. Trotzdem enthielten die wenigen Feldpostbriefe und Karten meines Onkel in den wenigen Zeilen mehr Emotionen, als dieses Buch.

Der Berliner Max Schimke wird als 20-jähriger zur Wehrmacht eingezogen. Zuvor erlebt er noch die Reichskristallnacht hautnah mit, als er auf dem Weg zu seinem jüdischen Schneider ist, den er bezahlen möchte. Dieser wird von den SA-Männer auf die Straße gezerrt, brutal zusammengeschlagen und sein Geschäft zerstört. Hilflos sieht Schimke zu und schämt sich lange Zeit,  dass er nicht eingegriffen hat. Diese Erzählung und jene, als er den besagten Schneider am Bahnhof wiedertrifft, wo die jüdischen Gefangen in Viehwaggons abtransportiert werden, sind die einzigen Stellen, die mich etwas berühren konnten.
Der Schreibstil ist sehr sachlich und einfach. Oft hatte ich das Gefühl gar keinen Kriegsbericht zu lesen, denn die Schrecken des Krieges sind einfach ausgeklammert. Es sind viel mehr Aufzählungen wohin die Kompanie als nächstes unterwegs ist und welche Aufgaben ihnen zuteil wird. Ebenfalls wurde das Thema Judenverfolgung und Konzentrationslager, bis auf das kurze Zusammentreffen mit dem ehemaligen Schneider, überhaupt nie erwähnt. Etwas befremdlich fand ich die immer wiederkehrenden Hinweise, wie freundlich die Menschen die deutschen Soldaten begrüßen.
Viele Fotos sind auf diesen knappen 122 Seiten zu finden, die die Erzählung etwas persönlicher machen.
Eines kann man auf jeden Fall sagen: Max Schimke hatte unheimliches Glück! Auf den Weg nach Russsland, wo so viele Soldaten starben, wurde er abgezogen und in das ehemalige Jugoslawien versetzt. Die Kämpfe gegen die Partisanen waren sicher auch alles andere als einfach, aber der Kältetod wartete dort sicher nicht.
Mir steht es eigentlich nicht zu hier zu kritisieren, denn es ist eine wahre Geschichte und normaler Weise verteile ich bei Biografien und Erfahrungsberichte keine Sternchen, aber die sehr einfache und emotionslose Schreibweise konnte mich nicht wirklich berühren und überzeugen. Ich hatte mir von diesem Buch einfach mehr erwartet....

Fazit:
Obwohl wir hier einen Erfahrungsbericht aus dem Zweiten Weltkrieg haben, fehlten mir gänzlich die Emotionen. Die Schrecken des Krieges werden ausgeklammert, die Judenverfolgung kaum erwähnt und obwohl Max Schimke wirklich sehr viel Glück bei seinen Einsätzen hatte, hätte ich mir doch etwas mehr "Gefühle" erhofft. Ich würde diesen Erfahrungsbericht eher Einsteiger empfehlen, die noch keine Lektüre zum Zweiten Weltkrieg gelesen haben...

Vielen Dank an den Brunnen Verlag für das Rezensionsexemplar!

Büchereizugänge im November


Hallo meine Bücherwürmer!

Diese Woche war ich wieder in unserer Bücherei und habe mir ein paar reservierte Bücher abgeholt. Zwei ganz neue Romane habe ich auch noch entdeckt, die auch kurzfristig hier einziehen.

Hier sind meine Büchereizugänge vom November:

Cecilia Ahern
So klingt mein Herz
Roman

Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?

Auf dieses Buch warte ich schon eine ganze Weile. Nun war ich endlich  die Nächste auf der Warteliste.
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Madeleine Reiss
Ich lass dich nicht los
Roman

„Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.“ Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird ...

Dieses Buch habe ich schon sehr lange auf meiner Wunschliste und seit kurzem ist es auch in unserer Bücherei erhältlich. 
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Harlan Coben
In ewiger Schuld
Thriller

Maya – Pilotin und nach einem umstrittenen Einsatz aus dem Militär entlassen – blickt fassungslos auf die Filmaufnahmen ihrer Nanny-Cam: Dort spielt ihre kleine Tochter seelenruhig mit Mayas Ehemann Joe. Doch Joe wurde zwei Wochen zuvor brutal ermordet – und Maya hat tränenblind an seinem Grab gestanden. Kann Maya ihren Augen trauen? Wer würde sie so grausam täuschen? Und was geschah wirklich in der Nacht, in der Joe ermordet wurde? Um Antworten auf all ihre Fragen zu finden, muss Maya sich den düsteren Geheimnissen nicht nur ihrer eigenen Geschichte stellen. Sie muss auch tief in die Vergangenheit von Joes reicher Familie eintauchen. Doch dort ist sie plötzlich nicht mehr willkommen ...

Einer meiner vorbestellten Bücher...der neuerste Harlan Coben. 
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Fredrik Backman
Kleine Stadt der großen Träume
Roman

Wer glaubt noch an Björnstadt? Es liegt viel zu weit hinter den dunklen Wäldern im Norden. Doch die Menschen hier halten zusammen. Und sie teilen eine Leidenschaft, die sie wieder mit Stolz erfüllen könnte. Die den Rest der Welt an Björnstadt erinnern könnte. Vielleicht sogar Arbeitsplätze bringen, eine Zukunft. Deshalb liegen alle Träume und Hoffnungen nun auf den Schultern ein paar junger Björnstädter. Noch ahnt keiner in der Stadt, dass sich ihre Gemeinschaft über Nacht für immer verändern wird.

Der neue Roman von Fredrik Backman war ganz neu in der Bücherei und da er gute Kritiken hat, versuche ich es wieder mit dem Autor 
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Rowan Coleman
Beim Leben meiner Mutter
Roman


Als Marissa stirbt, beschließen ihre beiden Töchter Luna und Pia nach Brooklyn, Marissas Geburtsort, zu reisen. Hier wollen sie mehr über das dunkle Geheimnis erfahren, das ihre Mutter jahrelang gehütet und sie schließlich zugrunde gerichtet hat. Doch die beiden Schwestern stoßen nur auf noch mehr Fragen, statt auf Antworten. Bis Luna eines Tages eine rätselhafte – ja, magische – Erfahrung macht: Sie begegnet ihrer Mutter als junge Frau, im Sommer 1977.
Erst glaubt Luna, verrückt geworden zu sein. Doch dann wird ihr klar: Wenn sie tatsächlich die Fähigkeit besitzt, durch die Zeit zu reisen, dann kann sie auch die Vergangenheit ändern. Doch ist es möglich, das Leben ihrer Mutter zu retten, ohne ihr eigenes zu opfern? 

Auch dieses Buch von Rowan Coleman war ganz neu und ich habe es gleich mitgenommen. 
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So, dass sind sie wieder meine Büchereizugänge. Habt ihr schon etwas davon gelesen?

Tannenglühen - Petra K. Gungl




    • Taschenbuch: 408 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2017 (6. September 2017)
    • ISBN-10: 3839221226
    • ISBN-13: 978-3839221228
    • Genre: Krimi, Weihnachtskrimi


 
Gmeiner Kurzbeschreibung:
Diese Weihnachten will Franziska Ferstl ihre Strafverteidigerkarriere an den Nagel hängen, doch dann wird in der Kanzlei einer der Partner erdrosselt. Weil ihr bester Freund als Hauptverdächtiger in U-Haft genommen wird, wirft Franziska nochmal ihr ganzes Können in die Waagschale und jagt den Mörder. Dabei stößt sie auf dubiose Offshore-Geschäfte, die Russen-Mafia und Liebesaffären. Viele hatten Grund, Siegfried Fürstenstein zu töten und je näher Franziska der Lösung kommt, desto gefährlicher wird es für sie...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nach einer überstanden Krebserkrankung kehrt die Strafverteidigerin Franziska Ferstl in ihre Gemeinschaftspraxis zurück. Die fast 60-jährige Anwältin steht kurz vor der Pensionierung und möchte in der ihr noch verbleibenden Zeit in der Kanzlei einige Dinge ordnen, bevor sie sich zu einer Urlaubsreise in den Süden aufmachen will. Doch als Franziska ankommt, befindet sich die Polizei im Haus. Ihr Kollege Siegfried Fürstenstein wurde mit einer Lichterkette erdrosselt, mit der er den Christbaum im Foyer schmücken wollte. Gefunden hat den Toten ausgerechnet seine Geliebte, Samira Dinic, die in der Kanzlei als Sekretärin arbeitet. Unter Mordverdacht steht jedoch Franziskas langjähriger Freund und Kanzleikollege Dr. Maximillian Frank.

Franziska, genannt Ziska, ist eine flotte Endfünfzigerin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und selbst im kalten Dezember auf ihrer Harley "Rosinante" durch Wien braust. Ihre direkte Art kommt nicht bei Jedermann an, aber ich fand sie erfrischend und sympathisch. Ziska hält auch loyal zu ihrem langjährigen Partner in der Kanzlei, als er unter Mordverdacht in Gewahrsam genommen wird. Ohne lange nachzudenken überlegt sie, wie sie Max rausholen kann. Vergessen sind die Rente und die körperliche Erholung, die sie nach ihrer schweren Krankheit bitter nötig hätte. Bei ihren Nachforschungen stößt Ziska auf dubiose Offshore Geschäfte mit der Russenmafia, die der Verstorbene anscheinend während ihrer krankheitsbedingten Abwesenheit abgeschlossen hat. Auch Max scheint involviert zu sein. Auf der anderen Seite hatte Siegfried Fürstenstein nicht wirklich viele Freunde, war im rechtsradikalen Umfeld tätig und betrog seine Frau....mehr als genug Tatmotive.....

Nicht nur Franziska ist ein überaus sympathischer Charakter, sondern auch der junge Anwalt Kurt Thesch, der Ziska hilfreich unter die Arme greift und auf den die junge Sekretärin Nathalie ein Auge geworfen hat.
Privat ist Franziska lieber unabhängig, hat jedoch engen Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester Gerti und deren Kindern Nikolas und Martina, genannt Tinchen.
Den sympathischen Charakteren stehen auch jede Menge "Unsympathler" entgegen: Fürstensteins Ehefrau Hannelore, die am liebsten noch in der Monarchie leben würde und sich keine Blöße gibt; seine Geliebte Samira, die in der Psychatrie besser aufgehoben wäre; Bianca, die Ehefrau von Maximilian, die ihre Pferde mehr zu lieben scheint, als ihren Mann, sowie sie russische Mafia und einige Freunde aus der rechtsradikalen Verbindung, bei der Fürstenstein seit seinem Studium Mitglied ist.

Die Ermittlungen rund um den Mord werden spannend dargestellt. Man merkt, dass die Autorin selbst promovierte Juristin ist. Der Spannungsbogen bleibt die ganzen vierhundert Seiten aufrecht und steigt zum Ende hin durch einige überraschende Wendungen an. Die Auflösung ist überraschend, aber logisch.

Die Titulierung "Weihnachtskrimi" finde ich jedoch nicht ganz passend. Der Mord passiert zwar in der Vorweihnachtszeit, aber außer ein paar Szenen beim Kekse backen bei Gerti und ihrer Familie, kommt kein wirkliches Weihnachtsfeeling auf.
Am Ende des Buches findet man noch ein paar weihnachtliche Keks- und Punschrezepte. Die leckeren Eierlikörkugeln werde ich wohl demnächst ausprobieren...

Gerne würde ich noch weitere Krimis mit der charismatischen Hauptprotagonistin lesen....

Schreibstil:
Der Schreibstil von Petra K. Gungl lässt sich wunderbar lesen. Der Wiener Schmäh läuft, Lokalkolorit ist vorhanden und die Ermittlungsarbeiten kommen ebenfalls nicht zu kurz. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und haben Wiedererkennungswert. Die Kapitel sind sehr lang und gehen um die hundert Seiten, was etwas mühsam ist, besonders wenn man sich denkt: "Ach, nur noch schnell ein Kapitel."

Fazit:
Ein gelungener Krimi mit etwas Lokalkolorit, einer wunderbar charismatischen Protagonistin und einem ungewöhnlichen Fall, der mir gut gefallen hat. Gerne würde ich eine Fortsetzung rund um Franziska lesen.
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexempplar und der Autorin bei der Begleitung der Lovelybooks Leserunde

Floras Traum von rotem Oleander - Annette Hennig



    • Taschenbuch: 350 Seiten
    • Verlag: Tinte & Feder (14. März 2017)
    • ISBN-10: 1612185320
    • ISBN-13: 978-1612185323
    • Genre: Familiensaga 
    • Reihe: Band 1 der Blütenträume Saga


Amazon Kurzbeschreibung:
 Im Frühjahr 1939 träumt die 19-jährige Flora Hoffmann von einem besseren Leben. Mit fünf Schwestern in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, ist der Alltag der Familie in der ländlichen Idylle der Insel Rügen von Arbeit und Entbehrungen geprägt. Das junge Hausmädchen hat nur noch ein Ziel: Reichtum und Macht. Den Weg dorthin verfolgt sie mit aller Kraft und trifft dabei Entscheidungen, die ihr Leben für immer verändern. Fünfzig Jahre später kehrt Flora Gräfin von Langenberg zum ersten Mal in den kleinen Badeort an der Ostseeküste zurück, an dem alles begann. Noch einmal streift sie durch die alte Villa, der einst ihre ganze Sehnsucht galt. Einsam und zugleich entschlossen beginnt die fast Siebzigjährige eine Reise in die Vergangenheit, die ihr weit weniger Hoffnung als Schmerzen bereitzuhalten scheint. Doch auch dieses Mal geht sie unbeirrt ihren Weg. Wird Flora letztlich finden was sie längst verloren glaubte?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Rügen 1939. Die junge Flora ist die Älteste von sechs Kindern der Familie Naumann und kommt aus eher ärmlichen Verhältnissen. Doch sie besitzt Ehrgeiz und hat schon als Kind beschlossen, dass sie auf keinen Fall arm bleiben möchte. Flora hat hochtrabende Pläne und diese hängen mit der herrschaftlichen Villa der Familie "von Langenberg"  und dem noch unverheirateten Sohn Heinrich zusammen. Ihr gelingt es den völlig von ihr geblendeten Mann zu umgarnen und ihm das Heiratsversprechen abzunehmen, trotz des Widerstandes seiner Mutter. Und schon bald hat sie nicht nur das Personal in der Hand, sondern auch Heinrich und Schwiegermutter Isabella. Flora übernimmt das Gut samt Villa. Auch die Geburt ihrer Tochter Viola ändert nichts an ihren Zielen und der Gefühlskälte.....
Der Roman beginnt im Jahre 1990. Durch den wiederholenden Wechsel von Zeit und Sichtweise der erzählenden Figuren weiß der Leser schon von Beginn an, dass Flora bis zum hohen Alter ihren Charakterzug beibehalten hat. Sie ist eine dominante und nur auf ihre Vorteile bedachte Frau, die nicht wirklich die Sympathie der Leser erhält. Flora ist kaltherzig und selbstverliebt und setzt alles daran ihre Ziele, die sie sich gesteckt hat, zu erreichen. Selbst in den Kriegswirren behält sie einen kühlen Kopf.

Die Zeitsprünge waren leider manchmal etwas abrupt und die vielen Charaktere am  Beginn des Romans etwas schwer einzuordnen. Deshalb dauert es eine Weile bis man diese zuordnen und der Geschichte folgen kann. Der Spannungsaufbau ist jedoch gelungen und man verfolgt gespannt Floras Weg. Im Wechsel zwischen Gegenwart und der Vergangenheit erleben wir wie Flora ihr Ziel stetig verfolgt....leider nicht bis zum Ende.....denn....der Roman ist nicht abgeschlossen und hört einfach mitten in der Geschichte auf! Natürlich ist es bei Trilogien normal, dass es einen Cliffhanger gibt oder viele Fragen unbeantwortet bleiben - aber nicht, dass ALLES offen bleibt.
Um mehr zu erfahren, muss man sich unweigerlich den zweiten Band besorgen. Das verstehe ich nicht wirklich, da es von der Seitenanzahl möglich gewesen wäre Band 1 und 2 in einem Buch unterzubringen. Deswegen muss ich leider einen Stern abziehen...

Schreibstil:
Der Schreibstil von Annete Henning ist flüssig, kurzweilig und vorallem die lebendige Darstellung der Charaktere ist der Autorin perfekt gelungen. Auch wenn die Protagonistin keine Symnpathieträgerin ist, so hat man sie wirklich bildhaft vor Augen und lernt sie zu hassen. Das muss man als Autor wirklich können....und das hat Annette Henning absolut drauf! Auch die bildhafte Beschreibung des Hauses, der Gegend und der Landschaft ist gelungen und lässt die Bilder im Kopf lebendig werden.

Fazit:
Ein gelungener Roman, bei dem man allerdings von Beginn an wissen sollte, dass Teil 1 alleine keinen Sinn macht! Man sollte bereits den 2. Teil zur Hand haben, da der erste Band mitten im Geschehen aufhört....was etwas ärgerlich ist. Abgesehen davon kann ich "Floras Traum von rotem Oleander" allerdings für alle empfehlen, die gerne Bücher über Familiengeheimnisse lesen.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und ihre Geduld!

[LESERUNDE] "Kleine große Schritte" - Jodie Picoult


LESERUNDE
zu
"Kleine große Schritte" von JODIE PICOULT 

Diesmal darf ich die Leserunde zu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen leiten.
Wir starten am 22. November in die Leserunde
  
Klappentext:
Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist … 

 Einteilung des Buches:
Abschnitt 1 (Seite 1 - 106)
Abschnitt 2 ( Seite 107 - 198 )
Abschnitt 3 ( Seite 199 - 304)
Abschnitt 4 ( Seite 305 - 405)
Abschnitt 5 ( Seite 409 - 493)
Abschnitt 6 ( Seite 494 - Ende)


Teilnehmer:
Andrea vom Leseblick
Sabrina von Sabs Bookparadise
Diane von Buchbria
Steffi von Steffis Bücherbloggeria
Janine von LeseLiebe
Hibi von In the prime time of life
und ich

Falls noch jemand mitlesen möchte:
Gerne könnt ihr euch noch anmelden und jederzeit miteinsteigen! Einfach bei mir melden!
Viel Spaß!
 
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Die Perlenschwester - Lucinda Riley



    • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1. Auflage (30. Oktober 2017)
    • Übersetzer: Sonja Hauser
    • ISBN-10: 3442314453
    • ISBN-13: 978-3442314454
    • Originaltitel: The Pearl Sister
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: ja - Band 4 der Sieben Schwestern Reihe


Goldmann Kurzbeschreibung:
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d'Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Thailand, wo sie die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes macht. Durch ihn fällt CeCe eine Biographie von Kitty Mercer in die Hände – eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb


Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Goldmann Challenge

Man kann diesen vierten Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgänger lesen, jedoch ist die Reihe aufeinander aufgebaut. Deswegen empfehle ich die Reihenfolge bei Bänden einzuhalten!


Meine Meinung:
Im vierten Band der Reihe rund um die sechs Adoptivschwestern d'Aplièse begleiten wir Celaeno, genannt CeCe, die in den Vorgängerbänden immer im Doppelpack mit ihrer Schwester Star aufgetreten ist. Dabei war sie stets die furchtlose Schwester, die gerne im Mittelpunkt stand. Doch diesmal lernen wir eine gänzlich andere Seite von ihr kennen....

Nach Maia, Ally und Star macht sich nun auch CeCe auf, um ihre wahre Herkunft herauszufinden. Pa Salt hat ihr als Hinweis nicht sehr viel hinterlassen. Alles was sie erhält sind ihre Koordinaten, ein Schwarzweißfoto und den Namen einer Frau, die sie zunächst nach Thailand und kurze Zeit später nach Westaustralien führen. Bald entdeckt sie, dass ihre Wurzeln zu den Ureinwohnern Australiens, den Aboriginies, führen. Das Foto führt sie jedoch zuerst zur berühmten Perlenpionierin Kitty Mercer..... 

In diesem Band lernen wir eine ganz andere CeCe kennen. Ich muss ehrlich sagen, dass mir in dieser Geschichte ihr Charakter total fremd war. Nichts erinnerte mich mehr an die starke Frau, die die eher schüchterne Star immer an die Hand nahm und leicht bevormundete. Nun haben wir eine unsichere junge Frau voller Selbstzweifel vor sich, die ihr Kunststudium abgebrochen hat, unter ihrer Legasthenie und der Loslösung von Star leidet. Ich konnte sehr schwer eine Verbindung zu dieser "neuen" CeCe aufbauen, die sich in meinem Kopf so überhaupt nicht mit der Person aus den Vorgängerromanen verbinden ließ. Für mich war ihr Charakter total widersprüchlich zu den anderen Bänden und CeCe blieb mir fremd... Der Strang, der in Thailand spielt, war anfangs ganz nett, verlief anschließend aber komplett im Sand. Erst ganz am Ende schien sich die Autorin wohl zu erinnern, dass da doch noch was war und hat ein sehr liebloses und abruptes Ende geschrieben. Im Endeffekt waren diese Kapitel für mich komplett unnütz.
 

Wie üblich erzählt Riley auch hier wieder eine Geschichte auf zwei Zeitebenen. Der Handlungsstrang aus der Vergangenheit hat mich aber, wie es bei mir meistens der Fall ist, richtig überzeugen können und hat mir sehr gut gefallen. Hier lernen wir diese ominöse Kitty McBride bzw. Mercer kennen, deren Geschichte CeCe auf die Spur zu ihrer Familie führt. Diese war einst eine schottische Pfarrerstochter, die als Gesellschafterin einer reichen Dame nach Australien geschickt wurde. Die mutige junge Frau stellt sich anfangs den Herausforderungen und der Liebe. Viele Jahre und Schicksalsschläge später wird sie eine der Perlenpionierinnen des Landes. Wie die Einwanderer damals mit den Ureinwohnern Australien umgingen, kann man in einigen Romanen und Sachbüchern nachlesen. Bei Lucinda Riley ist Kitty eine der Wenigen, die diese so nimmt, wie sie sind und Vertrauen zu ihnen aufbaut. Als Leser erfährt man in beiden Zeitebenen mehr über die Kunst der Aboriginies, wie auch über manche Sitten und Bräuche. Einiges davon war mir schon bekannt, anderes noch nicht. Während mich der Vergangenheitsstrang total überzeugen konnte, fand ich den Gegenwartsstrang diesmal sehr, sehr schwach. Eine Bewertung für den vierten Band der Sieben Schwesterreihe fällt mir deswegen sehr schwer! 
Gegenwart: höchstens 2 Sterne
Vergangenheit 5 Sterne......ergibt 3 1/2 Sterne

Schreibstil:
Da es sich hier nicht um ein älteres Buch handelt, das erst veröffenlitch wurde, wie bei "Der verbotene Liebesbrief" weiß man als Riley Leser, was einem in einem vierten Band einer Reihe erwartet. Der Schreibstil lässt sich wie immer wunderbar lesen und lässt einem durch die Geschichte fliegen. Warum ich bei den Charakteren in der Gegenwart keine Tiefe und schließlich auch keinen Zugang finden konnte, die jedoch im Vergangenheitsstrang hervorragend ausgearbeitet wurden, bleibt mir ein Rätsel. Man weiß, dass es die Autorin eigentlich kann....

Cover:
Die ersten drei Cover sind alle englischsprachig, Cover vier und fünf sind die italienischen und spanischen Ausgaben. Was sagt ihr dazu?

Fazit:
Für mich ist dieser Band der Sieben Schwestern Reihe sehr schwer zu bewerten, da ich den Strang in der Vergangenheit großartig fand. Der Gegenwartsstrang ist allerdings der Schlechteste dieser Reihe. Hier kamen bei mir überhaupt keine Emotionen auf....deswegen vergebe ich den Durschnittswert von 3 1/2 Sternen.

Mein Dank geht an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplares
 

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