Der Garten des Lebens - Debbie Macomber



    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. April 2017)
    • Übersetzer: Christiane Meyer
    • ISBN-10: 3956496906
    • ISBN-13: 978-3956496905
    • Originaltitel: Susannah's Garden
    • Genre: Gegenwartsliteratur


Mira Kurzbeschreibung:
Eigentlich hat Susannah alles, was sie sich wünschen könnte. Doch ist ihr beschaulicher Alltag mit Mann und Kindern wirklich ihr großer Plan vom Leben? Als Susannah an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, um ihrer verwitweten Mutter beizustehen, werden ihre Zweifel immer lauter. Vor vielen Jahren ließ sie hier ihre erste Liebe Jake zurück. Jetzt weckt der schöne Garten ihres Elternhauses Susannahs Erinnerungen an eine schicksalhafte Zeit und immer mehr scheinen auch vergessene Träume neu zu erblühen.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich begonnen die Blossom Street Reihe (Das Muster der Liebe und Die Maschen des Schicksals) von Debbie Macomber zu lesen. Viele von euch kennen ja ihre Rose Harbour Reihe, die ich noch nicht gelesen habe, aber auf meinem Wunschzettel steht. Da diese Reihe auch in der Bücherei vorrätig ist, werde ich sie mir nach der Blossom Street sicher noch holen.

Gleich vorweg: Dieses Buch hier gehört nicht wirklich zur Blossom Street Reihe, aber im dritten Band der Reihe "Die Farben der Herzen" werden wir Susannah, die Hauptprotagonistin aus diesem Buch, in der Blossom Street wiedersehen.

Als Zielgruppe für diesen Roman würde ich Frauen ab 40 aufwärts nennen, denn ich denke die Themen die hier angesprochen werden wie Verlust, Alzheimer, Heimsuche für die Mutter, sowie Haushaltsauflösung, verpasste Chancen und eine Jugendliebe, sprechen doch eher ältere Leserinnen an.
"Der Garten des Lebens" ist für mich ein Roman, der direkt aus dem Leben gegriffen ist. Jeder von uns wird einmal mit Schrecken erkennen, dass seine Eltern alt geworden sind und sich nicht mehr alleine versorgen können. So ergeht es auch unser Hauptprotagonistin Susannah. Ein Anruf der Nachbarin ihrer Mutter, stellt sie vor neue Probleme, denn sie erfährt, dass ihre Mutter kaum mehr alleine zurecht kommt. Sie entschließt sich während der Sommerferien in ihren Heimatort Colville zu fahren und sich die Lage vor Ort anzusehen. Bald erkennt sie, dass ihre Mutter Vivian an Alzheimer leidet und große Probleme hat. Susannah versucht alles Mögliche, um ihre Mutter ein Heim für betreutes Wohnen schmackhaft zu machen. Dies ist jedoch alles andere als einfach, denn Vivian will ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen.
Aber nicht nur ihre eigensinnige Mutter stellt Susannah vor neue Probleme, auch die Vergangenheit holt sie ebenfalls schnell ein. Die letzte Zeit musste sie öfters an ihre Jugendliebe Jake und an ihrem verstorbenen Bruder Doug denken, die sie im selben Jahr verloren hat. Zu ihrem Vater hatte Susannah ebenfalls ein sehr schlechtes Verhältnis, an dem sie noch immer knabbert. Da hilft das Wiedersehen mit ihrer ehemaligen besten Schulfreundin Carolyn, die vor ein paar Jahren ebenfalls nach Colville zurückgekehrt ist, um das Sägewerk ihrer Eltern zu übernehmen. Beide haben das Gefühl als wäre kaum Zeit seit ihrem letzten Treffen vergangen und schnell ist die alte Vertrautheit wieder da. Das tut auch Carolyn gut, die sich die letzten Jahre ausschließlich hinter ihrer Arbeit verschanzt hat. Auch Susannah beginnt langsam mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen. Doch bis es so weit ist, vergehen noch einige turbulente Wochen und Susannah muss dabei einige schmerzhafte Erfahrungen machen.....

Obwohl ich mir diesen Roman zum Zurücklehnen und Entspannen aus der Bücherei mitgenommen und eine locker-leichte Geschichte erwartet habe, hat dieses Buch viel mehr zu bieten.  Es behandelt viele Themen, über die man sich im Alter Gedanken macht. Ebenfalls zeigt die Geschichte auf, wie wichtig alte Freundschaften sind und man sich den Dingen widmen sollte, die man wirklich liebt. Dabei entdeckt Susannah auch, dass nicht alles so ist, wie es nach außen hin scheint. Die zusätzlichen Probleme mit ihrer Teenagertochter stellen sie ebenfalls vor weitere Probleme.
Die Autorin hat die Passagen, die aus Vivians Sicht geschrieben sind, sehr eindringlich erzählt. Sie zeigen sehr gut, wie auch die betroffenen Menschen an ihrer Krankheit verzweifeln. Vivian bekommt sehr wohl mit, wie sie nach und nach immer mehr Dinge vergisst und sich nicht mehr zurecht findet. Die klaren und verwirrten Momenten lösen einander ab und doch versucht Vivian so lange es geht dies vor den Anderen zu verheimlichen. Eine typische Handlung von Alzheimer-Patienten.

Der Roman bietet auch einiges an Spannung und hat überraschende Wendungen auf Lager, die ich bei dieser Geschichte nicht wirklich erwartet hätte. Dass es nicht für 5 Sterne gereicht hat liegt nur daran, dass doch ein paar Szenen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, etwas zu gewollt sind.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten und hat das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Voller Wärme und Mitgefühl erzählt Debbie Macomber über eine Mutter-Tochter-Beziehung, über Freundschaften und verpasste Chancen. Mit einem Augenzwinkern und einer kleinen Prise Humor versucht sie auch die traurigen Momente nicht zu dramatisch zu erzählen.

Cover:


Man merkt, dass der Roman bereits vor zehn Jahren veröffentlicht und nun neu verlegt wurde. Die Cover des Originals sehen sehr verspielt und kitschig aus. Da finde ich die Neuauflage doch um vieles besser!

Fazit:
Ein Roman, der viel mehr bietet, als ich erwartet hätte! Überrascht war ich von der unterschwelligen Spannung und doch einiger sehr nachdenklichen Themen. Hier ist nicht alles "Herz-Schmerz", sondern die Autorin beschreibt ihren Garten des Lebens sehr abwechslungsreich. Ich fühlte mich sehr wohl in dieser Geschichte.

3 Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    ich hänge ja mal wieder mit den Rezi schreiben. Habe mir jetzt selbst ein Leseverbot auferlegt, bevor n icht reiner Tisch ist. Sonst komm ich ja zu nix.
    Und stimme dir zu, die heutigen Cover sind so viel schöner ....
    Liebe Grüße Hanne

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Martina,

    die Cover sehen ja wunderschön aus, fast wie Bilder aus dem Poesiealbum. Aber die Neuauflage gefällt mir auch viel besser.
    Die Story klingt nicht zu kitschig, also könnte es auch etwas für mich sein.

    Ich wünsche dir ein schönes, hoffentlich sonniges Wochenende,
    Barbara!

    AntwortenLöschen
  3. Interessant, interessant, liebe Martina.
    Die Rose Harbor Reihe habe ich schon komplett gelesen und diese hier scheint an mir vorbeigezogen zu sein. Verdammt, jetzt bin neugierig, dabei warten so viele andere Bücher auf mich. :D
    Ich wünsche dir ein wundervoll, entspanntes Wochenende.
    Liebst, Hibi

    AntwortenLöschen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos