Winterblüte - Corina Bomann




    • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    • Verlag: List Hardcover (14. Oktober 2016)
    • ISBN-10: 3471351426
    • ISBN-13: 978-3471351420
    • Genre: historischer Roman



List Kurzbeschreibung:
Im eleganten Kurort Ostseebad Heiligendamm bereitet sich die Hotelierfamilie Baabe im Jahr 1900 auf den großen Winterball vor. Feierlich soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden, doch die wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihre große Liebe heiraten zu dürfen. Leider ist der junge Mann in den Augen ihrer Eltern keine gute Partie. Da wird eine junge Frau am Strand angespült, die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie kann sich nicht an ihren Namen oder ihre Herkunft erinnern, verzweifelt hält sie einen kleinen Zweig umklammert, der sich in ihrem Kleid verfangen hat. Im Hotel findet sie eine neue Heimat und in Johanna eine Freundin. Die Namenlose weiht Johanna in die Adventstradition des Barbarazweigs ein: Die beiden Frauen stellen am 4. Dezember frisch geschnittene Obstzweige in eine Vase, jede mit der für sie dringendsten Frage – der knospende Zweig wird ihnen die Zukunft weisen. Beide hoffen auf Blüten zum Weihnachtsfest.

Meine Bewertung: * * *

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Meine Meinung:
Da der Klappentext eigentlich alle nenneswerten Hintergrundinformationen zur Geschichte liefert, werde ich diesmal keine weiteren Details verraten, denn sonst ist auch schon der komplette Roman erzählt.

Die Geschichte spielt im Jahre 1902 im Kurort Ostseebaad Heiligendamm.
Während ich erst vor kurzem den Roman "Das Hotel auf dem Drachenfels" (meine Rezi *klick*) gelesen habe, der ebenfalls zur Jahrhundertwende spielt, hatte ich mir etwas ähnliches vorgestellt, da das Setting ebenfalls in einem Hotel/Gästehaus spielt. Jedoch bleibt bei "Winterblüte" dieses Thema fast außen vor, auch wenn wir einen kurzen Einblick in das Leben der Dienstboten bekommen.
Der Großteil der Geschichte dreht sich hier jedoch um Christian und Johanna Baabe, die Kinder der Hoteliersfamilie. Während sich Christian in die unbekannte Schiffbrüchige verliebt, freundet sich auch Johanna trotz des Verbotes ihre Mutter mit dem Mädchen an. Sie lernt dadurch den Brauch des Barbara Zweiges kennen, durch den sich Johanna Glück erhofft. Ihre Eltern wollen nämlich beim großen Winterball ihre Verlobung bekannt geben. Die beiden Kandidaten, die ihre Mutter dafür ins Auge gefasst hat, sind für Johanna indiskutabel, denn ihre heimliche Liebe gilt dem Sohn der einzigen Familie, die seit Generationen mit den Baabe's verfeindet ist.
Wer sich nun auf einen Roman a la "Romeo und Julia" erwartet, wird bald ernüchtert sein. Aber das hatte ich auch gar nicht erwartet. Die Idee des Plots fand ich wirklich interessant und mir ist dieser Brauch auch bekannt....heiße ich doch nach meiner Oma im zweiten Vornamen auch Barbara =). Trotzdem fand ich die Erzählung rund um den Brauch des Barbara-Zweiges leider etwas vorhersehbar.
Die oft verwendeten zwei Zeitebenen gibt es in diesem Roman nicht. Die Geschichte spielt ausschließlich im Jahr 1902. Trotzdem machten sich auf den nicht ganz 400 Seiten einige Längen breit, die mir das Gefühl gaben in der Geschichte dahin zu dümpeln. Überraschende Wendungen habe ich vermisst und das äußerst merkwürdige Verhalten der Mutter von Christian und Johanna, die das gestrandete Mädchen von Beginn an ablehnt, wirkt etwas überzogen. Ihre Taten konnte ich nicht nachvollziehen.

Die Figuren wirken diesmal leider etwas klischeehaft und sind mir zu schwarz-weiß gezeichnet. Außer der jungen schiffbrüchigen Frau, die Johanna und Christian "Barbara" nennen, bleiben die restlichen Charaktere sehr an der Oberfläche. Vorallem Johanna's Gedanken kreisen nur um ihre baldige Verlobung. Sie scheint keinerlei anderen Interessen und Freundinnen zu haben.
Obwohl sich das alles eher negativ anhört, hatte ich ein paar nette Stunden mit der Geschichte rund im die Irrungen und Wirrungen der Familie Baabe....

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, ist flüssig und bildhaft. Ich kenne auch ihre anderen Romane und bin immer wieder überrascht wie unterschiedlich ihre Geschichten geraten. Die einen sind fesselnd und interessant, die anderen sehr klischeehaft und vorhersehbar. Es gibt nur eine einzige weitere Autorin bei der ich nie weiß, was mich erwarten wird und das ist Marian Keyes.

Fazit:
Mit den wunderbaren Roman der Autorin "Die Jasminschwestern", den ich wirklich empfehlen kann, hat "Winterblüte" leider wenig gemeinsam. Trotzdem ist es ein netter Roman, der sich dem Brauch des Barbara-Zweiges widmet und der ruhige Stunden auf der Couch verspricht. Für Zwischendurch und in der Vorweihnachtszeit zu empfehlen, aber einen bleibenden Eindruck hat das Buch bei mir leider nicht hinterlassen.


2 Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    Schade, dass dich dieses Buch nicht so richtig begeistern konnte. Mir hatte es sehr gut gefallen, aber ich habe es auch direkt in der Vorweihnachtszeit gelesen und war da schon entsprechend eingestimmt. Bei Weihnachtsgeschichten bin ich meist nicht ganz so kritisch ;)

    Liebe Grüße von Conny :)

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  2. Hallo liebe Martina,
    dieses Buch habe ich in der Vorweihnachtszeit gemeinsam mit Andrea und Janine gelesen, doch selbst die bevorstehenden Feiertage konnte nicht dafür sorgen, dass mir das Buch besser gefallen hat. Es bietet kurzweilige Lesestunden, die weder spannend oder gar aufwühlend werden.
    Wie du siehst, bist du nicht allein. ;-)
    Schöne Rezi, danke dafür.
    Liebste Grüße, Hibi

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