Mein Lesemonat Januar

Liebe Bücherwürmer!

Nun ist auch schon der erste Monat des neuen Jahres vorüber und ich kann euch meine erste Statistik des Jahres zeigen.
In wenigen Tagen habe ich Geburtstag und dann werde ich auch ein kleines Gewinnspiel hier auf meinem Blog veranstalten. Also haltet die Augen offen!

Im Januar habe ich 13 Bücher und 5.524 Seiten gelesen
Hier meine übliche Übersicht:




Jänner:
  1. Cop Town - Karen Slaughter (544 Seiten)   3 Sterne
  2. Hanoi Hospital - Favid Frogier de Ponlevoy (352 Seiten)   4 1/2 Sterne
  3. Eine Liebe in der Bourgogne - Heike Franke (304 Seiten)   4 Sterne
  4. Mozartkugelkomplott - Manfred Baumann (376 Seiten)   5 Sterne
  5. Der Glasmurmelsammler - Cecilia Ahern (358 Seiten)   4 Sterne
  6. Das Feuerzeichen - Francesca Haig (480 Seiten)   4 Sterne
  7. Ein Leben mehr - Jocelyne Saucier (192 Seiten)    4 1/2 Sterne
  8. Morgen früh, wenn du willst - Tania Carver (512 Seiten)   4 1/2 Sterne
  9. Immer wenn es Sterne regnet - Susanne Ernst (432 Seiten)    4 Sterne
  10. Wie Blüten im Wind - Kristina Hannah (496 Seiten)   5 Sterne
  11. Das Haus auf der Blumeninsel - Christiane Lind (480 Seiten)   4 Sterne
  12. Im fahlen Licht des Mondes - Kerstin Groeper (578 Seiten)   5 Sterne
  13. 1888 - Thomas Beckstedt (420 Seiten)    3 1/2 Sterne
    Gesamtseitenanzahl: 5.524 Seiten
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Der Januar war ein guter Lesemonat mit wirklich sehr guten Büchern. Ich habe sogar 3 x 5 Sterne vergeben und zwei Bücher haben mich emotional richtig gepackt. Ich möchte diesen Jahresbeginn mit zwei Monats-Highlights beschließen, da ich mich nicht entscheiden kann, welchem Buch ich die Krone des besten Buches des Monats aufsetzen soll.....

Meine Monats-Highlights:


 Zwei sehr unterschiedliche Bücher, aber beide mit Themen, die mich sehr berührt haben.

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Neues Jahr, neue Challenges! Ich werde auch 2016 wieder bei Challenges mitmachen und habe mich jetzt bei vier verschiedenen angemeldet. Ab März wird noch eine fünfte Challenge dazukommen, darüber werde ich euch noch berichten....


Meine Challenge Fortschritte:
Weltenbummler Challenge 2016: 47 Punkte
Goldmann Challenge: 0/20
Knaur Challenge: 2/?
Durch die Jahreszeiten Challenge: 1/15


1888 - Thomas Beckstedt



    • Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
    • Verlag: Braumüller Verlag (9. März 2015)
    • ISBN-10: 3992001296
    • ISBN-13: 978-3992001293
    • Genre: Krimi, historischer Krimi


Braumüller Kurzbeschreibung: 
Wien, im Jahre 1888. Die Zeitungen berichten über die Toiletten der adeligen Damen und den Gesundheitszustand des Kaisers. Eine Prostituierte wird brutal ermordet, dann ein bekannter Arzt. Dessen Kollege Dr. Richard Rollet beteuert seine Unschuld. Und wird doch zum Tod durch den Strang verurteilt. Nur Kriminalinspektor Johann de Vries glaubt nicht an die Schuld des angesehenen Mediziners und ermittelt gegen den Willen seiner Vorgesetzten in jenen Kreisen der Wiener Gesellschaft, die der Bezeichnung "die Besten" nicht immer gerecht werden. Gut drei Jahrzehnte später finden wir uns in London wieder. Ein rätselhaftes Paket mit indischem Poststempel birgt die Tagebuchaufzeichnungen des mutmaßlichen Doppelmörders. Der Adressat, Georg, der in ziellosem Müßiggang die Schrecken des Großen Krieges zu vergessen sucht, taucht in das verworrene und bruchstückhafte Manuskript ein, um es zu einem Buch zu formen, um dem Leben und den Erlebnissen des Autors nachzuspüren und den grauenhaften Geschehnissen auf den Grund zu gehen....

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung: 
In einer Leserunde bei Lovelybooks durften wir gemeinsam mit dem Autor Thomas Beckstedt seinen Roman lesen und mitdiskutieren. Es war eine sehr lebhafte Leserunde und es gab viel zu besprechen...denn für diese Lektüre sollte man sich wirklich Zeit nehmen....

Dieses Werk ist außerdem sehr schwer in ein Genre einzuordnen. Ich erwartete mir einen historischen Thriller, wie am Buchcover angezeigt, doch ich finde die Geschichte entspricht eher einer düsteren Erzählung oder eines historischen Krimis, da richtige Thrillerspannung erst kurz zum Schluss aufkommt.

Das Buch ist in zwei Zeitebenen gegliedert, wobei eine im titelgebenden Jahr 1888 spielt. In diesem Teil wird ein gewissser Dr. Richard Rollet des Mordes an seinem Arztkollegen Dr. Lafitte und einer Prostitutierten angeklagt. Er wird verurteilt, doch Kriminalinspektor Johann de Vries glaubt nicht wirklich an seine Schuld und ermittelt auf eigene Faust.

Der zweite Teil spielt ungefähr 35 Jahre später in den Jahren 1922/23. Unser Protagonist Georg erhält mysteriöse Post aus Indien von eben diesen, damals angeklagten Freund Richard Rollet, der ihn bittet, seine Aufzeichungen, die er im Gefängnis geschrieben hat, zu sortieren und zusammenzufassen. Georg hat den ersten Weltkrieg hinter sich und trägt seitdem einge körperliche und seelische Makel mit sich herum. Das Geschäft seiner Eltern hat er nicht übernommen und nach deren Tod alles verkauft. So lässt es sich mit all dem Geld aus dem Verkauf ganz gut leben....aber nicht zuhause in Deutschland, sondern in London. Dort ist es allerdings nach dem Krieg deutlich besser sich als Schweizer und nicht als Deutscher auszugeben. Als er das Manuskript seine Freundes Rollet erhält, vertieft er sich mit großem Interesse in die Tagebuchaufzeichnungen. Doch dem Skriptum fehlen einige Seiten, was wiederum Georg keine Ruhe lässt. Deshalb verlässt er London und reist nach Wien, dem damaligen Tatort. Die Zeit hat viele, jedoch nicht alle, Spuren ausgelöscht. Und so sucht auch georg nach Antworten auf seine Fragen. Je länger sich Georg mit den Aufzeichnungen beschäftigt, umso mehr verliert er seinen Bezug zur Realität.....

Die Abschnitte aus dem Jahre 1888 in Wien und die Ermittlungsarbeit von Johann de Vries fand ich spannend und gelungen. Man erfährt sehr viel über das Wien der damaligen Zeit, aber auch in der zweiten Zeitebene Anfang der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Beckstedt versteht es sehr gut mit seinem außergwöhnlichen Schreibstil die Seele Wiens in der Zeit zwischen den zwei Kriegen einzufangen.

Mit den Abschnitten rund um Georg konnte ich mit der Zeit leider immer weniger anfangen. Georg war mir nicht wirklich sympathisch. Ein Lebemann, der sich nur mit Prostituierten abgibt; ein Mensch, der sich mit Tabak, Alkohol und anderen Rauschsubstanzen immer mehr in eine Art Zwischenwelt katapultiert. Die Grenze zwischen seinem eigenen Leben und die des angeblichen Doppelmörders verblassen immer mehr und irgendwie scheinen diese immer mehr ineinander zu verschmelzen...Realität oder Wahnsinn ist hier immer mehr die Frage? Leider kam ich damit immer weniger klar. Gestört hat mich leider auch, dass nicht alles aufgeklärt wird und man sich am Ende doch noch einige Fragen stellt. Der Autor hat zwar durch eine Handlung Georgs gleich zu Beginn des Romans eine passende Erklärung dafür, die auch hervorragend passt, aber besonders bei Krimis und Thriller mag ich es nicht wirklich, wenn zu viele Fragen offen bleiben. Ein sehr anspruchsvoller Kriminalroman, der mich allerdings, wie unseren Protagonisten Georg,  des Öfteren an meine Grenzen brachte.

Schreibstil:
Der Kriminalroman lebt und besticht durch den besonderen Schreibstil des Autors. Thomas Beckstedt schreibt einfach genial...das muss ich ihm lassen! Besonders durch die eingeschobenen Gedanken des Erzählers, die der Autor in kursiver Schrift und in Klammer gesetzt hat, entspricht dieser Roman keinem gängigen Werk. Hier liegt einiges an Humor verborgen und hat mich den Personen näher gebracht. Man nimmt deshalb auch die Gefühle und Gedankengänge des Erzählers besser wahr.
Auch der Perspektivenwechsel zwischen der dritten Person und der erzählenden ersten Person ist gelungen, wenn auch fast ineinader fließend.... Man merkt auch die sehr gute Recherchearbeit des Autors.

Cover:
Das Cover ist düster, wie die gesamte Werk und gefällt mir sehr gut.

Fazit:
Ein etwas anderer Kriminalroman, düster und grenzenlos. Die Geschichte besticht durch den besonderen und großartigen Schreibstil des Autors. Leider wurde ich aber mit dem Protagionisten in der zweiten Zeitebene nicht warm und konnte sein Handeln überhaupt nicht nachvollziehen. Die Ermittlungsarbeit in der ersten Zeitebene gefiel mir allerdings sehr gut.

Vielen Dank an den Braumüller Verlag für das Rezensionsexemplar und an den Autor Thomas Beckstedt für die sehr innovative und interessante Leserunde!


Noch ein paar Januar Neuzugänge

Hallo meine Bücherwürmer!

Bevor sich der Januar verabschiedet zeige ich euch noch ein paar Bucheingänge der letzten Wochen.
Es sind wieder viele verschiedene Genres dabei...aber seht selbst:

Ein Buch habe ich vergessen...das folgt unten dann extra.....ups...
Sehr weißlastig diesmal ;)

Lovelybooks


"Die geheime Liebe der Charlotte Bronte" von Jolien Janzing erzählt über die Bronte-Schwestern, bevor sie berühmte Schriftstellerinnen wurden.

"1888" von Thomas Beckstedt stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste und ich hatte Glück, als ich die Leserunde bei LB entdeckte. Das Buch habe ich bereits gelesen und die Rezi geht demnächst online.


Das Buch, das ich oben vergessen habe...auch bereits gelesen. "Sterben ist das Letzte" von Franz Zeller - ein Salzburg Krimi....sehr spannend!

Blogg dein Buch

"Killerjagd" von Christine Drews darf ich von Blogg dein Buch lesen. Ich bin schon sehr gespannt!

Bloggerportal


Der neue Michael Robotham...ein MUSS! "Der Schlafmacher" ist Dank des Goldmann Verlages und dem Bloggerportal bei mir eingezogen.

Genauso wir "Als wir Schwestern waren" von Marie Jansen. Danke an den Blanvalet Verlag. Leider kam das Buch schon ein bisschen ramponiert hier an....alle Ecken abgestoßen und Knicke drinnen :( Und dann störte mich auch der Leseexemplar-Aufdruck, der mitten auf diesen wundervollen Cover draufgedruckt wurde...

Gekauft und gewonnen


Bei der Weltenbummler Challenge 2015 bin ich Siegerin geworden =) YEAH!!! 
Ich durfte mir um EURO 15.- ein Buch aussuchen (Danke liebe Wörterkatze!!)  und habe zu einem Hardcover gegriffen, das schon sehr lange auf meiner Wunschliste steht und wo ich die Trilogie unbedingt noch lesen will....und zwar "Himmel über fremdem Land" von Elisabeth Büchle

Bei "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven hatte ich ausnahmslos KEIN Glück! Ich habe es 3x versucht zu gewinnen und habe es mir beim letzten Besuch bei Thalia dann gekauft.
Nun bin ich schon gespannt auf das Buch!

So, dass sind nun meine letzten Januar Neuzugänge...ein Buch dürfte verschollen sein, denn es ist anscheinden d noch vor Weihnachten versendet worden. Ich hoffe ich bekomme noch ein weiteres Exemplar zugesanft und stelle es euch dann im Februar vor...

Wie gefallen euch meine Neuzugänge?


Im fahlen Licht des Mondes - Kerstin Groeper


Traumfänger Verlag Kurzbeschreibung: (gekürzt!)
Winter 1876. Nach der Schlacht am Little-Bighorn-Fluss und den Sieg über General Custer, haben sich die Cheyenne wie gewohnt in ihre Winterlager zurückgezogen. Auch Moekaé, eine junge Frau, freut sich auf die Ruhe des Winters. Als eines Morgens Kugeln in ihr Tipi schlagen, beginnt für sie eine verzweifelte Flucht. Nach schweren Kämpfen werden die Cheyenne schließlich gestellt und ins Indianer-Territorium deportiert. Dort siechen die Menschen unter schrecklichen Bedingungen dahin.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Bei der Leserunde auf Lovelybooks durfte ich den wunderbaren Roman von Kerstin Groeper, erschienen im Traumfängerverlag, mitlesen.
Die Autorin befasst sich seit Jahren mit der Kultur der Indianer und spricht selbst Lakota. Dies bemerkt man in ihrem Buch "Im fahlen Licht des Mondes" um die junge Cheyenne Moekaé.
Ihr Stamm wird, nachdem sie sich für den Winter vorbereitet haben, brutalst überfallen. Gemeinsam mit ihrem Mann Heskovetse flieht sie nur mit ihrem Kleid am Leib in die naheliegenden Wälder. Der bitterkalte Winter fordert schon zu Beginn viele Todesopfer. Nur wenige Cheyenne überleben und machen sich auf dem Weg zu den befreundeten Lakotas. Doch die Indianer sind nirgends mehr sicher, denn die Spirale der Gewalt zieht sich durch das ganze Land, welches die Weißen besiedeln möchten. Die wenigen, die die Flucht überleben, kommen ins Fort Robinson. Doch dort sind die Lebensmittel knapp und die Krankheiten der Weißen raffen besonders die Kinder und Schwachen dahin. Die Indianer werden wie Vieh gehalten und eingesperrt. Schon bald beginnen die ersten jungen Männer zu fliehen. Sie suchen nach Nahrung und einem neuen Lebensraum....den es für sie nicht mehr zu geben scheint....

Kerstin Groeper zeigt in ihrem Roman die systematische Ausrottung der Urweinwohner Amerikas auf. Mit der Geschichte rund um Moekaé verfolgt der Leser die Ereignisse der damaligen Zeit. Sie beschönigt hier nichts und beschreibt manchmal in einem eher sachlichen Schreibstil die Vorkommnisse. Im Gegenzug sind die bildhaften Beschreibungen der Landschaft, der Rituale der Indianer und ihre besondere Lebensweise im Einklang mit der Natur ganz wunderbar geschildert. Ebenso gibt sie die Gedankenwelt der Cheyenne realistisch wieder und man fühlt sich in der Geschichte richtig hineingesogen.
Die Autorin betreibt hier jedoch keine schwarz-weiß Malerei. Die Spirale der Gewalt dreht sich auf beiden Seiten. In den jungen Indianern, die das Kämpfen gewöhnt sind, beginnt der Hass auf die Soldaten zu schwelen und sie sinnen auf Rache. So beginnt ein Teil von ihnen ebenso Frauen und Kinder zu überfallen, die laut Indianerkodex tabu sind, und gleichen sich den weißen Männern an. Doch der Rest der Indianer sucht den Frieden. Dies gestaltet sich aber gar nicht so einfach, denn die Soldaten und auch die meisten weißen Siedler sehen in ihnen keine Menschen und folgen nur blind den Anweisungen der Regierung. Diese will das Land der Indianer für ihre Zwecke nutzen und die eigentlichen Ureinwohner sollen die Lebensart des weißen Mannes annehmen...was nicht gut gehen kann.

Mit Moekaé erleben wir unendliches Leid, aber treffen auch auf eine weiße Farmerfamilie, die sie vor dem Tode rettet. Es war wunderschön zu lesen, wie die weißen Siedler, die unweit des Indianer Territoriums ihren Grund und Boden von der Regierung gekauft haben, von Moekaé verschiedene Indianerlebensarten annehmen. Sie versuchen voneinander lernen und in Frieden zu leben, wobei die Autorin die beiden Glaubensvorstellungen des öfteren vergleicht und Gemeinsamkeiten hervorgehoben werden. Gleichzeitig wird aber auch verdeutlich, wie Vorurteile zu Hass und Ablehnung führen können.

Schreibstil:
Wie schon oben beschrieben, versteht es Katrin Groper hervorragend uns die Gedankenwelt der Indianer näher zu bringen. Die bildhaften und lebensnahen Beschreibungen der Rituale und die Erzählungen, die Moekaé versucht an ihre Kinder weiterzugeben, werden großartig geschildert und als Leser lebt man ganz einfach in diesem Buch mit.
Durch den großen Part der Vertreibung und Flucht von Moekaé.....ein Ereignis, welches wir auch heute wieder vor Augen haben, ist die Atmosphäre des Romans anfangs etwas bedrückend. Doch im Laufe der Geschichte gibt es auch viel zum schmunzeln und lachen. Der Roman ist keine Lektüre, die man schnell weglesen kann!

Dieses Buch wird einem besonderen Platz in meinem Bücherregal einnehmen! 
 
Fazit:
Ein bewegender Roman über den Leidensweg der letzten Indianer. Die fiktive Geschichte verwoben mit historischen Fakten ergänzen sich perfekt und lassen den Leser nachdenklich zurück. Ein großartiges Buch, das uns das Leben der Indianer näher bringt und eine Sogwirkung hat, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Meine Leseempfehlung!


Vielen Dank an den Traumfängerverlag für das Rezensionsexemplar und an Lovelybooks für die Leserunde!

Das Haus auf der Blumeninsel - Christiane Lind




    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (3. Juni 2013)
    • ISBN-10: 3426513331
    • ISBN-13: 978-3426513330
    • Genre: Familiensaga, Roman



Knaur Kurzbeschreibung: 
Die junge Laura flieht vor ihren Erinnerungen nach Madeira in das Haus am Leuchtturm, das ihrer Familie gehört. Wie ihre Vorfahrin, die Blumenmalerin, verfällt auch sie sofort dem Zauber der Insel. Auf der Suche nach weiteren Blumenbildern findet Laura Briefe, in denen eine Mutter ihrer Tochter ihre Liebe offenbart. Ihre Nachforschungen führen Laura in die Zeit zwischen den Weltkriegen und zu zwei Schwestern, die denselben Mann geliebt haben. Eine von ihnen traf eine folgenschwere Entscheidung, deren Spuren Laura auch heute noch begegnet. Doch welche Verbindung haben sie zu ihrem eigenen Leben?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Knaur Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Laura flieht nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Fabian in die Einsamkeit, auf die Insel Madeira. Dort befindet sich schon seit Generationen ein kleines Häuschen am Leuchtturm, das urspünglich Lauras Vorfahrin Amalia gehörte. Sie war eine begnadete Blumenmalerin und Laura liebt ihr wunderschönen Zeichnungen, die in einem Buch über die Blumen Madeiras veröffentlicht wurden. Als ihre Großtante Grace unerwartet bei Laura in Amalias schmucken Häuschen auftaucht und Laura eine Kassette mit Briefen Amalias an ihre ungeborene Tochter findet, beschließen die beiden Frauen mehr über die geheimnisvolle Frau zu erfahren, die in ihrer Familienchronik kaum erwähnt wird...

Meine Meinung:
"Das Haus auf der Blumeninsel" spielt teilweise, wie uns der Titel schön verrät, auf der portugiesischen Mittelmeerinsel Madeira, und in Cornwall, England.
Der Roman besteht aus drei Zeitebenen und ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Probleme mit den Zeitsprüngen hatte. Obwohl ich oft Bücher (meistens Familiensagen) mit zwei Zeitebenen lese, waren die Jahre in der Vergangenheit, die den Leser in die 20-iger und in die 50-iger Jahre des letzten Jahrhunderts führte, manchmal etwas unübersichtlich. Vorallem, als dann auch noch Teile kurz nach dem zweiten Weltkrieg spielten. So musste ich sehr oft überlegen, zu welchem Zeitpunkt ich mich gerade befand, wenn sich die Handlung um dieselbe Hauptprotagonistin drehte! Hier wäre vielleicht ein kleiner Familienstammbaum am Anfang des Romans hilfreich gewesen. Mit der Zeit wurde es besser und die Teile in der Gegenwart brachten ebenfalls ein wenig Licht ins Dunkel.

Im Prolog lernen wir die Blumenmalerin Amalia kennen. Sie ist zu Beginn noch eine junge und unerfahrene Frau und schreibt hochschwanger Briefe an ihre zukünftige Tochter. Sie fürchtet um ihr Kind und man spürt direkt das Unheil, das über ihr schwebt. Nicht umsonst nennen die Einwohner der Insel auch später noch das Häuschen am Leuchtturm "Das Haus der traurigen Frauen".
Bevor sie jedoch in diese Situation kommt, wächst Amalia als älteste Tochter Lord Percys, dem Gutsbesitzer von Tristyans Manor in Cornwall auf. Ihre Mutter starb bei der Geburt und ihr Vater heiratete daraufhin Lady Norah, die Schwester seiner verstorbenen Frau. Bei ihrem gemeinsames Kind, Bethany, findet man schon in jungen Jahren die Charaktereigenschaften, die sie am besten beschreiben: kalt, rücksichtlos, egoistisch und grausam. So hat es Amalia nicht leicht, denn Bethany setzt alles daran Amalia in allem auszustechen und ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Fäden, die sie spinnt, ziehen sich über die ganzen 480 Seiten und zerstören einige Leben aus Tristyans Manor.

Als Leser taucht man in die noch etwas steife Welt des englischen Adels zur Jahrhundertwende ein, wo Neuerungen und das Moderne, der Aufschwung und vorallem die gesellschaftlichen Umbrüche noch nicht angekommen sind. Das Festhalten an Traditionen und den Gesellschaftsschichten ist wichtiger als jedes Gefühl.

In der Gegenwart versuchen Laura und Grace die Machenschaften ihrer Verwandten aufzudecken und stoßen auf Unglaubliches. Alle Frauen, die einst im Haus der traurigen Frauen wohnten, erlebten furchtbare Tragödien. Dies ließ mich immer wieder fragen, was die Autorin hier noch für Schicksalschläge geplant hat und was den armen Protagonistinnen noch so blühen wird....
Trotzdem sind die weiblichen Charaktere des Romans allesamt starke Frauen, auch wenn sie anfangs etwas unsicher oder unselbstständig erscheinen.  Jede von ihnen geht ihren Weg, lässt sich - soweit es möglich ist - nicht von Schicksalsschlägen aufhalten und findet zu sich selbst. 

Trotz der anfangs verwirrenden Zeitebenen lässt sich der Roman wunderbar lesen und kaum eingetaucht, findet man so schnell nicht wieder aus dieser Geschichte heraus. 

Schreibstil:
Der Roman lässt sich - bis auf die Probleme mit den vielen Zeitsträngen - sehr flüssig lesen. Die landschaftlichen Beschreibungen der Blumeninsel Madeira, sowie des Landgutes in Cornwall, fand ich atmosphärisch gelungen und sehr bildhaft. Auch die Charaktere mit ihren guten und schlechten Seiten waren sehr gut gezeichnet, authentisch und lebendig. Einzig Mathhew blieb mit fremd und konnte auch nicht meine Sympathie erringen. Zu viel waren mir auch die vielen Schicksalsschläge, die unsere Protagonistinnen erleiden mussten.

Fazit:
Ein interessanter Roman über ein generationenübergreifendes Familiengeheimnis -  eine Geschichte voller Intrigen und Schicksalschläge. Für Fans von Familiensagen.



Wie Blüten im Wind - Kristin Hannah



    • Taschenbuch: 496 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (14. Januar 2013) 
    • ISBN-10: 3548284779
    • ISBN-13: 978-3548284774
    • Originaltitel: Night Road
    • Genre: Roman


Ullstein Kurzbeschreibung: 
Trotz ihrer Unterschiede sind Mia und Lexi unzertrennlich. Ihre Freundschaft kann auch nicht dadurch erschüttert werden, dass sich Lexi in Mias Zwillingsbruder Zach verliebt. Bis Mia bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt. Denn Lexi, die ebenfalls im Wagen saß, verliert nicht nur ihre beste Freundin, ihre ganze Zukunft ist zerstört. Nur einer hält all die Jahre zu ihr – doch hat die Liebe zu Zach eine Chance?

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Die 14jährige Lexi Baill  hat ihre Kindheit größtenteils bei verschiedenen Pflegefamilien verbracht. Ihre drogensüchtige Mutter holte sie dazwischen immer wieder zu sich, bis sie wieder ins Heim und anschließend bei einer weiteren Pflegefamilie untergebracht wurde. Als ihre Mutter stirbt, findet man doch noch eine lebende Verwandte: Eva, die Schwester von Lexis Großmutter. So zieht Lexi vom sonnigen Südkalifornien nach Port George, im Staate Washington, wo ihre Großtante in einem Wohnwagen lebt. Geld ist kaum welches da, doch endlich findet Lexi einen Fixpunkt in ihrem Leben und eine liebende Ersatzmutter. Gleich am ersten Schultag lernt sie Mia kennen. Sie ist genauso eine Außenseiterin wie Lexi  und die beiden freunden sich sehr schnell an. Doch Mia hat einen ganz anderen Hintergrund. Ihr Vater ist Arzt, die Großmutter hat eine erfolgreiche Galerie, die Mutter widmet sich einschließlich ihren Kindern. Denn Mia hat einen Zwillingsbruder, Zach, der im Gegensatz zu Mia weder schüchtern, noch unauffällig ist, sondern der beliebteste Junge der Schule. Und er gibt Mia das Selbstvertrauen, das ihr fehlt.
Lexi wird von der Familie der Farradays liebevoll aufgenommen und diese werden zu ihrem zweiten Zuhause - bis Jahre später bei der Highschool-Abschlussfeier ein Unglück passiert....

Meine Meinung:
Im Rahmen einer Blogger-Leserunde habe ich gemeinsam mit Steffi, Andrea, Yunika, Janine und Tanja "Wie Blüten im Wind" gelesen - ein Buch, welches ich schon eine ganze Weile in meinem SuB-Regal stehen hatte. Und dieser Roman hat mich wirklich sehr berührt. Es schon eine Weile her, dass mich ein Buch so emotional aufgewühlt hat! Dieses Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt! Ich war wütend, traurig, verzweifelt und hilflos....alles Emotionen, die mich mit den Charakteren in dieser Geschichte richtig mitleben hat lassen.
Zuerst jedoch begann die Erzählung nach Lexis Ankunft in Port George wie ein Jugendroman, rund um eine wundervolle Freundschaft und die erste große Liebe. Doch nach cirka 200 Seiten wendet sich das Blatt gewaltig. Von der Thematik her erinnerte es mich danach sogar etwas an Jodie Picoults Vorliebe Themen anszusprechen, die nur sie auf ihre einzigartige Weise darstellen kann. Denn üblicher Weise ist sie die einzige Autorin, die aus unterschiedlichen Sichtweisen ihrer Protagonisten auf die gleichen Ereignisse ihre Romane zu etwas besonderem macht - und Kristina Hannah hat hier genauso ins Volle gegriffen! 
Denn der Roman zeigt nicht nur auf, wie ein unbedachter Moment alles zerstören kann, sondern auch den moralischen Zwiespalt und die verchiedene Verarbeitung von Trauer, die die Ehe von Miles und Jude fast zerstört.
Hatte man zuerst einige Charaktere liebgewonnen, findet man sie danach nur mehr herzlos. Besonders bei Jude, der Mutter von Zach und Mia, hat sich dieses Phänomen langsam bei mir eingeschlichen. Die Übermutter kontrolliert ihre Zwillinge und dirigiert ihre Leben in die von ihr gewünschte Richtung. Der Unterschied zwischen Lexie, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt, und Mia und Zach, beginnt schon bei den Überlegungen welches College die drei nach dem Highschool-Abschluss belegen werden oder sollen. Stehen Mia und Zach anfangs alle Türen offen, kann sich Lexi trotz Stipendium kein Studium leisten. Doch besonders tragisch kristallisiert sich die Herkunft bzw. ob arm oder reich, nach dem Unglück bei der Highschool-Abschlussfeier heraus. Das hat mich so unglaublich wütend gemacht, denn Lexi hat sowohl das Herz auf den rechten Fleck, als auch Mut und Stärke. Trotzdem will ich natürlich die Geschehnisse nicht verharmlosen, aber die Amis haben natürlich dazu auch wieder eine etwas andere Sichtweise, als wir.

Charaktere:
Die Charaktere hat Kristin Hannah sehr authentisch und lebendig beschrieben. Die Gefühlswelt der einzelnen Personen wurde hervorragend ausgearbeitet. Jede im Roman dargestellte Person konnte ich mir bildlich vorstellen und auch deren Sichtweisen teilweise verstehen.
Die zarten Gefühle, die Lexi für Mias Zwillingsbruder empfindet, werden genauso glaubhaft dargestellt, wie die Liebe der Zwillingsmutter zu ihren Kindern. Lexie, unsere Hauptprotaginistin,  ist dabei ein unglaublich zerbrechlicher Mensch, aber immer hoffnungsvoll und trotzallem mutig und stark. Sie denkt nie zuerst an sich, sondern an die Menschen, die sie liebt. 
Ihre Großtante Eva ist ebenso ein starker Charakter, der schon viel im Leben gesehen hat. Miles ist der Fels in der Brandung; Mia unglaublich zerbrechlich und trotzdem willensstark und Zach der allseits beliebte Junge, der oft an seiner Vorbildrolle zu knabbern hat. Alle Charaktere machen im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch und entwickeln sich weiter, allen voran Jude und Lexi.

Schreibstil:
Kristina Hannah hat mich mit diesem Buch bezaubert und berührt. Ihr Schreibstil ist flüssig und unglaublich emotional. Die Zeitsprünge sind gut zu vollziehen und Die große Stärke des Romans liegt sicherlich auch bei den unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten. Man durchlebt die Geschichte aus der Sicht von Lexi und aus der Perspektive der Farradays.

Cover:


Das deutsche Cover ist gelungen, lässt aber mehr auf einen reinen Liebesroman schließen. Trotzdem gefällt es mir am besten der drei Titelbilder. Das rechte mit dem gesicht ist ein 08/15 Cover, auf dem linken sieht man wenigstens die Straße, die auch dem Originaltitel und dem Inhalt Sinn gibt. Was der halbe Kopf eines Mädchen noch darauf zu suchen hat, ist mir allerdings nicht ganz klar.


Fazit:
Ich bin begeistert von dieser berührenden und packenden Geschichte, die mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt hat. Wunderbar zu lesen mit ausdrucksstarken Charakteren und der Frage nach Recht und Gerechtigkeit.


[Aktion #jdtb16] Das Jahr des Taschenbuchs - Monat Januar


Wer diese Aktion noch nicht kennt, hier mein Bericht dazu ---> klick

Monat Januar
Zur Aktion "Das Jahr des Taschenbuches" ist mein erstes dafür gekauftes Taschenbuch nun bei mir eingezogen. 
Da der kleine Dom Verlag in Melk, wo ich mir das Buch holen wollte, diesmal leider kaum Neuerscheinungen hatte, musste ich dann doch zum Thalia fahren, da es hier bei mir auf dem Lande eigentlich keiner weiteren Buchhandlungen gibt! :(

Ich muss aber auch zugeben, dass ich den Thalia liebe und mich dort stundenlang aufhalten könnte, denn ich schreibe ja auch ab und zu Briefe und man findet dort nette kleine Geschenke, genauso wie süße Karten oder duftige Kerzen. Außerdem habe ich mir noch ein Mängelexemplar-Taschenbuch aus meiner Wunschliste und eine DVD mitgenommen-----

Als erstes Buch für die Aktion ist dieses hier bei mir eingezogen:


Warum gerade dieses Buch? 

Ich habe bereits "Die Achse meiner Welt" von Dani Atkins gelesen. Dieses Buch polarisiert ja gewaltig und ich muss sagen...mir hat es gefallen. Es war einmal etwas anderes und nicht immer daselbe Thema, das oft x-mal durchgekaut wird!
Ob "Die Nacht schreibt uns neu" das ebenfalls gelingen wird, kann ich noch nicht sagen, aber das Buch hat mich neugierig gemacht.
Außerdem finde ich die Fortführung des Cover-Schemas sehr gelungen. Man sieht auf einem Blick, dass es ein weiteres Buch der Autorin ist.

Habt ihr euer Taschenbuch des Monats schon gekauft?


 

Immer wenn es Sterne regnet - Susanne Ernst




    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (1. Dezember 2015)
    • ISBN-10: 3426516802
    • ISBN-13: 978-3426516805
    • Genre: Liebesroman, Roman



Knaur Kurzbeschreibung: 
Als Mary auf einem Trödelmarkt einen alten Sekretär erwirbt und darin ein Bündel Briefe findet, stürzt sie Hals über Kopf in eine Geschichte, die ihr Leben für immer verändert. Es sind Liebesbriefe aus den 1920er Jahren, geschrieben von einem gewissen Adam an seine heimliche Angebetete Gracey. Die sehnsüchtigen Zeilen treffen Mary mitten ins Herz, und sie beschließt, mehr über das ungleiche Paar und ihre verbotene Liebe herauszufinden. Dabei entdeckt Mary etwas, womit sie nie gerechnet hätte; und als der Himmel plötzlich aufreißt und es mit einem Mal Sterne regnet, wird der Ausflug in die Vergangenheit zu einer Reise zu sich selbst.

Meine Bewertung: zauberhafte * * * *

Buch zur Knaur Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Als Mary auf einem Trödlermarkt einen alten Sekretär kauft, entdeckt sie alte Liebesbriefe in einem Geheimfach.  Der Inhalt nimmt sie so gefangen, dass sie nach den Nachfahren des Verfasser zu suchen beginnt. Gleichzeitig kommt dabei aber auch ihr eigenes Liebesleben in ziemliche Turbulenzen.....

Meine Meinung:
Die Geschichte im Buch beginnt eigentlich im Jahre 1927 mit Adam Winterfield, der sich nach dem Tod seiner Mutter alleine im Leben durchschlagen muss. Als er einen Gönner findet, der ihn aufnimmt und ihm das Schreinerhandwerk lernt, ist er glücklich. Er möchte gerne mehr aus seinem Leben machen, besonders nachdem er Grace Alice Sanders kennenlernt, die alleridngs aus einer anderen Gesellschaftsschicht stammt. Die Liebe zueinander ist groß, doch die gesellschaftlichen Schranken größer....

Im zweiten Erzählstrang lernt der Leser Mary kennen. Sie ist eine sehr liebenswürdige junge Frau, die sich immer in die falschen Männer verliebt hat. Trotzdem gibt sie die Suche nach der großen Liebe nicht auf. Amy, Mary's beste Freundin, organisiert deshalb ein gemeinsames Mädelswochenende in Seattle mit einem Blind-Speeddating. Doch dieses wird ein riesengroßer Reinfall, denn Mary trifft dort ausgerechnet auf Jeremy, den Jungen, der sie in der Schule gemobbt und drangsaliert hat. Mittlerweile ist er ein erfolgreicher Anwalt mit wechselnden Liebschaften. Auch er wurde zu diesem Date im Dunkeln von seinem Freund Rob, Partner in der gemeinsamen Kanzlei, geschickt. Der magische Moment den Mary und Jeremy verspüren bevor das Licht angeht und sie sich erkennen, lässt in beiden Herzen etwas ganz Besonderes zurück. Doch Mary ist zu tief von Jerry verletzt worden und flüchtet panisch. Jerry dagegen ist wie vor den Kopf gestoßen und versucht Mary zu finden und ihr zu erklären, warum er sie damals so drangsaliert hat.
Nach stundenlanger Fahrt zurück nach Idaho zerbricht auch noch am nächsten Morgen der Spiegel ihres Schminktischleins. Auf dem Flohmarkt möchte Mary einen neuen kaufen, doch dann steht sie vor einem wunderschönen antiken Sekretär. Der Verkäufer, Eliah Woods, verkauft ihr das Möbelstück zu einem Spottpreis, denn  er ist der Meinung, dass jedes seiner wertvollen Stücke nur dem Menschen gehören soll, zu dem es passt. Mary und Eliah freunden sich an und in den altmodisch gekleideten Schreiner findet sie einen wahren Freund.
Durch Zufall entdeckt Mary kurze Zeit später in ihrem neuen antiken Sekretär alte Briefe, geschrieben von einem Adam an seine Grace. Mary ist fasziniert von den gefühlvollen Zeilen und sie beschließt mehr über Adam und Grace herauszufinden. Die Suche verändert auch Mary und hat sehr großen Einfluss auf ihr Leben in der Gegenwart.... Hier greift die Vergangenheit in die Gegenwart und bildet die Zukunft.....

Der Roman ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt, wobei der in der Gegenwart den Hauptteil einnimt, aber die Geschichte aus der Vergangenheit eigentlich das Hauptthema des Romans beinhaltet. Wie das funktioniert? Hervorragend, denn Mary macht sich in der Gegenwart auf, die Lebensgeschichte von Adam in der Vergangenheit zu erkunden. Und so erfährt der Leser genauso wie Mary Stückchen um Stückchen mehr, was damals passiert ist und ob Adam und Grace jemals zusammengefunden haben. Mir haben die Briefe aus der Vergangenheit und die Beschreibung Adams und seines weiteren Lebensweges sehr gut gefallen.

Natürlich ist die Liebesgeschichte in der Gegenwart etwas vorhersehbar, aber wie die Beiden schlussendlich dann doch zueinander finden, gleicht einem Hindernislauf. Mary fand ich besonders authentisch und sehr sympathisch. Bei Jeremy hatte ich manchmal ein bisschen Probleme. Ich konnte seine viel zu schnelle Wandlung vom Herzensbrecher zum treuen unglücklich verliebten jungen Mann nicht ganz nachvollziehen. Auch fand ich manche Passagen etwas kitschig und zu schwülstig.  
Eliah nimmt den Part des großen Unbekannten ein und bleibt unergründlich. Er ist aber der große Sympathieträger des Romans.
Das Ende ist magisch und alle Handlungsstränge wurden perfekt miteinander verknüpft.
 
Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich wundervoll! Ich möchte ihn mit der Art zu schreiben gerne mit Marc Levy oder Cecila Ahern vergleichen.....leicht mystisch, romantisch, emotional.
Die beiden Erzählstränge werden in der Vergangenheit aus Adams Sicht und in der Gegenwart abwechselnd aus Jeremys und Marys Sicht erzählt. Manche Stellen waren mir allerdings zu kitschig...

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut....wieder ein Scherenschnitt-Motiv. Der rote Hintergrund springt einem förmlich ins Auge.

Fazit:
Eine magische, romantische und gefühlvolle Geschichte rund um die Liebe. Wundervoller Schreibstil, nette Idee und sympathische Charaktere lassen einem das Buch mit einem Seufzer zuklappen. Ein paar Passagen waren mir zu kitschig und Jeremy konnte mein Herz nicht ganz erobern, deshalb zauberhafte 4 Sterne.   
 

Morgen früh, wenn du willst - Tania Carver



    • Broschiert: 512 Seiten
    • Verlag: List Hardcover (7. August 2015)
    • ISBN-10: 3471351108
    • ISBN-13: 978-3471351109
    • Originaltitel: The Doll's House
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 5 der Marina Esposito Reihe


List Kurzbeschreibung: 
Ein unauffälliges Haus in den Vororten. Innen ein vermeintliches Kinder-Idyll mit pinkfarbenen Tapeten, gelben Schleifchen und einem reich gedeckten Kuchentisch. Es ist wie ein Puppenhaus. Und am Tisch sitzt eine Puppe, in Lebensgröße, mit blonden Zöpfen und in einem rosa Kleidchen. Sie ist blutverschmiert und tot. DI Phil Brennan ist von dem Tatort verstört und noch mehr von der Toten. Sie hatte sich genau diesen Tod gewünscht. Phil bittet seine Frau, Polizei-Profilerin Marina, um Hilfe. Jagen sie einen Einzeltäter, einen »Puppenspieler«? Oder hängen die Morde mit dem Kult zusammen, dem auch einer ihrer Kollegen zu huldigen scheint?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 2016

Buch zur Durch die Jahreszeiten Challenge 

Darum geht's:
Als DI Phil Brennan kurz vor Weihnachten zu seinem ersten Fall in seiner neuen Heimatstadt Birmingham gerufen wird, könnte dieser nicht bizarrer und grausamer sein: Eine Frau sitzt am Küchentisch in einem pinkfarbenen Wohnzimmer, blutverschmiert, drapiert als Puppe. Die Leiche und die Umgebung sehen 1:1 aus, wie das im Zimmer stehende Puppenhaus. Nach kurzer Zeit finden Brennan und sein Kollege Sperring heraus, dass die Tote eigentlich ein Mann ist und er sich seinen Tod so gewünscht hat. Und schon bald wartet der zweite Tote auf die beiden Polizisten.....

Meine Meinung:
Neubeginn in Birmingham. Der neue Wohnort für DI Phil Brennan und Marina Esposito. Nach dem Umzug fällt es Phil etwas schwer als Chef in seinem neuen Team, das ihm nicht gerade überschwänglich willkommen heißt. Besonders sein Kollege Sperring, der den Chefposten für sich beansprucht hätte, macht es Phil nicht gerade leicht. Als die beiden Ermittler zu einem grausamen Tatort gerufen werden, müssen sie erkennen, dass sie hier nur gemeinsam eine Chance haben den äußerst brutalen Mord aufzuklären. Denn in einer Wohnung wird die Leiche einer Frau gefunden, die wie eine Puppe ausstaffiert ist und in ihrem pinkfarbenen Wohnzimmer am Küchentisch platziert wurde. Allerdings ist sie tot und wurde äußerst grausam ermordet. Doch die Äußerlichkeiten täuschen, denn die Tote ist nicht das, wonach es aussieht und  hat sich den Mörder slebst ins Haus bestellt. Wer erfüllt Menschen diese absurden Wünsche? Das fragen sich Brannan und Sperring nach einiger Zeit, denn kurz darauf werden sie wiederum zu einem Mordfall gerufen. Allerdings deuten die Spuren zuerst nicht auf Gemeinsamkeiten hin....

Während Phil Brennen um seinen anerkannten Status im neuem Team kämpft und außerdem einen äußert präkeren Fall zu bearbeiten hat, freut sich Marina in Birmingham auf ihren neuen Job als Dozentin an der hiesigen Universität. Doch auch das ändert sich schlagartig.....denn nach einer verhängnisvollen Weihnachtsfeier, nach der Marina plötzliche einige zeitliche Aussetzer hat, ist sie vollkommen verunsichert. Sie  kann sich an einige Stunden der Feier nicht erinnern, was ihr skrupelloser und arroganter Kollege leidlich ausnützt. Bald findet sich Marina in einer sehr misslicher Lage wieder und reagiert völlig untypisch und gegen ihre eigene Überzeugung als Psychologin: Sie wird panisch und vertraut sich Phil nicht an.....
So hilft Marina Phil, wie im Klappentext beschrieben, eigentlich nicht wirklich, denn sie zieht sich mehr und mehr von ihm zurück.

Das neue Buch des Autorenpaares Martyn und Linda Waites, die gemeinsam unter den Namen Tania Carver schreiben, knüpft an die Vorgängerbände an. Allerdings kann man es auch ohne Wissen der bereits erschienen vier Bände lesen, da Phil und Marina einen Neuanfang in Birmingham starten.
Bereits im relativ brutalen und gewaltsamen Prolog weist alles darauf hin, wie es im Laufe der Geschichte weitergehen wird: blutig, korrupt, manipulativ, rücksichtslos....

Der Erzählstil ist diesmal wirklich rasant und der Spannungsbogen sehr hoch. Die vielen verschiedenen Erzählstränge und die wechselnden Zeitabläufe runden nach und nach die Geschichte ab und fügen sich am Ende zu einem ausgefeilten Gesamtbild. Obwohl hier viele Themen, Wendungen und Erzählstränge leicht verwirren könnten, hat das Autorenpaar alles sehr logisch und konstant aufgebaut und der Leser kann der Handlung sehr gut folgen.
Die Themen und die Grundidee dieses Thrillers sind sehr vielfältig und spielen unter anderem auch im Transvestiten und Schwulenmileu. Die Spannung bleibt die ganzen fünfhundert Seiten sehr hoch, steigt nochmals zum Ende hin an und ließen mich den Thriller in einem Rutsch durchlesen.

Negative Punkte sind hier nur wenige zu benennen, doch vorallem fand ich Marinas handeln nicht glaubwürdig. Sie verhält sich als Psychologin wie ein Musterbeispiel ihrer eigenen Patienten und das ist nicht gerade ein Pluspunkt für die sonst so toughe Frau. Außerdem wird es nun bald unglaubwürdig und zu übertrieben, dass Phil und Marina in jedem Fall als Opfer herhalten müssen. Doch dies sind meiner Meinung die einzigen Schwachstellen an dieser rasanten Geschichte, die jedoch diesem fünften Fall die Bestnote von fünf Sternen gekostet hat.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie immer flüssig, direkt und temporeich. Das Autorenpaar erzählt aus vielen verschiedenen Perspektiven, wobei Opfer, Täter und Ermittler zu Wort kommen. Der Fokus des 5. Falles liegt diesmal wieder größtenteils bei DI Phil Brennan.

Cover:

Obwohl mir die typischen Thrillercover englischsprachiger Bücher nicht so gut gefallen, hat die Reihe im Original einen Wiedererkennungseffekt. Der Autorenname ist immer ganz unten und in relativ großer Schrift hinzugefügt. Auch der Titel ist auf jedem Band ähnlich dargestellt. Amüsiert war ich auch über die idente "Überschrift": The chilling new Bestseller...wobei hier chilling nichts mit unserem "chillen" zu tun hat ;), sondern abschreckend und grausam bedeutet.

Das deutsche Cover passt nicht zur Reihe, besticht aber wiederum durch eine Knallfarbe und zwar durch ein auffallendes Gelb. Der deutsche Titel hört sich aber eher nach einem Liebesroman, als nach einem Thriller an und hat mit der Geschichte so gar nichts zu tun :(

Fazit:
Ein sehr spannender und brutaler fünfter Band der Reihe, in dem es um Manipulation, menschliche Abgründe und Perversionen geht. Der hohe Spannungsbogen ließ mich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Wer gerne blutige Thriller liest, ist hier richtig! Von mir gibt es aber trotzdem "nur" 4 1/2 Sterne, da mir Marinas Verhalten zu unglaubwürdig war.



Neuheiten im Februar


Hallo meine lieben Bücherwürmer!


Nun sind die ersten Wochen des neuen Jahres schon wieder Vergangenheit und ich habe mich ein bisschen schlau gemacht, welche Bücher in meinem Geburtstagsmonat Februar erscheinen werden. So wie ich meine Wunschliste ein bisschen in Erinnerung habe, sind im Februar und vorallem März SEHR viele meiner Wunschbücher gelistet. Aber schau ma mal.....;)


Auffallend viele Nachfolgebände von Reihen oder Bücher, wo ich bereits etwas vom Autor oder der Autorin gelesen habe, könnt ihr hier auf meiner Liste sehen. Es scheint ein Monat der Reihenfortsetzungen zu sein.

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Zu meinen MUST HAVES gehören diesmal:


Das neuerste Buch von Lucinda Riley "Helenas Geheimnis" muss natürlich einziehen und wahrscheinlich werde ich auch bei der Blogger-Leserunde zum Buch mimachen. 

"Die Liebe meines Vaters" von Sabine Eichhorst fiel mir wegen dem Klappentext auf. Es geht um den Zweiten Weltkrieg und das Buch spielt in Ungarn. Ich habe noch kein Buch gelesen, das in meinem Nachbarland spielt und es würde auch hervorragend zur Weltenbummler Challenge passen.

Jojo Moyes....muss ich mehr dazu sagen? "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" ist das neuerste Buch der Autorin.

"Papierjunge" sieht zwar vom Cover her eher wie einer der Jugendkrimis von Kristina Ohlsson aus, ist aber Band 5 der Frederika Bergmann Reihe. Das Cover passt leider wieder gar nicht zur Serie um Aschenputtel, Sterntaler, Himmelschlüssel und Tausendschön....schade!

Und eine weitere Reihenfortsetzung von Robert Galbraith alias J.K. Rowling erscheint ebenfalls Ende Februar. "Die Ernte des Bösen", Band 3 um Cormaran Strike ...ebenfalls ein Must Have. 

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Bereits eingezogen oder bald im Briefkasten sind diese zwei Februar-Neuerscheinungen:


"Unter dem Vanillemond" von Petra Pfänder wird mir vom Literaturtest zur Verfügung gestellt.
"Immerstill" von Roman Klementovic habe ich beim Weltbild Verlag gewonnen.

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Zwei MIGHT HAVES hätte ich auch noch....ähm...


"Es muss wohl an dir liegen" von Mhairi McFarlane hört sich interessant an und ist das dritte Buch nach "Wir in drei Worten" und "Vielleicht mag ich dich morgen" der Autorin

"Das Siechenhaus" von Astrid Fritz ist Band 3 um Begine Serafina nach "Das Aschekreuz" und "Hostienfrevel". 

Eindeutig wieder viel zu viele Bücher auf meiner Wunschliste!
Wie sieht es bei euch aus????


 

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