- Taschenbuch: 384 Seiten
- Verlag: Knaur TB (1. September 2015)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 342651656X
- ISBN-13: 978-3426516560
- Genre: Thriller
Droemer Kurzbeschreibung:
Er liebt junge Frauen. Er holt sie sich. Niemand kann ihn stoppen. Als die Fernsehmoderatorin Sarah Wagner spurlos verschwindet, nimmt eine Journalistin die Jagd nach dem unbekannten Entführer auf: Christine Lenève. Eine Frau, die unbeirrbar ihrem Instinkt folgt. Die Spur führt sie zurück in die Vergangenheit - zu Ikarus, dem gefährlichsten Serienmörder der DDR. Stets hinterließ er eine Feder am Tatort und schickte die Asche seiner Opfer an die Eltern. Hat der Psychopath wieder zugeschlagen? Bei ihren Nachforschungen gerät Christine in ein doppelbödiges Spiel, bei dem sie ihr Leben riskiert.
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Darum geht's:
Die Fernsehmoderatorin Sarah Wagner verschwindet spurlos. Ihr Chef setzt nicht die Polizei für die Ermittlungen ein, sondern die Journalistin Christine Lenève, die ein ausgezeichnetem Gespür für kriminalistisches Denken und Handeln hat. Gemeinsam mit Albert, einem ehemaligen Hacker und Kollegen von ihr und der verschwunden Sarah, verfolgt sie jede nur erdenkliche Spur. Diese führt zu Ikarus, einem gefährlichen Serienmöder aus der DDR....
Meine Meinung:
Bei der Leserunde mit dem Autor Oliver Ménard konnte ich, wie viele meine Mitleserinnen, gar nicht glauben, dass dies hier ein Debüt ist! Die Latte für seine nachfolgenden Thriller hat sich der Autor damit gleich sehr hoch gelegt, denn "Federspiel" ist Spannung von der ersten bis zu letzten Seite!
Schon zu Beginn stalken wir gemeinsam mit dem Täter die Fernsehmoderatorin Sarah Wagner durch die Dachluke ihrer Wohnung im Obergeschoß, was wohl einigen Leserinnen Schwierigkeiten beim Einschlafen bereitet hat! Thriller, die uns in unseren eigenen vier Wänden unwohl fühlen lassen, sind immer sehr effizient. Nach der Misshandlung und anschließenden Entführung des Opfers begeben wir uns mit Christine Lenève auf die Suche der verschwundenen Moderatorin. Die Journalistin wurde vom Chef Sarahs beauftragt seine Angestellte zu finden, da die Polizei nicht von einem Verbrechen ausgeht. Gemeinsam mit Albert, einem alten Freund und ehemaligen Hacker, beginnt sie nachzuforschen und entdeckt den Fall Ikarus, einem Serienmörder aus der ehemliagen DDR. Da es in der damaligen Form Deutschlands keinen Serienmörder geben durfte, sind die Beweise sehr dünn gesät. Doch der ehemalige Kommissar Erik Bergmann, hat bis heute nicht mit den Verbrechen abgeschlossen, denn er konnte den Serienmörder während seiner aktiven Zeit nie überführen. So ist er sofort dabei, als Christine und Albert ihn um Hilfe bitten.
Unvorhersehbare Wendungen, sowie die Gedanken des Täters, erhöhen die Spannung. Das Thema DDR wurde ebenfalls angeschnitten und mit in die Thrillergeschichte verwoben. Dabei teilte der Autor sowohl gegen Ost und West aus und hebt die Differenzen der beiden, nun vereinten Länder, hervor. Man fühlt sich manchmal etwas zweigeteilt, wie das damalige geteilte Berlin, die Stadt, in der dieser Thriller spielt. (Als Österreicherin habe ich natürlich nicht diesen Bezug, wie meine deutschen Kolleginnen in der Leserunde).
Natürlich gibt es auch jede Menge Bezug zu den titelgebenden Federn, die der Mörder am Tatort zurücklässt.
Mit einer Journalistin als Ermittlerin, haben wir es diesmal mit einer eher untypische Hauptprotagonistin in einem Thriller zu tun. Irgendwie scheint dies im Moment "in" zu sein, denn in letzter Zeit hatte ich eine Sozialarbeiterin, eine Nachlassverwalterin, eine Schöffin und einen Beamten aus dem Büro "der einsamen Toten" als Ermittler.......alles sehr kreativ =)
Doch mit Christine Lenève haben wir auch einen sehr eigenwilligen Charakter. Sie ist eine kleine, aber sehr toughe Frau. Anfangs wurde ich nicht ganz warm mit ihr, doch im Laufe der Handlung wächst sie über sich selbst hinaus und bleibt trotzallem menschlich und verletzlich. Einzig ihre völlig leichtsinnigen Alleingänge brachten mich um meine sämtlichen Fingernägel, doch gerade solche Szenen erhöhen die Spannung in Büchern wie diesem - sehr gekonnt eingesetzt von Oliver Ménard! Ein bisschen Klischee durfte dabei auch nicht fehlen....die verschlossene und energische Journalistin hat um sich ein Schutzschild aufgebaut, dass sie vor zu tiefreichenden Gefühlen schützen soll. Der Tod ihres Vaters und das Problem, das sie damit mit sich herumträgt, wird in "Federspiel" angedeutet, aber nicht gelöst. Einer Fortsetzung steht somit nichts mehr im Wege. Gerne würde ich eine Fortsetzung mit dieser einzigartigen "Ermittlerin" lesen...
Wegen der anfangs kleinen Schwierigkeiten mit manchen der Protagonisten und einem kleinen Hänger im letzten Drittel vergebe ich sehr gute 4 1/2 Sterne.
Schreibstil:
Das Buch selbst in in drei Abschnitte unterteilt, die "Asche", "Ikarus" und "Der unsichtbare Gorilla" benannt wurden. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und so lässt sich der Thriller sehr gut lesen. Der große Pluspunkt neben der Spannung ist jedoch der Schreibstil des Autors! Der Plot und die Auflösung ist stimmig, Wortwitz und Tempo sind gut gewählt und man fühlt sich bestens unterhalten, auch wenn manche (grausamen) Stellen sehr detaillreich beschrieben werden.
Cover:
Hier muss ich auch noch das wunderschöne Cover erwähnen! Der Grafiker hat hier wirklich eine tolle Arbeit gemacht und die Schrift in 3-D "veredelt" es noch. Wirklich toll!
Fazit:
Ein tolles Thrillerdebüt eines Autoren, den ich mir merken muss. Spannung vom Anfang bis zum Ende mit einer eigenwilligen Journalistin als Ermittlerin. Einer Fortsetzung bin ich nicht abgeneigt und hoffe auf weitere spannende Fälle!
Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und dem Autoren für die wirklich tolle und sehr aufschlussreiche Begleitung während der Leserunde
















Hi Martina,
AntwortenLöschenDanke für die tolle Rezension - da schlägt mein Thrillerherz ja gleich doppelt so schnell! Jetzt in der kalten Jahreszeit kann ich ja gar nicht genug davon bekommen!
Schönes Wochenende,
Nicole ♥
Wow, das klingt ja vielversprechend! ♥ Jetzt kommt wieder die kalte Jahreszeit - da brauch ich immer mal wieder einen tollen Thriller - danke für die tolle Empfehlung!
AntwortenLöschenLG und ein schönes Wochenende,
Nana ♥
Oh der klingt ja richtig gruselig aber auch wahnsinnig spannend.
AntwortenLöschenEin schönes Wochenende wünsche ich Dir. Das erste Outfit mit einem der vorgestellten Cardigans auch schon online gegangen.
LG
Ari