Die Jasminschwestern - Corina Bomann


    • Taschenbuch: 528 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (9. Mai 2014)
    • ISBN-10: 3548285279
    • ISBN-13: 978-3548285276
    • Genre: Familiensaga, Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur ABC Challenge

Buch zur deutsche Autoren Challenge

Meine Meinung:
Nachdem ich das weihnachtliche Buch von Corina Bomann "Eine wundersame Weihnachtsreise" gut fand, aber mich "Die Schmetterlingsinsel" maßlos enttäuschte, wollte ich mir erst mal überlegen, ob ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde bzw. ob ich mal eine kleine Pause davon einlege. Doch ich hatte mir schon ihr neuerstes Werk in der Bücherei vorbestellt und bekam es noch vor der Sommerpause, so dass ich es bis zum Abgabetermin lesen "musste". Und jetzt bin ich wirklich froh darüber, denn ich fand "Die Jasminschwestern" einfach großartig! Das hatte ich nicht erwartet!

Wie üblich in Familiensagen basiert der Roman wieder auf zwei Zeitebenen: der Gegenwart und der Vergangenheit.
Melanie, die junge Modefotografin, die wir in der Gegenwart kennenlernen, kommt gerade von einem Fotoshooting nach Hause, als sie die Nachricht vom schweren Autounfall ihres Verlobten Robert erhält. Auf der Intensivstation fällt er bald darauf ins Koma. Melanie steckt all ihre Energie in die Besuche und die Hoffnung, dass Robert eines Tages wieder aufwachen wird. Als sich nach Monaten an Roberts Lage noch immer nichts verändert hat und Melanie einen Zusammenbruch erleidet, verbringt sie einige Tage bei ihrer Großmutter Marie und ihrer Urgroßmutter Hanna um etwas Abstand zu gewinnen. Die rüstigen Damen, bereits über Siebzig und Neunzig, führen ein Art historisches Modemuseum und versuchen alles, Melanie von ihrer Trauer abzulenken. Sie lassen ihre (Ur-)Enkelin den Dachboden aufräumen, wo sie auf Erinnerungen des vorigen Jahrhunderts stößt....

Hanna, die Urgroßmutter, ist gebürtige Vietnamesin, welches damals noch Indochine hieß und unter französischer Herrschaft stand. Um Melanie abzulenken und ihr etwas Hoffung zu geben, beginnt sie ihrer Urenkelin zu erzählen, wie sie von Saigon nach Deutschland, später nach Paris und wieder zurück nach Saigon und Deutschland gekommen ist. 
Diese Reise des zuerst gutsituierten Töchterchens aus reichem Hause in Indochine, über die Entführung durch Menschenhändler und ihren Leidensweg in Deutschland ist einfach packend erzählt. Die Vorkriegszeit in Berlin wird genauso bildhaft und fesselnd beschrieben, wie die Zeit in Saigon, gleich zu Beginn und am Ende des Buches. Besonders die Zeit in Berlin in den Zwanziger Jahren, noch vor dem Ausbruchs des Krieges, fand ich ganz wunderbar. Aber auch der faszinierende Anfang in Saigon, wo man den Duft der Jasminblüten fast riechen kann ;)
 
Melanie, die ich anfangs etwas verwöhnt wahrgenommen habe, lernt durch die Erzählungen ihrer Urgroßmutter, dass auch andere Menschen schwere Schicksalsschläge verkraften mussten. Durch die Stärke und der Energie, die Hanna immer wieder aufbrachte, findet auch Melanie wieder Kraft und erfährt, dass man trotz großer Niederschäge etwas im Leben erreichen kann.

Cover:
Wie bereits die anderen Bücher der Autorin besticht auch dieses Cover mit einem tollen Blütendruck auf dem Buchschnitt und einen romantisches Titelbild. Vielleicht wäre ein eher asiatisch angehauchtes Bild besser gewesen, aber eigentlich spielte der Großteil der Geschichte in Deutschland...so passt das auch. Und der See und das Schlösschen erinnern an das historische Modemuseum von Hanna und Marie.

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil der Autorin, auch wenn ich z. Bsp. "Das Schmetterlingshaus" nicht besonders fand. Das lag allerdings an der Geschichte und nicht an der Art des Schreibens. Trotz der hohen Seitenanzahl fliegt man hier durch die Erzählung und fühlt sich kein einziges mal gelangweilt. Die sehr bildhaften Beschreibungen der Landschaft und der Charaktere sind wirklich gelungen.

Fazit:
Ein wundervoller Roman, den ich allen Lesern, die Familiensagen lieben, nur empfehlen kann! Das einzige Manko, das ich hier aufzählen kann ist, dass ich mir noch viel mehr Seiten davon gewünscht hätte, vorallem aus der Zeit in Pasris, als Hanna zum Hutmacher-Star wurde......oder genauso aus aus dem fernen Vietnam! Ich vergebe hier gerne 5 Lesesterne!



4 Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezension! Ich glaube das Buch möchte ich auch lesen.
    Lg Sonja

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  2. Danke für die schöne Rezension. Dadurch ist das Buch auf meinem Wunschzettel ein ganzes Stück nach oben gerutscht ;-)
    Liebe Grüße
    Susanne

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  3. Dank dir und Sabine, die das Buch ja bei mir vorgestellt hat, wird dies wohl das erste Werk der Autorin sein, welches ich lese. :)

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    1. Dann wünsche ich dir viel Lesespaß! Ein tolles Buch!
      LG Martina

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