- Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
- Verlag: Atrium Zürich (20. August 2014)
- ISBN-10: 385535054X
- ISBN-13: 978-3855350544
- Originaltitel: Rush of Blood
- Genre: Krimi, Thriller
Atrium Kurzbeschreibung:
In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an und verbringen die Tage gemeinsam unter der glühenden Sonne mit Drinks am Pool. Es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot in den Sümpfen gefunden wird. Zurück in England bleiben die drei Paare in Kontakt. Um ihre frisch geknüpfte Freundschaft zu vertiefen und das Erlebte zu verarbeiten, laden sie sich reihum nach Hause zum Abendessen ein. So kommt es zu drei Begegnungen, bei denen die Paare am Esstisch über ihr Leben sprechen. Je mehr sie dabei voneinander erfahren, desto fremder und unheimlicher werden sie sich. Die abendlichen Treffen sind zunehmend geprägt von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint; ein Verdacht, der sich schließlich auf schreckliche Weise bestätigt.
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Einmal um die Welt Challenge
Meine Meinung:
Bei Lovelybooks durfte ich wieder bei einer Leserunde mitmachen und den erst kürzlich erschienen Thriller von Mark Billingham lesen. Als Thrillerfan freute ich mich sehr auf ein spannendes Buch eines für mich noch unbekannten englischen Autors.
Leider fand ich nicht so wirklich Zugang zur Geschichte. Unsere sechs Hauptprotagonisten, die Pärchen Angie und Billy, Sue und Ed, sowie Marina und Dave sind allesamt unysmpathisch. Da fängt bei mir leider schon das Problem an, denn mit rein unsympathischen Protagonisten habe ich so meine Probleme. Andererseits gehören diese Charaktere einfach zur Geschichte, denn während der 416 Seiten sind permanent ALLE verdächtig.
Die drei britischen Pärchen lernen sich in einem Floridaurlaub kennen und verbringen dort ihre Tage gemeinsam. Am letzten Abend ist ein Mädchen plötzlich verschwunden. Die Zeit in Florida wird vom Autor nur sehr kurz angerissen, der Großteil der Handlung spielt in England.
Nach den Urlaub nimmt Angie Kontakt zu den anderen Pärchen auf und lädt sie zu einem gemeinsamen Essn in ihr Haus ein. Ab diesen Zeitpunkt wird das Buch in verschiedene Abschnitte unterteilt: ein Dinner - ein Pärchen. Denn obwohl sie sich eigentlich gar nicht wirklich mögen und außerhalb des gemeinsamen Urlaubs keine nennenswerten Gemeinsamkeiten haben, laden sie sich reihum zum Abendessen ein. Bei diesen Essen, wo jeder den Anderen übertrumpfen will, geht es immer heißer her. Hinter der Fassade jedes Einzelnen verbirgt sich so einiges und immer wieder wird auch das verschwundene Mädchen zum Thema bis auch in England ein ähnlicher Fall passiert.
Während sich die Protagonisten allesamt gegenseitig verdächtigen und jeder etwas zu verbergen hat, wird auf beiden Seiten des atlantischen Ozeans ermittelt. Detective Jeffrey Garner ermittelt im Mordfall in Florida und bittet die Engländer um Hilfe. Die junge und ehrgeizige Jenny, die noch in der Ausbildung ist, soll die drei englischen Pärchen in ihrer Heimat nochmals befragen. Hier fand ich auch die einzige sympathische Person in diesem Buch: Jenny, eine sehr kluge und engagierte Ermittlerin.
Als dann auch in England eine ähnliche Tat passiert, ist Jenny sicher, dass einer der sechs Personen der Täter sein muss.
Schreibstil:
Die Charaktere sind wirklich sehr gut ausgearbeitet. Selten war mir jemand so unsymptahisch ;) Man konnte sich wirklich ein Bild von jeder Person machen und rätselte mit welche Geheimnisse noch hinter all den Fassaden und Lügen steckt.
Der Roman wird größtenteils in der 3. Person und in der Gegenwart in London erzählt. Dazwischen gibt es Rückblenden, Perspektivenwechsel und auch Berichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht des Täters.
Da diese verschiedenen Zeitebenen nicht durch Kapitel getrennt sind, sondern manchmal richtig plötzlich geschehen und mitten im Verlauf der Handlung, war ich anfangs etwas irritiert. Doch mit der Zeit findet man in den Schreibstil des Autorin hinein.
Das Buch ist einmal etwas anderes und sicher auf seine Art interessant, aber für mich war es weder ein Thriller noch ein Krimi. Genremäßig würde ich es "Spannungsroman" nennen, denn es wird vorallem großen Wert auf die Charaktere der sechs Hauptprotagonisten gelegt. Diese sind wunderbar ausgearbeitet, jedoch fehlte es mir teilweise an Spannung. Zum Schluss hin konnte mich der Autor auch nicht mehr wirklich überraschen, denn ich hatte richtig getippt. Was jedoch das Motiv des Mörders anbelangt, finde ich es etwas weit hergeholt! Außerdem fehlten mir einige Auflösungen zu den anderen Protagonisten.
Fazit:
Für mich mehr ein Spannungsroman oder psychologischer Gesellschaftsroman, als ein Thriller oder Krimi. Sehr gute Charakterdarstellungen, jedoch fehlte es mir an Spannung. Für mich leider nur Mittelmaß!
Mein Dank geht auch an Lovelybooks für die Bereitstellung dieses Buches.
















Huhu,
AntwortenLöschenauch sehr schön beschrieben :)
lg, Steffi
Habe nun schon einige durchwachsene Meinungen zu dem Buch gehört, dann ist es ja gut, dass ich bis zum TB warte, gespannt bin ich aber nach wie vor, so konzentrierte Figurenzeichnungen können echt was hermachen, wenn es denn funktioniert.
AntwortenLöschenDa ich Spannungsliteratur als Oberbegriff für Krimis und Thriller verwende, kann ich mit der Einordnung in einen psychologischen Gesellschaftsroman aber viel anfangen, ich finde, das kling gut. Ist auf dem Cover ja aber auch als "Roman" eingeordnet, oder?
Liebe Grüße, Philly