- Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
- Verlag: Kindler; Auflage: 2 (14. März 2014)
- ISBN-10: 3463406403
- ISBN-13: 978-3463406404
- Genre: Roman, Jugendroman
Rowohlt Kurzbeschreibung:
Warschau 1943: Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage.
28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.
28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört. 28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben. 28 Tage, um eine Legende zu werden
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Einmal um die Welt Challenge
Buch zur Deutsche Autoren Challenge
Meine Meinung:
David Safier begiebt sich mit seinem neuersten Roman auf absolut neues Terrain. Nach seinen humorvollen Geschichten a la "Plötzlich Shakespeare" oder "Jesus liebt mich", erzählt dieser aufwühlende Roman von einer Jugendlichen im Warschauer Ghetto zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Und er schafft den Spagat zwischen ernstem Thema und seiner komödiantischen Literatur sehr gut!
Für Safier ist dieses Buch sehr persönlich geworden, denn er gedenkt in dieser Geschichte seinen Großeltern, die im Konzentrationslager Buchenwald und im Ghetto von Lodz umgekommen sind. Der Autor erklärt auch im Nachwort, dass diese Geschichte in etwa vergleichbar mit dem Film Titanic ist. Auch dort entsprach die Tragödie der Wahrheit, die Figuren, die Leonardo DiCaprio und Kate Winslet spielen, sind allerdings erfunden. So ist es auch in diesen Roman. Den Widerstand jüdischer Jugendlicher gab es wirklich, ebenso sind alle anderen geschichtlichen Hintergründe, die, obwohl wir den Zweiten Weltkrieg wirklich oft durchgenommen haben, teilweise auch mir unbekannt waren.
Mira, gerade erst sechzehn Jahre alt, lebt mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester Hannah im Warschauer Ghetto. Der Vater hat Selbstmord begannen und die Mutter ist seitdem in eine Depression verfallen. So ist es an Mira für die Familie zu sorgen, deshalb schmuggelt sie Waren von der polnischen Seite ins Ghetto. Einziger Lichtblick ist ihr Freund Daniel, ein Waisenjunge, der im Waisenhaus von Janusz Korczak lebt und sich um die Kleinsten kümmert. Als die SS die Räumung und den Abtransport der Juden plant, wird es für Mira zu gefährlich. Nach einem traumatischen Erlebnis schließt sie sich dem Widerstand an.
Man nimmt Einblick in den Alltag im Ghetto, die täglichen Gefahren, die Willkür der deutschen Soldaten und auch der Jüdischen Polizei, die ihrerseits versucht zu überleben.
Der Klappentext versucht ein bisschen in die Irre zu führen, denn wir sind einfach lustige Bücher des Autoren gewöhnt. Auch hier bemüht man sich die Geschichte nicht allzu düster darzustellen, denn man versucht den Leser zu fesseln. Das gelingt auch, jedoch erzählt der Roman nun einmal von der Judenverfolgung und das ist alles andere als heiter oder unterhaltend! Trotzdem hat Safier hier eine fiktive Geschichte um ein jüdisches Mädchen geschaffen, die geschickt mit den historischen Gegebenheiten verwoben wurde und die man schwer aus der Hand legen kann.
Warum keine 5 Sterne? Ich lebte mit Mira mit, doch ganz hineinfühlen konnte ich mich nicht in sie. Es blieb immer irgendwie eine Distanz. Auch die Phantasiegeschichten ihrer kleinen Schwester Hannah, die immer wieder in die Geschichte eingeflochten wurden und einige Seiten füllten, gefielen mir nicht wirklich. Diese habe ich meistens nur oberflächlich gelesen oder übersprungen.
Schreibstil:
Kurz und knapp...eben Safier ;) Die Sprache ist teilweise auch sehr jugendlich und leicht verständlich.
Fazit:
Ein schweres Thema, das David Safier in diesem Roman hervorragend recherchiert und gekonnt erzählt hat. Der Spagat von seiner komödiantischen Seite hin zum ernsten Thema ist ihm wirklich gelungen! Ein Buch für Leser aller Altersklasse, das zum Nachdenken anregt
















Ich habe schon oft von diesem Buch gelesen/gehört und es wird für mich immer interessanter ;) Mal sehen, ob es nicht demnächst einen Platz in meiner Wunschliste bekommt und dann dort erst mal verstaubt ^^
AntwortenLöschenGanz liebe Grüße, Vivi
Deinem Fazit kann ich nur voll und ganz zustimmen! :D
AntwortenLöschenDas Buch liegt noch auf meinem SuB, bin schon sehr gespannt darauf!
AntwortenLöschenLiebe Grüsse
Carmen
Das Buch liegt auch noch auf meinem SuB. Das Licht zwischen den Meeren hab ich schon gelesen und hat mir sehr gut gefallen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße, Gisela
Hat mir total gut gefallen und würde ich auch immer wieder lesen!
AntwortenLöschenVor allem finde ich es sehr gut das Safier so gut recherchiert hat!
Liebe Grüße
Jeanne
Ich mochte die zeitgerechte Sprache auch sehr gerne, aber genauso wie dir, hat mir die Fantasiegeschichte, die Hannah erzählt und Mira später weitergeführt hat, nicht besonders gefallen. Für Mira war es einzig und allein dazu da, Hannah näher zu haben und nicht selbst wahnsinnig zu werden. Ich konnte aber mit Kapitän Karotte, den 777 Inseln, dem Spiegelmeister usw. auch nichts anfangen. ;)
AntwortenLöschenAlles in allem hat mir das Buch aber sehr, sehr gut gefallen. Einfach mitreißend, schockierend und ziemlch aufwühlend.
Alles Liebe,
Janine