- Taschenbuch: 448 Seiten
- Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (10. November 2011)
- ISBN-10: 3492272916
- ISBN-13: 978-3492272919
- Genre: Thriller
Amazon Kurzbeschreibung:
»Schau unter den Fahrersitz, Jessica.« Mit Autobomben zwingt ein Psychopath junge Frauen in abgelegene Waldgebiete und ermordet sie mit einem mittelalterlichen Folterwerkzeug, der Judaswiege. Doch schon bald ist ihm das nicht mehr genug: Er stellt Videos von seinen grausamen Taten ins Netz, getarnt als harte Pornografie. Ein schwieriger Fall für Sam Burke, Psychologe und leitender Ermittler beim FBI. Hilfe von unerwarteter Seite erhält er durch seine Expartnerin Klara »Sissi« Swell, die sich bei ihren Untersuchungen jedoch am Rande der Legalität bewegt. Können sie den brutalen Killer stoppen?
Meine Bewertung: schwache * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Einmal um die Welt Challenge
Meine Meinung:

Einmal im Monat veranstalten Steffi von
Steffis Bücher Bloggeria und Juliana von
Book.Experiences eine kleine Lesechallenge genannt SuB Thrill Kill. Hier wird immer ein Buch aus dem SuB gewählt, das bei Beiden schon lange ungelesen im Bücherregal steht. Im Mai fiel die Entscheidung auf "Judaswiege" von Ben Berkeley. Da ich diesen Thriller erst kürzlich bei Kik um EURO 3.99 gekauft habe, habe ich spontan entschlossen mitzumachen. Am Mittwoch war der Startschuss und heute kann ich euch meine Rezi dazu präsentieren.
Der Beginn war meiner Meinung sehr rasant, aber auch etwas verwirrend, denn pro Kapitel wechselte der Autor sowohl Zeit als auch die Personen. So war man kaum an die Protagonisten gewöhnt und die Spannung wurde aufgebaut, wechselte man zu einem anderen Ort, anderen Personen und oftmals auch in ein anderes Jahr. Doch nach einiger Zeit findet sich der Leser damit zurecht und kann die Personen zuordnen. Unsere Hauptprotagonisten sind FBI Ermittler und Psychologe Sam Burke, Klara Swell, genannt "Sissi", seine Ex-Partnerin, die sich oft Beweise auf illegalen Weg beschafft, der Star Anwalt Dr. Thiblaut Godfrey Stein und Pia, seine Assistentin.
Etwa nach den ersten 100 Seiten, nachdem man endlich den Überblick über die wichtigsten Personen hat, baut
sich der Spannungsbogen langsam, aber stetig, auf. Es geht um einen Serientäter, der seine Opfer entführt, um sie dann tagelang zu foltern und zu quälen. Er greift auf ein mittelalterliches Folterinstrument, die Judaswiege, zurück, die Frauen pfählt. Auf einer Plattform im Internet stellt er seine Gopth Tapes (Snuff Videos) ein. Doch der Chef eines angesagten SM Club's merkt, dass hier echte Morde passiert sind und geht damit über die Enthüllungsplattform Truthleaks an die Öffentlichkeit. Dies hilft den Ermittlern, allen voran Klara, die sich gemeinsam mit Pia, auf den Weg in den SM-Club macht. Wesley, der Computerspezialist des FBI, versucht inzwischen über das Internet Kontakt zum Täter zu finden......
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich beschrieben. Einige davon waren sehr interessant und vielschichtig, während andere nur ansatzweise ausgearbeitet wurden. Manche, wie Klara oder Thibault Stein, waren mir sofort sympathisch und man konnte sich ein gutes Bild ihrer Charaktereigenschaften bilden. Sam, Pia, aber vorallem Adrian, Pia's Freund, der Witwer des ersten Mordopfers, blieben eher vage und unscharf in meinem Kopf.
Obwohl sich der Thriller jetzt blutig anhört, ist er es überhaupt nicht. Es wird erklärt, wie die jungen Frauen ermordet wurden, jedoch wird nicht auf Details eingegangen. Die Ermittlungen im Fall stehen eindeutig im Vordergrund. Wie jedoch die FBI Agenten mit diesen Informationen sofort den richtigen Täter finden konnten, ist mir schleierhaft.
Was ich aber gar nicht verstehen konnte, waren die inhaltlichen Fehler! Ich will hier nicht spoilern, aber es gibt nicht nur einen Logikfehler, sondern etliche! Es wird z. Bsp. einmal die Freundin des Mörders erwähnt, dann hat er auf einmal eine Ehefrau. Die Kinder sind zuerst zwei Söhne, dann plötzlich hat er Tochter und Sohn und so weiter....
Solche Fehler sollten vorallem dem Lektorat auffallen....und es sind nicht die Einzigen!
Und der Schluss...naja...mehr will ich gar nicht sagen, denn ohne zu spoilern geht das nicht wirklich.....auf jeden Fall war ich eher enttäuscht davon.
Cover:
Das Cover mit den plastisch hervorgehobenen Pfählen finde ich nicht schlecht und beschreibt das Folterinstrument sehr gut.
Fazit:
"Judaswiege" ist ein anfangs etwas verwirrender, in der Mitte jedoch durchwegs sehr spannender Thriller, ohne blutrünstige
Szenen. Leider verliert er jedoch ab der Hälfte stark an Glaubwürdigkeit und Spannung. Einzelne inhaltliche Fehler und fehlende Informationen bringen einen weiteren halben Stern Abzug.