- Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
- Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: Aufl. 2013 (20. September 2013)
- ISBN-10: 3785724810
- ISBN-13: 978-3785724811
- Genre: Thriller
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Amazon Kurzbeschreibung:
Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich - er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf -
Meine Bewertung:* * * * *
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Dies war mein erstes Buch des Autoren Andreas Eschbach und so möchte ich anfangs gleich betonen, dass ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu seinen anderen Werken habe, der Thriller mich jedoch von Anfang an richtiggehend gefeselt hat.
Ich hatte mich bei Blogg dein Buch für die Weihnachtsaktion "Schönstes Buch zu Weihnachten" beworben und diesen Thriller ausgewählt, weil
- die Geschichte ein sehr interessantes Thema beinhaltet,
- Thriller mein allerliebstes Genre ist
- ich bis jetzt sehr gute Rezensionen dazu gelesen hatte.
Eschbach versucht in seinem Roman die heutige Gesetzeslage zu durchleuchten. Und obwohl ich aus Österreich komme, ist es in unserem kleinen Land nicht anders als im großen Deutschland. Die Gewalt - besonders unter Jugendlichen - nimmt zu, oftmals werden die Opfer als eigentliche Schuldige dargestellt, die wahren Täter bekommen minimale Strafen. So beginnt auch "Todesengel". Der Pensionist Erich Sassbeck, der auf seine U-Bahn wartet, beobachte zwei Jugendliche, die mutwillig auf eine Sitzbank eintreten und spricht diese an. Daraufhin gelten die Tritte nicht mehr der Bank, sondern ihm. Kurz bevor er das Bewusstsein verliert, sieht er aufeinmal eine helle Erscheinung - einen Engel - hört Pistolenschüsse und sieht zwei tote Angreifer. Als er erwacht, liegt er im Krankenhaus und ein Polizeibeamter sitzt neben seinem Bett, der ihn - ein ehemaliger DDR-Grenzsoldat - verdächtigt die beiden Jugendlichen erschossen zu haben.
Diese Geschichte wird natürlich auch in den Medien breitgetreten, während Erich Sassbeck das Erscheinen des Engels zuerst aber totschweigt und er verdächtigt wird Selbstjzstiz angewendet zu haben. Erst der erfolglose Journalist Ingo Praise findet Beweise, dass ein "Todesengel" durch Berlin streift um Gewalttäter gnadenlos zu richten. Mit seiner Behauptung tritt Prase eine Lawine los....
Neben dem Hauptprotagonisten Ingo Praise lernt der Leser anfangs auch die Krankenschwester Theresa Diwers und die Übersetzein Victoria Damm kennen, deren Rolle zu Beginn noch offen bleibt. Auch der Priester Peter Donsbach, sowie der Staatsanwalt Lorenz Ortheil und der ermittelnde Hauptkommisar Justus Ambick spielen hier eine große Rolle und erst nach und nach erschließt sich dem Leser der eigentliche Zusammenhang der Figuren.
Das allgegenwärtige Thema ist jedoch die Gewalt und die oftmalige Unfähigkeit des Staates richtig zu urteilen. Während man anfangs selbst gerne unter den "Rächern" sein möchte, kommt später doch auch mehr der Zweifel hoch, ob Selbstjustiz wirklich Sinn macht. Eschbach baut viele wahre Begebenheiten, Urteile und Gesetzgebungen ein; man ist erschüttert und fassungslos. Der Autor setzt eine klare Ansage gegen gesellschaftliches Wegschauen und juristische Milde. Und trotzdem finde ich den Schluss dann doch etwas zu aufgesetzt, denn der Roman endet mit dem erhobenen Zeigefinger.
Trotzdem vergeb ich 5 Sterne, denn schon lange hat mich kein Thriller mehr so bewegt und zum Nachdenken gebracht!
Cover:
Der blaue Fleck hinter dem Schattenbild einer eher männlichen Figur erinnert mich an diese "Klatschbilder", die oft bei Psychologen zur Deutung verwendet werden ;) Die hellere Figur im Vordergrund passt gut zur Beschreibung des Todesengels.
Schreibstil:
Alle Personen - mit Ausnahme des Racheengels, der in der 1. Person dargestellt wird - wird in der 3. Person beschrieben. Der Aufbau ist rasant, spannend und der Autor schreibt klar und flüssig. Die vielen verschiedenen Erzählstränge werden gekonnt verknüpft und bis zum spannenden Ende hin aufgelöst.
Fazit:
Ein etwas anderer Thriller, der mich gefesselt und der mich auch nach dem zuklappen der letzten Seite noch sehr lange beschäftigt hat! Die Thematik des Buches ist gegenwärtig und brisant! Trotz des etwas abgeschwachten Endes gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!
Für die Bereitstellung des Rezensionsexamplares möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:
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Hallo Martina!
AntwortenLöschenDeine Beschreibung klingt sehr interessant. Dieses Buch muss ich gleich auf meine Wunsch-Leseliste setzen.
Lieben Gruß
Lemmie