Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran - Eric-Emmanuel Schmitt


    • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
    • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 12 (23. Mai 2012)
    • ISBN-10: 3596161177
    • ISBN-13: 978-3596161171
    • Originaltitel: Mosnieur Ibrahim et les fleurs du Coran
      Genre: Gegenwartsliteratur

Amazon Kurzbeschreibung:
Die hinreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur »der Araber an der Ecke« ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Meine Meinung:
Dieses dünne Büchlein fiel mit letztens in der Bücherei in die Hände und da ich den Film leider nicht gesehen hatte, dachte ich mir, ich nehms doch einmal mal mit, denn 112 Seiten sind doch schnell gelesen. Und so war es auch. Trotzdem wurde auf diesen wenigen Seiten jede Menge erzählt und schlägt so manch anderes Buch, das 500 Seiten oder mehr benötigt, um genausoviel auszusagen!
Was steckt in diesem dünnen Büchlein? Eine wunderschöne Parabel über das Leben: über Toleranz, Weisheit, eine ungewöhnliche Freundschaft und über das Finden des Glücks.

Eric-Emanuel Schmitt hat hier eine kleine warmherzige Geschichte geschrieben, die uns in die Welt des jüdischen Jungen Moses führt, der seine Ersparnisse für seine ersten Erlebnisse mit einer Prostituierten, ausgeben möchte. Eigentlich sehnt er sich nach Liebe, die ihm sein Vater verwehrt und der kaum mit ihm spricht. Seine Mutter hat den Vater und den kleinen Momo kurz nach dessen Geburt verlassen. Ohne erwachsene Bezugsperson in seiner Familie wendet er sich dem arabischen Ladenbesitzer Monsieur Ibrahim zu, bei dem er täglich einkauft und eine Konservendose mitgehen lässt, um ein paar Münzen in sein Sparschwein wandern zu lassen. Schon bald entwickelt sich zwischen den Beiden eine wunderbare Freundschaft. Monsieur Ibrahim lehrt Momo, dass ein Lächeln oft Tür und Angel öffnet und nicht wie sein Vater behauptet nur etwas für reiche Leute sei, dass man sich nicht leisten kann.

Zitat:
"Ich musste mir bewiesen, dass man mich lieben konnte, ich musste es der ganzen Welt zeigen, bevor man entdeckte, dass sogar meine Eltern, die einizgen Menschen, die verpflichtet gewesen wären, mich zu ertragen, es vorgezogen hatten, sich aus dem Staub zu machen."
Gerade aus diesem Zitat erkennt man, wie einsam der kleine Junge ist, der sich nichts sehnlicher wünscht, als geliebt zu werden.
Auch wenn Monsieur Ibrahim immer wieder die Weisheit aus dem Koran nimmt, fand ich das Buch nicht wirklich zu relisiös inspiriert, denn die Weisheiten, die der alte Mann von sich gibt, gelten für alle Religionen und lehrt und das tolerante Zusammenleben zwischen den Menschen.

Fazit: Die Geschichte vom kleinen Momo und seiner Freundschaft zum arabischen Kolonialwarenverkäufer enthält trotz seiner Kürze genügend Anregungen, um sich noch Stunden später Gedanken über den Inhalt zu machen, sich an der Erzählung zu erfreuen und sich Gedanken über Toleranz und das Glück zu machen.




2 Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    gehört habe ich von dem Buch, es selbst gelesen jedoch nicht. Aber nach deiner Rezension werde ich es wohl doch auf meinen Wunschzettel packen, denn es klingt wirklich nach einer schönen, klassischen Geschichte - "Alles muss versteckt sein" ist übrigens wirklich atemberaubend! Bin fast durch ^^

    Liebe Grüße,
    Patricia

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  2. Liebe Martina

    Wie schön, dass es dir genau gleich gegangen ist. Das macht mir Hoffnung für "Tschick", das anscheinend einigen so gar nicht gefallen hat, dir aber schon. Gutes Zeichen für mich :-)

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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