- Taschenbuch: 349 Seiten
- Verlag: Fischer (12. November 2012)
- ISBN-10: 3596186242
- ISBN-13: 978-3596186242
- Originaltitel: Marina
- Genre: Roman
»Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine.« So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern.
Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend.
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Sommerchallenge
Meine Meinung:
Ich muss beschämend zugeben, dass dies mein erstes Buch von Carlos Ruiz Zafón ist. Ich habe zwar eines auf meinen SuB, aber meine Bücherei hat den Autor bis vor kurzem komplett ignoriert. Aber jetzt trudeln nacheinander seine Bücher ein und "Marina" war das Erste, das ich mitnehmen konnte.
Ehrlich gesagt hatte ich mir von dieser Geschichte etwas ganz anderes erwartet, was aber nicht negativ gemeint ist. Im Vorwort zu diesem Roman spricht der Autor davon, dass er jede Menge Schwierigkeiten mit der Veröffentlichung hatte, weil aus der Geschichte etwas gemacht werden sollte, was es nicht war. Und deshalb verstehe ich auch nicht ganz, dass der Klappentext etwas Wichtiges vergisst: Dieser Roman ist keine Liebesgeschichte, sondern ein Buch über Freundschaft mit Elementen aus dem Horror und Gruselgenre, aber genauso märchenhaft und übersinnlich. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet!
Dass es ein Jugendbuch ist, wusste ich bereits, fand dies aber nicht so klar erkennbar, wie zum Beispiel bei "Im Land der Kaffeeblüten" oder "Wir Zwei, irgendwann". Denn der Schreibstil des Autors ist so ganz anders, als man es bei anderen Jugendbüchern vorfindet.
Von der ersten Seite an war ich bezaubert von der wunderbaren Schreibweise von Carlos Ruiz Zafón.
Erzählt wird in eher düsterer Stimmung die Geschichte des 15-jährigen Oscar, der in Barcelona zur Schule geht und die meiste Zeit im Internat verbringt. Obwohl er dort einen besten Freund hat, macht er sich eines Tages alleine auf und durchstreift ihm noch unbekannte Straßen. Er entdeckt eine alte Villa, die schon seit Jahren nicht mehr gepflegt wird und unbewohnt wirkt. Als er hineingeht, findet er eine wunderschöne alte Uhr und steckt diese ein. Da ihm da schlechte Gewissen keine Ruhe lässt, bringt er die Uhr ein paar Tage später zurück und lernt dabei Marina und deren Vater kennen, die in der alten Villa wohnen. Er ist wie verzaubert von dem Mädchen, das ihre Mutter früh verloren hat, nicht zur Schule geht und trotzdem so weltgewandt und klug ist. Auch ihr Vater, der sanftmütige Germán beeindruckt ihm zutiefst und so verbringt er immer mehr Zeit im verwunschenen Haus der Beiden, das ihm ein zweites Zuhause wird.
Gemeinsam werden Marina und Oscar in ein Abenteuer verwickelt, das einigen Mitmenschen den Tod bringt. Immer wieder taucht in ihrem Umkreis eine geheimnisvolle fremde Frau auf, ein schauriges Gewächshaus mit "Monsterpuppen" und ein Arzt, der mit komischen Pülverchen herumexperimentiert sind nur ein paar düstere Geheimisse, die es zu entschlüsseln gibt.....
Fazit: Eine Geschichte, die man schwer einem bestimmten Genre zuordnen kann. Es hat etwas von Belletristik mit einem Hauch Horror und Grusel, Spannung und einen Touch des Übersinnlichen. Bis auf den etwas unglaubwürdigen Schluss hat mich die Geschichte allerdings sehr gut unterhalten.
















Ohh, das steht auch schon so lange auf meiner Wunschliste.. kam bis jetzt noch nicht dazu. Aber ich kann die Das Spiel des Engels auch sehr ans Herz legen! Das fand ich total toll!
AntwortenLöschenLG Catherine
Hallo Martina,
AntwortenLöscheneine sehr schöne Rezension - ich habe ebenfalls noch kein einziges Buch des Autors gelesen und auch noch keines auf dem SuB. Deine Rezension klingt aber ziemlich interessant, mir war gar nicht bewusst, dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt. Vielleicht schaue ich mir den Autor doch noch mal genauer an.
Liebe Grüße,
Patricia