Das Licht des Nordens - Jennifer Donnelly


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 10 (1. Dezember 2006)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3492248403
    • ISBN-13: 978-3492248402
    • Originaltitel: A Northern Light.
    •  Genre: Roman, historischer Roman

Amazon Kurzbeschreibung:
Der 12. Juli 1906 ist ein schöner, sonniger Tag. Bis man die ertrunkene Grace Brown auf die Veranda des vornehmen Glenmore Hotel legt. Für die junge Mattie, die die Briefe der Toten an ihren Geliebten aufbewahrt, ändert sich mit diesem tragischen Ereignis das ganze Leben … Jennifer Donnelly, die sich von einem wahren Mordfall zu diesem Roman inspirieren ließ, erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen Mädchens, das der ländlichen Enge ihrer Heimat zu entfliehen versucht – fesselnder Entwicklungsroman, Kriminalgeschichte und tragischer Liebesroman zugleich.

Meine Bewertung: * * * 

Buch zur "Die dunklen Tage Challenge"

Meine Meinung:
Jennifer Donnelly gehört, seitdem ich "Die Teerose" und "Die Winterrose" gelesen habe, zu meinen Lieblingsautoren. Eines ihrer älteren Bücher hatte ich noch nicht gelesen und wartete schon sehr lange in der Bücherei im Regal auf mich. Passend zur "Dunklen Tage Challenge" nahm ich es endlich mit nach Hause.
Leider musste ich feststellen, dass mich hier nicht wirklich eine Geschichte wie "Die Teerose" oder auch "Das Blut der Lilie" erwartete, die mich fesselte. Im Gegenteil!
Weder der Schreibstil noch der Inhalt konnten mich diesmal vom Anfang an mitreißen. Ebenso verwirrten mich zu Beginn die verschiedenen Zeitebenen, die ich erst nach einigen Kapiteln durchblickte.Ich habe eigentlich schon jede Menge Bücher gelesen, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und herspringen aber bei keinem hatte ich anfangs so Schwierigkeiten rauszufinden, in welcher Zeit sich die Protagonistin momentan befindet.
Ebenso versprach der Klappentext einen historischen Krimi, doch der belegte Mord an Grace Brown wird zwar immer wieder erwähnt, aber in Wirklichkeit hat er mit der eigentlichen Geschichte rund um Mattie nicht viel  zu tun.

Anfang des 20. Jahrhunderts in den Adirondacks:
Zu Beginn erfährt der Leser vom Tod der jungen Grace Brown, die in der Nähe des Hotels Glenmore, in dem sie sich mit ihrem Freund einquartiert hat, in einem See ertrunken ist. Von ihrem Begleiter fehlt seitdem jede Spur. Mattie hat kurz zuvor von Grace Briefe in die Hand gedrückt bekommen, die sie  vernichten soll. Doch statt sie zu verbrennen, beginnt sie diese zu lesen.

Im eigentlichen Sinne geht es in der Geschichte um ein junges Mädchen, das früh seine Mutter verloren hat und nach deren Tod zusammen mit dem Vater die Farm bewirtschaftet und ihre jüngeren Geschwister versorgt. Doch Matties Welt ist die der Bücher und des Schreibens und nicht der Landwirtschaft. Sie besitzt eine große Begabung und ihre Lehrerin versucht ihre Schülerin so gut wie möglich zu unterstützen. Als sie tatsächlich ein Stipendium erhält und ins College nach New York gehen kann, hat sie nicht den Mut ihre Familie im Stich zu lassen. Mit der ersten aufkeimenden Liebe zu Royal, dem Nachbarssohn, verstrickt sie sich in der Vorstellung mit ihm in Zukunft eine Familie zu gründen und seine Farm zu bewirtschaften, anstatt nach New York zu gehen. Doch die Briefe von Grace und deren Leben lassen sie immer mehr zweifeln...

Die Charaktere hat die Autorin wunderbar beschrieben:
Mattie, deren Liebe den Büchern gilt und davon träumt zu studieren, statt ihrem Vater auf dem Hof zu helfen, ist eine sehr sympathische Protagonistin. Da der Roman in der Ich-Perspektive erzählt ist, gelingt dies noch besser.
Auch die andere Personen, wie ihre schwangere beste Freundin Mary, die Köchin im Hotel, ihre Lehrerin oder ihr schwarzer Freund Weaver, der trotz Vorurteilen studieren will, finde ich sehr gelungen. Mit Weaver liefert sie sich immer wieder Wortduelle.... "Das Wort des Tages", das Mattie aus einem Buch herauspickt und beide Schüler versuchen Synonyme dazu zu finden, begleitet den Leser auch als Kapitelüberschrift und zeigt wie wichtig "Worte" in dieser Geschichte sind.

Das Cover finde ich nichtssagend. Wie so viele Bücher zurzeit ziert es ein Frauenkopf und sagt eigenlich gar nichts über die Geschichte aus.

Fazit: Eine nette Geschichte über Pflicht und Verwantwortung und dem Leben, das man sich wünscht. Leider bei weitem nicht so fesselnd und gut wie die "Rosentrilogie" der Autorin, die zu meinen Lieblingsbüchern gehört. Für mich leider eine kleine Enttäuschung...



5 Kommentare:

  1. Schade, Cover und Titel sahen so vielversprechend aus. Aber wenn Du einem Krimi .. so hab ich es jetzt interpretiert .. schon nur 3 Sternchen schenkst ...

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    1. Krimi ist das gar keiner...hatte ich mir auch nicht wirklich von der Autorin erwartet....am Klappentext stand aber Kriminalgeschichte. Da zwei meiner absoluten Lieblingsbücher von dieser Autorin stammen war ich eher über die ganze Geschichte enttäuscht...
      lg
      Martina

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  2. Hallo Martina,ich habe das Buch vor längerer Zeit gelesen und war auch enttäuscht.Denn nach der "Teerose" hatte ich große Erwartungen, die leider ganz und gar nicht erfüllt wurden. L.G. Annette

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  3. Das klingt ja nicht so toll. Ich habe das Buch auch noch auf dem SuB, bin dann mal gespannt, wie es mir gefallen wird.
    Liebe Grüße
    Susanne

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  4. Huhu
    Doof das es dir nicht gefallen hat :( Bin sofort Leserin deines Blogs gewurden ... man hast du es schön hier *-* Ich werde öfter vorbei schauen . Würde mich freuen wenn du mal bei mir vorbei schauen würdest http://jemasija8.blogspot.de/ :)
    Alles Liebe
    Jenny <3

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