Das Mädchen auf den Klippen - Lucinda Riley


Amazon Kurzbeschreibung: 
Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Meine Bewertung: noch * * * *


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Meine Meinung:
Lucinda Riley, die Autorin dieses Buches, war für mich noch eine Unbekannte, denn ihr Erstlingswerk "Das Orchideenhaus" habe ich (noch) nicht gelesen.
In dieser Geschichte erzählt sie über das Schicksal zweier Familien, die durch die Vergangenheit miteinander verbunden sind.
Zuerst enführt die Autorin den Leser in die Gegenwart und wir lernen unsere Hauptprotagonistin, die Bildhauerin Grania, kennen. Diese hat vor kurzem eine Fehlgeburt erlitten und hat völlig überstürzt New York und ihren Lebensgefährten Matt verlassen, um sich bei ihrer Familie in Irland zu "verkriechen". Dort lernt sie eines Tages das Mädchen Aurora kennen, die vor kurzem ihre Mutter verloren hat. Durch die Trauer, die beide verbindet, fasst Aurora Zutrauen und bald befreunden sich die Beiden. Grania ist fasziniert von der düsteren Geschichte der Familie und bemitleidet das kleine Mädchen, das keine Mutter mehr hat und deren Vater kaum zuhause ist.

Hier muss ich leider schon einige negativen Anmerkungen machen.
Grania selbst, die nach dem Verlust ihres Baby's total abblockt und sich in sich selbst verkriecht, kann ich noch verstehen. Doch im Laufe des Buches stellt sich heraus, dass sie eigentlich aus einem viel nichtigeren Grund ihren Geliebten verlassen hat. Nach einer jahrelangen glücklichen (!) Beziehung, wie uns die Autorin zu verstehen gibt, reden doch die Partner wenigstens einmal miteinander und stellen sich nicht nur bockig hin und meinen der Andere weiß schon warum man nicht mehr spricht.....mehr will ich hier nicht verraten.....
Auch die Darstellung von Aurora, die sich mit ihren acht Jahren wie eine lebenskluge Erwachsene benimmt, konnte mich nicht überzeugen, auch wenn sie zweimal als "alte Seele"benannt wird.
Alexander, Auroras Vater lernt man nicht wirklich kennen. Die Beschreibung der Figur ist viel zu oberflächlich und flach. Viele Wendungen sind vorhersehbar....

Doch dann beginnt die Autorin über die Vergangenheit zu schreiben und erzählt die Geschichte von Granias Urgroßmutter Mary, die zu Beginn des Ersten Weltkrieges als Dienstmädchen nach London geht, nachdem ihr Verlobter Sean eingezogen wird. Im Haushalt von  Laurence Lisle fühlt sie sich wohl und als eines Tages der Hausherr ein Baby und einen dazugehörigen geheimen Koffer mit nach Hause bringt, dessen Mutter  Ihm beides übergeben hat, um es in Sicherheit zu bringen, wird Mary das neue Kindermädchen. Die kleine Anna wird ihr Ein und Alles bis Mr. Lisle sich wieder verheiratet und er und seine Frau nach Thailand gehen. Das hat zur Folge, dass das kleine Mädchen ins Internat gegeben und der Haushalt im Cadogan House aufgelös wird. Doch Mary gibt nicht so schnell auf....

Die Geschichte rund um Mary und der kleinen Anna ist wunderbar erzählt und bringt uns beide Personen wirklich näher. Das Schicksal meint es mit den beiden nicht immer gut....aber darüber verrate ich jetzt nichts mehr.
Mit der Erzählung über Granias Urgroßmutter und Auroras Großmutter Anna erfährt der Leser den Hintergrund um das Geheimnis der beiden Familien bis wir wieder in die Gegenwart zu Grania zurückkehren.

Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen und ich war mit dem Buch sehr schnell durch. Störend fand ich die in kursiver Schrift einfügten Kapitel von Aurora selbst, die als Teenager "zurückblickt". Diese Passagen sind unnötig.

Das Cover des Buches finde ich zwar schön, aber nicht passend zum Titel. Irgendwie haben im Moment sehr viele Bücher Stufen am Cover, die nach oben führen....

Fazit: Der Mittelteil um Granias Großmutter ist der Grund, dass ich hier vier Sterne vergebe, denn dieser ist wirklich sehr gelungen und die Geschichte rund um Mary interessant. Der Teil aus der Gegenwart hat mir allerdings weniger gut gefallen. Zusammen sind es gerade noch vier Sternchen geworden.



3 Kommentare:

  1. Als ich die Buchbeschreibung gelesen habe, ist mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen. Kinder mit weißen Kledern sind mir ein Graus. Vor allem an Halloween.
    Da Dich das Buch nicht wirklich überzeugt hat, ist trotzdem schade.
    Und was hat es mit dem Stufen auf sich?
    lg Sandra

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    1. Das Buch ist weder gruselig, noch passen die Stufen zum Inhalt des Buches. Es wäre viel passender gewesen ein rothaariges Mädel an einer Steilküset stehend zu sehen. Gibt es ja auch auf vielen Buchcovern, aber Stufen sind im Moment anscheinend "in" ;)
      Liebe Grüße
      Martina

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  2. "Gerade noch" 4 Sternchen klingt ja nicht so viel versprechend. Eigentlich mag ich Bücher die mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit spielen :)

    Wirklich schöne Rezension.

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