Die Heilerin von Steinwald - Ines Thorn



Weltbild Kurzbeschreibung:
Das Findelkind Flora kennt sich mit Kräutern und ihren Heilkräften aus. Im Kloster, in dem sie lebt, zieht sie damit schon bald Neid und Intrigen auf sich. Als die Klosterapotheke brennt, wird Flora verdächtigt und muss fliehen. Sie findet Zuflucht im nahe gelegenen Schloss Steinwald. Hubertus, der zweite Sohn des Burgherrn, findet Gefallen an ihr. Doch er ist ein brutaler Mann. Und Flora hat sich ohnehin in seinen älteren Bruder Roderick verliebt. Aber als Mädchen ohne guten Namen sieht sie keine Chance, den Erben von Steinwald jemals zu erreichen. Oder doch?

Meine Bewertung: * * *

Buch zur  Deutschsprachigen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Die Autorin Ines Thorn war für mich bis jetzt eigentlich garant für interessante Geschichten, spannende Handlungen und gut recherchierten historischen Hintergrund. Mein Lieblingsbuch von Ihr ist "Unter dem Teebaum" , das in Australien spielt und somit nicht wirklich Ähnlichkeit mit den deutschen historischen Romanen von ihr hat.
Doch leider ist ihr Werk "Die Heilerin von Steinwald" meine erste größere Enttäuschung der Autorin.

Der Prolog beginnt vielversprechend und auch die ersten 100 Seiten lesen sich sehr gut, auch wenn ich mich etwas an die Sprache und die vielen religiöse Begriffe gewöhnen musste.

Die Geschichte spielt im 15. Jahrhundert.

Im Prolog begleitet der Leser genau den Mann, der das Kind zuerst ermorden will, aber dann doch in die Klosterkirche bringt und aussetzt, durch den finsteren Wald. Dies wird so bildhaft beschrieben, dass man sich schon nach den ersten Zeilen selbst umgeben von schattenhaften Bäumen wähnt und die Luft anhält.

 Flora, unsere Protagonistin, wächst zwar als Findelkind, aber glücklich im Kloster  Annabrunn auf. Schwester Apollonia zieht sie wie ihre Tochter auf und lehrt ihr Kräuterkunde. Schon früh bemerkt sie die Gabe des Mädchens besonders gut mit Blumen umgehen zu können.
Doch auch im Kloster gibt es Neid und  Anfeindungen und nach einem Brand wird Flora der Brandstifung bezichtigt und muss das Kloster verlassen.

Bis zu dieser Stelle fand ich das Buch eigentlich sehr interessant und mochte sowohl die Protagonistin, als auch die Idee.
Doch danach wird die Geschichte immer unglaubwürdiger und verliert an Spannung. Hinzu kommt dann noch, dass Flora natürlich genau dort landet, wo sie einst geboren wurde.
Das Ende wiederum kam dann irgendwie zu aprupt und man fühlt sich trotz vorherhiger eher dahinplätschernden Handlung zu schnell am Ende der Geschichte und wartet noch auf weitere Auflösungen oder eine Art Epilog.

Den Titel zur Geschichte finde ich auch absolut unpassend...mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, sonst würde ich zu viel verraten.

Fazit: Ein historischer Roman unter vielen, der mich nicht wirklich begeistern konnte. Von der Autorin bin ich wirklich Besseres gewöhnt und hoffe ihr nächstes Buch kann wieder an ihre Bestsller anschließen.





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