Die Frucht des Bösen - Lisa Gardner

Englischer Originaltitel: Live to tell

Amazon Kurzbeschreibung:
Familientragödie in Boston. In einer idyllischen Vorortsiedlung hat ein Mann Frau und Kinder ausgelöscht. Einen Tag später wiederholt sich das Grauen. Die Ermittlungen geben Rätsel auf. Beide Familien waren denkbar unterschiedlich: eine wohlhabend und religiös, die andere im Drogenmilieu bestens bekannt. Wie kann es sein, dass gleich zweimal in so kurzer Zeit etwas derart Grauenhaftes geschehen musste? Detective D.D. Warren glaubt nicht an Zufall. Und sie sucht verzweifelt nach einer Antwort. Bis sie langsam begreift: Es waren keine Amokläufe. Hier treibt jemand ein teuflisches Spiel.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

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Meine Meinung:
Der neuerste Thriller von Lisa Gardner hat mich genauso gefesselt, wie die anderen Beiden, die ich bis jetzt gelesen habe ("Lauf, wenn du kannst" und "Kühles Grab". Band 3 "Ohne jede Spur" liegt noch auf meinen SuB).

Erzählt wird die Geschichte in verschiedenen Handlungssträngen, wobei wir aus der Sicht von drei Personen die Geschehnisse verfolgen können:

Als Ich-Erzähler lernen wir Danielle kennen. Sie ist Kinderpsychologin und arbeitet in einer geschlossenen Anstalt für  psychisch kranke Kinder. Sie ist die einzige Überlebende eines Amoklaufs ihres Vaters vor 25 Jahren, der die ganze Familie ausgelöscht hat. Noch heute quält sie sich mit der Frage warum gerade sie überlebt hat.....

Die zweite Ich-Erzählerin ist Victoria, die Mutter eines psychisch kranken und teilweise sehr gefährlichen achtjährigen Jungen. Vom Ehemann verlassen, der die gemeinsame Tochter mitgenommen hat, widmet sie ihr Leben komplett dem gewaltbereiten Sohn.

D.D. Warren, die Ermittlerin im Fall, wird im Buch in der dritten Person dargestellt und war mir von allen am wenigsten sympathisch. Sie steht wieder für den typischen amerikanischen Psychothriller oder auch Ladythriller: umwerfend schön und sexy und außer an die Arbeit denkt sie nur an Sex!
Das bringt auch schon den halben Stern Abzug bei meiner Bewertung, denn von Protagonistinnen dieser Art oder Liebesszenen in Thriller habe ich langsam genug.

Trotzdem ist dieser Psychothriller...und ja, das ist er für mich einwandfrei, spannend, teilweise brutal, aber  lehrreich. Letzteres deshalb, weil der Roman sehr gute Hintergrundinformationen und Einblicke in kranke oder kaputte Kinderseelen liefert.
Der Leser erfährt hier einiges über gewaltbereite Kinder, die durch schlimmste frühkindliche Erlebnisse und einer traurigen Kindheit keine wahren Emotionen aufbauen können und ihr Leben lang geschädigt wurden.

Die Autorin versteht es meisterhaft die drei Handlungsstränge bis zum Schluss hin gekonnt zu verknüpfen.
Obwohl ich trotzdem den Täter erraten habe, versucht sie den Leser immer wieder auf eine andere Spur zu locken.

Fazit: Ein spannender, gelungener Thriller, der nur einige Schwachstellen aufzuweisen hat und über ein nicht alltägliches Thema erzählt. Die 560 Seiten hatte ich wirklich schnell durch.


3 Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    Dein Blog ist wirklich gefährlich.*grins* Nach Deiner Beschreibung habe ich nun schon wieder ein neues Buch auf meiner Wunschliste,denn ich liebe Thriller und der hört sich echt gut an.
    Liebe Grüße
    Angela

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  2. ... ahh, jetzt freue ich mich noch mehr auf den Thriller nach Deiner tollen Rezi. Meine Kollegin will es mir ausleihen, wenn sie es gelesen hat. Ich glaube, jetzt muss ich mal ein wenig nerven, damit sie es schneller liest ;)

    LG Isabel

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  3. Dass sich 560 Seiten im Rutsch lesen lassen, spricht eindeutig für das Buch!
    Das Thema reitzt mich jetzt nicht so sehr, trotzdem behalte ich es mal im Auge :)
    Liebe Grüße
    Anka

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