Amazon Kurzbeschreibung:
Mit sechs wurde sie als Kamalari in die Sklaverei verkauft. Elf Jahre lang musste sie hart arbeiten, wurde geschlagen, schikaniert und gedemütigt. Aber Urmila Chaudhary gab nicht auf. Nach ihrer Befreiung machte sie es sich zur Aufgabe, für die Rechte der Sklavenmädchen zu kämpfen, und ist so zur Hoffnungsträgerin der Kamalari geworden. Gemeinsam mit der Journalistin Nathalie Schwaiger hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben, um auf das Schicksal der nepalesischen Mädchen aufmerksam zu machen. Mit einem Vorwort von Senta Berger
Meine Bewertung: --------keine, da eine Biografie
Buch zur Challenge bei "Die lesende Minderheit"
Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher dieser Art gelesen....über Sklaverei, Kindersoldaten, Zwangshochzeiten usw. Jedes Mal erschüttert mich die Geschichte der Betroffenen...meist Frauen und Kinder...sehr. Auch dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an.
Das Vorwort von Senta Beerger hat mir sehr gut gefallen und mich schon neugierig gemacht.
In 'Sklavenkind' erzählt Urmila Chaudhary, wie sie als Sechsjährige (!) von ihrem Bruder als Kalamari (Sklavin) verkauft und in späterer Folge misshandelt und gedemütigt wird. Der Verkauf als Kalamari ist in der Volksgruppe der Tharu, einer der Ärmsten,noch bis heute üblich.
Zutiffst bestürzt hat mich das Alter des Mädchens, deren sehnlichster Wunsch, die Schule zu besuchen, ist.
Doch dies bleibt vorerst nur ein Wunschtraum.
Zuerst kommt Urmila noch zu einer relativ netten Familie, obwohl sie von früh bis spät arbeiten muss und manchmal nicht einmal etwas zu Essen bekommt. Doch später kommt sie zur Tante ihrer ersten "Maharani" (Herrin) und obwohl diese alleine lebt, hat sie noch viel mehr zu arbeiten. Im Buch nennt Urmila diese Frau und hochrangige Politikerin (!) "Cruel Ma'am". Sie wird im Haus eingesperrt und hat keinerlei Kontakt, nicht einmnal zu den anderen Hausangestellten.
Elf Jahre duldet Urmila diese Versklavung und Behandlung bis sie endlich fliehen kann.
Das Buch ist eingeteilt in die Zeitraum vor, während und nach der Zeit als Kalamari. Wir erfahren auch wie stark Urmila geworden ist, um endlich ihren Traum, eine Schule zu besuchen, wahr macht und sich einer Vereinigung anschließt, die gegen Versklavung von Mädchen eintritt.
In der Mitte des Buches findet man Fotos von Urmila, die auch das Cover des Buches ziert, was ich sehr passend finde.
Sehr schön beschrieben, werden die Sitten und Bräuche in Nepal und vorallem die der Tharu, der Volksgruppe, der Urmila angehört. Man kann ein wenig eintauchen in die Welt dort und beginnt zu verstehen, dass in Nepal die Unterschiede zwischen arm und reich noch viel gravierender sind, wie in anderen sogenannten 3. Welt-Ländern.
Am Ende des Buches findet man ein Glossar zum Nachschlagen einiger nepaliesischer Worte, die im Buch kursiv gedruckt sind und ein Nachwort von Nathalie Schwaiger, die Urmila zu diesem Buch verhalf. Außerdem gibt es einen Artikel über das Kinderhilfswerk Plan International, die den Kamalari-Mädchen, wie Urmila eines war, in Nepal helfen.
Fazit: Ein sehr interessantes Buch, das uns - ohne erhobenen Zeigefinger - die Augen öffnen will. Es zeigt uns, dass es auch im 21. Jahrhundert noch Versklavung gibt. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich auch das Buch "Die Sklavin" von Mende Nazar zu lesen.
















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