Aschenputtel - Kristina Ohlsson


Schwedischer Originaltitel: Askungar

Amazon Kurzbeschreibung:
Hochsommer in Schweden. Es regnet Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus auf den Bahnsteig, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt, als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Dutzende potenzieller Zeugen haben nichts beobachtet.

Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Zunächst sieht es so aus, als stecke der Vater des Mädchens selbst dahinter. Doch dann wird das Kind tot in Nordschweden gefunden. Wenig später wird ein zweites Kind verschleppt, und der Fall entwickelt sich zu einem Albtraum – denn der Mörder ist nicht nur skrupellos, sondern geradezu brillant in seinem Tun …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Aschenputtel" ist der erste Roman der schwedischen Autorin Kristina Ohlsson und, wie ich meine, ein gut gelungener.
Wir lernen hier das Ermittlerteam rund um Alex Recht, Peder Rydh und Frederika Bergmann kennen, wobei Frederika neu zur Truppe gestoßen ist und von den beiden Männern eher als "Hindernis" in der Polizeiarbeit betrachtet wird. Vorallem Peder, der mir anfangs gänzlich unsympatisch war, zeigt sein Macho-Gehabe und seine Vorurteile gegenüber Frauen sehr deutlich. Manchmal musste ich schon mit den Zähnen knirschen, wenn ich von seinem Selbstmitleid las, weil seine Frau seit der Geburt der Zwillinge an schweren Depressionen litt und er deswegen keinen Sex mehr hatte....der Arme!! Was für ein Kotzbrocken!
Auch Alex und Frederika lernen wir sehr persönlich kennen. Das ungleiche Ermittlerteam tut sich anfangs bei der Zusammenarbeit auch recht schwer und sie tappen vorerst total im Dunkeln.

Ein kleines Mädchen wird aus dem Zug entführt und viel zu schnell wird klar, dass es ermordet wurde.
Hier beginnt auch schon der Wettlauf mit der Zeit, denn bald darauf ist ein weiteres Mädchen entführt und das Team um Alex, Peder und Frederika muss sich eingestehen, in die falsche Richtung ermittelt zu haben.

Den Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Ermittlern fand ich recht gut. Auch wurde die Geschichte sehr flott und spannend geschrieben und je länger man liest, umso spannender wird es.
Nur zu Beginn der Geschichte fand ich es etwas abwegig, dass eine Mutter ihr kleines Kind alleine im Zug lässt, als ein ungeplanter Stop die Zugfahrt unterbricht....und das, um zu telefonieren! Ich hätte mir schon oft gewünscht, dass diese Vieltelefonierer im Zug endlich aussteigen, damit ich in Ruhe mein Buch lesen kann und nicht zu hören bekomme was der- oder diejenige heute zu Abend essen werden oder was noch einzukaufen ist ;)

Bis das Ermittlerteam endlich auf die richtige Spur kommt und die beiden Männer auch ihre neue weibliche Kollegin akzeptieren dauert es etwas. Die Entwicklung der Drei hat mir im Laufe des Falles sehr gut gefallen. In Schweden sind schon weitere Geschichten um Frederika erschienen und ich freue mich schon auf weitere Fälle.

Fazit: Ein gelungenes Debüt der Autorin, die uns ihr Ermittlerteam so richtig ans Herz wachsen lässt, man all seinen Ecken und Kanten, sowie eine spannende Story.

2 Kommentare:

  1. Na das klingt ja nach einem spannenden Krimi.
    Werde ich mir merken und wenn mein SuB etwas geschrumpft ist, kann ich mir das Buch noch mal etwas genauer ansehen. Danke fürs Vorstellen!
    Liebe Grüße
    Anka

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  2. Oh, das klingt spannend. Aber ich selbst könnte mit nicht vorstellen, mein Kind im Zug zu lassen um zu telefonieren. So wichtig kann es ja nun doch nicht sein.
    lg Sandra

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