Englischer Originaltitel: The Help
Amazon Kurzbeschreibung:
Jackson, Mississippi, 1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei Dienstmädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.
Meine Bewertung: * * * * *
Buch zur Wälzer Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Nachdem ich am Mittwoch mit dem Roman noch rechtzeitig fertig geworden bin, habe ich mir gestern den Film dazu angesehen. Die beiden Schauspielerinnen, die die Dienstmädchen darstellen, sind ja auch für den Oscar nominiert.....morgen früh wissen wir dann, ob Eine oder gar Beide den Oscar gewonnen hat ;).
Aber zuerst möchte ich etwas über diese wirklich tolle Buch schreiben.
Erzählt wird die Geschichte von drei Frauen:
Skeeter oder eigentlich mit richtigen Namen Eugenia Phelan, eine weiße Plantagentocher, die nicht wie ihre Freundinnen nur einen Ring am Finger als wichtig erachtet, sondern wirklich etwas aus ihrem Leben machen und Journalistin werden möchte.
Dann das farbige Haus- und Kindermädchen Aibileen, die schon siebzehn weiße Kinder aufgezogen hat, aber ihren einzigen Sohn verloren hat und
Minnie, ebenfalls Dienstmädchen, aber weniger angepasst und die ihr etwas loseres Mundwerk nur schwer unter Kontrolle halten kann, was ihr schon einige Stellen gekostet hat.
Das Buch spielt in den frühen Sechziger Jahren in der Kleinstadt Jackson in Mississippi und ich muss zugeben, dass ich nach den ersten paar Seiten zurückgeblättert und nochmals das Datum überprüft habe, so unwahrscheinlich kam es mir vor, dass es noch vor 50 Jahren im Süden der USA zuging wie im 19. Jahrhundert. Klassische Rassentrennung, die hier drastisch aufgezeigt wird, aber den Tatsachen entspricht, denn in Jackson ist die Zeit stehen geblieben - trotz der Erfindung der Pille oder der baldigen Mondlandung.
Hier herrscht noch die Meinung, dass Schwarze dumm sind und Krankheitserreger in sich tragen, die gefährlich für die weiße Bevölkerung sind. Deshalb setzt sich Hilly Holbrook, Freundin von Skeeter und ebenfalls Tochter einer gehobenen Familie dafür ein, dass Dienstboten eine separate Toilette außerhalb des Hauses haben sollten und bittet Skeeter um Hilfe, den Artikel im Newsletter für die Legue zu veröffentlichen, den Skeeter hat eine Ausbildung zur Journalistin abgeschlossen. Sie träumt jedoch von einem Buch oder einer Stelle in New York, statt über Toilettenhäuschen zu schreiben. Und dann erhält sie tatsächlich ein Angebot von Elaine Stein, einer Verlegerin in New York und beginnt ein Buch mit Interviews von Dienstmädchen über ihr Leben in Jackson und ihre Arbeit in den herrschaftlichen Häusern zu schreiben.
Doch Skeeter begiebt sich damit auf dünnes Eis, denn aus einer Freundin kann sehr schnell eine Feindin werden, besonders, wenn diese merkt, dass Skeeter nichts von dieser klaren Rassentrennung hält.
Denn es ist nicht nur gefährlich, farbig zu sein, es werden auch die Weißen, die Rassengrenzen übertreten, abgestraft und verurteilt. Sie verlieren ihr Ansehen und ihren Ruf, Freunde wenden sich ab und geschäftlich kann man sehr schnell vor dem Ruin stehen. Umso wertvoller werden dadurch die Beiträge der Dienstmädchen, die sich erst nach langen Überlegungen und eines einschneidenden Erlebnisses zur Mitarbeit bereit erklären.
Aber nicht nur die ernsten Seiten in diesem wunderbaren Buch überwiegen...der Humor kommt hier wirklich nicht zu kurz. Ich habe mir eine Stelle auf Seite 203 notiert, wo Skeeter zitiert:
"Ich kapituliere und zünde mir eine Zigarette an, obwohl gestern Abend im Fernsehen der Leiter der Gesundheitsbehörde mit erhobenem Zeigefinger gemahnt hat, dass Rauchen tödlich ist. Aber Mutter hat mir früher eingeredet, dass Zungenküsse blind machen, und allmählich glaube ich, dass das alles ein einziges Komplott zwischen dem Leiter der Gesundheitsbehörde und Mutter ist, um zu verhindern, das jemals irgendjemand irgendetwas tut, was Spaß macht."
Film:
Meistens bin ich eher skeptisch, was Buchverfilmungen angeht, aber gestern bin ich trotz Vorkenntnisse des gesamten Inhaltes, gespannt im Kino gesessen und außer der manchmal etwas auffälligen Synchronisation, hat mir der Film sehr gut gefallen. Vorallem die Schauspielerin Octavia Spencer, die die "vorlaute" Minnie spielt, ist einfach wundervoll. Die Kritiken, dass es im Film nur Gut und Böse gibt, stimmt meiner Meinung nicht ganz. Gänzlich unangebracht finde ich jedoch die Meinung eines Journalisten, der den Film als "bonbonfarbenes Feel-Good-Movie" bezeichnet!
Fazit: Ein wunderbares Buch, das einem zum Nachdenken anregt, trotzdem voller Humor sprüht; fesselnd geschrieben, leicht zu lesen, aber trotzdem sehr tiefgründig. Für mich eine absolute Empfehlung und fünf Sterne!

















Huhu und guten Morgen :)
AntwortenLöschenVielen Dank nochmal für deinen Besuch bei mir. Habe dich nun zurückgestalkt und dir gleich mal ein Follow dagelassen. Einen tollen Blog hast du da :)
Dieses Buch steht schon lange ganz oben auf meiner Wuli, da der Film schon absolut toll war!! Ich freue mich schon sehr darauf es zu lesen ;)
LG
Jacqueline
http://booknaerrisch.blogspot.de/