Das Alphabethaus - Jussi Adler-Olsen

Dänischer Originaltitel: Alfabethuset

Amazon Kurzbeschreibung:
Der Absturz zweiter britischer Piloten hinter den feindlichen Linien… Ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen…
Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreissig Jahre zuvor im Stich gelassen hat…

Meine Bewertung: * *  undeinhalb

Buch zur Liebe, Tod und Ehre Challenge
Buch zur Wälzer Challenge

Meine Meinung:
Puh...ich muss sagen, ich bin froh, dass Buch nun endlich fertig gelesen zu haben. Zwischenzeitlich war ich knapp davor abzubrechen .....
Eigentlich bin ich ein Fan von Jussi Adler-Olsen Thrillern, die sich um das Sonderdezernat Q drehen.
Dass "Das Alphabethaus" ganz was anderes sein würde, wusste ich, aber trotzdem hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich mir mit diesem Buch so schwer tun würde.

Die Geschichte begann eigentlich ganz spannend. Zwei englische Piloten, Bryan und James, seit den Kindertagen die besten Freunde, werden bei einem Aufklärungsflug über Deutschland abgeschossen  und müssen vor den Feinden flüchten. Als sie in die Enge getrieben werden, springen sie auf einen Lazarettzug auf. Die einzige Chance lebend im Zug zu bleiben, ist sich unter die SS-Soldaten zu mischen und sich  als solche auszugeben. Im Waggon, den sie gewählt haben, befinden sich Geisteskranke, vom Krieg psychisch und physisch schwer verwundete und auch Simulanten.
Bei der Geschichte, wie es den Beiden gelingt, sich als Deutsche auszugeben, wobei nur einer der Beiden auch deutsch spricht, sich mit dreckigen Fingernägeln das SS Zeichen einritzt oder sich mit einer fremden Blutgruppe Blut geben lässt...naja, das fand ich schon sehr grenzwertig!!!
Die Seiten, die sie sich als Geisteskranke im Zug aufhalten, wollten einfach nicht vergehen....schlimmer wurde es dann, als sie im Alphabethaus - eine Einrichtung für geisteskranke Nazis, die behandelt werden um wieder für die Front kämpfen zu können - landen. Seite um Seite wurde nur erzählt, wie sie den Tag verbrachten: vor sich hin summend, mit dem Oberkörper schaukelnd, Tabletten und bestimmte Elektroschocks über sich ergehen lassen müssen usw.
Hier war ich soweit das Buch abzubrechen und mich einer anderen Lektüre zu widmen....warten doch so viele schöne Bücher auf mich!

Dann wurde ich doch neugierig, wie einen der beiden Engländer die Flucht gelang...las dort weiter und kam dann zum 2. Teil, wo Bryan sich in England wieder ein Leben aufgebaut hatte, aber sich über zwei Jahrzehnte lang schuldig fühlte, seinen Freund im Alphabethaus zurückgelassen zu haben.
Diese Schuld führt in wieder zurück nach Deutschland und in Freiburg trifft er auch wieder auf drei der gefürchtetsten SS-Männer aus genau den Waggon damals, die er als Simulanten enttarnte.
Ab hier wird es zwar spannender, aber unglaubwürdig finde ich die ganze Geschichte von vorn bis hinten.
Ich kann das Buch auch nicht wirklich einem Genre zuordnen. Man könnte es als Kriegsroman,
Krimi oder Roman über Schuld und Freundschaft beschreiben....

Fazit: Leider kann Jussi Adler-Olson's Debütroman, der nun nach den Erfolgen seiner Dezernat Q Thriller veröffentlicht wurde, bei weitem nicht mit dieser Reihe  mithalten. Eigentlich auch nicht verwunderlich, nachdem es sein erste Roman ist. Trotzdem fehlte es mir sehr an Spannung, aber viel mehr gestört haben mich die Ungereimtheiten und plötzlichen "Zufälle".


4 Kommentare:

  1. Schade, ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen, na dann muss ich es wohl doch nicht lesen.

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  2. Hab auch schon in mehreren Bücherzeitschriften gelesen, dass das Buch leider ziemlich schlecht ist. Mir tun ein wenig die Leute leid, die nicht wissen, dass das eins seiner ersten Bücher war und es sie höchstwahrscheinlich enttäuschen wird.

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  3. upps ... ich weiß zwar, dass es sein Debüt ist und nichts mit dem Sonderdezernat zu tun hat, habs mir aber dennoch gekauft, da der Inhalt sich gut anhört. Jetzt bin ich ja mal neugierig, wie es mir gefällt. Wollte es eigentlich diesen Monat lesen. Naja, mal schauen ...
    LG Isabel

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  4. "aber viel mehr gestört haben mich die Ungereimtheiten und plötzlichen "Zufälle"."

    Das ist auch der Punkt, der mich das Buch fast hat abbrechen lassen und weswegen ich es keinem empfehlen würde.

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