Englischer Titel: House Rules
Amazon Kurzbeschreibung:
Jacob Hunt hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer autistischen Störung. Deshalb kocht Emma, seine Mutter, montags nur grüne Speisen und dienstags rote. Und längst hat sie Jacobs Besessenheit für Kriminaltechnik akzeptiert. Doch dann wird seine Erzieherin Jess erschlagen aufgefunden, und Jacob wird des Mordes an der jungen Frau verdächtigt. Die mühsam erkämpfte "Normalität" in Emmas kleiner Familie bricht zusammen. Jacob muss sich sich vor Gericht verantworten. Alle Beweise sprechen gegen ihn. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren und um die Rechte von Menschen, die anders sind.Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Meine Meinung:
Selten ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu bewerten und nachdem ich jetzt hier sitze und die Rezi schreiben will, weiß ich noch immer nicht, was ich eigentlich schreiben soll und wie ich das Buch bewerten soll.
Jodie Picoult gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und leider muss ich sagen, dass die letzten Bücher, die ich von Ihr gelesen habe, nicht mehr an ihre Bestseller von früher anschließen können.
"In den Augen der anderen" behandelt wiederum ein Thema, das Picoult schon oft aufgegriffen hat: Familie mit kranken Kind oder Problemkind oder beides. Trotz des gleichen Thema's sind jedoch ihre Bücher immer anders und als Leser erfährt man sehr genau, wie schwer es für Familien ist mit dieser Krankheit zu leben und damit umzugehen. Im neuesten Roman geht es um Jacob, der das Asperger Syndrom hat; eine besondere Form des Autismus. Wir lernen seine alleinerziehende Mutter Emma und seinen Bruder Theo kennen. Picoult verleiht wieder jeden der Hauptpersonen eigene Kapitel, die in der der Ich-Form erzählt werden. Außerdem lernen wir noch in den einzelnen Kapiteln die Sichtweisen von Rich, dem ermittelnden Kommisar, und Oliver, Jacob's Rechtsanwalt, kennen.
Leider hat das Buch einige Längen und ich finde die Autorin hätte von den fast 700 Seiten 200 streichen können. Es wird wirklich viel zu lang und breit über die Krankheit berichtet. (Übrigens ist die Krankheit nach dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger benannt). Die Geschichte kommt erst spät in Schwung und ich habe das erste Mal bei Picoult den Schluss erraten.
Was mich auch gestört hat, war die Erzählweise von Jacob, der sich im Buch selbst analysiert und auch seine Gefühle beschreiben kann, was Personen mit dem Asperger Syndrom ja aberkannt wird.
Aber ich will hier nicht nur Negatives berichten. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig und ihre Recherearbeiten zum jeweiligen Thema sind immer beeindruckend. Mir gefällt ja auch so an ihren Büchern, dass Picoulte immer wieder Themen aufgreift, über die sonst kein Autor schreiben würde. Und wer noch kein Buch der Autorin gelesen hat und keine besseren Vergleiche hat, wird der Roman sicher gut gefallen.
Fazit: Jodie Picoult's neuester Roman hat das altbekannte Schema ihrer erfolgreichsten Romane, doch hier kommt zeitweise etwas Langeweile auf. Trotzdem ein Thema, das interessiert und wie immer gut recheriert und sehr gut geschrieben.
















Hi Martina,
AntwortenLöschenauch mir gefällt Picoult seit ich von ihr ein buch gelesen habe. Und auch dieses steht wieder auf meiner Wunschliste. Nicht nur weil es eben von ihr ist sondern weil ich das Thema an sich sehr interessant finde. Und ich denke ich swerde es auch mal lesen, wann weiss ich noch nicht denn ich hab noch 2 vonihr hier im SuB stehen, aber es bleibt sicher mal auf meiner Wunschliste setehen ;)
Welches von ihr gefällt dir denn am besten?
Liebe Grüsse
Alexandra
Das viel über die Krankheit in dem Buch steht, finde ich interessant, für mich wäre das ein Punkt der mich noch eher dazu bringen würde es auf meine Wunschliste zu schreiben. Denn gerade bei solchen Themen muss der Leser einfach Bescheid wissen um das Verhalten der Charaktere überhaupt zu verstehen.
AntwortenLöschenLeseengel: Natürlich muss die Krankheit genau beschreiben sein und man muss sich als Laie sprich Leser auskennen. Aber in diesem Buch wird das ganze wirklich sehr oft wiederholt und nochmals durchgekaut....deshalb hat es mich mit der Zeit dann doch etwas gestört.
AntwortenLöschenMartina
Das Buch und die Geschichte, die damit verbudnen ist, find ich ganz ineressant. Ich kenne zumindest ein Buch der Autorin und weiß, dass sie die Themen toll aufarbeitet. Aber ich weiß nicht ob ich dieses Buch wirklich mal lesen "muss".
AntwortenLöschenlg Sandra
Jodi Picoult ist auch eine meiner Lieblingsautorinnen und ich habe schon einige ihrer Bücher gelesen. Dieses wartet aber auch ncoch auf mich. Bin schon gespannt darauf. Mein Highlight ist und bleibt "19 Minuten+". Da bleiben einzelne Szenen unvergessen.
AntwortenLöschen700 Seiten sind schon viel Lesestoff, aber ich hab mir das Buch schon vorbestellt (in der Bücherei) und werde es wohl auch lesen.
AntwortenLöschenLG
Sabine