Herzstoß - Joy Fielding

Englischer Originaltitel: "Now You See Her"

Amazon Kurzbeschreibung:
Marcy Taggart, die in Toronto lebt, hat schwere Zeiten hinter sich. Zwei Jahre zuvor ertrank ihre Tochter Devon unter rätselhaften Umständen. Obwohl die Leiche nie auftauchte, gilt Devon als tot, doch Marcy klammert sich an die irreale Überzeugung, dass ihre Tochter eines Tages zu ihr zurückkehrt. Als ihr Mann Peter sie dann auch noch verlässt, hat Marcy nichts mehr, worauf sie noch vertrauen kann im Leben. Dennoch entschließt sie sich, die gemeinsam geplante Reise nach Irland alleine anzutreten. Und dort geschieht etwas Unfassbares, denn sie glaubt, in einem Pub in Cork die Silhouette ihrer Tochter gesehen zu haben. Marcy mietet sich in einer kleinen Pension ein, besessen von dem Gedanken, Devon endlich zu finden. Doch während sie noch damit beschäftigt ist, widersprüchlichen Hinweisen zu folgen, wird ihr Zimmer völlig verwüstet. Hat sie einen unsichtbaren Feind, der verhindern will, dass sie dem rätselhaften Schicksal ihrer Tochter auf den Grund kommt? Noch kann Marcy nicht ahnen, dass sie in Geschehnisse verwickelt werden wird, die sie fast das Leben kosten ...

Meine Bewertung: * * * 

Meine Meinung:
Was hier als Thriller vermarktet wird, ist weder Thriller noch Krimi, sondern schlicht und einfach eine eher langweilige Geschichte, die zum Schluss hin auch noch sehr unglaubwürdig wirkt.
Joy Fieldings Bücher habe ich bis jetzt alle sehr gerne gelesen. Ihr letztes Buch "Das Verhängnis" hat ja schon ziemlich schlechte Kritiken erhalten und so habe ich einen weiten Bogen um das Buch gemacht. Nun habe ich mich umso mehr auf das neue Buch gefreut...und ich bin froh, dass ich es mir nur aus der Bücherei geliehen habe.
An und für sich ist es ja nicht so schlecht geschrieben, aber da ich etwas komplett anderes erwartet hatte, war ich ziemlich enttäuscht. 
Es geht um Marcy, die gerade eine Scheidung hinter sich hat und ihre Tochter verloren hat. Diese hat Selbstmord begannen, aber ihre Leiche wurde nie gefunden. Marcy glaubt nicht an ihren Tod und stellt Nachforschungen an bzw. glaubt immer wieder Devon zu sehen.
In der Geschichte geht es dann eigentlich um die Trauer und Verarbeitung des Selbstmordes bzw. um die Realisierung der Mutter, dass ihre Tochter wirklich Selbstmord begannen hat und sich nicht ein anderes Leben woanders aufgebaut hat.
Die eingebauten "Krimisequenzen" sind sehr schnell durchschaubar und teilweise unglaubwürdig, genauso wie die plötzlicheWandlung von Marcy, die 25 Jahre mit ein und demselben Mann verheiratet war und plötzlich mit jeden Fremden, der ihr schöne Augen macht, ins Bett hüpft.
Wirklich schade, dass ein Fielding Buch keine Garantie für gute Thrillerunterhaltung mehr ist.

Fazit: Wer glaubt hier sei eine echte Fielding "drinnen" oder besser ein Thriller, der unter die Haut geht, irrt - leider. Die drei Sterne sind für den guten Schreibstil. Vielleicht ist das Buch ja auch nicht gar so schlecht, wenn man etwas anderes erwartet und nicht das, was auf dem Klappentext steht!....sonst hättte ich noch einen Stern abgezogen.

1 Kommentar:

  1. Oh man, ich finde es sooooo traurig, dass sich Joy Fieldings Romane soooo verändert haben! Ich mochte ihre Bücher soooo gern und bin wirklich enttäuscht....
    Nach "Das Verhängnis" und den Rezis zu Herzstoß werde ich es sicher nicht anfassen!
    Liebe Grüße
    Anka

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