Lesemonat November

Bald ist das Jahr vorüber und meine erste Jahresstatistik wird dann abgeschlossen sein...wow.
Habt Ihr Euch schon Gedanken über das Jahres-Highlight 2011 gemacht??? Welches Buch hat Euch am meisten beeindruckt?

Im November habe ich wieder sechs Bücher gelesen. Leider muss ich sagen, dass diesmal kein wirkliches Highlight dabei war....schade, denn ich habe einige Bücher gelesen, die schon lange auf meiner Wunschliste waren und nur mehr veröffentlicht werden mussten bzw.  in der Bücherei für mich reserviert waren. Das betraf die neuen Bücher von Jodie Picoult, David Safier und Joy Fielding und von allen Dreien war ich enttäuscht. Momentan begeistert mich überhaupt schwer ein Buch. Habt ihr solche Phasen auch oder woran kann das liegen? Bin ich zu kritisch? Erwarte ich mir von meinen Lieblingsautoren einfach immer nur das Beste?

Hier meine Novemberstatistik:

November:
  1. In den Augen der Anderen - Jodie Picoult (688 Seiten)    3 1/2 Sterne
  2. Happy Family - David Safier(320 Seiten)   3 1/2 Sterne
  3. Herzstoß - Joy Fielding (384 Seiten)    3 Sterne
  4. 41 und 14 - Renata Juras (192 Seiten)   keine Bewertung - Biografie
  5. Still missing - Chevy Stevens (418 Seiten)   4 Sterne
  6. Herzkurven - Michelle Holeman (432 Seiten)    4 1/2 Sterne
    November Gesamtseitenzahl: 2.434 Seiten
Eine einzige Vier-Stern Bewertung...puh...das hatte ich echt noch nicht! Somit ist
"Still Missing" mein November Lese-Highlight


Herzkurven - Michelle Holman

Englischer Originaltitel: Knotted

Amazon Kurzbeschreibung:
Nella ist vor einem halben Jahr gestorben und hat ihrer Schwester Danny neben einem Berg Schulden auch die Vormundschaft für ihre beiden Kinder hinterlassen. Seitdem bemüht sich Danny nach Kräften, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Als hätte sie damit nicht schon genug zu tun, erscheint auf einmal ihr Ex-Schwager auf der Bildfläche. Danny ist entsetzt – ist Ross etwa gekommen, um ihr die Kinder wegzunehmen? Obwohl sie alles daransetzt, ihn auf Distanz zu halten, muss sie sich bald eingestehen, dass sie ihn ziemlich charmant findet ... 
Meine Bewertung: * * *

Meine Meinung:
Hm...leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch nicht wirklich gut gefallen hat.
Gleich zu Beginnn war mir eigentlich klar wie die Geschichte ausgehen wird. Okay, das ist oft bei Liebesromanen so, aber ich hätte mir hier viel mehr Humor und/oder mehr Tiefe gewünscht.
Humormäßig dachte ich eher an die Romane von Anne Hertz und da ich die Romane des Autorenduos liebe, kann es auch nicht daran liegen, dass ich dieses Buch falsch eingeschätzt habe. Ich wusste, dass es eine Liebesgeschichte werden wird und dass es kein zu anspruchsvolles Buch wird. Doch hätte man so viel mehr daraus machen können. Besonders durch den Verlust der Zwillingsschwester von Danny und die Verpflichtung der Kinder der Schwester gegenüber, die Suche nach ihrer Familie....all das wurde viel zu schnell abgefertigt und oft gab es total überzogene Handlungen. Auch die Wortgefechte mit Ross fand ich nicht wirklich so amüsant.
Was mich furchtbar gestört hat, waren auch noch einige Fehler im Buch! Es waren nicht nur Rechtschreibfehler, sondern oft wurde "er" geschrieben, doch der Satz wurde von Danny (der weiblichen Protagonisin) gesagt. Auch wurde bei manchen Wörtern entweder der letzte Buchstabe weggelassen oder einfach 1-2 Buchstaben hinzugefügt! Sowas habe ich ja noch nie gesehen!!
Ich musste mich durch die zweite Hälfte des Buches dann eigentlich nur mehr quälen....schade um die Zeit! Da gibt es viel bessere Liebesromane, (Zwei an einem Tag, Für immer dein Dad,....) die wirklich auch Tiefe haben oder einen Humor bieten, bei dem ich auch herzlich lachen kann. Das war hier leider nicht der Fall.

Fazit: Zu seichte Unterhaltung und die vielen Fehler im Buch ließen bei mir leider kein Lesevergnügen aufkommen. Schwache 3 Sterne.....

Still Missing - Chevy Stevens


Amazon Kurzbeschreibung:
Was würdest du tun, wenn dich jemand am helllichten Tag entführt? Wenn du ihm vollkommen ausgeliefert bist? Wenn es aus dieser Hölle kein Entkommen gibt? Würdest du töten? Und wäre dann wirklich alles vorbei?
Ein Thriller wie ein Albtraum, der immer wieder neu beginnt.
"Düster, beunruhigend, atemberaubend und einfach absolut packend." Kathy Reichs
"Dieser außergewöhnliche Thriller wird Sie von der ersten Seite an in Bann halten und noch lange, nachdem Sie das Buch fertiggelesen haben." Karin Slaughter
Ein ganz normaler Tag, ein ganz normaler Kunde mit einem freundlichen Lächeln. Doch im nächsten Moment liegt die junge Maklerin Annie O Sullivan betäubt und gefesselt in einem Lastwagen. Als sie erwacht, findet sie sich in einer abgelegenen, schallisolierten Blockhütte wieder. Ihr Entführer übt die absolute Kontrolle über sie aus. Ein endloser Albtraum beginnt hinter dem ein noch schlimmerer auf sie wartet.

Meine Bewertung: * * * *

17. Buch der Thriller Challenge


Meine Meinung:
Dieses Buch ist etwas anders, als all die Thriller, die ich bis jetzt gelesen habe.
Unsere Hauptprotagonistin Annie, erzählt auf 413 Seiten in einem Monolog ihrer Therapeutin ihre ganze Geschichte. Die einzelnen Kapitel sind in Therapiesitzungen aufgeteilt. Das hört sich zwar langweilig an, ist es aber nicht ;) Selbst wenn man weiß, dass Annie überlebt und man denkt, hier würde das Ende des Buches vorweggenommen....es ist ganz anders als erwartet.

Die Geschichte beginnt mit der Entführung von Annie, die bei der Erzählung ihres Martyriums gegenüber ihrer Therapeutin in eine eher derbe Sprache verfällt, die jedoch nicht die ganze Zeit über erhalten bleibt. Das irritierte mich anfangs etwas und ließ Annie manchmal fast wie zwei Personen statt einer erscheinen.
Sobald sich Annie in den Händen des "Psycho", wie Sie ihn nennt, befindet, erleben wir hautnah ihre Ängste und Gefühle mit. Gänzlich abgeschieden auf einer Hütte nahe eines Waldes wird Sie tyrannisiert und ihr neues Leben besteht aus Angst und Regeln. Weit hergeholt ist diese Geschichte sicher nicht, denkt man doch unweigerlich an Natascha Kampusch oder an die Verbrechen von Marc Dutroux. 

Nachdem Annie wieder zuhause ist, ist Sie ein anderer Mensch geworden und findet keinen Zugang mehr zu Ihrer besten Freundin Christina, ihrem ehemaligen Freund Luke oder Ihrer Familie.
Zuviel vom Inhalt möchte ich hier nicht verraten, denn man sollte dieses Buch wirklich selber lesen! Der Schluss war für mich jedoch etwas überraschend und ich fand ihn vielleicht etwas weit hergeholt.
Deshalb gibt es einen Punkt Abzug.

Fazit: Eine sehr interessant geschriebener Thriller auf eine etwas andere Art, jedoch nicht weniger spannend. Wer es blutrünstig mag, wird hier enttäuscht werden. Ich würde das Buch eher als Psychokrimi bewerten...was hier nicht negativ sein soll!

Büchereibesuch - KW 47

Montag ist Büchereitag! =) Ui...heute warteten eine ganze Menge Schätzchen auf mich...wann soll ich das nur lesen? ;)
Zuallererst der neueste Thriller von Karin Slaughter....darauf wartete ich schon soo lange...na gut, das Buch ist ja erst ganz neu.


Karin Slaughter
Tote Augen
Thriller


Eine Folterkammer tief unter der Erde ...
Als Krankenhausärztin in Atlanta, Georgia, versucht Dr. Sara Linton, ihr Leben neu zu ordnen. Doch als es zu einer Reihe grausamer Folterungen und Morde kommt, kann die ehemalige Rechtsmedizinerin aus Grant County nicht tatenlos zusehen. Sie schaltet sich in die Ermittlungen von Will Trent und Faith Mitchell vom Georgia Bureau of Investigation ein, auch wenn die Ereignisse schmerzhafte Erinnerungen in ihr wecken, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte ...

Mitgenommen habe ich auch dieses hier....wieder einmal eine wahre Geschichte. Hört sich ja interessant an.

Elke Päsler
Sally
Biografie

Ein Haus, zwei Kinder, ein Hund: Elke Päsler führt ihr Leben mit ihrer kleinen Familie so, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Doch in der Wirtschaftskrise verliert ihr Mann den Job und gibt innerlich auf. Der Schuldenberg wächst und bald fehlt sogar das Geld für die Jausenbrote. Als auch noch die Ehe zerbricht, schreibt Elke Päsler verzweifelt einen Abschiedsbrief. Erst im letzten Moment siegt ihr Lebenswille. Doch von jetzt an ist ihr alles egal. Mit illegaler Prostitution bringt sie ihre Kinder durch und sinkt dabei immer tiefer. Bis sie eine neue Liebe auffängt und sie wieder zu so etwas wie Normalität findet.

Was fürs Herz zwischendurch brauch ich auch, also wanderte auch dieses Buch gleich in meinen Korb.

Michelle Holman
Herzkurven
Roman

Nella ist vor einem halben Jahr gestorben und hat ihrer Schwester Danny neben einem Berg Schulden auch die Vormundschaft für ihre beiden Kinder hinterlassen. Seitdem bemüht sich Danny nach Kräften, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Als hätte sie damit nicht schon genug zu tun, erscheint auf einmal ihr Ex-Schwager auf der Bildfläche. Danny ist entsetzt – ist Ross etwa gekommen, um ihr die Kinder wegzunehmen? Obwohl sie alles daransetzt, ihn auf Distanz zu halten, muss sie sich bald eingestehen, dass sie ihn ziemlich charmant findet ...

Und dann gab es noch zwei reservierte Exemplare. Zuerst der 5. Teil der Hebammen-Serie.

Sabine Ebert
Der Traum der Hebamme  - 5. Band
Historischer Roman

Desillusioniert kehrt Marthes Sohn Thomas im Herbst 1191 vom Kreuzzug zurück. Doch auch in der Heimat findet er keinen Frieden, denn dort herrscht der grausame Albrecht über die Mark Meißen. Als dieser seinen Bruder Dietrich, an dessen Seite Thomas im Heiligen Land gekämpft hat, angreift, bleibt beiden keine andere Wahl, als erneut zu den Waffen zu greifen. Die Lage scheint aussichtslos, deshalb muss Dietrich ein Zweckbündnis mit dem Landgrafen von Thüringen eingehen. Dafür fordert dieser die Verlobung Dietrichs mit seiner Tochter. Ein hoher Preis, denn Dietrich liebt seit langem heimlich Marthes Tochter Clara…

Und ein Buch, das Weltbild als neu verkauft. Hm...ich habe gerade reingeschaut und gesehen, dass es 1993 rausgekommen ist! Mir ist es allerdings noch unbekannt. Kann ja auch sein, dass es damals unter einem anderen deutschen Titel erschienen ist....weiß das jemand? Ich hoffe nur es ist besser, als die beiden letzten Picoult Bücher....

Jodie Picoult
Und dennoch ist es Liebe
Roman

 Paige O'Toole hat nie verwunden, dass ihre Mutter sie mit nur fünf Jahren sitzengelassen hat. Seitdem wird sie von Selbstzweifeln geplagt. Erst als sie den Medizinstudenten Nicholas kennenlernt, lernt sie, was Vertrauen ist. Doch um seine Karriere als Herzchirurg zu unterstützen, muss Paige ihre eigenen Wünsche hinten anstellen. Und als ihr Sohn Max geboren wird, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Wer ist sie eigentlich? Kann sie lieben? Und was will sie wirklich vom Leben? Auf der Suche nach sich selbst verlässt Paige Nicholas und ihren Sohn und macht sich auf die Spuren ihrer Mutter. Doch wird sie dort die Antworten finden, nach denen sie sucht?

Und nun gehts auf zum lesen! Da ich am Wochenende nicht da bin ("30 Seconds to Mars Konzert in Wien) komme ich da nun auch nicht wirklich zum lesen..... mal sehen....


Liebe Grüße

41 und 14 - Renata Juras



Amazon Kurzbeschreibung:
Als Handballtrainerin einer Nachwuchsmannschaft verliebt sich Renata Juras in ihren besten Spieler und er sich in sie. Die 41-Jährige weiß, dass sie alles verlieren wird, wenn sie sich auf diese Liebe einlässt. Trotzdem tut sie es und es kommt noch schlimmer, als sie es erwartet hat. Denn was heimlich beginnt, wird in Österreich zum Skandal, der die Schlagzeilen füllt. Sie verliert ihren Job, die Boulevardzeitungen schimpfen sie »Sex-Trainerin«, und weil ihr Geliebter anfangs erst 13 war, muss sie vor Gericht. Als seine Mutter zu ihren Gunsten aussagt, kommt sie gerade noch mit einer Strafe auf Bewährung davon. Trotzdem bereut sie nichts. Denn ihre Beziehung zu dem Jungen, der jünger als ihre jüngste Tochter ist, übersteht alle Turbulenzen und hält noch immer.
 
Buch zur Deutschsprachige Autoren Challenge

Meine Meinung:
Da dieses Buch erstens eine Art Biografie ist und zweitens diese Geschichte hier in Österreich einen Riesenwirbel veranstaltet hat, werde ich dieses Buch nicht bewerten. Nach all den Zeitungsberichten kann ich, auch nach der Lektüre der Geschichte, nicht wirklich objektiv berichten.

Es geht um Renata,  zwei Jahre jünger als ich und Mutter von zwei Teenagertöchtern. Vorstellen kann man sich ja solch eine Beziehung, weder als Mutter, noch als junge Frau, nicht wirklich. Deshalb hat es mich auch sehr interessiert, wie alles gekommen ist...
Vorweg möchte ich sagen, dass ich hier keine Pro- oder Kontra Stellung abgeben werde...das kann ich auch gar nicht. Auch wenn mir die Autorin nicht wirklich sympathisch ist, finde ich die Ehrlichkeit und die Offenlegung der Gefühle bewundernswert. Auch die Kraft, die die Beiden aufbringen mussten, um all dies zu überstehen und nach 2 Jahren noch immer als Paar aufzutreten, finde ich bemwerkenswert. Renata Juras ist eine sehr starke Frau, die weiß, was sie will und die genug Selbstvertrauen hat. Auch Ervin erscheint mir viel erwachsener und ruhiger, als "normale" Teenager eigentlich sind. Sehr interessant fand ich auch die überaus positiven Meinungen im Umfeld des Paares über diese ungewöhnliche Liebe. Ich wusste gar nicht, dass wir so tolerant sind ;)
Was mir als Österreicherin nicht so gut gefallen hat, waren ein paar blöde Sprüche der Autorin über uns Österreicher...nicht über die Presse, sondern generell. Das finde ich nicht wirklich angebracht.

Fazit: Eine sehr interessante Lektüre über eine "unmögliche Liebe". Die 192 Seiten sind gerade richtig gewählt und erhalten die Spannung beim Leser.

Unterschriftenliste gegen teure Buchversendung in Österreich

Heute gab es wieder einen offenen Brief betreffend der Postgebühren in Österreich, die ja seit der Erhöhung im Mai einfach eine Frechheit sind. Bereits am 19. Mai habe ich gepostet *klick hier*, dass ein offener Brief an die Misterin geschrieben wurde und nun fordert die IG Autorinnen Autoren zu einem offenen Protest und einer Unterschriftenliste auf! Wir wollen auch in Österreich eine eigene Rubrik Bücherpost wie in Deutschland!!
Hier der Newsletter, der heute im Büro ankam:
Die IG Autorinnen Autoren ruft zum Protest gegen die neuen Tarife auf und sammelt Unterschriften gegen die „bücherfeindlichen österreichischen Posttarife“. Unterstützungserklärungen sind sowohl von Einzelpersonen als auch von Einrichtungen willkommen. Die Unterschriftenliste wird der für Verkehr, Innovation und Technologie zuständigen Ministerin Doris Bures sowie dem Österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann und dem Österreichischen Vizekanzler Michael Spindelegger überreicht.

Hier der Aufruf der IG Autorinnen Autoren im Wortlaut:

Wir protestieren gegen die bücherfeindlichen österreichischen Posttarife

Nicht zum ersten Mal erweist sich die Tarifpolitik der österreichischen Post als Verhinderungsmaßnahme für den Bücherversand. Die mit der Umstellung von einem Tarif nach Gewicht auf einen Tarif nach Gewicht und Format verbundene letzte Gebührenerhöhung im Mai dieses Jahres überbietet aber noch alles bisher Dagewesene. Wer zu den neuen Posttarifen Bücher innerhalb Österreichs verschickt, zahlt üblicherweise für das Porto mehr als doppelt so viel wie in Deutschland, und wer Bücher von Österreich aus nach Deutschland oder in die Schweiz schicken will, reist am besten gleich selbst über die Landesgrenze und gibt sie dort auf – eine Praxis, die aus Kostengründen inzwischen häufig üblich ist, denn nicht selten übertrifft beim Auslandsversand der Versandtarif den Preis für das Buch.

Leidtragende dieser Tarifpolitik sind nicht nur Verlage, betroffen sind alle, die ein Buch auf dem Postweg verschicken oder als Empfänger die Portokosten tragen sollen bzw. müssen. Überdies haben die neuen Posttarife dazu geführt, daß es ohne Beratung auf der Post kaum noch möglich ist, die richtige Versandart bzw. die korrekte Frankierung zu eruieren.

Ein von der IG Autorinnen Autoren Ende Mai dieses Jahres an die zuständige Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, Doris Bures, gerichtetes Schreiben mit der Bitte um eine Korrektur dieser gegen Bücher und somit gegen das Lesen gerichteten Posttarife blieb bis heute unbeantwortet. Eine Änderung der Tarife für den Buchversand ist dort offenbar weder ein Thema noch ein Anliegen.

Die Unterzeichneten fordern die umgehende Einführung eines verbilligten Versandtarifs für Bücher wie in Deutschland und ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des Lesen und des Buchs, das zu 99,5 Prozent noch immer in gedruckter und nicht in digitaler Form kursiert.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren
Wien, 8. November 2011


Die IG Autorinnen Autoren bittet darum, Unterstützungen durch Einzelpersonen und Organisationen per E-Mail mit Bekanntgabe des Namens, der Tätigkeit und eines Absenderortes an Gerhard Ruiss zu senden (gr@literaturhaus.at).

 



Realisiert mit ContentLounge 7.8.6

Herzstoß - Joy Fielding

Englischer Originaltitel: "Now You See Her"

Amazon Kurzbeschreibung:
Marcy Taggart, die in Toronto lebt, hat schwere Zeiten hinter sich. Zwei Jahre zuvor ertrank ihre Tochter Devon unter rätselhaften Umständen. Obwohl die Leiche nie auftauchte, gilt Devon als tot, doch Marcy klammert sich an die irreale Überzeugung, dass ihre Tochter eines Tages zu ihr zurückkehrt. Als ihr Mann Peter sie dann auch noch verlässt, hat Marcy nichts mehr, worauf sie noch vertrauen kann im Leben. Dennoch entschließt sie sich, die gemeinsam geplante Reise nach Irland alleine anzutreten. Und dort geschieht etwas Unfassbares, denn sie glaubt, in einem Pub in Cork die Silhouette ihrer Tochter gesehen zu haben. Marcy mietet sich in einer kleinen Pension ein, besessen von dem Gedanken, Devon endlich zu finden. Doch während sie noch damit beschäftigt ist, widersprüchlichen Hinweisen zu folgen, wird ihr Zimmer völlig verwüstet. Hat sie einen unsichtbaren Feind, der verhindern will, dass sie dem rätselhaften Schicksal ihrer Tochter auf den Grund kommt? Noch kann Marcy nicht ahnen, dass sie in Geschehnisse verwickelt werden wird, die sie fast das Leben kosten ...

Meine Bewertung: * * * 

Meine Meinung:
Was hier als Thriller vermarktet wird, ist weder Thriller noch Krimi, sondern schlicht und einfach eine eher langweilige Geschichte, die zum Schluss hin auch noch sehr unglaubwürdig wirkt.
Joy Fieldings Bücher habe ich bis jetzt alle sehr gerne gelesen. Ihr letztes Buch "Das Verhängnis" hat ja schon ziemlich schlechte Kritiken erhalten und so habe ich einen weiten Bogen um das Buch gemacht. Nun habe ich mich umso mehr auf das neue Buch gefreut...und ich bin froh, dass ich es mir nur aus der Bücherei geliehen habe.
An und für sich ist es ja nicht so schlecht geschrieben, aber da ich etwas komplett anderes erwartet hatte, war ich ziemlich enttäuscht. 
Es geht um Marcy, die gerade eine Scheidung hinter sich hat und ihre Tochter verloren hat. Diese hat Selbstmord begannen, aber ihre Leiche wurde nie gefunden. Marcy glaubt nicht an ihren Tod und stellt Nachforschungen an bzw. glaubt immer wieder Devon zu sehen.
In der Geschichte geht es dann eigentlich um die Trauer und Verarbeitung des Selbstmordes bzw. um die Realisierung der Mutter, dass ihre Tochter wirklich Selbstmord begannen hat und sich nicht ein anderes Leben woanders aufgebaut hat.
Die eingebauten "Krimisequenzen" sind sehr schnell durchschaubar und teilweise unglaubwürdig, genauso wie die plötzlicheWandlung von Marcy, die 25 Jahre mit ein und demselben Mann verheiratet war und plötzlich mit jeden Fremden, der ihr schöne Augen macht, ins Bett hüpft.
Wirklich schade, dass ein Fielding Buch keine Garantie für gute Thrillerunterhaltung mehr ist.

Fazit: Wer glaubt hier sei eine echte Fielding "drinnen" oder besser ein Thriller, der unter die Haut geht, irrt - leider. Die drei Sterne sind für den guten Schreibstil. Vielleicht ist das Buch ja auch nicht gar so schlecht, wenn man etwas anderes erwartet und nicht das, was auf dem Klappentext steht!....sonst hättte ich noch einen Stern abgezogen.

Happy Family - David Safier



Amazon Kurzbeschreibung:
Eine verflucht nette Familie Familie Wünschmann ist nicht happy. Mama Emmas Buchladen geht pleite, Papa Frank ist völlig überarbeitet, die pubertierende Fee bleibt sitzen, und Sohnemann Max wird von dem Mädchen, das er liebt, ins Schulklo getunkt. Zu allem Überfluss werden die Wünschmanns nach einem Kostümfest auch noch von einer Hexe verzaubert: Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf. Gemeinsam jagen die frischgebackenen Monster um den halben Erdball, der Hexe hinterher, damit diese den Fluch wieder rückgängig macht. Dabei treffen sie auf jede Menge echte Ungeheuer: Vampire, Riesenechsen und schwäbische Pauschaltouristen. Sogar auf Dracula höchstpersönlich, der mit seinem unwiderstehlichen Charme Mama Emma verführen will. Tja, niemand hat behauptet, dass es einfach ist, als Familie das Glück zu finden.
 
Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Ich habe schon sehnsüchtig auf das neueste Werk von David Safier gewartet, nachdem ich "Mieses Karma", "Jesus liebt mich" und "Plötzlich Shakespeare" gelesen habe und mich wirklich köstlich unterhalten habe.

Auch "Happy Family" ist wieder genau im selben Stil gehalten und bereits auf den ersten Seiten habe ich laut lachen müssen und einige Stellen sind mir wirklich sehr bekannt vorgekommen.
Die Geschichte wird abwechselnd von den einzelnen Familienmitglieder erzählt und so findet man sich jeweils in der Gedankenwelt von Mama Emma, Tochter Fee, Ehemann Frank und Sohnemann Max.
Das erste Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen und man hat sich schnell in die wirklich komische Geschichte eingelesen. Ernst nehmen darf man das ja nicht wirklich...wer Safier kennt, weiß was ich meine. Trotzdem stecken hinter seinen abstrusen Geschichten immer wieder Gedanken und Aussagen, die auch eine Message haben und einem zum Nachdenken anregen sollen.
Leider ließ die Geschichte im zweiten Drittel dann ziemlich nach und wurde immer unglaubwürdiger. Das Abenteuer bei "Madame Tussauds" in Wien (ja seit Mai gibt es auch ein "Madame Tussaud" in Wien und ich habe es schon besucht....wir hatten jede Menge Spaß!) fand ich schon sehr an den Haaren herbeigezogen! Das Buch ließ sich zwar schnell lesen und ich hatte es am Wochenende gleich durchgelesen. Die 320 Seiten sind aber wirklich genug und man kann das Ende des Buches schon am Anfang erraten.

Das Buchcover finde ich äußerst gelungen und passend zu den anderen Büchern des Autors.

Fazit: Unterhaltsamer Anfang, den man von Safier gewohnt ist. Leider ändert sich dies in ein eher zähes und nicht mehr wirklich komisches zweites und drittes Dritte mit einem vorhersehbaren Ende. Das schwächste Buch des Autos bis jetzt - schade!

In den Augen der anderen - Jodie Picoult


Englischer Titel: House Rules

Amazon Kurzbeschreibung:
Jacob Hunt hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer autistischen Störung. Deshalb kocht Emma, seine Mutter, montags nur grüne Speisen und dienstags rote. Und längst hat sie Jacobs Besessenheit für Kriminaltechnik akzeptiert. Doch dann wird seine Erzieherin Jess erschlagen aufgefunden, und Jacob wird des Mordes an der jungen Frau verdächtigt. Die mühsam erkämpfte "Normalität" in Emmas kleiner Familie bricht zusammen. Jacob muss sich sich vor Gericht verantworten. Alle Beweise sprechen gegen ihn. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren und um die Rechte von Menschen, die anders sind.

 Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Meine Meinung:
Selten ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu bewerten und nachdem ich jetzt hier sitze und die Rezi schreiben will,  weiß ich noch immer nicht, was ich eigentlich schreiben soll und wie ich das Buch bewerten soll.
Jodie Picoult gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und leider muss ich sagen, dass die letzten Bücher, die ich von Ihr gelesen habe, nicht mehr an ihre Bestseller von früher anschließen können.
"In den Augen der anderen" behandelt wiederum ein Thema, das Picoult schon oft aufgegriffen hat: Familie mit kranken Kind oder Problemkind oder beides. Trotz des gleichen Thema's sind jedoch ihre Bücher immer anders und als Leser erfährt man sehr genau, wie schwer es für Familien ist mit dieser Krankheit zu leben und damit umzugehen. Im neuesten Roman geht es um Jacob, der das Asperger Syndrom hat; eine besondere Form des Autismus. Wir lernen seine alleinerziehende Mutter Emma und seinen Bruder Theo kennen. Picoult verleiht wieder jeden der Hauptpersonen eigene Kapitel, die in der der Ich-Form erzählt werden. Außerdem lernen wir noch in den einzelnen Kapiteln die Sichtweisen von Rich, dem ermittelnden Kommisar, und Oliver, Jacob's Rechtsanwalt, kennen.
Leider hat das Buch einige Längen und ich finde die Autorin hätte von den fast 700 Seiten 200 streichen können. Es wird wirklich viel zu lang und breit über die Krankheit berichtet. (Übrigens ist die Krankheit nach dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger benannt). Die Geschichte kommt erst spät in Schwung und ich habe das erste Mal bei Picoult den Schluss erraten.
Was mich auch gestört hat, war die Erzählweise von Jacob, der sich im Buch selbst analysiert und auch seine Gefühle beschreiben kann, was Personen mit dem Asperger Syndrom ja aberkannt wird.

Aber ich will hier nicht nur Negatives berichten. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig und ihre Recherearbeiten zum jeweiligen Thema sind immer beeindruckend. Mir gefällt ja auch so an ihren Büchern, dass Picoulte immer wieder Themen aufgreift, über die sonst kein Autor schreiben würde. Und wer noch kein Buch der Autorin gelesen hat und keine besseren Vergleiche hat, wird der Roman sicher gut gefallen.

Fazit: Jodie Picoult's neuester Roman hat das altbekannte Schema ihrer erfolgreichsten Romane, doch hier kommt zeitweise etwas Langeweile auf. Trotzdem ein Thema, das interessiert und wie immer gut recheriert und sehr gut geschrieben.

Kurzer Büchereibesuch - KW 44

Am Montag war ich ganz kurz in der Bücherei und habe mir mal nur EIN Buch abgeholt. Ist das zu glauben? ;) Auf mich wartete der neue Safier: "Happy Family"

David Safier
Happy Family

Eine verflucht nette Familie Familie Wünschmann ist nicht happy. Mama Emmas Buchladen geht pleite, Papa Frank ist völlig überarbeitet, die pubertierende Fee bleibt sitzen, und Sohnemann Max wird von dem Mädchen, das er liebt, ins Schulklo getunkt. Zu allem Überfluss werden die Wünschmanns nach einem Kostümfest auch noch von einer Hexe verzaubert: Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf. Gemeinsam jagen die frischgebackenen Monster um den halben Erdball, der Hexe hinterher, damit diese den Fluch wieder rückgängig macht. Dabei treffen sie auf jede Menge echte Ungeheuer: Vampire, Riesenechsen und schwäbische Pauschaltouristen. Sogar auf Dracula höchstpersönlich, der mit seinem unwiderstehlichen Charme Mama Emma verführen will. Tja, niemand hat behauptet, dass es einfach ist, als Familie das Glück zu finden.

Und weil ich gestern auch etwas Aufheiterung benötigte, habe ich auch gleich damit angefangen und die anderen Bücher mal links liegen gelassen....

Lesemonat Oktober

Läuft Euch auch die Zeit nur so davon?
Schon wieder ein Monat vorbei und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Somit Zeit für eine neue Statistik. Hier kommt meine Oktoberstatistik:

Oktober:

  1. Die Goldspinnerin - Gerit Bertram  (512 Seiten)  3 1/2 Sterne
  2. Feuer - Karen Rose (624 Seiten)  4 Sterne
  3. Über mir der Himmel - Jandy Nelson (352 Seiten)    4 1/2 Sterne
  4. Für immer dein Dad - Lola Jaye (336 Seiten)  5 Sterne
  5. Der Schwur des Maori-Mädchens - Laura Walden (525 Seiten)  4 Sterne
  6. Der Stalker - Tania Carven (471 Seiten)   4 Sterne
    Oktober Gesamtseitenzahl: 2.484
Der Oktober war für mich ein Durchschnitstmonat: 6 gelesene Bücher. Die Seitenzahl hätte ein bisschen höher sein können, aber ich bin zufrieden. Auch bei den Bewertungen gab es fast immer vier Sterne....

Mein Monats-Highlight war definitiv: Für immer dein Dad von Lola Jaye

 

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