- Taschenbuch; 400 Seiten
- Verlag: Droemer TB, 2. Auflage, (21. Juli 2025)
- ISBN-10 : 3426564661
- ISBN-13 : 978-3426564660
- Genre: Roman
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Es soll der persönlichste Artikel ihres Lebens werden – beharrlich verfolgt die Journalistin Hanna ihren Plan, über die traumatischen Erfahrungen früherer Verschickungskinder auf Borkum zu berichten, denn auch ihre Mutter hat dort bei einer solchen Kinderkur einst Schlimmes erlebt. Doch vor Ort erhebt sich Widerstand, als Hanna die damaligen Missstände aufdecken will. Nur der Inselarzt Ole steht ihr bei ihren Nachforschungen zur Seite, beide verlieben sich Hals über Kopf. Dann wird Hanna das alte Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin zugespielt, aus dem sich Hinweise auf ein vertuschtes Verbrechen ergeben. Dabei gerät Hanna in ein verstörendes Dilemma, denn nach und nach zeichnet sich ab, dass in Oles Familie ein schreckliches Geheimnis gehütet wird ...
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur "Music meets Book Challenge"
Meine Meinung:
Von Eva Völler habe ich bereits einige Romane, wie die "Ruhrpott-Saga", die Dilogie um die Dorfschullehrerin und die historischen Krimis um Kriminalinspektor Carl Bruns gelesen. Mit "Der Sommer am Ende der Welt" hat sie nun einen Roman geschrieben, der in der Gegenwart spielt. Das Thema beinhaltet jedoch wieder etwas Vergangenes, nämlich geht es hier um die Kinderverschickungen zwischen den 1960iger und 1980iger Jahren. Kinder, die gesundheitlich Probleme hatten, wurden auf Anraten der Ärzte auf Kuren geschickt, um sie aufzupäppeln oder durch die frische Luft in den Bergen oder an der Nordsee gesunden zu lassen. Was jedoch oftmals zutraf, war das genaue Gegenteil und ein Aufenthalt, der traumatisierte Kinder zurückließ. Ein Thema, welches viel mehr Beachtung finden sollte!
Von Eva Völler habe ich bereits einige Romane, wie die "Ruhrpott-Saga", die Dilogie um die Dorfschullehrerin und die historischen Krimis um Kriminalinspektor Carl Bruns gelesen. Mit "Der Sommer am Ende der Welt" hat sie nun einen Roman geschrieben, der in der Gegenwart spielt. Das Thema beinhaltet jedoch wieder etwas Vergangenes, nämlich geht es hier um die Kinderverschickungen zwischen den 1960iger und 1980iger Jahren. Kinder, die gesundheitlich Probleme hatten, wurden auf Anraten der Ärzte auf Kuren geschickt, um sie aufzupäppeln oder durch die frische Luft in den Bergen oder an der Nordsee gesunden zu lassen. Was jedoch oftmals zutraf, war das genaue Gegenteil und ein Aufenthalt, der traumatisierte Kinder zurückließ. Ein Thema, welches viel mehr Beachtung finden sollte!
Genau aus diesem Grund macht sich Journalistin Hanna auf den Weg zur Insel Borkum, wo in den Sechziger Jahren ihre Mutter eines dieser Kinder war. In der Villa Aurelia wurden die Mädchen und Jungen gequält und geschlagen. Hanna möchte mit einem Artikel aufdecken, wie es damals tatsächlich in vielen dieser Heime zuging. Dabei hilft ihr Sabine, die zu dieser Zeit sechs Wochen verbracht hat und mit der sie täglich kommuniziert. Besonders die unbarmherzige Tante Angela ist Sabine und auch Hannas Mutter in Erinnerung geblieben.
Aus der ehemaligen Villa Aurelia ist nun ein Luxushotel geworden, in dem Hanna sich mit ihrer 15jährigen Tochter Katie einquartiert. Als die Betreiber des Hotel erfahren, worüber Hanna tatsächlich schreiben möchte, ändert sich ihre Freundlichkeit zu Hass. Kurze Zeit später wird ihr ein altes Tagebuch vor die Tür gelegt, welches einiges enthüllt...
Aus der ehemaligen Villa Aurelia ist nun ein Luxushotel geworden, in dem Hanna sich mit ihrer 15jährigen Tochter Katie einquartiert. Als die Betreiber des Hotel erfahren, worüber Hanna tatsächlich schreiben möchte, ändert sich ihre Freundlichkeit zu Hass. Kurze Zeit später wird ihr ein altes Tagebuch vor die Tür gelegt, welches einiges enthüllt...
Der Schreibstil von Eva Völler liest sich flüssig und wie schon in all ihren anderen Geschichten mochte ich die bildhafte Erzählweise. Jedoch hätte ich die Geschichte um die Verschickungskinder lieber auf zwei verschiedenen Zeitebenen gelesen und nicht nur als kurze Telefonate oder Tagebucheintragungen, die sich in kursiver Schrift vom Hauptstrang abheben. Außerdem hätte ich es besser gefunden, wenn man nicht nur aus der Sicht von Sabine, sondern auch von weiteren Kindern, die zur selben Zeit in der Villa Aurelia zur Kur waren, gelesen hätte.
Viel zu schnell verliert sich das Hauptthema des Buches in weiteren Nebenhandlungen, die ich nicht gebraucht hätte. Schon auf den ersten Seiten lernt Hanna den hiesigen Inselarzt Ole kennen und ihre Tochter Katie den Sohn der Hotelinhaberin, Bengt. Und hier haben wir schon von Beginn an zwei Liebesgeschichten, die mir viel zu schnell abgelaufen sind. Ich konnte absolut keine der beiden Lovestories spüren und fand beide unpassend. Ein weiteres unnötiges Thema waren die Déjà-vus von Hanna und ihre gesundheitlichen Probleme. Im letzten Drittel kommt noch ein Mordfall ins Spiel, sowie Verbrechen während der Nazizeit. Letzteres kann ich noch verstehen, denn die Erziehungsmethoden in den Heimen waren von den Idealen der Nazis geprägt.
Viel zu schnell verliert sich das Hauptthema des Buches in weiteren Nebenhandlungen, die ich nicht gebraucht hätte. Schon auf den ersten Seiten lernt Hanna den hiesigen Inselarzt Ole kennen und ihre Tochter Katie den Sohn der Hotelinhaberin, Bengt. Und hier haben wir schon von Beginn an zwei Liebesgeschichten, die mir viel zu schnell abgelaufen sind. Ich konnte absolut keine der beiden Lovestories spüren und fand beide unpassend. Ein weiteres unnötiges Thema waren die Déjà-vus von Hanna und ihre gesundheitlichen Probleme. Im letzten Drittel kommt noch ein Mordfall ins Spiel, sowie Verbrechen während der Nazizeit. Letzteres kann ich noch verstehen, denn die Erziehungsmethoden in den Heimen waren von den Idealen der Nazis geprägt.
Durch die Menge an Themen verliert jedoch jedes einzelne an Wichtigkeit und vor allem bleibt das Thema Verschickungskinder viel zu sehr an der Oberfläche. Sehr schade!
Fazit:
Ein Thema, welches noch viel mehr aufgegriffen werden sollte. Eva Völler hat sich jedoch in ihrem Roman "Der Sommer am Ende der Welt" meiner Meinung etwas verzettelt. Das Hauptthema verliert an Wichtigkeit und weicht nichtssagenden Liebesgeschichten und Krankheitssymptomen. Leider bleibt der Roman zu oberflächlich und schrammt am Thema etwas vorbei. Schade!
Ein Thema, welches noch viel mehr aufgegriffen werden sollte. Eva Völler hat sich jedoch in ihrem Roman "Der Sommer am Ende der Welt" meiner Meinung etwas verzettelt. Das Hauptthema verliert an Wichtigkeit und weicht nichtssagenden Liebesgeschichten und Krankheitssymptomen. Leider bleibt der Roman zu oberflächlich und schrammt am Thema etwas vorbei. Schade!
Vielen Dank an den Droemer Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!















Liebe Martina
AntwortenLöschenAch, wie schade. Ausgerechnet dieses wichtige und spannende Thema scheint ja wirklich ein wenig unterzugehen in diesem Buch. Vielleicht wollte die Autorin zu viel? Eben, weil es ihr auch so wichtig war?
Schade auf jeden Fall und danke für die sehr aussagekräftige Rezension
Livia
Liebe Martina
AntwortenLöschenIch habe das E-Book von Netgalley. Bin gespannt, ob es mir gefallen wird. Deiner Meinung nach scheint es ja wenig intensiv auf das Thema einzugehen.
Liebe Grüße von der Gisela
Ja, und das fand ich extrem schade! In der Zwischenzeit habe ich das Buch zum selben Thema von Barbara Leciejweski gelesen und das kann ich dir empfehlen!
LöschenLiebe Grüße
Martina
Nach "Am Meer ist es schön" stand dieses Buch hier tatsächlich als nächstes auf der Agenda, einfach weil ich das Thema mega spannend finde, aber es ist heute auf meiner Recherche"reise" die zweite Rezension, die klar macht, dass das Buch an "Am Meer ist es schön" nicht herankommt.
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