- Verlag: Knesebeck (27. Juni 2024)
- Übersetzer: Sarah Heidelberger
- ISBN-10 : 3957288894
- ISBN-13 : 978-3957288899
- Originaltitel: The House Trap
- Genre: Jugendbuch
- Lesealter: ab 11 Jahren
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Knesebeck Kurzbeschreibung:
Eigentlich hätten Claude, Deliah und Sam aufpassen sollen – doch plötzlich ist Claudes kleine Schwester Amity verschwunden. Auf der Suche nach ihr wagen sich die drei tief in den verbotenen Wald, in dem schon viele Kinder verschwunden sind, und entdecken dort Manvers Hall, ein riesiges Herrenhaus. Alles ist für eine Party vorbereitet und die Gäste müssten jederzeit eintreffen. "Wenn sich die Tür schließt, beginnt das Spiel!", steht auf der Einladung – und tatsächlich müssen die Kinder bald feststellen, dass die Türen verschlossen sind und sie das Haus nicht verlassen können.
Sie können nur entkommen, wenn es ihnen gelingt, die Rätsel des verrückten Architekten des Hauses zu lösen. Doch wie soll das gehen, wenn der schon seit neunzig Jahren tot ist und das Haus nur noch von Geistern bewohnt wird? Wird es Deliah, Claude, Sam und Amity gelingen, dem Haus zu entkommen?
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Dieses Jugendbuch hat sofort mein Interesse erweckt, als ich den Klappentext gelesen und es bei vorablesen und bei lovelybooks gesehen habe. Bei Lovelybooks hatte ich Glück und habe es gewonnen.
Nach dem Lesen sind meine Gedanken dazu doch etwas ernüchternd. Ich weiß, ich gehöre nicht zur Zielgruppe und dies muss man ebenfalls berücksichtigen. Trotzdem habe ich schon einige Jugendbücher gelesen, die von mir mit 5 Sternen bewertet wurden und die mich begeistert haben.
Deliah und Claude sind seit Jahren gute Freunde, doch nun sollen Claude und seine kleine Schwester Amity bald wegziehen. Außerdem ist da auch noch Sam, der "neue beste" Freund von Claude, der für Deliah alles noch ein bisschen schwieriger macht. Bevor Claudes Familie tatsächlich aufbricht, gehen die Kinder nach draußen, um zu spielen. Der naheliegende Wald soll jedoch nicht betreten werden, denn dieser soll angeblich verflucht sein. Seit Jahrzehnten sind darin Kinder "verloren" gegangen und nie wieder aufgetaucht. Als plötzlich die kleine Amity nicht mehr bei ihnen ist, dringen die Kinder auf der Suche nach Claudes kleiner Schwester immer tiefer in den Wald hinein und stehen plötzlich vor einer alten Villa: Manvers Hall. Kurz bevor sie es betreten wollen, hören sie drinnen einen Schrei, der eindeutig von Amity stammt. Die drei laufen ins Haus, in dem alles für eine Party vorbereitet zu sein scheint. Als hinter ihnen die Tür ins Schloss fällt, ahnen sie noch nicht, dass damit das Spiel beginnt....ein Spiel, das ihnen das Verlassen des Hauses verwehrt. Nur wenn das Rätsel gelöst wird, können sie Manvers Hall wieder verlassen. Was sie nicht wissen ist, dass bisher keines der verschwundenen Kinder das Rätsel lösen konnte....
Das angesprochene Escape-Room Feeling ist nur zu Beginn vorhanden. Dann entwickelt sich die Geschichte eher zu einem Spukroman und auch mitraten ist schwer möglich. Das fand ich etwas schade!
Neben dem Rätsel um das mysteriöse Haus, seinem ehemaligen exzentrischen Hausbesitzer und seiner verschwundenen Tochter, dreht sich viel um die Freundschaft der vier Kinder. Ist Deliah zu Beginn noch wütend auf Sam, den neuen Freund von Claude und auch auf Claude selbst, lernen die Kinder voneinander und beginnen auch ihre Eigenschaften zu akzeptieren. Deliah liebt zum Beispiel Mathemaik und Rätsel und glaubt nicht an Geister, die anscheinend im Haus herumspuken, denn Amity hört immer wieder Stimmen zwischen den Wänden. Claude ist dem Mystischen hingegen eher aufgeschlossen und Sam scheint schwer durchschaubar. Nur Amity, mit ihrer kindlichen Unbekümmertheit, habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und dialoglastig. Die Geschichte lebt auch von der mysteriösen Stimmung und die Charaktere entwickeln sich weiter. Für Kinder ab 11 Jahren sicherlich ein spannender Gruselroman und Figuren, mit denen sie sich identifizieren können. Nur das Ende konnte mich nicht gänzlich überzeugen.
Die Innengestaltung ist gelungen. Vor jedem Kapitel gibt es eine Zeichnung der Spukvilla, die jedoch nicht variiert. Hier hätte man noch mehr rausholen und verschiedene Darstellungen des Hauses abbilden können.
Cover:
von links nach rechts:
sowohl das französische links, als auch das englische sind ident und passen eigentlich besser zur Geschichte, als das deutschsprachige, welches mir aber auch gefällt.
Fazit:
Keine Esacpe Room Geschichte, sondern mehr ein gruseliges Spukhauserlebnis mit vier Kindern, die dem Geheimnis von Manvers Hall auf den Grund gehen. Für das Zielpublikum sicher eine spannende Geistergeschichte, die unterhält. Ich hatte etwas mehr Escape Room Feeling und Rätselspaß erwartet.
Vielen Dank an den Knesebeck Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!
















Hallo liebe Martina,
AntwortenLöschendieses Buch hatte ich auch schon im Blick und habe mich daher gerade sehr gefreut eine Rezension auf deinem Blog dazu zu entdecken.
Ich finde es schade, dass sich die Geschichte nicht ganz so in die Richtung entwickelt hat, wie erwartet. Allerdings muss ich sagen, dass ich darüber hinaus doch immer noch sehr interessiert an dem Buch bin. Es passt auch einfach perfekt in die anstehenden Herbst- und Halloweenzeit.
Vielen Dank für den informativen Einblick.
Liebe Grüße
Tanja
Ja, da hast du recht...es passt perfekt in die Herbst- und Halloweenzeit.
LöschenLG Martina
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenIch hätte hier tatsächlich keine "Kinder" Geschichte erwartet - da haben England und Frankreich definitiv das passendere Cover gemacht, bei dem der Inhalt besser rüberkommt und man eher weiß, worauf man sich hier einlässt.
Schade dass es nicht so überzeugen konnte, denn an sich klingt es vom Klappentext her wirklich spannend.
Vielleicht macht es hier wirklich das Alter aus - wobei ich immer denke, dass Kinder/Jugendbücher auch von Erwachsenen gelesen werden können sollen - stimmt der Satz so? *lach* Hat das nicht sogar mal ein Autor gesagt?
Liebste Grüße, Aleshanee
Liebe Aleshanee,
Löschenich wusste bei der Beschreibung, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, aber es stimmt, dass das Cover nicht unbedingt den Eindruck vermittelt. Das englische/französische Cover hingegen schon.
Ich lese ja auch hin- und wieder Jugendbücher und manche haben mich ja auch total begeistert, wie zum "Dunkelnacht" , "Vor uns das Meer" oder "The Fort".
Liebe Grüße
Martina
Ich mag Jugendbücher hin und wieder sehr gerne - aber da gibt es eben auch große Unterschiede und natürlich können "uns" da genauso wenig alle gefallen wie bei den Erwachsenen. Aber manchmal merkt man halt schon, dass da weniger auf Logik oder Hintergründe gesetzt wird, oder die Charaktere flacher gehalten werden, was ich schon schade finde. Das geht ja auch, wenn die "Sprache" an sich etwas einfacher gehalten wird.
LöschenHallo Martina,
AntwortenLöschenda ging es dir, wie mir. Ich hatte auch mehr in die Escape Richtung erwartet, fand die Figuren anfangs unsympathsich und am Ende war es mir mit der Verbindung von grandioser Technik mit dem Übernatürlichem etwas zu viel des Guten... Somit habe ich auch 3,5 Buchherzen vergeben.
Liebe Grüße,
Steffi vom Lesezauber
Liebe Steffi,
Löschenja, ich habe gesehen, dass du ähnlicher Meinung bist. Irgendwie fand ich die Geschichte nicht richtig stimmig.
Liebe Grüße
Martina