- Gebundene Ausgabe: 499 Seiten
- Verlag: Suhrkamp Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (12. März 2023)
- Übersetzer: Stefan Lux
- ISBN-10 : 3518473174
- ISBN-13 : 978-3518473177
- Originaltitel: Five Decembers
- Genre: historischer Spionage-Krimi
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Suhrkamp Kurzbeschreibung:
Honolulu, 1946: Vor fünf Jahren untersuchte Detective Joe McGrady den Mord an einem jungen Mann und dessen Freundin, einer Japanerin. Die Spur führte nach Hong Kong, wo McGrady in Kriegswirren geriet, verhaftet und verschleppt wurde und schließlich in Japan untertauchen musste. Nach nunmehr fünf Wintern kehrt McGrady als Privatdetektiv nach Hawaii zurück, fest entschlossen, den Fall, der ihn nie losließ, endlich abzuschließen …
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
"Fünf Winter" ist mir auf einigen Plattformen aufgefallen, weil es durchschnittlich sehr gute Bewertungen bekommen hat. Meine Neugierde war geweckt, denn diesen "Geheimtipp" wollte ich kennenlernen.
Gemeinsam mit der lieben Nicole von "Zeit für neue Genres" habe ich diesen außergewöhnlichen Krimi dann in einer Leserunde auf ihrem Blog gelesen.
1941. Detective Joe McGrady, ehemaliger Captain der US-Streitkräfte, ist neu am Honolulu Police Department. Trotzdem bekommt er einen brutalen Mord an einem jungen Mann und seiner japanischen Freundin als Fall zugesprochen, den er mit Kollegen Fred Bull bearbeiten soll. Bald entdeckt er, dass eine viel größere Geschichte hinter dem Mordfall steckt und er mitten drin steckt. Daraufhin begibt sich McGrady auf Mörderjagd. Diese beginnt mit einer Reise nach Hongkong und führt ihn später weiter nach Japan...
"Fünf Winter" bietet dem Leser sehr viele Sequenzen und der Fall ist äußerst komplex. Dieser führt Joe McGrady auf eine Reise nach Asien. Der erste Zwischenstop ist Hongkong, wo McGrady einiges über die Machenschaften hinter den Morden entdeckt. Er gerät in eine Falle und wird in Hongkong inhaftiert. Ein paar Tage später übernimmt die
japanische Armee die Stadt und auch die inhaftierten Amerikaner und Engländer werden als
Kriegsgefangene nach Tokio verfrachtet. Doch dann wird Pearl Harbour bombardiert und plötzlich steckt er als Amerikaner im "Feindesgebiet" fest. In Tokio verbringt McGrady einige Jahre, wo er die Japanerin Suchi kennenlernt und sich in sie verliebt. Ob er den fünf Winter zurückliegenden Doppelmord in Honolulu aufklären kann? Und ist er nach dieser langen Zeit überhaupt noch relevant?
Die Geschichte wird sehr nüchtern erzählt und man erkennt sehr schnell, dass der Autor Amerikaner ist. Alle Deutschen sind böse Nazis und mir fehlte es oft an Charaktertiefe der handelnden Figuren. Für mich würde dieser Krimi besser als Drehbuch für einen actionreichen Spionage-Thriller funktionieren.
Trotzdem wird der komplexe Krimi spannend erzählt und man fiebert mit Joe McGrady mit, dessen Feind ihm immer eine Nasenlänge voraus ist.
Spannend war die Sicht auf den Pazifikkrieg. Ein etwas anderer Blickwinkel, denn normaler Weise lesen wir über diese Zeit fast nur aus der Sicht Deutschlands oder Resteuropas. Im Krieg gibt es keine Sieger oder Kriegshelden, was ich dieser Geschichte und dem Autor zugute schreibe.
Auch die Kapitel in Japan sind sehr interessant erzählt, denn der Autor bringt uns dieses Land näher. Sprache und Kultur, sowie das schreckliche Finale des Zweiten Weltkrieges mit dem Abwurf der beiden Atombomben werden, sind großes Thema.
"Fünf Winter" wird mit den Worten beworben: "Ein gewaltiges Epos in Cinemascope Format. Letzteres kann ich bestätigen, denn als Film oder Serie könnte ich mir die Geschichte wirklich sehr gut vorstellen. Irgendwie wirkt es wie ein Hollywood-Klassiker.
Cover:
von links nach rechts:
Das amerikanische Cover, das ungarische, das rumänische und das italienische Cover
Auch an den diversen Covern merkt man, dass es sich hier um eine etwas andere Geschichte handelt bzw. finde ich zwei Cover davon richtig trivial und erinnern mich an Jerry Cotton Hefte
Fazit:
Nicht das Highlight, das ich erwartet hatte, aber ein etwas anderer (Spionage)Krimi, der mir spannende Lesestunden gebracht hat. Außerdem einmal eine Geschichte, die man normaler Weise nicht so schnell liest.
















Hallo Martina,
AntwortenLöschendas amerikanische Cover wirkt richtig billig, obwohl es auch zur Geschichte passt. Der Vergleich mit einem Drehbuch passt auf jeden Fall perfekt.
Liebe Grüße
Nicole
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenEs klingt auf jeden Fall interessant! Ich hatte auch schon einige "amerikanische Bücher", die eher an einen Film erinnert haben, sehr witzig, dass dieser Eindruck bei manchen Büchern entsteht :) Die sollten dann vielleicht lieber Drehbücher schreiben? :D
Insgesamt scheint es aber doch eine spannende Handlung gewesen zu sein - auch wenn es einige Kritikpunkte gab.
Liebste Grüße, Aleshanee