- Taschenbuch: 336 Seiten
- Verlag: sbvv; 1. Edition (28. Oktober 2021)
- ISBN-10 : 3033087760
- ISBN-13 : 978-3033087767
- Genre:
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| Die Verlagsrechte liegen bei der Autorin |
Amazon Kurzbeschreibung:
Straßburg, 2018
Keri ist eine talentierte Destillateurin und stets bestrebt, sich im Familienweingut
»La Maison de Annick« einzubringen. Doch Philippe macht ihr das Leben schwer – er hat seine von den Seychellen stammende Adoptivschwester niemals akzeptiert.
Als sich die Gelegenheit ergibt, das vernachlässigte Manoir Sainte Marie in eine Rumdestillerie zu verwandeln, reist die frisch getrennte Keri zurück nach Mahé.
Mit im Gepäck: ein erster Hinweis, um ihre leiblichen Eltern zu finden, und die Telefonnummer des Denkmalschützers Lucien, mit dem sie zusammenarbeiten muss.
Was kein Problem darstellen würde, wäre er nur nicht so wankelmütig und von seiner ganz eigenen unvollendeten Vergangenheit geplagt.
Seychellen, 1800
Amaniel hat seine Entführung und die schreckliche Überfahrt nach Mahé überlebt – nur um dort auf dem Sklavenmarkt verkauft zu werden.
Sein einziger Trost ist sein Tagebuch, dem er all seine Erlebnisse anvertraut.
Als er auf dem Manoir Sainte Marie landet, verliebt er sich in Élodie.
Kann er ihr Herz gewinnen? Und ist er in der Lage, die Ketten der Sklaverei für immer zu sprengen?
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Diesen Roman von Esther Destratis habe ich mir schon vor zwei Jahren gekauft und nun ist es an der Zeit ihn endlich zu lesen. Band 2 liegt bereits hier. Das ist auch gut so, denn "Unvollendete Vergangenheit" hat leider ein offenes Ende, welches hoffentlich im Folgeband aufgelöst wird. Ich mag nämlich keine offenen Enden und das hat leider auch meine Bewertung eher negativ beeinflusst.
Keri ist eine sehr sympathische junge Frau, die auf den Seychellen geboren ist und als Baby von einer französischen Familie adoptiert wurde. Ihre Kindheit war nicht einfach, denn in der Schule wird sie wegen ihrer schwarzen Hautfarbe gemobbt. Ihren Adoptiveltern gehört ein erfolgreiches Weingut, welches ihr Bruder Philippe einmal leiten möchte. Keri interessiert sich eher für die Schnapsbrennerei und stellt erfolgreich ganz besondere Köstlichkeiten her, die sich auch im Shop des Familienweingutes »La Maison de Annick« gut verkaufen. Philippe ist das hingegen nicht recht. Seit seiner Kindheit hasst er seine Adoptivschwester und legt ihr immer wieder Steine in den Weg. Als sich die Gelegenheit ergibt, das vernachlässigte Manoir Sainte Marie, welches ihre Eltern damals auf den Seychellen gekauft haben, zu renovieren und in eine Rumdestillerie zu verwandeln, sieht Philippe seine Chance gekommen Keri erfolgreich loszuwerden. Keri möchte hingegen ihren Bruder beweisen, dass sie etwas von ihrem Geschäft versteht und fliegt in ihre alte Heimat. Gleichzeitig möchte sie ihre leiblichen Eltern finden...
In einem zweiten Handlungsstrang sind wir im Jahre 1799 und erleben den Überfall auf eine Plantage. Die Arbeiter und der farbige Sohn des Plantagenbesitzers werden gefangen genommen und als Sklaven verkauft. Er landet auf der Plantage Manoir Sainte Marie...
Mir hat der Roman bis zur Ankaunft auf den Seychellen sehr gut gefallen. Keris Probleme als Schulkind und der Rückblick von Philippe, der sich durch die Adoption von Keri zurückgesetzt fühlt, sind sehr lebendig und emotional beschrieben. Ich habe mit beiden mitgelitten, wobei ich Philippe trotzdem nicht wirklich leiden konnte. Er ist ein Intregant und außerdem ein Rassist.
Auf den Seychellen angekommen werden die Inseln sehr bildhaft beschrieben. Man bekommt richtig Lust ins nächste Flugzeug zu steigen und in diesem Pardies im Indischen Ozean zu verweilen.
Was mir weniger gefallen hat, war die aufkeimende Liebesgeschichte, die bei mir so überhaupt nichts ausgelöst hat. Ich spürte kein kribbeln im Bauch und keine Funken sprühen...gar nichts.
Die Geschichte an sich ist schön und wird sehr bildgewaltig beschrieben. Die Ausflüge nach "La Digue", der berühmten "Bacardi" Insel, und dessen Flora und Fauna sind traumhaft. Aber auch Straßburg, wo Keri lebt, wird sehr eindrücklich dargestellt. Der Schreibstil von Esther Destratis ist lebendig und bildhaft.
Leider erhalten wir nur winzige Informationen betreffend der leiblichen Mutter von Keri. Der
Handlungsstrang in der Vergangenheit scheint dabei zwar eine Rolle zu
spielen, aber sehr viel mehr, als oben im Klappentext bereits angegeben,
wissen wir auch nach dem Beenden des Buches nicht. Das ist mir einfach
zu wenig! Ich möchte nicht "gezwungen" werden mir den zweiten Band
kaufen zu müssen, um beide Rätsel gelöst zu bekommen und auch zu
erfahren, wie Keris Zukunft aussehen wird.
Für mich ist dieser erste
Band unvollständig und ich bin wie gesagt froh, dass ich Band 2, der
übrigens erst zwei Jahre später erschienen ist, bereits hier liegen
habe.
Fazit:
Eine sehr schöne Geschichte, die bildgewaltig erzählt wird. Leider wird in diesem ersten Band aber nichts aufgelöst und man ist gezwungen Band 2 zu kaufen, was mir nicht gefällt, auch wenn ich ihn schon hier liegen habe und bald weiter lesen werde. Trotzdem bleibt mir der Untertitel mit dem Wort "unvollständig" hängen, denn nach beenden dieses Buches ist dieser äußerst zutreffend....















Liebe Martina
AntwortenLöschenDu bist ja schon ein wenig im Sommer angekommen :-) Persönlich stören mich Cliffhanger in Reihen nicht, weil ich ja weiss, dass noch weitere Bände folgen werden. Aber ich kann schon nachvollziehen, dass dich das doch sehr offene Ende geärgert hat.
Ich bin gespannt, was du zum zweiten Band berichten wirst.
Alles Liebe
Livia