- Broschiert: 368 Seiten
- Verlag: Emons Verlag (29. August 2023)
- ISBN-10 : 3740818409
- ISBN-13 : 978-3740818401
- Genre: Krimi
- Reihe: ja - Band 6 der Solothurner Kriminalpolizei
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Emons Kurzbeschreibung:
Ein temporeicher Kriminalroman, bei dem Lokalkolorit auf globales
Verbrechen trifft. Eine Informantin der Polizei erscheint nicht zu
einem vereinbarten Treffen. Wenige Stunden später ist sie tot. Am Tag
darauf wird am Aareufer die Leiche eines Mannes gefunden. Das einzig
verbindende Element ist der Solothurner Ableger eines deutscharabischen
Familienclans. Doch dieser hüllt sich in Schweigen. Um die Fälle zu
lösen, muss Hauptmann Dominik Dornach auf die Hilfe bewährter
Verbündeter zurückgreifen. Ausgerechnet jetzt holt ihn eine Affäre aus
der Vergangenheit ein, die tragisch endete ...
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Ich empfehle die Vorgängerbände zum besseren Verständnis zu lesen
Meine
Meinung:
Der sechste Fall von Dominik Dornach benötigte etwas Zeit, um zu mir zu kommen. Ich erhielt zuvor ein ganz anderes Buch vom Verlag, dessen Cover diesem sehr ähnelte. Und bis dann alles abgeklärt war, dauerte der Postweg ebenfalls wieder sehr lange.
Der Krimi startet temporeich mit dem Auffinden der toten Studentin Vanessa Kurth, die als Informantin für die Polizei arbeitete. Kurze Zeit später wird eine unbekannte männliche Leiche gefunden. Vermehrt führen die Spuren zu Boran Baddour aus einem deutsch-arabischen Familienclan.
Dominik und sein Team beginnen zu ermitteln. In diesem Teil bekommen sie eine neue Staatsanwältin vor die Nase gesetzt, die sich Dominik gegenüber sehr abweisend und kühl benimmt. Casagrande wird daher umso schmerzlicher vermisst.
Die Fäden scheinen bei einem Mafia Clan zusammenzulaufen. Auch diesmal ist Dominiks Tochter Pia wieder mit dabei. Sie hat
die tote Studentin flüchtig gekannt und beginnt selbst
zu recherchieren. Pia hat einen Teil ihrer polizeilichen Ausbildung fast abgeschlossen und findet sich bei ihren Nachforschungen schnell in einem Nest aus Drogen und Korruption wieder, was auch Dominik an seine Grenzen bringt.
Die Krimis des Schweizer Autoren lassen sich mit anderen aus diesem Genre nicht wirklich vergleichen. Sie sind immer hochaktuell und politisch brisant. Die Spannung erinnert eher an einen Thriller und der Autor hat auch keinerlei Bedenken einer der Hauptfiguren sterben zu lassen.
In diesem Krimi spricht Christoph Gasser vorallem die Clan-Kriege an, die sich immer mehr auch in westlichen europäischen Ländern, wie Schweden, häufen. Auch brisante Themen, wie der Ukraine Krieg, die Söldnergruppe Wagner und organisierte Kriminalität, finden in die Handlung.
Der Spannungsbogen ist hoch und die Handlung wie immer temporeich und sehr komplex. Die Menge an Figuren ist ebenfalls beträchtlich. Dewegen würde ich empfehlen die Reihe von Band 1 an zu lesen.
Obwohl es auch wieder einige
Einblicke in das Privatleben von Dominik und seiner Tochter gibt, bleibt
die Krimihandlung im Vordergrund.
Auch wenn kein schweizer Dialekt verwendet wird, schwingt das Lokalkolorit immer mit. Man erfährt einige historische Hintergründe zu Solothurn, die perfekt in die Handlung miteinbezogen sind.
Am Ende befindet sich wieder ein Glossar mit schweizer Begriffen, die man als Österreicher:in aber kaum oder nicht wirklich
benötigt.
Was mir diesmal weniger gut gefallen hat, war eine Wendung, die der Autor bereits in einer der letzten Krimis angewandt hat. Einmal finde ich dies glaubwürdig, aber ein zweites Mal war mir diese Wendung einfach zu weit her geholt und unglaubwürdig.
Fazit:
Wieder ein hochbrisanter und aktueller Krimi des Autors, der mich gefesselt hat. Die ganze Reihe ist wirklich etwas ganz Besonderes in diesem Genre.
Vielen Dank an den Emons Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar, sowie für die Geduld mit mir, betreffend der Falschlieferung und der langen Wartezeit für die Rezension durch meine Verletzung!
Die Reihe um die Solothurner Kantonspolizei:
- Solothurn trägt schwarz
- Solothurn streut Asche *Rezi*
- Solothurn spielt mit dem Feuer *Rezi*
- Solothurn tanzt mit dem Teufel *Rezi*
- Solothurn blickt in den Abgrund *Rezi*
- Solothurn hüllt sich in Schweigen















Liebe Martina
AntwortenLöschenDie Solothurner Krimis habe ich mir auch schon vorgemerkt, die würde ich dann aber natürlich in der Reihenfolge lesen. Generell hat der Emons Verlag ja einige in der Schweiz spielende Krimireihen veröffentlicht und ich muss mir da mal einen Überblick verschaffen.
"Hohgant" aus dem Emmental (geschrieben von Gabriel Anwander) habe ich ja bereits gelesen, weitere werden sicher folgen.
Alles Liebe an dich
Livia
Liebe Livia,
Löschenich bin durch emons erst auf die schweizer Krimis gestoßen und finde die richtig gut. Ich lese die Reihe von Christof Gasser und mag auch die von Monika Mansour.
"Hohgant" kenne ich nicht. Muss ich mir mal näher ansehen.
Liebe Grüße
Martina