Die Bücherjägerin - Elisabeth Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 1. Edition (15. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3832166386
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3832166380
    • Genre: Roman

     


DuMont Kurzbeschreibung:
Sarah ist Bücherjägerin, Kartensammlerin und Restauratorin, sie liebt Manuskripte und alte Landkarten und kann generell besser mit Büchern als mit Menschen umgehen. Seit dem Tod ihrer Tante Amalia, die sie und ihre Schwester aufgezogen hat, lebt Sarah zurückgezogen in deren Kölner Villa mit dem wild sprießenden Garten. Ihre einzige Gesellschaft: die Schildkröten Bonnie und Clyde. Das ändert sich, als Benjamin, ein junger Bibliothekar aus London, vor der Tür steht. Er bittet Sarah, ihm beim Finden einer alten römischen Straßenkarte zu helfen, ein Auftrag, den Amalia kurz vor ihrem Tod angenommen hatte. Sarah zögert, und dann tut sie es doch, fährt mit Ben in seinem alten Auto einfach los, im Gepäck zwei Schildkröten, einige Atlanten und viele Fragen. So machen sie sich auf eine Reise, die sie nach Frankreich und England führt, in die Welt der Bücher und Karten, in Amalias Vergangenheit – eine Reise, die ihr Leben verändern wird. 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Meine Meinung:
Sarah lebt seit dem Tod ihrer geliebten Tante Amalia, die sie und ihre Schwester Milena aufgezogen hat, in deren alten Villa in Köln, inmitten von alten Büchern. Ihre einzige Gesellschaft sind Amalias Schildkröten Bonnie und Clyde. Sie ist Restauratorin von Büchern und alten Karten.
Die Einsamkeit stört sie nicht, denn am wohlsten fühlt sich Sarah inmitten ihrer Bücher. Beim Umgang mit anderen Menschen hat sie hingegen Schwierigkeiten. Sarah besitzt die Fähigkeit nicht, Gefühle anhand des Gesichtsausdrucks zu erkennen. Sie kann Emotionen anderer schlecht zuordnen und selbst auch nicht zeigen. Mit dem Tod ihrer geliebten Tante kommt sie nur schwer zurecht. Außerdem hat sie ihr jede Menge Schulden hinterlassen und Sarah hat keine Ahnung, wie sie zu Geld kommen soll.

Eines Tages steht der Bibliothekar Benjamin Ballantyne von der British Library in London vor ihrer Tür und erklärt, dass ihn Tante Amalia vor ihrem Tod kontaktiert hätte. Sie wäre dem fehlenden Kartenstück der "Tabula Peutingeriana" auf der Spur gewesen. Dieser verschollene Teil der mitteralterlichen Straßenkarte wird schon seit Jahrhunderten erfolglos gesucht. Sarah kann nicht glauben, dass gerade Amalia darauf gestoßen sein soll. Nur zögerlich willigt sie ein, gemeinsam mit Ben, den verschollenen Teil der Karte zu suchen. Nach der Durchsicht von Amalias Unterlagen machen sie sich auf den Weg nach Frankreich, wo sie Jean, Amalias französischen Freund und ebenfalls Bücherjäger, um Unterstützung bitten wollen...

Ich liebe Romane, in denen Bücher im Mittelpunkt stehen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass mir erstmalig der DuMont Verlag dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Während wir gemeinsam mit Sarah, Ben und den beiden Schildkröten auf die Reise nach Frankreich und anschließend nach Großbrtitannien aufbrechen, erfahren wir in kleinen Rückblicken mehr aus der Vergangenheit von Amalia und den beiden Schwestern, die als Kinder zu ihr gezogen sind.

Sarah war mir von Beginn an sympathisch. Sie lebt in ihrer eigenen Welt der Bücher und hat leicht autistische Züge. Sie tut sich schwer mit anderen Menschen - umso größer ist ihre Liebe zu den Geschichten. Schon als Kind hat sich Sarah nach dem Tod ihrer Eltern in die fiktive Welt geflüchtet. Ihre Entwicklung in der Geschichte hat mir gefallen.
Ihre Schwester Milena ist das ganze Gegenteil von ihr und inzwischen verheiratet und hat zwei Jungen. Milena wurde in der Schule nie gemobbt und hatte jede Menge Freunde. Trotzdem war sie eifersüchtig auf die ganz besondere Beziehung zwischen Tante Amalia und Sarah. Als Erwachsene haben sich die Schwestern nicht mehr viel zu sagen und müssen erst wieder zusammenfinden.

Ben ist ein Nerd. Für ihn sollen besondere Exponate für die Nachwelt in der Nationalbibliothek hinterlassen werden und nicht in priavten Haushalten "verschollen". Die Jagd privater Sammler nach antiquarischen Büchern und alten landkarten kann er nicht verstehen.
Auf der gemeinsamen Reise lernen wir ihn besser kennen und erfahren mehr über seine Kindheit und Familie.

Tanta Amalia war mein Lieblingscharakter. Sie ist eine etwas verrückte und selbstbewusste Frau, die das Herz auf den rechten Fleck hat. Sie hat immer ein offenes Ohr und ist für andere da. Nur auf der Jagd nach bestimmten Büchern und Antiquitäten kann sie zur gefürchteten "Jägerin" werden, die schon mal zu illegalen Handlungen greifen kann.

Obwohl die Geschichte nicht ganz das war, was ich mir vorgestellt hatte, habe ich sie sehr gerne gelesen. Sie regt zum Nachdenken an, die Sprache ist wunderschön und das Thema Buch kommt auch nicht zu kurz. Es ist eher eine leise Geschichte über Familie und Verlust.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Er ist poetisch, melodisch und tiefgründig, aber auch humorvoll. Man findet in der Geschichte so viele wunderbare Sätze, die ich alle am liebsten sofort markiert hätte. Auch die Schauplätze in Frankreich und Großbritannien sind sehr bidlhaft beschrieben.
Neben Verlust und Trauerarbeit hat die Autorin noch einige andere Themen, wie Diversität, Rasissmus und Diskriminierung miteingebunden. Zusätzlich hat sie sich der Genderschreibweise bedient, was etwas gewöhnungsbedürftig war. Im Nachwort geht die Autorin darauf näher ein.

Fazit:
Eine tiefgründige und eher leise Geschichte, die etwas anders ist, als ich dachte. Trotzdem hat sie mir gut gefallen und ich kann den Roman all denjenigen empfehlen, die keinen Abenteuerroman suchen, sondern eine leise und emotionale Erzählung übers Abschiednehmen und einen Neuanfang.

Vielen Dank an den DuMont Verlag für das Rezensionsexemplar!

Wilde Jagd - René Freund

     
    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Paul Zsolnay Verlag; 1. Edition (24. Juli 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3552073671
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3552073678
    • Genre: Roman

     

Zsolny Klappentext:
In Stein am Gebirge scheinen alle alles zu wissen. Und eisern zu schweigen. So kommt es Quintus Erlach zumindest vor. Der Philosophieprofessor will den Sommer im Haus seiner Kindheit verbringen, da weder seine Frau noch seine Tochter derzeit mit ihm zu tun haben wollen. Gerade fürs Hundesitting ist er noch gut genug, und beim Spazierengehen lernt er Evelina kennen. Sie kommt aus der Slowakei und pflegt den alten Zillner, nachdem dessen frühere Pflegerin spurlos verschwunden ist. Evelina und Quintus wollen herausfinden, was mit ihr passiert ist. Aber haben sie sich mit den Zillners, denen das ganze Dorf gehört, womöglich einen zu mächtigen Gegner ausgesucht? Witzig, geistreich und fast schon ein Krimi.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Bücher von René Freund habe ich bisher alle gelesen und gemocht. Sie sind sehr unterschiedlich, regen jedoch immer zum Nachdenken an. Leise Zwischentöne und versteckter Humor sind die Essenz von René Freunds Romanen.

Beim Einstieg in sein neues Buch habe ich mich diesmal allerdings ein bisschen schwer getan, was sich aber bald geändert hat und ich mich mit Quintus, einem kauzigen Philosophieprofessor angfreundet, habe. Dieser steckt in einer Art Lebenskrise. Seine Frau brauchte Abstand zur gemeinsamen Ehe und forscht im Amazonas und Tochter Katja spricht momentan nicht mit ihm. Auf ihren Hund "Machtnix" soll er allerdings schon aufpassen, während das Töchterlein ein Auslandssemester in Kanada absolviert. Quintus zieht in sein Elternhaus in Stein am Gebirge ein, wo ihm buchstäblich die Decke auf dem Kopf fällt. Das Haus ist mehr als renovierungsbedürftig und das Dach im schlechten Zustand. Auch die Einwohner seines ehemaligen Heimatortes sind im fremd geworden

Beim einem Spaziergang trifft er auf Evelina, der slowakischen Pflegerin seines Nachbarns Herwig Zillner, dessen Familie halb Stein am Gebirge gehört. Evelina ist erst vor kurzem zu den Zillners gekommen und erzählt Quintus, dass ihre Vorgängerin Angelika spurlos verschwunden ist. Niemand würde sie suchen, noch gibt es eine Vermisstenanzeige. Evelina glaubt an ein Verbrechen und hat Angst. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was passiert ist und treten dabei wohl jemand gehörig auf die Zehen....

René Freund hat diesmal einen Genre-Mix aus Krimi, Gesellschaftskritik und Vergangenheitsbewältigung in seinem neuen Roman gepackt. Was anfangs für mich etwas zu viel dahinplätscherte, steigerte sich mit jeder Seite und hat meine Neugier schnell angefacht. Was ist mit Angelika, der Vorgängerin von Evelina wirklich passiert? Was wissen die Einwohner von Stein am Gebirge? Wer will Quintus Nachforschungen boykottieren und droht ihm sogar?
Die Atmosphäre in dem kleinen österreichischen Ort ist wirklich hervorragend wiedergegeben. Die Mauer des Schweigens ist groß. Die Situationen, in die sich Quintus hineinmanövriert, sind herrlich skurill. Es dauert einige Zeit bis er einen Tipp bekommt, der jedoch wegen seinem alkoholbeeinträchtigten Zustand erst nach einer Weile zu ihm durchdringt. Dieses Ereignis lässt ihm den Vorsatz fassen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Dadurch bekommt der eher analytisch veranlagte Professor sein Leben endlich wieder mehr oder weniger in den Griff. Neben der Suche nach Angelika, beginnt er sein Elternhaus wieder  etwas in Form und seine Ehe in rechte Lot zu bringen. Überraschende Wendungen und jede Menge Verdächtige machen die Suche nach Angelika ereignisreich und turbulent.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Quintus in der Ich-Form erzählt. Sprachlich ist René Freunds Werk wirklich gelungen. Ich liebe seinen schwarzen Humor und die Gesellschaftskritik, die hier mitschwingt. Die pointierten Dialoge sind gelungen.

Die Charaktere sind sehr stark gezeichnet, haben Ecken und Kanten. Qunitus hat zu Beginn ein großes Alkoholproblem, dem er sich erst im Laufe der Geschichte stellt. Es dauert deshalb etwas, bis er beginnt sein Leben zu hinterfragen und er sich richtig auf die Spurensuche begeben kann. Evelina ist ein starker Charakter, der weiß, was sie will. Sie gibt Quintus immer wieder den erfoderlichen Schubs, den er braucht. Außerdem scheint sie übersinnliche Fähigkeiten zu haben. Aber auch die Nebenfiguren sind sehr bildhaft gezeichnet und sind direkt aus dem Leben.
Die Auflösung am Ende ist überraschend und schockiert.

Fazit:
"Wilde Jagd" ist ein atmosphärischer Genre-Mix mit Anspruch, den René Freund diesmal veröffentlicht hat.  Ein weiterer gelungener Roman des Autors, der es versteht, tiefgründige Themen als humorvolle Erzählung aufs Papier zu bringen. Eine Geschichte, die in Erinnerung bleibt!

Vielen Dank an den Zsolney Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

[Casteel Saga] Dunkle Wasser - V.C. Andrews

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    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann; 1. Edition (1. Januar 1986)
    • Übersetzer: ‎ Angela Meermann
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442086558
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442086559
    • Genre:Familiensaga, Roman, Spannungsroman
    • Reihe: ja - Band 1 der Casteel Saga 

     

Kurzbeschreibung:
Als Luke Casteel seine geliebte Frau verliert, bricht für ihn eine Welt zusammen.Mehr und mehr verwahrlost er und überlässt seine traumatisierten Kinder ihrem Schicksal. Nur die 14-jährige Heaven kümmert sich rührend um ihre Geschwister. Als Luke eines Tages beschließt, seine Kinder an verschiedene Adoptiveltern abzugeben, muss Heaven leidenschaftlicher als je zuvor um ihre Familie kämpfen ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In einer gemeinsamen Leserunde mit Jessy von "In Büchern leben", Andrea vom "Leseblick" und Nicole von "Zeit für neue Genres" habe ich mich diesmal auch an V.C. Andrews gewagt, nachdem ich bei der Leserunde zur Foxworth Saga leider keine Zeit hatte.

"Dunkle Wasser" ist der erste Band der Casteel-Saga der Autorin. Alle ihre Bücher gibt es nur mehr gebraucht. Leider habe ich die schöne Weltbild-Ausgabe (siehe Andrea) nicht bekommen bzw. zu Preisen gesehen, die einem die Tränen in die Augen treiben. Trotzdem habe ich ein echtes Schnäppchen gemacht und alle fünf Bücher der Club Bertelsmann/Donauland Ausgabe um nur 5.- Euro ergattert. Die Cover dieser Ausgaben habe ich allerdings online nirgends gefunden. Deshalb habe ich jetzt einfach das Cover vom momentanen eBook, welches Jessy auch für den Banner zur Leserunde gewählt hat, genommen. Die Daten zum Buch sind aber vom Goldmann Verlag, wo die Bücher erschienen sind. Das Datum habe auf mein Exemplar umgeändert.

Die Story beginnt düster und bleibt es auch. Wir sind in den Bergen von West Virginia, wo die kinderreiche Familie Casteel in einer Hütte im Wald lebt. Eines Nachts vertraut die Großmutter ihrer Enkelin Heaven ein Geheimnis an, welches das Leben der 10jährigen auf den Kopf stellt und wegweisend für ihre Zukunft sein wird. Luke, der Vater der Kinder, verlässt immer wieder für längere Zeit die Familie, die Mutter ist überfordert und verschwindet eines Tages komplett. Zurück bleiben Heaven, ihre Geschwister Tom, Fanny, Keith und Jane und und die alten Großeltern.
Die nun 14jährige Heaven versucht die Familie zusammenzuhalten, doch Hunger und Not sind groß und die Familie wird im Ort verachtet und erfährt kaum Hilfe. Die wissbegierige Heaven, die gerne lernt, kann nicht mehr zur Schule gehen und muss für ihre Geschwister sorgen. Als Luke kurz vor Weihnachten plötzlich wieder auftaucht und den Kindern eine Weihnachtsüberraschung ankündigt, dreht sich die Geschichte nochmals um 180 Grad.
Mit Herzrasen und großem Entsetzen, welches in Fassungslosigkeit übergeht, habe ich weitergelesen. Selten nahm mich eine Geschichte dermaßen mit! Ich habe mit den Kindern mitgelitten und spürte die Hoffnungslosigkeit der kleinen Seelen! Völlig auf sich alleine gestellt, mit gebrechlichen Großeltern, und ohne jegliche fremde Hilfe, versuchen sie zu überleben. Luke habe ich verachtet und Sarah, die ihre Kinder verließ, ebenso.
Ab der Hälfte (die versprochen "Weihnachtsüberraschung") änderte sich die Stimmung. Es blieb spannend, aber für mich wurde die Handlung erträglicher. Außerdem veränderte sich auch Heaven und sie entglitt mir ein bisschen. Die Kinder schlagen neue Wege und wir begleiten Heaven auf ihren weiteren Weg.

Bis zur Hälfte war ich überzeugt davon ein neues Buch-Highlight gefunden zu haben, doch ab einem bestimmten Abschnitt gefiel mir Veränderung von Heaven nicht mehr so sehr und ich konnte einige ihrer Handlungen nur schwer nachvollziehen. 

Was uns alle rätseln ließ, war die Zeit, in der die Geschichte spielt. Die Bücher sind aus Mitte der Achziger Jahre. Wir hatten aber alle das Gefühl, dass der Plot früher spielt und haben uns schlussendlich auf die Sechziger Jahre geeinigt =)

V.C. Andrews, die leider bereits verstorben ist, verstand es großartig, Düsternis und Hoffnungslosigkeit in ihren Romanen zu veranschaulichen. Man klebt an den Seiten und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ihr Schreibstil ist intensiv, dramatisch und liest sich sehr gut.
Ich freue mich schon auf den Folgeband und bin neugierig, wie es mit den Casteels weitergeht.

Fazit:
Ein Familiendrama der Spitzenklasse, welches mich an die Seiten kleben ließ. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Autorin. Wegen dem etwas geänderten Plot ab der Mitte und der Veränderung einer Figur, gibt es jedoch keine 5 Sterne und auch keinen "Lieblingsbuchstatus". Trotzdem ist der Start dieser Reihe etwas ganz Besonderes! Leseempfehlung!


Going back - Wo fing das Böse an? - Gillian McAllister

     
    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Piper; 2. Edition (27. April 2023)
    • Übersetzer: ‎ Maria Hochsieder
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492064167
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492064163
    • Originaltitel: Wrong Place, Wrong Time
    • Genre: Thriller, Zeitreise, Familiendrama



Piper Kurzbeschreibung:
Es ist nach Mitternacht, du wartest auf deinen Sohn. Du siehst ihn kommen, doch er ist nicht allein. Du kannst kaum begreifen, was du beobachtest – dein lebensfroher jugendlicher Sohn ermordet einen Fremden. Du weißt nicht, wen. Du weißt nicht, warum. Du weißt nur, dass seine Zukunft verloren ist. Deine Welt zerbricht. In dieser Nacht schläfst du verzweifelt ein. Als du aufwachst, bist du im Gestern, dann im Vorgestern. Jeden Morgen wachst du einen weiteren Tag vor dem Mord auf. Und du begreifst: Irgendwo in der Vergangenheit liegt eine Antwort, der Auslöser für dieses Verbrechen. Der Moment, in dem das Böse seinen Ursprung fand. Und deine einzige Chance, die Zukunft deines Sohnes zu retten ... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wow, was für ein Klappentext! Da kann man doch gar nicht anders, als zu diesem Thriller zu greifen! Außerdem hatte ich das Buch bereits auf dem Schirm, als ich es in Reese Whitherspoons Bookclub gesehen habe, denn die Idee des Thrillers hat mich sofort angesprochen.
Bisher habe ich erst ein Buch gelesen, bei dem die Handlung rückwärts aufgerollt wird. Es ist "Der Funke des Lebens" von Jodie Picoult. Obwohl ich die Autorin sehr gerne lese, hat mir diese Aufrollung bei ihr nicht gefallen.
Bei "Going back - Wo fing das Böse an?" (Ich verstehe nicht, warum englische Titel in andere englische Titel "übersetzt" werden! Was hat das für einen Sinn?) mochte ich es schon.

Die bereits im Klappentext angekündigte Tat von Todd, dem Sohn von Jen und Kelly Brotherhood, erleben wir schon auf den ersten Seiten. Der Mord an einem unbekannten Mann, verübt von ihrem intelligenten Sohn, der normaler Weise keiner Fliege etwas zuleide tut, ist für Jen unbegreiflich. Umso überraschter ist sie, als sie am nächsten Morgen im Gestern aufwacht. Es ist nicht der nächste Tag, sondern der Tag davor - noch früh am Morgen und es ist noch kein Verbrechen begangen worden.
Danach gehen wir gemeinsam mit unser Hauptprotagonistin Jen auf Zeitreise. Interessanter Weise weiß sie nie, an welchem Tag oder Jahr sie am nächsten Morgen erwachen wird. Dabei geht sie anfangs tageweise zurück, doch die Zeitsprünge werden immer größer, bis sie zwanzig Jahre zurückgegangen ist und weder einen Sohn, noch einen Mann hat.
Jen wird klar, dass sie den Mord aufklären muss, damit er in Zukunft nicht begangen wird. Sie weiß, dass sie die Antwort nur im Gestern finden kann. Und damit beginnt eine spannende Reise, die einige überraschende Wendungen beinhaltet. Schicht für Schicht deckt Jen die Hintergründe auf und versucht alles, damit ihr Sohn kein Mörder wird. Dabei findet sie auch mehr über sich selbst und ihren Mann heraus und erkennt, dass sie im Leben einige Dinge anders hätte machen können/sollen. Sie begreift Dinge, denen sie zu wenig Beachtung geschenkt hat oder die sie nun in ein moralisches Dilemma führen. Wer weiß, wie viel sie in der Vergangenheit ändert kann, ohne die Zukunft zu sehr zu beeinflussen?

Als Leser:in hat man gegenüber der Hauptprotagonistin keinen Wissensvorsprung. Wir sind auf demselben Wissensstand wie Jen und dürfen miträtseln. Dabei werden uns aber einige Sachverhalte schneller klar, denn Jen ist gut dabei Dinge zu verdrängen und auch etwas naiv, wie sie an die Sache herangehen soll.

Gefallen hat mir die originelle Idee. Außerdem mag ich Zeitreisen. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich gut. Neu war für mich, dass die Protagonistin sich an ihren Mann, Freunde und Bekannte wendet und diesen erzählt, dass sie in einer Zeitschleife festhängt...auch wenn sie am nächsten Tag wieder alles neu erzählen muss. Dadurch kommt es allerdings auch zu einigen Wiederholungen, die die Spannung rausnehmen.

Das Ende ist nachvollziehbar und zufriedenstellend, obwohl ich gerne noch ein bisschen mehr über das Motiv erfahren hätte. Für mich mehr Familiendrams mit Zeitreise, als Thriller. Trotzdem habe ich "Going back - Wo fängt das Böse an?" gerne gelesen.

Cover:

von links nach rechts:
Das amerikanische und das britische Cover, danach das ungarische, spanische, italienische und niederländische Cover
Der englische Originaltitel gefällt mir um einiges besser, als der deutsche Titel, wobei dieser ja auch wieder teilweise englisch ist (was ich nicht verstehe).

Fazit:
Ein Thriller, der mehr Familiendrama ist und mit einer ungewöhnlichen Idee punktet. Obwohl sich einige Wiederholungen eingeschlichen haben, die die Spannung im Mittelteil bremsen, hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten - vorallem, da ich Zeitreisen liebe.


Neuerscheinungen im September

Hallo meine Bücherwürmer!

Was wird uns der erste Herbstmonat wohl an neuen Büchern bringen? Natürlich habe ich wieder jede Menge gefunden. Es sind diesmal sehr viele Bücher dabei, die bereits auf meiner Wunschliste stehen und dann sind auch noch einige dazu gekommen, wo ich erst jetzt gesehen habe, dass sie bereits im September erscheinen werden. Du meine Güte!

 Wie bereits die letzten Jahre werden auch diesmal bereits im September Weihnachtsbücher veröffentlicht, was ich viel zu früh finde, auch wenn wir ja schon richtiges Herbstwetter hatten. Trotzdem zeige ich euch die Weihnachtsromane, die gefühlt jedes Jahr mehr werden, in einem separaten Post im Oktober.
 
Hier erstmals die bereits große Anzahl der September-Neuerscheinungen (ohne Weihnachtslektüre) aus den unterschiedlichsten Genres:
 

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Meine MUST-HAVES für den September



Andreas Izquierdo hat mit "Kein guter Mann" nach seiner "Wege-der-Zeit" Trilogie einen neuen Roman. Der Autor ist ein Garant für eine tolle Story. Das Buch ist bereits vom Verlag bestätigt und wird im September einziehen.

Jennifer B. Wind versucht sich erstmals, statt eines Thrillers, an einem Regionalkrimi. Darauf bin ich schon sehr gespannt. "Wasserfallsturz" habe ich bereits angefragt und wird im September einziehen.

Wenn ihr meinen Blog verfolgt, wisst ihr, dass ich Beate Maxians Wien-Krimis um Sarah-Pauli sehr gerne lese. Bereits bei der Lesung im November hat sie angekündigt, dass der nächste Krimi in der Wachau spielen wird und außerhalb der Wien-Reihe erscheint. Da ich selbst nur 10km von der Wachau entfernt wohne, muss auch "Ein tödllicher Jahrgang" auf meine Must Read Liste

Arabella Meran ist mir erstmals mit ihrem Roman "Das Lachen der Pinguine" aufgefallen. Leider hatte ich bei der Lovelybooks Verlosung kein Glück. Die Autorin hat allerdings bereits über "Ein Takt der Träume" gesprochen und somit ist der Roman sofort auf meine Wunschliste gehüpft. Er spielt in Wien und es geht um MUSIK.

Das nächste Buch zieht wieder wegen der Autorin bei mir ein. Gabriele Diechler hat sich ebenfalls mit Elizabeth II. beschäftigt und ihren Roman "Elizabeth II und die Lieben ihres Lebens" geschriebem

Und last but not least steht der neue Ken Follett in der Warteschlange. Wieder ein dicker Schmöker mit 880 Seiten. "Die Waffen des Lichts" möchte ich ebenfalls lesen. Ob es September wird, wage ich zu bezweifeln, aber es ist ein Must read.
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Reihenfortsetzungen

Ganz, ganz oben steht natürlich der vierte und letzte Teil der Rache-Reihe meines Lieblingsautors Andreas Gruber. Mit "Rachefrühling" erscheint nun auch der Abschluss der Jahreszeiten-Tetralogie. Der Thriller ist natürlich bereits vorbestellt!

Dann versuche ich es wieder mit Jane Harper, die ich ja sehr gerne lese, deren letzter "Thriller" allerdings nur mittelmäßig war. Mit "Die Suche" erscheint nun der nächste Teil rund um Bundesermittler Aaron Falk. Diesmal geht es ins australische Weinland.

"Verlogen" ist nach "Verschwiegen" der zweite Band der Reihe von Eva Björg Ægisdóttir. Hier möchtse ich auf jeden Fall weiterlesen.

Malin Stehn hat mich mit "Happy New Year" begeistert! Nun kommt ihr nächster Spannungsroman in die Buchhandlungen. "Nur eine Lüge" möchte ich auf jeden Fall lesen!

Von Claudia Rossbacher erscheint der bereits 13. Fall von Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Ist es der letzte? oder geht sich alspahbetisch noch einer aus? SteirerZ.....??? eventuell? Auf "Steirerwald" bin ich ebenfalls schon sehr gespannt.

Und der zweite Band der "Club Paradies" Diologie von Caren Benedikt erscheint ebnfalls im September. Puh...wann soll ich das nur alles lesen?

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Meine MIGHT HAVES


Und es gibt sogar noch mehr....diese Bücher habe ich mir auch näher angeschaut:

"Die Formel der Hoffnung" von Lynn Cullen erzählt über Dr. Dorothy Millicent Horstmann, jene Ärztin, die den Impfstoff gegen die Kinderlähmung erfand. 

"Zerstörung 1947" ist der zweite Band der Luise Adler Reihe von Stephan Weichert. Ich habe den ersten Band gelesen, der wirklich brutal war und bei dem ich noch ein paar weitere Kritikpunkte hatte. Trotzdem würde ich auch Band 2 gerne noch lesen und danach entscheiden, ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte.

Und "Die Freiheit so nah" von A.A. Kästner ist mit bei Lovelybooks aufgefallen. Eine Roman über die Teilung Deutschlands. Liest sich richtig gut.

 

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