Böses Licht - Ursula Poznanski

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    • Broschiert: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Knaur HC; 2. Edition (1. März 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426227835
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426227831
    • Genre: Kriminalroman
    • Reihe: ja - Band 2 um Ermittlerin Fina Plank



Knaur Kurzbeschreibung:
Die Inszenierung von Shakespeares Richard III am Wiener Burgtheater trieft förmlich von Theaterblut, daher fällt kaum jemandem aus dem Publikum die echte Leiche auf der Bühne auf: Ulrich Schreiber, altgedienter Garderobier, wird tot auf einem Thron sitzend von der Unterbühne ins Rampenlicht gefahren. Die Tat löst Entsetzen und Ratlosigkeit gleichermaßen aus: Schreiber war allseits beliebt, ein unauffälliger Mann ohne Feinde. Anders als das nächste Opfer, das weitaus bekannter ist … Doch gleich darauf heißt es Aufbruch nach Salzburg, wo das Ensemble bei den Festspielen gastiert. Unnötig zu sagen, dass auch die junge Wiener Kommissarin Fina Plank die Reise nach Salzburg antreten muss. Verstörende Drohungen, hysterische KünstlerInnen und ein unliebsamer Kollege machen ihr zu schaffen - vor allem aber der Gedanke, dass der Fall mit der Festnahme des Mörders nicht gelöst sein wird ...

Meine Meinung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der zweite Teil der neuen Krimireihe von Ursula Poznanski spielt diesmal am Wiener Burgtheater, welches auch auf dem Cover abgebildet ist.
Der Krimi beginnt dramatisch, denn als im Schlussakt von Shakespeares "Richard III" der Thron von der Unterbühne nach oben gefahren wird, sitzt eine Leiche darauf. Es ist Ulrich Schreiber, der Gardobier des Theaters, der erstochen wurde.  Die Schauspieler sind entsetzt, denn der Mann war allseits beliebt. Niemand kann sich vorstellen, warum man ihn getötet hat. Kurze Zeit später passiert ein weiterer Mord und es betrifft wieder das Burgtheater....

Serafina Plank wird mit ihrem Team zum Tatort gerufen. Außer von ihrem mobbenden Kollegen Oliver wird sie gemocht und unterstützt. Dieser treibt noch immer seine untergriffigen und bösartigen Spielchen mit Fina, die aber mit Hilfe eines Kollegen plötzlich etwas in der Hand hat, dass Oliver verstummen lässt. Doch dann tritt ihre Schwester Calli ins Rampenlicht, die sich mehr als unangemessen gegenüber Fina verhält und auch mich unsagbar nervte. Leicht hat es Fina wirklich nicht...
Dafür ist sie im Job top und kann wiederum zeigen, wie gut sie kombinieren und Hinweise aufspüren kann.

Ursula Poznanski lässt uns Theaterluft schnuppern und bringt die Künstleratmosphöre perfekt ins Spiel. Als Leser fragt man sich unwillkürlich, wer sich bei den Vernehmungen in einer weiteren Rolle befindet und wer nicht. Nicht umsonst beherrschen die Schauspieler die Kunst des Verstellens und Vorspielens nahezu perfekt. Zusätzlich gibt es unter ihnen auch Besetzungsneid, Intrigen, Missgunst und Eifersüchteleien.
Es werden einige Personen und wechselnde Namen (mal Vor-, mal Nachname) eingeführt, die mich zu Beginn ein bisschen verwirrt haben. Mit der Zeit findet man sich aber sehr schnell zurecht.
Umso schwerer sind die Ermittlungen für Fina, die zusätzlich ein Motiv vermissen lassen. Als das Ensemble wegen eines neuen Stückes für die Salzburger Festspiele von Wien nach Salzburg wechseln, gibt es ein Wiedersehen mit Bea und Florin aus Poznanskis älterer Krimireihe, die in Salzburg spielt. Diese Idee fand ich gelungen und ich würde mir weitere Zusammenarbeit auch für die kommenden Krimis wünschen.

Ursula Poznanski erzählt wieder aus verschiedenen Perspektiven. Wir erleben aus erster Sicht mit, wie Fina ermittelt und welche Hürden sie erklimmen muss. Außerdem dürfen wir den Regieassistenten David begleiten, der neu am Burgtheater ist und "Welpe" genannt wird. Er hat zu Beginn noch etwas Probleme sich in der Gruppe der erfahren Schauspieler einzufinden. Zusätzlich erhält auch er anonyme Drohungen.
Weiters haben wir wieder die unbekannte Person und Stimme aus dem off, die wir bereits aus dem ersten Band kennen. Sie spricht den Leser direkt an und bleibt erneut bis zum Ende unerkannt. Die weiteren Nebenfiguren erfüllen durchaus das eine oder andere Klischee, wirken aber authentisch.

Der Schreibstil ist wie immer sehr dialoglastig, modern und lebendig. Poznanski greift wieder einige aktuelle Themen, wie #metoo, Mobbingund auch Stalking auf.
Die Charaktere haben mir diesmal sehr gut gefallen, denn die Figurenbeschreibung ist, meiner Meinung nach, Poznanskis Schwäche.

Fazit:
Ursula Poznanski entführt uns in "Böses Licht" in die Theaterwelt nach Wien und Salzburg. Für mich war der zweite Band besser, als der erste und ich freue mich schon auf weitere Fälle.

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Serafina Plank Reihe:

  1. Stille blutet  *Rezi*
  2. Böses Licht

9 Kommentare:

  1. Liebe Martina

    Von Ursula Poznanski habe ich immer noch kein einziges Buch gelesen, dabei erscheinen von ihr ja Krimis am laufenden Band. Hast du einen Favoriten? Ich würde mir gerne mal ein Buch von ihr kaufen.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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    1. Eine Krimi oder ein Jugendbuch Livia? Sie ist ja eher für ihre Jugendbücher bekannt.
      Ich habe als 5 Sterne Bücher Erebos 1 und 2 und die Eleria Trilogie bewertet...also alles Jugendbücher. Die Eleria Trilogie habe ich aber schon vor sehr langer Zeit gelesen.
      Die Krimis sind gut, aber keine Highlights. Ich habe ein paar aus der Reihe, die in Salzburg spielt gelesen ("Blinde Vögel" oder "Stimmen" sind vielleciht auch in Bücherschränken zu finden....) und nun diese Reihe. Die Vanitas Reihe nicht.
      Die Thriller mit Arno Strobl waren mir zu drüber.
      Liebe Grüße
      Martina

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    2. Liebe Martina

      Danke für die ausführliche Antwort. Ich hätte eher an einen Krimi gedacht und werde die Augen danach offenhalten. Die Erebos-Reihe interessiert mich aber auch, die kommt ja oft sehr gut weg.

      Alles Liebe an dich
      Livia

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  2. Hallo Martina,

    ich freue mich, dass dir der Teil ganz gut gefallen hat. Ich bin ja auch grad mittendrin und muss sagen, dass es mir doch an Spannung fehlt. Außerdem finde ich die Figuren immer noch recht speziell, also Oliver, teilweise aber auch Fina selbst und ihre Schwester bzw. die Beziehung zueinander.

    Ich bin gerade bei der Stelle wo sie auf die Wiener Kollegen treffen und ich fand diese Verbindung echt schön, das war bisher ein Lichtblick.
    Mal gucken was noch kommt, aber bisher überzeugt es mich noch nicht so richtig...

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezauber

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    1. Ach was mir noch aufgefallen ist. Es hat sich ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen. Teil 1 heißt Stille blutet und nicht Blutige Stille :D Aber sowas könnte mir auch passieren :D

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    2. Ups, danke Steffi! Da habe ich wohl an Linda Castillo gedacht ;) Wird gleich ausgebessert!

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  3. Hallo Martina,

    das hört sich richtig gut an. Ich hätte gar nicht gedacht, dass der zweite Band so begeistert. Die Handlung erinnert mich eher an einen Krimi. Würdest du es trotzdem als Thriller bezeichnen?

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Haha, eine ganz tolle Frage von mir. :D Es steht groß und deutlich Kriminalroman da! Wegen der Jugendbücher bin ich bei Poznanski immer auf "Thriller" eingestellt. :P

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    2. Servus Nicole,
      es ist ein Krimi und es gibt in der Mitte auch kleine Längen, aber sonst hat er mir besser, als Teil 1 gefallen.
      Thriller ist es auf keinen Fall ;)
      LG Martina

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