Die Affäre Agatha Christie - Nina de Gramont

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    • Broschiert: 391 Seiten
    • Verlag: ‎ Insel Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (16. Januar 2023)
    • Übersetzer: ‎ Susanne Hornfeck und Sonja Hauser
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3458682562
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3458682561
    • Originaltitel : ‎ The Christie Affair
    • Genre: Roman



Insel Kurzbeschreibung:
Agatha Christie ist bereits 1926 eine schillernde, weltbekannte Autorin. Mit ihrem Mann und der kleinen Tochter lebt sie in London, genießt ihren aufkommenden Ruhm, feiert Partys und verbringt die Wochenenden auf exklusiven Landgütern. Als Agatha aus dem Nichts für elf Tage verschwindet, entspannt sich eine Geschichte voller Irrungen, Wirrungen, Täuschungen und Überraschungen, die einzig die geheimnisvolle Nan O‘Dea auflösen kann. Die junge Nan kommt aus einer anderen Welt: Nach einer schmerzvollen Kindheit und Jugend im erzkatholischen Irland während des Ersten Weltkriegs lässt sie ihre Vergangenheit hinter sich und beginnt ein neues Leben in England – und sucht die Nähe zur Familie Christie. Denn Agatha hat etwas, das Nan zutiefst begehrt … 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wieder eine Rezension, die mir schwer fällt. Es ist nicht einfach dieser Geschichte von Nina de Gramont gerecht zu werden und während ich hier die ersten Zeilen schreibe, bin ich mir noch immer unsicher, wie ich den Roman bewerten werde.

Der Klappentext zum Roman weckt falsche Hoffnungen. Man vermutet eine Story über Agatha Christie und einen geheimnisvollen Einblick in die elf mysteriösen Tage, die sie im Dezember 1926 verschwunden war.
Früh am Morgen des vierten Dezembers hatte man ihren grünen Morris Cowley verlassen am Rand einer Kalkgrube gefunden, nahe dem See Silent Pool. Im Auto lag ihr Führerschein, ein Koffer und ihr Pelzmantel Dies sind die Fakten, die wir alle auf sämtlichen Onlineseiten nachlesen können.
Der Roman beschäftigt sich zwar mit diesen elf Tagen, aber es steht nicht wirklich Agatha Christie im Mittelpunkt, sondern die Geliebte von Archie, die hier Nan O'Dea genannt wird. Aus ihrer Sicht und aus der eines allwissenden Erzählers lesen wir eine fiktive Geschichte rund um diese elf Tage.

Sie beginnt mit dem Ausgangspunkt, dass Archie Agatha zugunsten seiner Geliebten verlassen möchte. Hier erhalten wir nur die Sichtweise von Nan und durch einem allwissenden Erzähler auch diese von anderen Figuren des Romans. Wer diesen Roman lesen möchte, wird einen Teil der Lebensgeschichte von Nan bekommen. Agatha ist nur eine Randfigur und die Zeit ihres Verschwindens ist rein fiktiv....es sind Vermutungen aus der Sicht von Nan. Doch ist sie eine zuverlässige Erzählerin?

Neben dem Erzählstrang, der 1926 spielt, werden immer wieder größere Abschnitte aus der Kindheit und Jugend von Nan O'Dea eingeschoben. Diese sind teilweise sehr spannend erzählt und führen uns nach Irland. Interessant fand ich vorallem ihren Aufenthalt im Magdalenenheim für schwangere Frauen und ledige Mütter. Darüber habe ich schon einiges gelesen und werde demnächst wieder zu einem Roman mit diesem Thema greifen. Hier spielt diese Zeit allerdings nur eine kleine Rolle, hat aber große Auswirkungen auf Nan und ihre große Liebe Finnbar.

Nan tat mir manchmal sehr leid, aber größtenteils war sie mir trotzallem unsympathisch. Sie ist gerissen, setzt sich über alle Menschen hinweg, die ihr nahestehen und zieht ihre Pläne durch - koste es, was es wolle. Nan ist eine Egoistin und versucht nur Vorteile aus ihrem Handeln zu ziehen. Trotzdem gibt es auch Taten, die ich verstehen konnte und musste dieser Frau leise applaudieren. Warum sie ihr Ziel niemals aus den Augen verliert, deckt die Autorin nach und nach auf.
Noch unsympathischer war mir allerdings Archie, Agathas Ehemann. Agatha selbst bleibt sehr blass und wird eher unbedarft dargestellt.
Obwohl die Hauptfiguren eher unsympathisch sind, hat mich das nicht wirklich gestört und hat keinerlei Auswirkungen auf meine Bewertung.

Die Erzählweise hat mir nicht immer gefallen. Die Stränge aus der Sicht von Nan und die aus der Sicht des allwissenden Erzählers wechseln oft plötzlich mitten im Kapitel ohne nennenswerte Kennzeichung. Das hat mich teilweise sehr gestört. Vieles wirkt sehr konstruiert und zu zufällig, wie auch das Ende des Romans.
Der Schreibstil der Autorin ist jedoch angenehm zu lesen und einige ihrer Ideen fand ich richtig gut.

Bevor man zu diesem Buch greift, sollte man wissen, dass hier eine reine fiktive Geschichte rund um die wenigen Fakten, die man von diesen elf Tagen hat, erzählt wird - aber nicht aus der Sicht von Agatha. Sie ist nur Randfigur. Beim Lesen sollte man das immer im Hinterkopf behalten und das Buch nehmen, wie es ist - eine Romanerzählung.

Cover:

 von links nach rechts.
die beiden englischssprachigen Ausgaben, das polnische, tschechische, italienische und rumänische Cover.

Das deutsche Cover, dass vom englischen übernommen wurde, finde ich wunderschön. Auch das ähnlich gehalten rumänische mag ich sehr.

Fazit:
Eine fiktive Geschichte rund um die elf Tage, die Agatha Christie spurlos verschwunden war. Sie steht hier allerdings nicht im Fokus, sondern ist nur eine Randfigur. Eine Erzählung, die damit spekuliert, was in diesen elf Tagen passiert ist, sich aber um die Geliebte von Agathas Mann dreht. Dies sollte man wissen, wenn man zu diesem Roman greift!

 Vielen Dank an den Insel Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Das Gelübde der vergessenen Tochter - Manuela Schörghofer

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    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ HarperCollins Taschenbuch; 1. Edition (27. Dezember 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3365000984
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3365000984
    • Genre: Historischer Roman



HarperCollins Kurzbeschreibung:
Alpen im 12. Jahrhundert.: Mit letzter Kraft und schwer verwundet schleppt sich eine junge Frau bis vor die Tür desBergklosters, bevor sie zusammenbricht. Als sie die Augen wieder öffnet, liegt sie in einem warmen Bett. Ihre Wunden sind versorgt, und man hat ihr den Namen Laya gegeben. Es soll ihr Geheimnis bleiben, wer sie wirklich ist, woher sie kommt und was ihr zugestoßen ist. Denn nur so kann sie Rache üben, an denen, die sie so zugerichtet haben. Der junge Ordensbruder Ansgar unterstützt sie dabei. Als Laya jedoch herausfindet, dass in der Gegend immer wieder Frauen verschwinden, die ihr nur allzu ähnlich sehen, ist sie nicht mehr sicher, ob sie wirklich die richtige Spur verfolgt – und auch Ansgars Hilfe ist nicht so selbstlos, wie es scheint.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der neue historische Roman von Manuela Schörghofer spielt im 12. Jahrhundert im Doppelkloster Tannhöhe
Die schwerverletzte Laya schleppt sich mit letzter Kraft vor die Pforte des besagten Klosters und wird von den Nonnen gesund gepflegt. Dass sie mit ihrem Geliebten vor dem Vater geflüchtet und überfallen wurde, verschweigt sie zuerst und schützt Gedächtnisverlust vor. Niemand weiß woher sie kommt und wer sie ist. Laya hat sich zum Ziel gesetzt, denjeningen zu finden, der sie überfallen und ihren geliebten Julian ermordet hat. Im Kloster erfährt sie, dass in letzter Zeit mehrere rothaarige junge Mädchen verschwunden sind. Ob ein Zusammenhang zum Überfall an ihr selbst besteht?
In Hilda findet sie eine gute Freundin und die beiden Frauen entdecken einen Geheimgang im Kloster. Die Magistra des Frauenklosters erkennt schnell, dass Laya intelligent und gewieft ist. Sie spannt die Mädchen für ihre Zwecke ein. Die immer weniger werdenden Einnahmen bereiten ihr große Sorgen. Sie spürt, dass der Abt, der allem weiblichen abgeneigt ist, etwas gegen das Frauenkloster im Schilde führt. Das spielt in die Hände des geldgieren Bischofs Odo, der das Kloster gerne in Besitz nehmen würde.
Im Geheimgang treffen Laya und Hilda auf Ansgar. Der junge Mann lebt unfreiwillig im Kloster, nachdem sein Vater verstarb und seine Stiefmutter ihren eigenen Sohn Bruno als Nachfolger von Markwart von Ravenstein eingesetzt hat. Ansgar wird vom Abt auserwählt, Nachforschungen außerhalb des Klosters zu betreiben und sich auch wegen der verschwundenen rothaarigen Mädchen zu erkundigen. Gemeinsam mit Laya macht er sich auf den Weg. Schon bald stellen die beiden fest, dass bereits eine weit größere Zahl an Mädchen ermordet wurden, als bisher vermutet wurde.....

Der größte Teil der Handlung spielt in einem abgelegenen Doppelkloster in den Bergen Bayerns anno 1137. Männer und Frauen sind dort zwar streng getrennt, doch die Frauen sind dennoch dem Gebot des Abtes ausgeliefert. Von diesen Doppelklöstern habe ich - ehrlich gesagt - noch nie gehört, obwohl ich in einer Region wohne, wo es einige Klöster gibt. Dass davon eines je ein Doppelkloster war, ist mir nicht bekannt.
Das Klosterleben wird sehr bildhaft geschildert,
aber auch die Zustände in den Dörfern zur damaligen Zeit.

Manuela Schörghofer ist für mich keine unbekannte Autorin mehr. Ich habe alle ihre Bücher, die bei Harper Collins erschienen sind, gelesen.
Nun hat sie sich für einen Zweiteiler entschieden, denn "Das Gelübde der vergessenen Tochter" ist der erste Teil der Bergkloster Dilogie. Es ist ein spannender historischer Roman mit Krimianteil, der im 12. Jahrhundert spielt. Man wird dazu verleitet die ganze Zeit fleißig mitzurätseln und wird doch immer wieder von der Autorin auf falsche Fährten geführt. Besonders gefallen hat mir, dass die kleine Romanze kaum Raum einnimmt.
Am Ende erwartet uns eine kleine Überraschung, die Neugierde auf Teil zwei macht.

Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und flüssig lesbar. Die Autorin hat ihre Figuren im Roman zum Leben erweckt. Sie sind bis zu den kleinsten Nebencharakteren sehr lebendig dargestellt und gut ausgearbeitet. Man fühlt sich in die damalige Zeit hineinversetzt und fiebert mit Laya und Ansgar mit.

Auf der Inneneseite des Covers sind vorne und hinten Pläne des Klosters aufgezeichnet. Ein Personenregister und Glossar befinden sich ebenfalls am Beginn des Romans.

Fazit:
Ein spannender historischer Roman, der im 12. Jahrhundert angesiedelt ist und mir spannende Lesestunden beschert hat. Das Klosterleben und die Gefahren auf dem Lande sind sehr bildhaft erzählt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung auf die wir leider noch etwas warten müssen.

Vielen Dank an Harper Collins und Lovelybooks für das Leseexemplar!

Neuerscheinungen im März

Hallo meine Bücherwürmer!

Wie ihr euch schon denken könnt, bringt der März wieder jede Menge neue Bücher. Die Leipziger Buchmesse rückt näher und natürlich gibt es passend dazu jede Menge Neuerscheinungen in allen Genres. Ich habe euch wieder einige rausgesucht und habe hier wieder eine längere Liste für euch.

Viel Spaß damit!

Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag

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Meine MUST HAVES für den März

Es gibt einen neuen Roman von Katharina Fuchs, der natürlich ganz weit oben auf meiner Wunschliste steht. "Der Traum vom Leben" wird auf jeden Fall bei mir einziehen

Von Caren Benedikt gibt es ebenfalls wieder ein neues Buch. Der Reihenauftakt "Club Paradies" steht ebenfalls auf meiner MUST READ Liste.

Ebenfalls eine neue Reihe wird es von Teresa Simon geben. Diese startet im März mit "Die Reporterin - Zwischen den Zeilen".

Der vierte Band der Totenärztin "Schattenwalzer" von René Arnour muss natürlich auch einziehen, aber erst später, denn zuvor muss ich noch Band 2 und 3 lesen.

Marc Elsberg hat ebenfalls wieder einen neuen Thriller geschrieben. Mit "°C" haben wir sicher wieder einen sehr aktuellen Politthriller.

Und von Johanna Mo kommt der dritte Teil "Dunkelwald" in die Buchhandlungen und ich hoffe, dass in diesem Teil endlich das Geheimnis um ihren Vater aufgelöst wird.

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Meine MIGHT HAVES für den März


Ja, dass sind wieder jede Menge!

Wenn es um Bücher in Bücher geht, bin ich immer interessiert. Ich denke euch geht es ähnlich ;) Deswegen ist auch "Die Bibliothek der Hoffnung" von Kate Thompson auf meine Wunschliste gewandert.

"Liliths Töchter" von Sarah Blau sieht vom Cover überhaupt nicht nach einem Thriller aus, aber die Kurzbeschreibung hat mich sofort gefesselt.

"Wahnspiel" spricht mich als historischer Krimi ebenfalls an. Hinter dem Pseudonym Kilian Eisfeld versteckt sich Daniel Wolf.
 
Marc Raabe hat mit "Der Morgen" ebenfalls eine neue Reihe am Start. Oh Gott! Als würde ich nicht schon genug Reihen angefangen haben....

"Böses Licht" von Ursula Poznanski ist der zweite Band ihrer Reihe um Fina Plank. Hier möchte ich schauen, ob ich die Reihe fortsetzen werde oder nicht.

"The Mothers" von Polly Ho-Yen habe ich bei Tanja von "Der Duft von Büchern und Kaffee" gesehen und ist sofort auf meine Wunschliste gewandert.
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Hm, wieder viel zu viele Bücher, die hier auf meine Wunschliste oder ins Regal wandern! Aber der März ist ja inzwischen bekannt dafür.
Wie sieht es bei euch aus?


 

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