Schatten über Saint-Tropez - Sabine Vöhringer

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    • Taschenbuch: 464 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (16. Mai 2022)
    • ISBN-10 ‏: ‎ 3442492610
    • ISBN-13 : ‎ 978-3442492619
    • Genre: Krimi


Goldmann Kurzbeschreibung:
Die Reisejournalistin Conny von Klarg will ihre Freundin Simonette Bandelieu in Saint-Tropez besuchen. Die Grande Dame der französischen Hotellerie war für Conny nach dem Tod ihrer Eltern wie eine Mutter. Heute steht Simonettes Hotel, in dem einst Brigitte Bardot abstieg, kurz vor dem Ruin. Doch als Conny an der Côte d’Azur eintrifft, wird sie nicht etwa mit einem Pastis begrüßt, sondern muss die alte Dame in der Gendarmerie aufsuchen. Simonette soll den Milliardär Henri Moreau erstochen haben. Überzeugt von Simonettes Unschuld stellt Conny Recherchen an und stößt in dem Küstenstädtchen auf alte Geheimnisse, die bedrohliche Schatten werfen …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Schatten über Saint-Tropez" ist der Auftaktband einer neuen Reihe rund um die Reisejournalistin Conny von Klarg aus der Feder von Sabine Vöhringer. Damit wechselt sie die Location von München nach Südfrankreich. Im Gegensatz zu Kommissar Tom Perlinger, der in Bayern ermittelt, haben wir es in Saint-Tropez mit keiner Polizistin oder Kommissarin zu tun, sondern mit einer Reisejournalistin, die sich in die Aufklärung eines Mordes stürzt.

Conny von Klarg schreibt seit Neuestem für die "La Voyagette". Sie hat vom Nachrichtenjournalismus in das Ressort Reisen gewechselt und fliegt voller Vorfreude an die Côte d’Azur. Ihre mütterliche Freundin Simonette, die ein mondänes Hotel in Saint-Tropez führt, hat ihr ein Interview versprochem. Conny hat viele Sommer bei Simonette verbracht, die ihr nach dem Tod der Eltern Mutterersatz war. Als sie jedoch im Hotel ankommt, erfährt sie, dass Simonette verhaftet und des Mordes am Milliadär Henri Moreau beschuldigt wurde. Conny kann es nicht fassen! Sie glaubt felsenfest an ihre Unschuld und versucht vor Ort Ermittlungen anzustellen. Als Conny erfährt, dass Simonettes Hotel „La Maison des Pêcheurs“ kurz vor dem Ruin steht, ist sie entsetzt. Und warum schweigt Simonette in der Untersuchungshaft? Ihrem Lebensgefährten Jacques ist es ebenso unerklärlich, warum seine Freundin verdächtigt wird. Als auch noch wertvolle Bilder in seinem Haus gestohlen werden, die Simonette extra bei ihm gelagert hat, um sie vor Diebstahl zu schützen, beginnt auch Jacques zu handeln. Gemeinsam mit Conny versucht er Simonettes Unschuld zu beweisen. Dabei stoßen die beiden auf einige Geheimnisse aus der Vergangenheit. Als noch Connys Exfreund Félix auf den Fall angesetzt wird, der als Kriminalpsychologe mit Simonette sprechen soll, scheint es für ihre mütterliche Freundin sehr ernst zu werden...

Trotz der Verhaftung von Simonette beginnt der Krimi eher langsam und plätschert etwas dahin. Man schaltet fast in den Urlaubsmodus um, denn die landschaftlichen Beschreibungen sind unheimlich inspirierend und wecken das Fernweh. Man spürt den Mistral, riecht den Lavendel, trinkt Pastis und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen...einfach herrlich. Doch dabei rückt der Fall zu Beginn etwas zu viel in den Hintergrund. Es dauert bis richtige Spannung aufkommt und als Leser rätselt man lange Zeit über das Motiv des Mordes und über das Schweigen von Simonette.

Zusätzlich kommen zu Beginn einfach zu viele Personen vor, die es dem Leser schwer machen diese zuzuordnen. Manche davon bleiben nur kleine Randfiguren und sind für die Geschichte nicht wirklich wichtig.
Auch das Verhalten von Conny fand ich manchmal etwas zu riskant und unüberlegt. Zusätzlich verwirren die vielen Rückblenden und Beziehungskonstellationen der Figuren.
Als sehr interessantes Thema empfand ich die Kunstszene, die im Fall eine größere Rolle spielt. Generell ist der Plot komplex und richtig interessant aufgebaut, verliert jedoch durch zu viel drumherum an Spannung. Erst im letzten Drittel zieht der Krimi richtig an und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Schreibstil:
Sabine Vöhringer schreibt sehr bildhaft und detailverliebt. Das Flair und der Charme der Gegend wird unwahrscheinlich lebendig dargestellt und man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein. Dabei lässt die Autorin auch immer wieder kleine französische Sätze oder einzelne Worte einfließen, die man auch ohne Sprachkenntnisse versteht und in der Handlung Sinn ergeben. Da ich selbst Französisch gelernt habe, war es allerdings für mich sowieso kein Problem. 

Fazit:
Ein komplexer und vielschichtiger Krimi mit viel französischem Flair, der zu Beginn durch die vielen Figuren und Rückblicke etwas verwirrt und dem Kriminalfall die Spannung nimmt. Doch von Seite zu Seite nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf. Das Ende und die Auflösung konnten mich ebenfalls überzeugen.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Liebe Martina

    Eine Reisejournalistin in einem Krimi ist ja auch mal etwas anderes, das klingt auf jeden Fall noch einer sehr guten Idee. Schade, dass der Anfang es dir ein wenig schwer gemacht hat, aber was du über den weiteren Verlauf und das Ende schreibst, macht sehr neugierig. Ausserdem ist die Kulisse ja wirklich super gewählt.

    Lieben Dank für den Tipp, ich werde die Reihe im Auge behalten
    Livia

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