Das Spiel - Jan Beck

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    • Broschiert: 480 Seiten
    • Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Originalausgabe (27. Juli 2020)
    • ISBN-10: 3328105573
    • ISBN-13: 978-3328105572
    • Genre: Thriller


Penguin Kurzbeschreibung:
Als Mavie während einer Party auf ihr cooles, im Dunkeln leuchtendes Tattoo angesprochen wird, hält sie das für einen Scherz. Doch dann sieht sie es im Lichtstrahl der Tanzfläche mit eigenen Augen und gerät in Panik: Woher kommt der Skorpion auf ihrer Haut? Mavie ahnt nicht, dass das Zeichen sie zur Zielscheibe eines perfiden Spiels macht. Zur gleichen Zeit übernehmen die Ermittler Inga Björk und Christian Brand den Fall einer brutal im Wald ermordeten Joggerin. Noch wissen sie nicht, dass dies erst der Anfang einer grausamen Mordserie ist. Und dass sie nur eine Chance haben, diese zu stoppen: Sie müssen die Seiten wechseln – und das tödliche Spiel mitspielen …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Auf Instagram habe ich vom Morawa Verlag in Wien das Vorabexemplar zu "Das Spiel" gewonnen. Vielen herzlichen Dank! Unter dem Pseudonym Jan Beck versteckt sich der österreichische Autor Joe Fischler, der hier einen Thriller abgeliefert hat, der im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Genau dort befindet sich nämlich bei einigen Menschen ein Skorpion-Tatoo, das nur bei UV-Licht sichtbar wird. Keiner der Personen, weiß darüber Bescheid oder sie entdecken es zufällig, wie die 14jährige Mavie, die bei einer Party plötzlich von ihren Mitschülern umringt wird. Noch ahnt sie nicht, dass sie damit zur Zielscheibe eines perfiden Spiels wird. Denn im Darknet ist das Jagdfieber ausgebrochen. Der todkranke Journalist Werner Krakauer wittert endlich eine Story, die ihn über seinen Tod hinaus berühmt werden könnte. Er loggt sich ebenfalls ins Darknet ein und will als vermeintlicher Mitspieler der Sache auf den Grund gehen. Doch so einfach, wie er sich denkt, läuft das nicht....

Von Joe Fischler habe ich bereits einige Teile seiner Valerie Mauser Krimis gelesen, die mir aber im Laufe der Zeit zu humorig wurden. Bei "Das Spiel" ist das ganz bestimmt nicht der Fall, deshalb auch das Pseudonym...denke ich. Mit diesem Thriller reiht sich Joe Fischler/Jan Beck in die Riege der deutschsprachigen Thrillerautoren ein, wie Andreas Winkelmann oder Max Bentow.

Obwohl man von der ersten Seite an im Spiel ist, ist der Thriller zu Beginn etwas verwirrend, denn es gibt jede Menge Figuren und Handlungsorte. Doch mit der Zeit ist dies kein Problem mehr. Mit Christian Brand, der zum österreichischen Einsatzkommando Cobra gehört und der Schwedin Inga Björk, die bei Europol ermittelt, hat der Autor ein interessantes Pärchen erschaffen, welches wohl noch weiter in Reihe ermitteln darf. Brand wird als Aufpasser für Björk zu Europol geholt, die zuvor bei einer Ermittlung ihre Partnerin verloren hat. Erst mit der Zeit erfährt er was eigentlich Sache ist und welchen Fall er zugeteilt wurde.
Inga Björk ist eine spannende Frau, die eine interessante Vergangenheit hat. Zusätzlich hat sie eine ganz besondere Eigenschaft: sie ist ein Super-Recognizer - ein Mensch, der sich ein Gesicht, das er nur einmal gesehen hat, für immer merkt und es erkennt.
Neben dem Ermittlerpaar verfolgen wir noch Mavie in Hamburg und den Journalisten Werner Krakauer, aber auch die Psychotherapeutin Marlies Bauer und einige zukünftige Opfer. Als Leser erleben wir die Handlung aus der Sicht der Jäger, der Gejagden und der Ermittler und die sind oftmals nichts für schwache Nerven.
Das Ende ist blutig und ein richtiges Finale....fast ein bisschen too much. Ich bin gespannt, wie es mit der Reihe weitergehen wird und werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist, verglichen mit den Veilchen-Krimis, komplett anders und man hat wahrlich das Gefühl hier schreibt nicht derselbe Autor, was aber auch dem Genre zuzuführen ist. Es wird brutal und spannend. Die Figuren und Orte sind sehr lebendig beschrieben, was ich bereits vom Autor kenne.
Ständige Ortswechel, Zeitangaben, sowie Datum und Name des Protagonisten stehen zu Beginn jedes Kapitels. Diese sind eher kurz gehalten und fordern dazu auf immer noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Der Spanungsbogen ist von Anfang an hoch und bleibt auf diesem Niveau.

Nicht passend finde ich das Cover. Der Skorpion ist im ganzen Buch über Thema und hätte als Cover viel besser gepasst, als eine Eule. Sicher ist die Eule auch Jägerin im Dunkeln...trotzdem hätte ich den Skorpion besser gefunden.

Fazit:
Ein spannender und brutaler Thriller, der die menschlichen Abgründe in uns aufzeigt. Der Plot fesselte mich wahrlich ans Buch, das mit grausamen Details nicht spart. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.


4 Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ja, das klingt definitv spannend und mal nach einer "etwas anderen Art" Thriller. Schade, dass er gar so brutal ist, auf das stehe ich nicht so sehr. Und nach allem, was du über das Buch geschrieben hast, denke ich auch, dass fürs Cover ein Skorpion passender als eine Eule gewesen wäre... Aber einem österreichiscen Autor gebe ich gern mal eine Chance...
    Liebe Grüße und freut mich, dass ich dich mit meinem Ausflugsbeitrag inspirieren konnte. Allerdings werden die Bienenfresser jetzt wohl schon mit der Brutzeit fertig sein. Leider weiß ich nicht, wann sie wieder nach Afrika aufbrechen, aber ich denke, wenn du den Ausflug für den Zeitraum zwischen Mitte Mai und Ende Juli einplanst, hast du die größten Chancen, diese tollen Vögel zu sehen.
    Herzliche rostrosige Grüße,
    Traude

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    1. Danke für die Info liebe Traude! Dann werde ich es mir für 2021 vormerken...heuer wäre es sowieso nocht mehr möglich gewesen - da passt es sehr gut.
      Liebe Grüße
      Martina

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  2. Hallo Martina,

    ah, da ist ja schon die Rezension zu Das Spiel. Klingt ja alles gar nciht so schlecht, auch wenn ich hoffe, dass das Brutale nicht zu unsinnig brutal ist, wie erst beim Blutgott.
    Aber ein abgeschlossenes Ende hat das Buch dann schon oder?
    Ja, das mit der Eule bzw. dem Skorpion habe ich mir nach dem Lesen des Klappentexts auch schon gedacht. Schade, dass die Eule nichts damit zu tun hat. Aber angesprochen hat mich das Cover auf jeden Fall.

    Naja, ich bin gespannt. Es müsste auch bald bei mir ankommen.

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezauber

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    1. Liebe Steffi,
      ja es hat ein abgeschlossenes Ende. Ich habe zwar Blutgott nicht gelesen, aber hier passt es...mehr kann ich nicht verraten ;) Ich denke es wäre ein Buch für dich...
      Liebe Grüße
      Martina

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