- Broschiert: 410 Seiten
- Verlag: Parlez Verlag; Auflage: 1 (25. Oktober 2019)
- ISBN-10: 3863270606
- ISBN-13: 978-3863270605
- Genre: Historischer Krimi
- Reihe: ja - Band 2 (Summersteen & Edwards)
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Parlez Kurzbeschreibung:
Kurzentschlossen verschiebt Celeste Summersteen ihre Heimreise, um Inspector Edwards bei der Suche nach dem entflohenen Osbert Pudley zur Seite zu stehen. Doch der Verbrecher bleibt verschwunden und Pinkerton drängt Celeste nach Chicago zurückzukehren. Da geschieht ein Mord, bei dem Sergeant Fulston in die Schussbahn gerät. Er ringt mit dem Tod. Während ein brutaler Zugüberfall die Aufmerksamkeit von Edwards fordert, wird Celeste von Fulstons Verlobten gebeten, in London zu bleiben und den Täter zu finden. Schnell ahnen die beiden Ermittler, dass ihre Fälle miteinander verwoben sein könnten. Erneut muss das ungleiche Duo zusammenarbeiten. Dabei geraten sie in einen Strudel aus Rache und Gewalt und bekommen es mit Gegnern zu tun, die nichts mehr zu verlieren haben.
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Erst vor kurzem habe ich mein Bücherregal etwas sortiert und habe mich dabei gefragt, ob es wohl eine Fortsetzung zum historischen Krimi "Das Geheimnis der Madame Yin" geben wird. Tatsächlich wurde nur kurze Zeit später bei Lovelybooks eine Leserunde zu Teil 2 "Der Zug aus Enfield" gestartet. Ich hatte tatsächlich Glück und durfte mitlesen.
Band 2 schließt direkt an seinen Vorgänger an. Die amerikanische Detektivin Celeste Summersteen aus der Pinkerton Detektei bucht etwas enttäuscht ihre Schiffspassage zurück nach Amerika. Sie hat keine große Lust wieder für ihren Chef nur Papiere zu sortieren. Doch schneller, als gedacht benötigt Inspector Edwards von Scotland Yard doch nochmals ihre Hilfe. Er ermittelt in einem Fall betreffend eines Zugüberfalls, bei dem der Schaffner und einige weitere Eisenbahnmitarbeiter brutal ermordet wurden. Das Transportgut - die neuersten Waffenmodelle aus der Waffenfabrik Ensfield - wurde geraubt. Inspector Edwards steht bald unter Druck, denn er soll so schnell wie möglich einen Schuldigen präsentieren, während sich die Zeitungen schon auf die ungeliebten Iren oder auf die Russen einschießen. Kurze Zeit später wird Edwards junger Kollege Fulston in einem Mord verwickelt. Er wird bei einem Schussattentat auf einem Immobilienmakler ebenfalls angeschossen und schwer verletzt. Seine Verlobte bittet Celeste um Hilfe. Sie soll den Täter finden. Sowohl Edwards, als auch Celeste ahnen nicht, dass beide Fälle viel enger zusammenhängen als sie scheinen....
Es geht gleich spannend los, als der titelgebende Zug überfallen wird und alle anwesenden Männer ermordet werden. Während Robert Edwards versucht mehr über die Hintergründe des Überfalls zu erfahren, führt es Celeste zur Familie des Mordopfers, der mit Immobilen spekuliert und nicht sonderlich beliebt war. Wie üblich steckt Celeste ihre nase zu sehr in Dinge, die sie nichts nagehen und gerät sehr bald in große Gefahr...
Der Autor schreibt sehr bildhaft und lebendig. Beim Lesen hat man das Gefühl direkt vor Ort im viktorianischen England zu sein. Nathan Winters versteht es den damaligen Zeitgeist sehr atmosphärisch an die Leser zu übermitteln. Die Geschichte ist diesmal nicht ganz so düster wie im ersten Band, dafür aber etwas rauher und actionreicher. Überraschende Wendungen halten die Spannung aufrecht.
Die sozialen Gegensätze zu dieser Zeit in London werden ebenfalls sehr bildhaft dargestellt. Besonders der schwelende Hass auf die Iren, die immer wieder als Sündenböcke für alle möglichen Überfälle und Morde herhalten müssen, ist während der Ermittlungen Thema. Die politischen Verhältnisse des Empires stehen durch die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich ebenfalls unter keinem guten Stern. Die unterschiedlichen Konfliktpunkte sind neben den Ermittlungenebenfalls Sache.
Die Charaktere des ungleichen Ermittlerduos haben sich im Folgeband weiterentwickelt. Wer den ersten Band nicht kennt, hat sicher keinerlei Probleme der Geschichte zu folgen, aber es fehlt etwas der Hintergrund zu den beiden Hauptprotagonisten. Der Schlagabtausch zwischen den Beiden ist sehr amüsant. Auch wenn sich Celeste und Robert immer wieder in den Haaren liegen, ist Edwards diesmal für Celeste überlebenswichtig. Nicht nur einmal rettet er sie aus einer lebensgefährlichen Situation, denn die duchsetzungskräftige Celeste lässt sich vor nichts abhalten.
Der spannende Showdown hat mich an die letzten Seiten gefesselt. Alle Puzzleteile vereinigen sich zu einem Gesamtbild und machen die Auflösung durch und durch stimmig.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die mich auf weitere zukünftige Fälle des ungleichen Ermittlerduos hoffen lässt. Ein spannender historischer Krimi aus dem viktorianischen England.
Vielen Dank an den Parlez Verlag für das Rezensionsexemplar
Die Reihe rund um Edwards und Summersteen:
- Das Geheimnis der Madame Yin *Rezi*
- Der Zug aus Enfield




















































































