- Broschiert: 368 Seiten
- Verlag: Droemer TB; Auflage: 2. (1. Juli 2019)
- ISBN-10: 3426306425
- ISBN-13: 978-3426306420
- Genre: Thriller
Droemer Kurzbeschreibung:
Der smarte Russe Dima war nur mal kurz für kleine Jungs. Als er zum Wagen seiner Familie zurückkommt, sind sein Vater und seine Schwestern tot – durch Kopfschüsse aus nächster Nähe eiskalt hingerichtet. Vom jüngsten Familienmitglied, der sechsjährigen Mathilda, fehlt jede Spur. Dima hat nicht die leiseste Ahnung, in was seine Familie verwickelt war. Er weiß nur, dass er Mathilda finden muss – und den Mörder. Eine gnadenlose wie halsbrecherische Verfolgungsjagd durchs bayrische Voralpenland nach München beginnt, an deren Ende für Dima alles, was ihm noch geblieben ist, auf dem Spiel steht
Meine Bewertung: * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Knaur Challenge
Meine Meinung:
Mit ihrem Thriller "Last Shot" hat sich Katja Bohnet einen Traum erfüllt. Die Krimiautorin, die ein Fan amerikanischer Thriller und dem Film "Pulp Fiction" ist, hat unter dem Pseudonym Hazel Frost ein jahrelanges Wunschprojekt veröffentlicht. Für Fans des oben genannten Films ist der Thriller vielleicht das Richtige, für mich war es das leider nicht.
2012 wurde auf einem Parkplatz in den französischen Alpen eine komplette Familie hingerichtet. Nur ein kleines Mädchen überlebte. Diese Geschichte, die tatsächlich passiert ist, spukte der Autorin lange im Kopf herum. In ihrem neuen Thriller greift sie diese Begebenheit auf.
Damit beginnt auch der rasante Start des Thrillers: Auf einem Parkplatz in den oberbayrischen Bergen werden ein Mann und seine Zwillingstöchter mit einem Kopfschuss hingerichtet. Von der sechsjährigen Mathilda fehlt jede Spur. Auch Dima entkommt der Hinrichtung, weil er für eine Pinkelpause das Auto verlassen hat. Kurze Zeit später hält ein Rettungswagen. Der junge Sanitäter Laser kann nur mehr den Tod feststellen, als plötzlich eine Pistole auf ihn gerichtet wird. Er wird von einer Frau namens November als Geisel genommen.
Die Ermittlungen übernehmen Kamilla Rosenstock und Horst Horst vom BKA. All das liest sich (bis auf die Namen) noch relativ "normal". Doch schon bald glaubt man sich in einer Art Slapstick zu sein. In weiterer Folge trifft Dima auf die fettleibige Prostituierte Betty und ihrem dürren Freund Slick, einem Crack-Junkie. November setzt sich mit Lasser in der Berghütte seiner Eltern ab.
Wie bei Pulp Fiction erfolgt die Erzählung nicht chronologisch. Die Handlung ist komplett überzogen und bizarr. Die Figuren heißen Horst Horst, November oder Laser. Die bildhübschen Tarot-Zwillinge, genannt Kitty und Cat, sind an dem mystischen Sukkubus, einem Dämon, der den Männern sämtliche Lebensenergie raubt, angelehnt. Generell spielen Zwillinge eine größere Rolle.
Die Sprache ist derb, plastisch und direkt. Die Kapitel sind kurz, ebenso die Sätze.
Eine Bloggerin hat einmal eine Post veröffentlicht, wo sie bemängelt, dass in Büchern die Figuren nie das stille Örtchen aufsuchen. Bei "Last Shot" ist das nicht der Fall. Hier wird gepinkelt, was das Zeug hält. Auch andere Körperflüssigkeiten kommen laufend vor.
Die Figuren sind allesamt unsympathisch, brutal und manche auch dumm - egal, ob Mann oder Frau....die Autorin kümmert sich nicht um Rollenklischees. Es geht um Prostitution, Waffenhandel, mafiösen Machenschaften, Drogenkriminalität.
Einzig die Rückblenden, in denen die Charaktere besser vorgestellt werden, konnten mich etwas an das Buch fesseln. Wäre es nicht ein Rezensionsexemplar gewesen und hätte ich nicht voller Vorfreude auf die Lesung der Autorin im Thalia Sankt Pölten (gemeinsam mit Andreas Gruber) hingefiebert, hätte ich den Thriller abgebrochen. Für mich war das leider gar nichts!
Fazit:
Es tut mir leid, aber ich kann für diesen völlig abstrusen Thriller leider keine Leseempfehlung geben. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich das Buch abgebrochen. Vielleicht mögen es Männer oder Pulp Fiction Fans eher....
Vielen Dank an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!
















Hallo Martina,
AntwortenLöschendas tut mir leid, dass das Buch gar so schlecht abschneidet. Au weh, das war wohl wirklich nichts. Wobei ich das mit den Pinkelszenen jetzt wieder witzig finde. Das kommt wirklich selten in Büchern vor. XD
Liebe Grüße,
Nicole
Liebe Nicole,
Löschenkann passieren, dass man danebengreift. Ich finde es schade, aber es gibt sicher auch Leser (tippe dabei auf männliche ;) Leser), denen es vielleicht besser gefällt. Meins wars leider nicht.
Liebe Grüße
Martina
Ja, manchmal passt's einfach nicht. Deine Kritik hast du dafür wunderbar in Worte gefasst. Gefällt mir gut!
LöschenLiebe Grüße,
Nicole
Danke, Nicole! Beim Kritiksieren tu ich mir immer leichter, als bei einer Rezension zu einem Buch, das mich besonders beeindruckt hat ;)
LöschenLIebe Grüße
Martina
Hallo Martina
AntwortenLöschenIch kann gut verstehen, dass dir dieser Thriller nicht gefallen hat. Mich würde es auch nicht interessieren, wie oft und wann jemand pinkelt. Auch die Namen wecken nicht unbedingt mein Interesse. Alles kann und muss einem nicht gefallen.
Liebe Grüße,
Gisela
Hallo Martina,
AntwortenLöschenendlich finde ich die Zeit, um die von dir erwähnte Rezension zu kommentieren. Nun verstehe ich deinen Kommentar bei mir schon etwas besser. Man kann neugierig werden, sollte aber nicht vergessen, dass auch mal etwas nicht so anprechendes dabei ist. Der erste Blick kann verleiten und doch sollte man etwas näher hinschauen.
Zu deiner habe ich mir eben noch andere Meinungen auf bekannten Plattformen durchgelesen...einfach des Vergleiches wegen. Manch einer war genau richtig aufgehoben. Andere so gar nicht. Ein `Mittelding´ scheint es hier nicht zu geben. Aber egal ob es die positiven oder die negativen Stimmen waren - ich war bei den Einblicken einfach raus und ich kann dein Lesegefühl nachvollziehen ohne das Buch gelesen zu haben. Manchmal soll es eben nicht sein.
Aber he, der Oktober hatte ja auch tolle Bücher für dich dabei, wie ich gerade gesehen habe. Freut mich sehr.
Liebst, Hibi