- Broschiert: 672 Seiten
- Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (19. August 2019)
- Übersetzer: Ursula Wulfekamp
- ISBN-10: 3442485819
- ISBN-13: 978-3442485819
- Originaltitel: The Butterfly Room
- Genre: Familiendrama
Goldmann Kurzbeschreibung:
Posy Montague steht kurz vor ihrem siebzigsten Geburtstag. Sie lebt alleine in ihrem geliebten »Admiral House«, einem herrschaftlichen Anwesen im ländlichen Suffolk. Eines Tages taucht völlig unerwartet ein Gesicht aus der Vergangenheit auf: ihre erste große Liebe Freddie, der sie fünfzig Jahre zuvor ohne ein Wort verlassen hatte. Nie konnte Posy den Verlust überwinden, aber darf sie nun das Wagnis eingehen, ihm noch einmal zu vertrauen? Freddie und das »Admiral House« bewahren indes ein lange gehütetes, düsteres Geheimnis – und Freddie weiß, er muss Posys Herz noch einmal brechen, wenn er es für immer gewinnen will …
Meine Bewertung: knappe * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Gespannt wartete ich auf den neuen Roman der allseits beliebten Autorin Lucinda Riley, bevor es mit dem sechsten Band ihrer Schwesternreihe weitergeht. Gemeinsam mit den Rileymädchen Hibi, Andrea, Janine und Nicole las ich in einer Bloggerleserunde bei Andrea auf ihrem Blog Leseblick mit.
Zu Beginn befinden wir uns im Jahre 1943 in Suffolk an der englischen Ostküste. Die siebenjährige Posy Montague erlebt den letzten Sommer mit ihrem heißgeliebten Vater, der ihr die Natur näher bringt und sie liebevoll seine kleine Fee nennt. Nachdem er aus dem Krieg nicht mehr zurückkehrt, ändert sich ihr Leben auf drastische Weise. Poy muss ihr geliebtes Admiral House verlassen und wird bei ihrer Großmutter wohnen. Einzig die Liebe zu ihrem Vater und den Naturwissenschaften bleiben Posy ihr Leben lang.
Auch dieser Roman von Lucinda Riley wird auf zwei Zeitebenen erzählt, wobei allerdings diesmal der Gegenwartsstrang aus dem Jahre 2006 den Hauptteil einnimmt. Nur vereinzelt kommt es zu Rückblicken in Posy's Vergangenheit als Studentin und junge Frau. In diesem Abschnitten werden auch die Geheimnisse teilweise gelüftet, um die die Handlung aufgebaut wurde.
Der Großteil des Romans besteht allerdings aus einem Familiendrama rund um die fast 70-jährige Posy, ihren zwei Söhnnen Nick und Sam samt ihren Familien und ihrer ehemaligen Jugendliebe Freddie, der nach fast 50 Jahren wieder in ihr Leben tritt. Dabei kann die Autorin locker mit seichten Vorabendserien oder auch Hauptabendprogramm a la Dallas mithalten, denn Drama gibt es genug, welches manchmal auch ins Kitschige abdriftet. Das ewige "Mein Schatz", "meine Liebe", "mein liebes Kind" nervte mich nach einiger Zeit gewaltig.
Zusätzlich schreibt Riley schreibt in ihrem neuen Roman um den heißen Brei herum, dass ich das Buch sogar einmal am liebsten in die Ecke gepfeffert hätte. Da werden Dialoge begonnen, bei denen endlich eine Offenbarung stattfinden soll, auf die der Leser schon einige Kampitellängen hofft und dann erzählt einer der Protagonisten einem anderen das große Geheimnis, aber der Leser wird nicht eingeweiht. In zwei Sätzen ist somit die Anspannung verpufft und man denkt sich nur WTF?
Natürllich müssen wir noch weitere 400 Seiten warten bis endlich eines der Geheimnisse in ein-zwei Sätzen auch uns erzählt wird, um dann schnell das Thema zu wechseln und sich dem nächsten Drama zu widmen.
Riley hat hier eindeutig zu viele Baustellen offen, bei denen sie sich letzendlich ziemlich verzettelt. Manchmal dachte ich, sie hat irgendwie keinen Plan wohin ihre eigene Geschichte gehen soll. Es passiert einfach auf den 600 Seiten nicht wirklich viel...
Zu konstruiert und gleichzeitig aber auch schwammig wird die geschichte rund um das geheimnisvolle Schmetterlingszimmer aufgebaut. Dieses ist auch der rote Faden des Romans, der letztendlich viel zu schnell abgehandelt wird.
Eine Figur, die einen wichtigen Part inne hatte, lernte man kaum kennen, was ich sehr schade fand. Hier hätte ich sehr gerne mehr über diesen Charaktere erfahren, deri m Leben eines Familienmitgliedes eine große Rolle spielte.
Leider konnte mich die Autorin diesmal nicht wirklich überzeugen. Während die kürzeren Einschübe aus der Vergangenheit interessant und lebedig geschildert werden, konnte mich der Gegenwartstrang nicht wirklich fesseln. Zu vorhersehbar, zu viel Drama und Kitsch und reichlich Überlängen machten es mir besonders in der Mitte schwer dranzubleiben.
Aber ich will nicht nur kritisieren. Rileys Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und überzeugend. Man fliegt durch die Seiten - trotz mancher Längen. Die kurzen Abschnitte aus der Vergangenheit mochte ich gerne. Das Geheimnis um Posy und Freddie war nicht vorherhsehbar und konnte mich überraschen. Leider sind für mich diese wenigen Kriterien die einzigen Pluspunkte des Romans.
Ich weiß die Autorin kann es besser, deswegen freue ich mich auch schon auf ihren nächsten Roman, den sechsten Band ihrer Sieben Schwestern Reihe im November, der uns nach Afrika führt.
Cover:
von links nach rechts: das englische Original, das polnische, das italienische und das norwegische Cover
Fazit:
Leider konnte mich der neue Roman der Autorin nur bedingt fesseln. Zu viel Drama, Kitsch und etliche Längen zeigen nicht das wahre Potential der Autorin. Sie verliert sich in zu viele Baustellen und handelt wichtige Sequenzen zu schnell ab, während andere zu viel Aufmerksamkeit bekamen. Die Story hat mich emotional nicht wirklich erreicht und bleibt für mich, neben "Helenes Geheimnis", das schlechteste Buch der Autorin. Schade!
Rezensionen meiner Mitleser:
Zeit für neue Genres
Leseblick
Hibi von In the Primte Time of Live

















Hallo Martina,
AntwortenLöschendeiner Rezi nach waren die drei Sterne aber wirklich sehr, sehr knapp. Schade, dass es diesmal so daneben gegangen ist. Das Geheimnis um Freddie hätte doch viel Potential gehabt.
Jedenfalls sind wir uns einig, was dieses Buch angeht.
Liebe Grüße,
Nicole
Liebe Nicole,
Löschenja...ich hatte es schon auf 2 1/2 runter gesetzt, aber dann gesehen, dass ich Helenas Geheimnis 3 gegeben habe und das war schlechter....also 3.
Es ist nicht immer so einfach mit der Sternenenvergabe ;)
Alles Liebe
Martina
Hallo Martina,
Löschenja, das war diesmal wirklich eine Herausforderung. "Helenas Geheimnis" hat bei mir 2 Sterne bekommen. Denn das fand ich richtig schlecht. ^^
Liebe Grüße,
Nicole
Liebe Martina
AntwortenLöschenOh, da bin ich ja froh, dass ich standhaft geblieben bin und mir das Buch nicht gekauft habe. Wie schade, dass hier offenbar einiges nicht ganz so toll ausgearbeitet worden ist, wie man es sonst von Riley kennt. Um so mehr freue ich mich auf den sechsten Teil der Schwester-Reihe, der im November in die Läden kommen wird und hoffe das Beste...
Alles Liebe
Livia
Hallo liebe Martina,
AntwortenLöschenich hoffe doch sehr, dass unser nächstes gemeinsames Buch (welches auch immer es wird) uns wieder mehr für sich einnehmen kann. ;-)
Liebst, Hibi