- Taschenbuch: 352 Seiten
- Verlag: Emons Verlag (21. März 2019)
- ISBN-10: 3740805412
- ISBN-13: 978-3740805418
- Genre: Krimi, Regionalkrimi
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Ein kaltblütiger Mord im idyllischen Kufstein. Die einzige Zeugin ist Mitzi, eine naive junge Frau. Was sie zunächst aus der Bahn wirft, übt bald eine düstere Faszination auf sie aus, und sie kommt dem Täter immer näher. Kann die ehrgeizige Inspektorin Agnes Kirschnagel, die mit der Aufklärung des Falls betraut ist, ihr trauen? Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Menschen sterben. Und der Killer findet immer größeren Gefallen an der »MörderMitzi«.
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
"Die Alpen sehen und sterben" ist ein Krimi der anderen Art. Es ist eine Geschichte mit viel schwarzem Humor und einer so gänzlich anderen Sichtweise auf Mörder und Zeuge. Es begegnen uns viele skurille Figuren und ein etwas ungewöhnlicher Auftragskiller. Es tut gut, auch mal andere Regionalkrimis zu lesen, auch wenn es für mich leider nicht das Richtige war. Die meisten in der Leserunde waren allerdings begeistert, während ich wohl lieber bei Mord und Totschlag bleibe ;)
Maria Konstanze Schlager, genannt Mitzi, macht Urlaub im schönen Kufstein, als sie Zeugin eines Mordes wird. Ein Mann mit einem großen Cowboyhut wirft eine Person über das Brückengeländer. Mitzi hat das Gesicht des Mörders nicht gesehen, doch wegen ihrer ausschweifenden und immer wieder abgewandelten Zeugenaussage glaubt ihr die Polizei nicht. Seit ihrer traumatisierten Kindheit lebt sie in ihrer eigenen Welt, die sie sich mit fantastischen Geschichten ausschmückt, was natürlich für die polizeilichen Ermittlungen nicht sehr hilfreich ist. Als sie in einem Buchladen stöbert, ist sie sich allerdings sicher den Täter wiedergesehen zu haben. Und es wird auch nicht die letzte Begegnung gewesen sein, denn der Mörder ist sich bewusst, dass Mitzi ihm beobachtet hat...
Handlung und Charakter unterscheiden sich wesentlich von üblichen Krimis. Man kennt den Mörder von Beginn an, aber nicht seine wahre Identität. Ungewöhnlich ist die spezielle Anziehungskraft zwischen Mitzi und dem Täter. Dieser sucht immer wieder ihre Nähe und Mitzi selbst fühlt sich mit ihm auf unerklärliche Weise verbunden. Nicht umsonst wurde sie in der Schule MörderMitzi gegannt.
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht des Mörders, von Mitzi und den Ermittlern erzählt. Agnes Kirschnagel ist die anfangs zuständige Polizistin, die noch relativ neu am Posten in Kufstein ist. Für sie ist Mitzi eine verunsicherte junge Frau, die sich gerne in ihre eigenen Geschichten flüchtet. Dass ihr das Tiroler LKA allerdings den Mordfall abnimmt, passt ihr so gar nicht. Als sich Kriminalhauptkommissar a.D. Heinz Baldur bei ihr meldet, horcht Agnes auf. Er erzählt ihr von einer Spur der Gewalt, die der Mörder seit Jahren in Deutschland und Österreich hinterlässt. Der an einer dissoziativen Perönlichkeitsstörung leidende Mann ist dem Serienkiller seit Jahren auf der Spur. Aber soll Agnes Heinz Baldur wirklich Gehör schenken, der als dienstuntauglich eingestuft wurde, weil er mit seinem imaginären Partner Luis zusammenlebt, der bei einem Autounfall das Leben seines Vaters ausgelöscht hat?
Eigentlich liebe ich schwarzen Humor, aber für mich gab es in diesem Krimi außer Agnes nur skurille Figuren, denen ich nicht wirklich nahe kam. Vieles war mir einfach zu überdreht. Es bildet sich zwar zwischen Mitzi und dem Mörder ein interessantes Katz und Maus Spiel, aber es fehlte mir trotzdem an Spannung.
Schreibstil
Isabelle Archan schreibt flüssig, humorvoll und verbreitet viel Lokalkolorit. Ich fühlte mich als Österreicherin natürlich sofort in Kufstein und Salzburg zuhause, bekam Hunger nach meiner Lieblingsspeise Kaiserschmarrn und hatte auch einige sehr amüsante Begegnungen. Der schwarze Humor war allerdings nicht ganz der Meine.
Fazit:
Ich bleibe lieber bei Psychothrillern oder spannenden Ermittlerkrimis und halte mich nun doch lieber fern von amüsanten Regional- oder Cosy Krimis. Für mich ist diese Sorte Krimi leider nicht das Gelbe vom Ei, aber in der Leserunde waren alle schwer begeistert. Also macht euch bitte selbst ein Bild und lernt Mitzi und ihren Mörder kennen!
Vielen Dank an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar, der Autorin und Lovelybooks für die nette Leserunde.
















Hallo Martina,
AntwortenLöschendas Buch ist mir - schon allein wegen des Titels! - aufgefallen. Aber diese knalligen Figuren sind vermutlich ebenfalls nicht meins. Ich stelle den Titel mal unter Beobachtung, vielleicht packt mich doch noch die Neugier.
Übrigens, deine Rezension dazu finde ich sehr gelungen!
Liebe Grüße,
Nicole
Danke! ;) Ich kann dir leider auch gar nicht sagen, ob es etwas für dich ist...schwierig!
LöschenAlles Liebe
Martina
Hallo liebe Martina
AntwortenLöschenVon diesem Genre (Regionalkrimis) wusst eich auch nichts, bevor ich "Erntedank", einen Kluftinger-Krimi, las. Und den fand ich toll. Total ausgereift, nie lächerlich, charmant und gut ermittelt. Ach, auf einen weiteren Kluftinger hätte ich jetzt Lust :-)
Wenn man das aber natürlich nicht so mag, kann das Buch noch so gut geschrieben sein. Was ich aber gar nicht ausstehen kann ist, wenn dann der Krimi zum blossen Klamauk verkommt. Der Grat ist da wohl auch für die Autoren ziemlich schmal.
Wie sieht es aber beispielsweise mit "Glennkill" aus? Das ist ja auch ein Krimi der eher eigenen Art und ich fand den grandios...
Alles Liebe
Livia
Liebe livia,
Löschenich lese gerne Regionalkrimis, aber ich stelle in letztes Zeit fest, dass es wirklich gute spannende Regionalkrimis gibt und welche, die mehr mit Humor und weniger Spannung sind. Letzter sind einfach nichts mehr für mich, genauso wie humorige Romane. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie gefallen sie mir nicht mehr.
Ich mag z,. Bsp sehr gerne die Schweizer krmis von Monika Mansour oder Christoph Gasser. Die sind auch auf eine Region bezogen, aber so richtig spannend und wirklich gut!
Liebe Grüße
Martina