Nächte, in denen Sturm aufzieht - Jojo Moyes



    • Broschiert: 480 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 3. (29. Januar 2019)
    • Übersetzer: Deutsch
    • ISBN-10: 3499276399
    • ISBN-13: 978-3499276392
    • Originaltitel: Silver Bay
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur


Rowohlt Kurzbeschreibung:
Liza McCullen weiß, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann. Doch in dem kleinen beschaulichen Örtchen Silver Bay an der Küste Australiens hat sie ein Zuhause gefunden für sich und ihre Tochter Hannah. Die unberührten Strände, der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde und die majestätischen Wale, die in der Bucht leben, bedeuten ihr alles. Täglich fährt sie mit ihrem Boot raus aufs Meer und bietet Walbeobachtungstouren an für die wenigen Touristen, die sich nach Silver Bay verirren. Als der Engländer Mike Dormer anreist und sich in der Pension von Lizas Tante einquartiert, gerät das beschauliche Leben in Gefahr. Der gutaussehende Fremde in den zu schicken Klamotten passt nicht nach Silver Bay, und niemand ahnt, dass er Pläne schmiedet, die den kleinen Fischerort für immer verändern könnten.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mit "Nächte, in den Sturm aufzieht" wurde nach Jojo Moyes Erfolg wieder einer ihrer alten Romane veröffentlicht. Dass es sich dabei aber um ein Buch handelt, das bereits auf deutsch unter dem Titel "Dem Himmel so nah" im Jahr 2008 erschienen ist, wusste ich nicht.

Man merkt deutlich, dass es sich um ein früheres Werk der Autorin handelt. Ich bin anfangs sehr schwer in die Geschichte gekommen und habe das Buch immer wieder weggelegt und ein anderes gelesen. Da es aber ein Rezensionsexemplar vom Verlag ist, war es an der Zeit endlich weiterzulesen. Einmal drinnen in der Geschichte lief es dann auch ganz gut, abgesehen von so einigen Längen im Mittelteil. Doch ich konnte endlich mit den Charakteren etwas anfangen und spürte die ganz besondere Atmosphäre von Silver Bay, dem Ort, wo der Roman spielt.

Trotzalledem ist die Handlung nichts wirklich Neues. Der erfolgreiche Geschäftsmann Mike Dormer fliegt von London nach Australien, um sich die genaue Lage eines Ortes anzusehen, an dem die Firma seines zukünftigen Schwiegervaters ein großes Projekt plant. Ein Luxushotel soll im kleinen Örtchen Silver Bay entstehen, doch zuerst möchte Michael sämtliche Risiken vor Ort abwägen. Der Workaholic arbeitet tagein tagaus in einem rieseigen Bürokomplex mitten in London und steht kurz vor der Hochzeit mit der Tochter seinen Chefs. In Silver Bay angekommen fühlt sich Michael anfangs wie ein Fremdkörper. Hier gehen die Uhren noch anders und der ganze Ort lebt von den Touristen die kommen, um die Wale und Delfine zu beobachten. Es ist ein ruhiges Plätzchen und wenn es nach den Einwohnern geht, soll es auch so bleiben. Ein protziges Hotel, das die Wale vertreiben könnte, ist hier unerwünscht, genauso wie die Reichen und Schönen, die dort absteigen sollen. Erst nach einiger Zeit merkt Michael, dass er sich in Silver Bay verändert und dass in seinem alten Leben etwas gefehlt hat....

Liza McCullen lebt im kleinen Hotel ihrer Tante Kathleen, der berühmten "Haifisch-Lady". Sie fährt täglich mit dem Boot hinaus und bietet in der geschützten Bucht rund um Silver Bay Walbeobachtungstouren für Touristen an. Gemeinsam mit ihrer Tochter Hannah versucht sie im kleinen versteckten Ort ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Publicity und Touristenaufläufe kann sie nicht wirklich brauchen, denn sie versucht ihren Aufenthaltsort geheim zu halten. Welches Geheimnis hat sie zu verbergen?

Erzählt wird aus der Ich-Pespektive verschiedenster Charaktere. Hauptfiguren sind Mike Dormer, Liz McCullen, ihre Tochter Hannah und Tante Kathleen. Das verwirrt anfangs sehr, aber mit Fortschreiten des Romanes gewöhnt man sich daran und kam den Charakteren langsam näher. Leider war von der handlung an sich doch so einiges vorhersehbar.

Das Setting in Australien fand ich hingegen sehr bildhaft und lebendig beschrieben. Die Hintergrundinformationen zu den Walbeobachtungen und dem Leben dieser wunderbaren Säugetiere war beeindruckend und sehr interessant. Ein Thema ist hier natürlich auch der Natur- und Tierschutz.
Obwohl ich den Roman teilweise etwas zu ruhig und langatmig fand, fände ich eine Verfilmung des Romanstoffes als gute Idee.

Cover:

Die ersten drei Cover sind englischsprachig, danach folgen die Cover aus Polen, Litauen und Tschechien. Die letzten beiden finde ich gelungen und passend zur eigentlichen Geschichte.

Fazit:
Abgesehen davon, dass dieses Buch bereits unter einem anderen Titel veröffentlicht wurde und somit keine neue Geschichte ist, fand ich leider nur schwer in den Roman. Nach einigen Anläufen klappte es dann und ich begann mich mit den Figuren anzufreunden. Gelungen ist die Beschreibung des Ortes, der Bucht und dem Tierleben, sowie den kauzigen Einwohnern. Trotzdem war mir einiges zu vorhersehbar und zu ausschweifend, um den Wunsch zu haben die Geschichte in einem Rutsch durchzulesen.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

5 Kommentare:

  1. Ich finde es immer interessant, andere Meinungen zu gelesenen Büchern zu lesen .-). In diesem Fall stimme ich deinem Eindruck absolut zu!

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  2. Hallo Martina,

    hier haben wir ähnlich empfunden. Stimmt, als Film kann ich es mir auch vorstellen. Ich glaube aber, das ist, weil es sooo viele Filme in diese Richtung gibt.

    Für Jojo Moyes fand ich's doch enttäuschend, auch wenn der Handlungsort und die Beschreibungen darüber hinweg trösten.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  3. Hallo Martina,

    Die Punkte die du in deiner Rezension angesprochen hast kann ich sehr gut nachvollziehen, und manchmal kommt man mit den Charakteren einfach nicht so klar wie man es sich gerne wünscht.

    Ich hoffe das dir das nächste Jojo Moyes Buch wieder besser liegt :)
    Liebe Grüße
    Teresa

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  4. Hallo Martina,

    Schade, dass dich diese Geschichte nicht so recht begeistern konnte. Ich fand sie großartig und hatte zwar auch anfangs etwas Schwierigkeiten mit den verschiedenen Charakteren, aber zugleich fand ich sie allesamt sehr interessant und war neugierig, wie sich das entwickeln würde. Ich habe es über eine Facebook-Leserunde gelesen, bei der die Meinungen auch sehr weit auseinander gingen, aber das mit der Verfilmung wurde dort auch angesprochen. Da ging es wohl einigen so wie dir. :)

    Meine Rezension dazu muss ich jedoch in den nächsten Tagen erst noch abtippen.

    Liebe Grüße
    Diana

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  5. Liebe Martina

    Von Jojo Moyes habe ich damals nur "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen und auch wenn ich damals noch eine Leseempfehlung ausgesprochen habe, weil ich die behandelten Themen an sich wichtig fand, hat es mich nicht berührt. Ich habe mich über die stereotypen Darstellungen der Figuren geärgert und seither zu keinem Buch der Autorin mehr gegriffen. Deine Rezension bestärkt mich darin, es auch weiterhin dabei bleiben zu lassen...

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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