Schwert der Hoffnung - Tanja Riegel

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    • Broschiert: 488 Seiten
    • Verlag: Francke-Buchhandlung; Auflage: 1 (1. Mai 2018)
    • ISBN-10: 3963620080
    • ISBN-13: 978-3963620089
    • Genre: Historischer Roman, christlicher Roman



Francke Kurzbeschreibung:
Die Französin Anna und der Brite Edward kennen sich kaum, als sie im Süden Frankreichs nichtsahnend ein uraltes Schwert berühren – und sich plötzlich auf Malta wiederfinden, mitten im Jahr 1564! Mitten in der Zeit von Rittern, Galeeren und Schwertkämpfen. Mitten in der Zeit, in der ein Großangriff der Osmanen bevorsteht und die Ritter des Johanniterordens fest entschlossen sind, um der Verteidigung ihres Glaubens willen notfalls sogar ihr Leben zu lassen. Dem draufgängerischen Briten und der zurückhaltenden Französin bleibt nichts anderes übrig, als sich zusammenzutun – trotz aller Unterschiedlichkeit und Meinungsverschiedenheiten. Während Ed im Schwertkampf und Anna in spätmittelalterlicher Heilkunde unterrichtet wird, suchen sie verzweifelt nach einer Möglichkeit, wieder nach Hause zu gelangen. Doch die Ereignisse überschlagen sich und eine Rückkehr in die Gegenwart erscheint unwahrscheinlicher als jemals zuvor …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon länger bin ich auf der Suche nach einem neuen Zeitreiseroman, der mich unterhält und überzeugen kann. Ist es Tanja Riegel mit "Schwert der Hoffnung" gelungen? Teils, teils...

Der Roman ist im christlichen Francke Verlag erschienen und somit ist auch klar, dass hier der Glaube ein Rolle spielt. Mit der Location Malta, den Ritterorden der Johanniter und der Jahreszahl 1564 sind wir damit auch schon beim Thema und zwar bei der Belagerung von Malta durch die Osmanen.

Doch bevor wir mitten im Kampf zwischen Christen und Muslimen stecken, befinden wir uns in der Gegenwart in Frankreich. Die Französin Anna und der Brite Edward sind sehr unterschiedliche Protagonisten. Anna ist sehr strukturiert, hat ihre Zukunft bereits geplant und sich für ein Medizinstudium eingeschrieben. Selbst bezeichnet sie sich als graue Maus und ist eher zurückhaltend. Edward kommt zwar aus reichem Haus, lebte aber die letzte Zeit als Anführer einer Gang auf der Straße. Er ist großspurig und weiß mit dem Messer umzugehen. Das ist auch der Grund warum er als Strafe im Schuppen seines Großvaters aufräumen muss. Anna, die Tochter des Gärtners, hilft ihm dabei. Sie finden eine Holzkiste mit einem Art Tagebuch, sowie ein mit Edelsteinen besetztes Rapier. Bei der Berührung wird der Dolch heiß und die Beiden verlieren das Bewusstsein. Als sie erwachen befinden sie sich in einer Höhle in Malta im Jahr 1564....

Der Zeitprung passiert bereits auf den ersten Seiten und es ist interessant zu lesen, wie sich Anna und Ed versuchen zurechtzufinden. Sie sind weder ansprechend gekleidet, noch haben sie eine Ahnung in welcher Zeit sie gelandet sind. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich als Ehepaar ausgeben und so unauffällig wie möglich zu bleiben. Doch vorallem müssen sie versuchen das Rapier zu finden, um wieder in ihre Zeit zurückzukommen.
Leider konnte mich der Roman nicht immer fesseln. Manche Abschnitte gehen viel zu schnell und überhastet voran. Einer davon war sehr spannend, jedoch überstürzen sich die Ereignisse dermaßen, dass ich am Ende verwundert zurückgeblättert und nachgeschaut habe, ob ich etwas überlesen hatte. Dem war nicht so und leider folgten auch später keinerlei Erklärungen dazu. Für mich waren diese Szenen nicht wirklich schlüssig und zu unglaubwürdig. Danach wurde die Geschichte wieder ruhiger und man begleitet Anna und Ed, die versuchen sich der Zeit anzupassen. Edward wird im Schwertkampf ausgebildet und Anna bekommt Einblicke in die mittelalterliche Medizin. Beide wachsen an der Situation und kommen sich auch etwas näher. Als sie bemerken, dass sie nicht vor dem großen Angriff der Osmanen in ihr altes Leben zurückkehren können, kämpfen sie nicht nur um ihr eigenes Überleben, sondern auch um diejenigen, die während des Aufenthalts zu ihren Freunden geworden sind. Im weiteren Verlauf des Romans stehen die Kämpfe im Mittelpunkt. Dies verleiht der Geschichte mehr Spannung und hat mich endlich etwas mehr an die Seiten kleben lassen. Auch wenn der Roman eine durchschnittliche Seitenanzahl von nicht ganz 500 Seiten hat, lässt er sich nicht schnell lesen. Man braucht dazu Zeit und Muße.

Die geschichtliche Komponente und den Glaubenskrieg hat die Autorin wunderbar recherchiert und dargestellt. Der rote Faden in diesem christlichen Roman ist das Vertrauen auf Gott. Auch in diesem Buch habe ich wieder eine Epoche näher kennenlernen dürfen, die bis jetzt an mir vorübergegangen ist. Ich kenne zwar das Malteser Kreuz und weiß ein bisschen über die Ritter des Johanniterordens, aber das war es schon. Ein weiteres Thema ist die Medizin des 16. Jahrhunderts und ein ganz besonderes Heilmittel, das nur auf der maltesischen Insel Gozo zu finden ist.
Laut Verlag soll es noch einen weiteren Teil geben. Ich bin allerdings noch unschlüssig, ob ich diesen lesen werde.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen. Die Beschreibungen sind bildlhaft und detailliert. Die Autorin spricht viele Themen an und setzt sich damit auseinander.
Die unterschiedlichen Charaktere der beiden Hauptprotagonisten wurden sehr lebendig beschrieben. Im Laufe des Romans entwickeln sich beide weiter.
Zu Beginn des Buches gibt es zwei Orientierungskarten, am Ende Begriffserklärungen und historische Anmerkungen der Autorin.

Fazit:
Ein Roman, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Interessanter historischer Hintergrund und Plot, Zeitreisen mag ich sowieso, aber manche Abschnitte waren mir zu "unausgegoren" und unlogisch. Für ein Erstlingswerk aber nicht schlecht, außerdem sehr gut recherchiert.

Vielen Dank an den Francke Verlag für das Rezensiosnexemplar

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