Cape Town Kisses - Lotte Römer




    • Taschenbuch: 272 Seiten
    • Verlag: Montlake Romance (9. Januar 2018)
    • ISBN-10: 1503954331
    • ISBN-13: 978-1503954335
    • Genre: Liebesroman




Amazon Kurzbeschreibung:
Für Angela könnte das Leben nicht schöner sein. Mit ihrem Sohn Jasper ist sie glücklich und zufrieden in London. Umso größer ist der Schock, als sie eine schlimme Diagnose erhält: ein Gehirntumor. Wer soll sich in Zukunft um ihr Kind kümmern? Sein Vater, ein Barkeeper, mit dem sich Angela vor 13 Jahren in ein aufregendes Liebesabenteuer stürzte, lebt irgendwo in Afrika und auch auf Angelas Bruder ist kein Verlass. Sie muss Jaspers Vater finden – und zwar schnell. In Kapstadt angekommen macht sie sich auf die Suche nach ihm, doch der Barkeeper ist längst weitergezogen, um auf einer Farm zu arbeiten. Dort lernt Angela den unnahbaren Ranger George kennen, den sie anfangs überhaupt nicht leiden kann. Als sie jedoch auf einer Safari in Lebensgefahr gerät, kommen sich beide doch noch näher. Angelas Herz spielt verrückt und es beginnt eine leidenschaftliche und magische Affäre. Aber George weiß nichts von Angelas Geheimnis und ihrer Sorge um ihren Sohn …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dieser Roman von Lotte Römer führte mich ans andere Ende der Welt, nämlich nach Südafrika.
Mir ist zwar bewusst, dass es sich hier um einen Liebesroman handelt und somit die Liebesgeschichte im Vordergrund steht, trotzdem fand ich leider vieles sehr klischeehaft.
Dabei fängt die Geschichte alles andere als romantisch an, denn bereits auf den ersten Seiten stellen sich statt Glücksgefühlen Schockmomente ein, denn Angela, unser Hautprotagonistin hat einen Gehirntumor. Nach Chemotherapie und regelmäßigen Untersuchungen erhält sie die schockierende Nachricht, dass der Tumor wieder gewachsen ist und gestreut hat. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.....

Angela ist am Boden zertört. Was wird aus ihrem 12-jährigen Sohn Jasper werden, wenn sie nicht mehr lebt? Er ist das Ergebnis eines One-Night-Stands während ihres Südafrikaurlaubes vor dreizehn Jahren. Angelas erster Gedanke ist Mojo, den Vater von Jasper, zu kontaktieren. Sie fliegt ohne lange nachzudenken nach Kapstadt. Doch die Suche gestaltet sich schwierig. Sie führt Angela zu einer Farm im Hinterland, wo sie sich für eine Walking-Safari anmeldet, die Mojo führen soll. Doch dieser erscheint nicht und sein Chef übernimmt den dreitägigen Ausflug in die Wildnis. Für Angelas ist es wie ein "nach Hause kommen". Die beschriebene Kulisse ist märchenhaft und man spürt, wie Angela in diesem Land auflebt. Diese Szenen sind wunderschön und bildgewaltig beschrieben. Man hat das Gefühl mit Angela durch den Busch zu wandern und die Tiere zu beobachten. Gerne hätte ich mit ihr den Sonnenuntergang genossen....
Dass sie dabei auch George näher kommt, wissen wir ja schon aus deer Inhaltsangabe. Dennoch ging mir die Liebesbeziehung zwischen  den Beiden viel zu schnell und war für mich nicht wirklich glaubwürdig. Auch wenn für die kranke Angela die Uhr tickt und sie keine Zeit mehr für lange Überlegungen hat, kam mir diese tiefe Liebe zu übereilt vor. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu unromantisch veranlagt...

Ebenso fand ich es unlogisch, dass Angela nicht zuerst im Internet nach dem Vater des Jungen sucht und versucht Kontakt aufzunehmen. Kopfschütteln ließ mich ihre Idee, dass Jasper zu seinem Erzeuger ziehen und Schule, Freunde und London hinter sich lassen sollte. Gerade in diesem Alter sind Freunde sehr wichtig. Angelas Idee fand ich total unüberlegt, denn Mojo wusste weder etwas von seinem Sohn, noch weiß sie, ob er nicht in ärmlichen Verhältnissen lebt. Nicht nur die fremde Kultur, sondern wildfremde Menschen würden Jaspers Zukunft sein. Angelas Überlegungen konnte ich nicht verstehen...

Die Charaktere sind wunderbar lebendig dargestellt. Viele waren sehr sympathisch, wie Hans oder Carl, andere wie Frau Obermöller weniger. Genau solche "überspitzten" Figuren, die jede Urlaubsreise zu einem "besonderen Erlebnis machen", kommen in der Realität leider immer wieder vor. 
Bei George hingegen fehlten mir die Ecken und Kanten. Er war mir zu sehr der Traumtyp schlechthin. Auch Jasper war mir  für sein Alter zu unproblematisch. Mit der schweren Bürde bald seine Mutter zu verlieren, zu fremden Menschen in eine Pflegefamilie zu ziehen und vorpupertär zu sein, machte er mir eindeutig zu wenig Probleme.

Schreibstil:
Lotte Römers beschreibt die Landschaft Südafrikas sehr lebendig und man spürt ihre Liebe zu diesem Fleckchen Erde durch die Zeilen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich wunderbar lesen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Angelas und aus Georges Sicht erzählt. Diese Perspektivenwechsel sind gelungen und geben dem Leser tiefe Einblicke in die Gefühlswelt des jeweils anderen. Der Name der Person, aus dessen Perspektive erzählt wird, steht jeweils über dem Kapitel. 

Fazit:
Liebe und Trauer verbinden sich in diesem Roman zu einer romantischen Geschichte, die mich nicht ganz überzeugen konnte, aber mir nette Lesestunden bereitet hat. Die großartigen Landschaftsbeschreibungen haben mich mit einigen unlogischen Handlungen mehr oder weniger versöhnt...

Vielen Dank an die Autorin und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

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